Podcast „Kopfsalat“: Musik – ich singe, also spinn ich. Nicht.

Mentale Gesundheit in der Musikbranche: Neue Doppelfolge des Podcasts Kopfsalat

Foto: Benno Kraehahn / Design_Stefanie Butscheidt
Foto: Benno Kraehahn / Design_Stefanie Butscheidt
  • Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel über Musik, Mental Health und Mut zur Verletzlichkeit – zur Folge
  • Zwischen Kunst und Krisen: Franziska Lauter über die mentalen Herausforderungen für Musikschaffende – zur Folge

Podcast „Kopfsalat“: Die ersten zwei Folgen der fünften Staffel – jetzt auf frnd.de/kopfsalat

 

 

Der Podcast „Kopfsalat“ geht in die fünfte Staffel. Moderator, Filmemacher und Journalist Sven Haeusler trifft in zwei Folgen pro Monat Betroffene und Expert:innen und spricht mit ihnen aus verschiedenen Blickwinkeln über mentale Gesundheit.

 

Sebastian Krumbiegel über Musik, Mental Health und Mut zur Verletzlichkeit

Foto: Enrico Meyer
Foto: Enrico Meyer

Zum Staffelstart begrüßt Moderator Sven Haeusler Sebastian Krumbiegel, Solo-Musiker und Sänger der Band „Die Prinzen“, der auch für sein vielseitiges soziales Engagement – auch im Bereich der mentalen Gesundheit – bekannt ist.  Sebastian Krumbiegel reflektiert die letzten Jahrzehnte seiner Karriere im Musikbusiness. Er spricht über die Herausforderungen, mit denen er und seine Bandkollegen konfrontiert waren sowie über persönliche Triumphe und die mentalen Belastungen, die mit dem pandemiebedingten Stillstand einhergingen. 

Krumbiegel berichtet von seinen Erfahrungen als Angehöriger, von einem Suizid im engen Umfeld der Band und welche Auswirkungen dieses Ereignis hatte. Außerdem teilt er die Erfahrungen im Umgang mit der depressiven Erkrankung seines Bruders und seine persönlichen Kämpfe gegen saisonale Verstimmungen.

Am Ende des Gesprächs ermutigt der Musiker dazu, Probleme offen anzusprechen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Wenn wir nicht darüber reden, können wir nichts verändern.”

 

 

  • Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel über Musik, Mental Health und Mut zur Verletzlichkeit – zur Folge

 

Zwischen Kunst und Krisen: Franziska Lauter über die mentalen Herausforderungen für Musikschaffende

Foto: Privat
Foto: Privat

In der zweiten Folge wirft die Diplom-Psychologin, Speakerin, angehende Autorin und ehemalige Musikerin Franziska Lauter einen wissenschaftlichen Blick auf das Thema Musik – ich singe, also spinn ich. Nicht.

Mit Moderator Sven Haeusler spricht sie über die Musikindustrie als ein Arbeitsumfeld mit zahlreichen Stressoren, die das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen und auch nachweislich höhere Betroffenenzahlen aufweisen: „34 Prozent der touring Professionals [...] leiden an einer klinischen Depression, 69 Prozent der Musiker:innen unter Ängsten.“ Depressionen, Ängste, aber auch Suchterkrankungen und Burnout sind die häufigsten psychischen Erkrankungen, mit denen Musikschaffende laut Lauter konfrontiert sind. Sie berichtet, dass neben vielen strukturellen Belastungen in der Musikbranche insbesondere finanzielle Probleme der Auslöser sind.

Trotz dieser Herausforderungen ermutigt Franziska Lauter Künstler:innen, weiterhin Musik zu machen, und betont die heilende Kraft der Musik sowohl für Hörer:innen als auch für die Musiker:innen selbst. Dass immer mehr betroffene Musikschaffende ihre mentale Gesundheit thematisieren, sieht sie als klaren Fortschritt und hofft, dass „das Sprechen darüber“ und das öffentliche Aufzeigen von Missständen Veränderungen mit sich bringt. 

 

  • Zwischen Kunst und Krisen: Franziska Lauter über die mentalen Herausforderungen für Musikschaffende – zur Folge

Über Kopfsalat

Der Freunde fürs Leben-Podcast Kopfsalat erscheint zweimal monatlich und ist auf frnd.de sowie auf den gängigen Podcast-Plattformen wie Apple Podcasts, Spotify, Deezer und RTL+ abrufbar. Die fünfte Staffel wird von der DDL und der DAK gefördert. Der Moderator ist Filmemacher und Journalist Sven Haeusler.

Seit 2001 klärt der gemeinnützige Verein Freunde fürs Leben e.V. Jugendliche und junge Erwachsene über mentale Gesundheit, Depression und Suizid auf. Denn durch gezielte Informationsvermittlung über Warnsignale, Hilfsadressen und Therapiemöglichkeiten ist Suizidprävention möglich.

 

Wer sind Freunde fürs Leben

Freunde fürs Leben e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Jugendliche und junge Erwachsene über die Themen Depression und Suizid aufklärt. Freunde fürs Leben holen junge Menschen dort ab, wo sie sich ohnehin aufhalten: Im Internet und in sozialen Netzwerken. So bieten sie einen niederschwelligen und sympathisch-modernen Zugang zu einem sehr schweren Thema. Der Effekt wird durch die Arbeit mit Prominenten wie Klaas Heufer-Umlauf, Samy Deluxe oder Nora Tschirner verstärkt. Sie zeigen auf der Website ihr Gesicht und sprechen als Testimonials in den Podcasts und auf dem YouTube-Kanal frnd.tv in verschiedenen Formaten offen über eigene Erfahrungen mit den Themen Depression und Suizid.


Autor: Freunde fürs Leben e.V.; zusammengestellt von Gert Holle - 23.05.2024