
11.06.2026
(Berlin/dgp) - Die Finalisten für den Deutschen Gründerpreis 2026 stehen fest: In den Kategorien StartUp und Aufsteiger wurden jeweils drei herausragende Unternehmen durch die Jury nominiert, die sich aus Vertretern der Partner Sparkassen, ZDF, Porsche und Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie der Förderer des Preises zusammensetzt. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum 24. Mal vergeben. Wer die begehrte Trophäe gewinnt, erfahren die Kandidaten bei der Preisverleihung am 8. September 2026 im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin.
Von der Metallbearbeitung über die Energieversorgung bis hin zu Raumfahrt, Quantentechnologie und Elektromobilität: Die Gründerinnen und Gründer, die im Finale um den Deutschen Gründerpreis 2026 stehen, zeigen, wie tiefgreifend Innovation etablierte Industrien verändern kann. Aus hunderten von Bewerbungen haben es jeweils drei StartUp- und drei Aufsteiger-Unternehmen in die Schlussrunde geschafft. Die Finalisten entwickeln keine kurzfristigen Trends, sondern neue technologische Grundlagen für die Wirtschaft von morgen. Der Deutsche Gründerpreis 2026 steht damit einmal mehr im Zeichen unternehmerischer Pionierarbeit, die bestehende Systeme neu denkt und ganze Wertschöpfungsketten verändern kann.
Die Finalisten in der Kategorie „StartUp“ zeigen, dass selbst lang etablierte Technologien noch enormes Innovationspotenzial haben: AdaptX will die Metallbearbeitung mit einer neuartigen Werkzeugkühlung ohne klassische Kühlschmierstoff-Flut effizienter machen, Flybaby verbindet industrielle 3D-Stricktechnologie mit modernem Produktdesign und entwickelte eine nahezu nahtlos gefertigte Babytrage, während Proxima Fusion jahrzehntelange Spitzenforschung in der Kernfusion in den Aufbau dieser neuen Energieindustrie überführt.
Die nominierten Aufsteiger-Unternehmen treiben den technologischen Wandel in ihren Branchen ebenfalls entscheidend voran. DeepDrive entwickelt eine neue Generation besonders effizienter Elektromotoren für die Mobilität der Zukunft, mtex antenna technology schafft hochpräzise Antennensysteme für Forschung und Raumfahrt, während Pixel Photonics daran arbeitet, hochempfindliche Einzelphotonendetektoren aus dem Forschungslabor in die industrielle Anwendung zu bringen.
All diese Gründerinnen und Gründer stehen für Unternehmen, die technologische Schlüsselkompetenzen auf- oder ausbauen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Innovationsstandorts Deutschland stärken.
Die Finalisten in der Kategorie StartUp, ein- bis maximal dreijährige Unternehmen, die ihre Geschäftsidee besonders erfolgreich am Markt etabliert haben:
· AdaptX Systems, Berlin: Statt tonnenweise Kühlflüssigkeit durch Maschinen zu pumpen, wird die Wärme bei der Metallbearbeitung direkt am Werkzeug abgeführt. Die Berliner wollen eines der kostenintensivsten Elemente moderner Zerspanungsprozesse durch ihre Innovation ersetzen. Industrieunternehmen testen bereits, ob aus der einstigen Forschungsidee ein neuer Standard für die Fertigung werden kann.
· Flybaby, Berlin: Eine Babytrage, die nahezu fertig aus der 3D-Strickmaschine kommt, kaum Materialabfall verursacht und die Vorteile von Tragetuch und Trage kombiniert: Die Gründerinnen von Flybaby entwickelten das „nahtlose“ Produkt zunächst neben ihrer eigentlichen Arbeit im eigenen Designstudio. Aus dem langjährigen Entwicklungsprojekt entstand ihr Unternehmen, das in mehr als einem Dutzend Länder aktiv ist.
· Proxima Fusion, München: Die Energie der Sterne auf die Erde holen – Proxima Fusion entwickelt Fusionskraftwerke auf Basis einer Technologie, die viele Experten für den vielversprechendsten Weg zur kommerziellen Fusion halten. Entstanden aus der Spitzenforschung am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, arbeitet heute ein internationales Team daran, aus der Wissenschaft eine neue Industrie zu formen.
In der Kategorie Aufsteiger werden Unternehmen ausgezeichnet, die nicht älter als neun Jahre sind und bereits ein außerordentliches Wachstum erreicht haben. Die Nominierten in diesem Jahr:
· DeepDrive, Garching: Die Automobilindustrie sucht nach Wegen, Elektroautos effizienter und günstiger zu machen. Eine Antwort kommt jetzt aus Bayern. Mit einer neuartigen Motorentechnologie, sozusagen dem „Motor für die nächste E-Auto-Generation“, will DeepDrive den elektrischen Antrieb grundlegend verbessern. Dafür arbeiten sie bereits mit einigen der größten Fahrzeughersteller der Welt zusammen.
· mtex antenna technology, Wiesbaden: Die Fotografie von schwarzen Löchern, die Steuerung von Raumsonden und der Empfang von Signalen aus den Tiefen des Universums haben eine unsichtbare Schlüsseltechnologie gemein: hochpräzise Antennen. mtex antenna technology hat sich darauf spezialisiert, entwickelt Systeme für einige der anspruchsvollsten Wissenschafts- und Raumfahrtprojekte der Welt.
· Pixel Photonics, Münster: Einzelne Lichtteilchen sichtbar machen – was nach Grundlagenforschung klingt, spielt schon jetzt eine Schlüsselrolle in Quantencomputern, sicherer Kommunikation und künftigen Diagnoseverfahren. Pixel Photonics entwickelt hochempfindliche Einzelphotonendetektoren und arbeitet daran, eine bislang auf die Forschung beschränkte Technologie industriell skalierbar zu machen.
Alle Finalisten profitieren von einer individuellen, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Beratung durch Porsche Consulting. Zudem steht ihnen das Netzwerk des Deutschen Gründerpreises offen, verbunden mit einem fachbezogenen Mentoring durch erfahrene Expert:innen namhafter Unternehmen. Teil des Preises ist außerdem ein zweitägiges Medientraining beim ZDF.
Vorgeschlagen wurden die Unternehmen von den rund 300 Expert:innen des Deutschen Gründerpreises. Sie stammen aus renommierten Unternehmen, Technologiezentren, Ministerien, Gründungsinitiativen und der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Expert:innen verfügen über jahrelange Erfahrungen mit Unternehmensgründungen und sehr gute Branchenkenntnisse. Zudem hatten Unternehmen die Möglichkeit, sich initiativ zu bewerben. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt den Deutschen Gründerpreis.
Ausführliche Unternehmensporträts der Finalisten und weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.deutscher-gruenderpreis.de.
Über den
Deutschen Gründerpreis und
den Deutschen Gründerpreis für Schüler:innen:
Der Deutsche Gründerpreis gilt als die bedeutendste Auszeichnung für herausragende Unternehmerpersönlichkeiten in Deutschland und zählt zu den renommiertesten Wirtschaftspreisen des Landes. Seit 1997 wird der Preis an erfolgreiche Gründerinnen und Gründer sowie ihre Unternehmen verliehen, um ihre Leistungen sichtbar zu machen und sie durch vielfältige Unterstützung weiter zu fördern. Der Preis wird jährlich in den Kategorien Schüler:innen, StartUp, Aufsteiger und Lebenswerk verliehen. Außergewöhnliche unternehmerische Leistungen können zudem mit einem Sonderpreis gewürdigt werden.
Ausgelobt wird der Deutsche Gründerpreis von den Partnern Sparkassen, ZDF, Porsche und Frankfurter Allgemeine Zeitung. Unterstützt wird der Preis von einem hochkarätig besetzten Kuratorium, das die Finalisten und Preisträger im Rahmen eines Mentorings unterstützt. Zusätzliche Förderer des Deutschen Gründerpreises sind die Süddeutsche Zeitung und die Versicherungen der Sparkassen. Als Kooperationspartner wirkt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit.
Der Deutsche Gründerpreis für Schüler:innen (DGPS) ist das größte Planspiel zur Existenzgründung in Deutschland und eine Kategorie des Deutschen Gründerpreises. Ziel der Partner ist es, das Gründungsklima im Land zu stärken und junge Menschen zur Selbstständigkeit zu ermutigen. Der DGPS richtet sich gezielt an den Nachwuchs und vermittelt Schüler:innen frühzeitig unternehmerische Handlungskompetenzen. Dieses Anliegen wird auch vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt. Seit 1999 haben bereits über 98.000 Schüler:innen am DGPS teilgenommen.
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