
9.07.2026
(Nidda/rcn) - Was passiert, wenn Maschinen nicht mehr nur rechnen, sondern denken, entscheiden und handeln? Wenn Künstliche Intelligenz Bewerbungen auswählt, Krankheiten erkennt, Fahrzeuge steuert oder unseren Alltag organisiert? Und vor allem: Was bedeutet das für uns Menschen?
Diese Fragen sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Sie betreffen unsere Arbeitswelt, unsere Familien, unsere Schulen, unsere Unternehmen, unsere Demokratie – und letztlich unser Verständnis vom Menschsein. Genau deshalb stellt der Rotary Club Nidda sein neues Clubjahr unter ein ungewöhnliches Jahresthema:
„KI verstehen – Verantwortung übernehmen.“
Präsident Gert Holle möchte damit bewusst einen Raum schaffen, in dem nicht nur über technische Entwicklungen gesprochen wird, sondern über die Chancen, Herausforderungen und ethischen Fragen, die mit der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz verbunden sind.
„KI verändert unsere Welt in einer Geschwindigkeit, die wir alle spüren“, sagt Gert Holle. „Deshalb sollten wir nicht nur fragen, was Künstliche Intelligenz alles kann. Die wichtigere Frage lautet: Was sollte sie dürfen – und welche Verantwortung tragen wir als Gesellschaft?“
Ausgangspunkt des Themenjahres sind zwei aktuelle Veröffentlichungen, die das Spannungsfeld eindrucksvoll beschreiben. Das Buch Die 5. Revolution – KI + Roboter zeigt, wie Künstliche Intelligenz zunehmend die reale Welt erobert – von Robotern über autonome Fahrzeuge bis hin zu intelligenten Fabriken und medizinischen Anwendungen. Die Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV. richtet den Blick dagegen auf eine andere, vielleicht noch wichtigere Frage: Wie bewahren wir Menschenwürde, Freiheit und Verantwortung in einer Welt, in der intelligente Systeme immer mehr Entscheidungen vorbereiten oder sogar übernehmen?
Diese beiden Perspektiven – technischer Fortschritt und ethische Verantwortung – bilden den roten Faden des Präsidentenjahres. „KI verändert unsere Welt. Wir entscheiden, wie menschlich sie bleibt“, sagt Gert Holle“
Geplant sind Vorträge, Gespräche, Betriebsbesichtigungen und Diskussionsabende zu Themen wie Arbeitswelt, Bildung, Medizin, Demokratie, Medien, Datenschutz, Robotik sowie „Mensch, Glaube und Ethik“. Dabei sollen bewusst unterschiedliche Sichtweisen zusammenkommen – aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medizin, Politik und Gesellschaft.
Ein besonderer Gewinn für den Club ist dabei das neue Mitglied Mirai Alhaddad, die sich beruflich intensiv mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt und ihre fachliche Perspektive in die Veranstaltungsreihe einbringen wird. Gleichzeitig lebt Rotary von der Vielfalt der Erfahrungen seiner Mitglieder. Gerade diese unterschiedlichen Blickwinkel machen den Dialog spannend.
„Create Lasting Impact“ – „Nachhaltige Wirkung schaffen“ – lautet das Jahresmotto von Rotary International. Für Gert Holle bedeutet das nicht nur, Projekte zu fördern, sondern auch Orientierung zu geben und den Dialog über die großen Zukunftsfragen unserer Zeit zu ermöglichen. „Eines sei bereits heute sicher“, sagt Holle: „Künstliche Intelligenz wird unser Leben massiv verändern. Wie menschlich diese Zukunft sein wird, darüber entscheiden letztlich nicht die Maschinen – sondern wir selbst.“
Der Rotary Club Nidda lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, einzelne Themenabende als Gäste zu besuchen und sich an den Gesprächen zu beteiligen. Die jeweiligen Termine und Themen werden rechtzeitig auf der Internetseite des Clubs veröffentlicht. Denn Zukunft gelingt am besten dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. (Internetadresse: nidda.rotary.de )
