
29.06.2026
Mit zahlreichen Angeboten und Aktionen engagierte sich das Bistum Trier bei den Nationalen Spielen der Special Olympics im Saarland.
Von Stefan Schneider
(Saarland/sts) – Für manche war es schlicht das Saarländische Sommermärchen. Vom 15. bis 20. Juni haben die Nationalen Spiele der Special Olympics das Saarland in eine bunte Bühne des Miteinanders verwandelt. „Diese Einschätzung können wir auch im Arbeitsfeld Inklusion nur unterstreichen. Für uns waren die acht Stationen an verschiedenen Orten im Saarland, gemeinsam mit dem kirche:mobil! des Pastoralen Raums Völklingen, ein großer Erfolg“, sagte Christoph Morgen, Pastoralreferent im Bistum Trier und Ansprechpartner im Visitationsbezirk Saarbrücken für das Thema Inklusion. Special Olympics das waren: Über 4.000 Athlet*innen, 13.000 akkreditierte Personen und 110.000 Zuschauer*innen für 27 Sportarten. Und mittendrin, die Angebote der katholischen Kirche. Außer dem Bistum Trier engagierten sich die Katholischen Jugend- und Sportverbände und der Diözesan-Caritasverband.
Ursprünglich war von den Organisator*innen der Special Olympics Saarland als eine von mehreren Vorschlägen die Idee an die katholischen Akteure herangetragen worden, ein Mitmachangebot an den Sportstätten zu schaffen. Doch daraus entstand weit mehr: „Besonders wichtig war es uns, allen Besucher*innen eine Botschaft mitzugeben: Jeder Mensch, unabhängig von Beeinträchtigung, Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Orientierung, ist wertvoll und besitzt die gleiche Würde,“ betonte Pastoralreferent Christoph Morgen. „Deshalb haben wir an unserem Stand über 1450 Armbänder mit der wichtigen Botschaft „Du bist wertvoll“ verteilt.“
Zugleich wurde dazu eingeladen, auf einem Thronsessel Platz zu nehmen und sich als Königin oder König gemeinsam mit einer Königsfigur von Ralf Knobloch fotografieren zu lassen. Die Königsfiguren machen deutlich, dass jeder Mensch „königlich“ ist und stehen symbolisch für die unantastbare Würde jedes Einzelnen. Es entstanden unzählige Fotos und viele berührende, unvergessliche Momente. Beim kirche:mobil! kam es zudem zu Hunderten von inklusiven Begegnungen und Gesprächen mit Menschen aus dem Saarland, ganz Deutschland und weiteren Nationen wie Israel, Finnland und Italien, die als internationale Gäste an den Nationalen Spielen teilnahmen.
Schon vor den eigentlichen Wettkämpfen war es mit den Fackelläufen los gegangen, bei denen die Fackel der Hoffnung auf die Special Olympics aufmerksam machte. Bei drei Fackelläufen war das Arbeitsfeld Inklusion aktiv dabei: zunächst in Völklingen, dann an der Bergehalde in Ensdorf sowie am Schaumberg in Tholey. Das kirche:mobil! besuchte das Roller Skating in Völklingen, die Handballspiele in Saarlouis sowie die Wettbewerbe im Freiwassersschwimmen und Beachvolleyball im Strandbad am Bostalsee. Krönender Abschluss waren die InkluSaar im Rahmen des Special Olympics Festival in Saarbrücken am Abschlusstag der Special Olympics. Bei der InkluSaar gab es zudem eine Kooperation mit der Behindertenseelsorge des Bistums Speyer. Beteiligt an den Einsätzen waren insgesamt über 20 Personen, darunter viele Mitarbeitende aus den Pastoralen Räumen des Bistums und der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Saarland sowie einige ehrenamtlich Engagierte vom Team des kirche:mobil!.
Veranstalter der Spiele war Special Olympics Deutschland (SOD), die deutsche Organisation der weltweit größten Bewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Sie arbeitet in Partnerschaft mit allen Institutionen und Organisationen, die in der Förderung und Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung engagiert sind. „Inklusion ist die Kunst des Zusammenlebens verschiedener Menschen. Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Menschen mit unterschiedlichen Charismen - unsere Gesellschaft wird durch sie vielfältiger“, sagt Christoph Morgen. „Wir - die Seelsorgerinnen und Seelsorger im Arbeitsfeld Inklusion - wollen, dass alle willkommen sind.“
