„Inspirationen für Ehrenamtliche“

Forum Engagement will Ideenbörse für Engagierte in den Gemeinden bieten

Foto: privat
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20.04.2024

 

Das Forum Engagement am 27. April möchte eine Ideenbörse für Engagierte in den Gemeinden bieten. Anmeldungen sind noch möglich.

 

Von Simone Bastreri

 

(Trier/sb/bt) – Eine Ideenbörse für Menschen, die sich in ihren Gemeinden einbringen und engagieren wollen: So versteht sich die das „Forum Engagement“, eine Zusatzveranstaltung der Heilig-Rock-Tage am Samstag, 27. April. Von 9.30 bis 16 Uhr werden die Caféteria und andere Orte im Bischöflichen Generalvikariat in Trier zu „Denkräumen“, in denen Ehrenamtliche neue Impulse für ihre Arbeit bekommen und sich mit Gleichgesinnten austauschen und in Kontakt kommen können.

AKTUELL BEI WIR IM NETZ - SPIRITUALITÄT - 21.04.2024


„Chag Pessach Sameach ve Kasher!“

Bischofsrat der Nordkirche sendet Segenswünsche zum Pessach-Fest

 

21.04.2024

 

Zum Beginn des am Montag (22. April 2024) beginnenden Pessach-Festes hat der Bischofsrat der Nordkirche allen Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft Segenswünsche gesendet.

 

(Schwerin/Hamburg/Schleswig/Greifswald/dds) - Ab Montag (22. April 2024) feiern Jüdinnen und Juden weltweit das Pessach-Fest, mit dem acht Tage lang an die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei erinnert wird. Dazu hat der Bischofsrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) allen Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern von Herzen kommende Segenswünsche gesendet. 

 

Beschämt angesichts von Empathielosigkeit gegenüber jüdischen Leid

Das Fest fällt in schwere Zeiten. „Innerhalb kürzester Zeit wurde Israel zum zweiten Mal auf abscheuliche Weise angegriffen. Die entsetzlichen Verbrechen, die islamistische Terroristen am 7. Oktober in Israel begangen haben, liegen noch immer wie ein schwerer Schatten auch über den jüdischen Gemeinden in Deutschland. Die Empathielosigkeit, die Jüdinnen und Juden angesichts solch unsäglicher Gewalt weltweit erlebt haben, beschämt auch uns als christliche Kirche.“, schreiben Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck Kirsten Fehrs, die Bischöfin im Sprengel Schleswig und Holstein Nora Steen und der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern Tilman Jeremias in dem Brief des Bischofsrates an die jüdische Gemeinschaft. 

 

Sorge vor rapiden Anstieg antisemitischer Angriffe

Angst, Wut, Verzweiflung und Erinnerungen an die dunkelste Zeit seien in bestürzender Weise auch für Jüdinnen und Juden in Europa zurück, heißt es in dem Schreiben. „Fassungslos und mit großer Sorge registrieren wir den rapiden Anstieg antisemitischer Angriffe - zugleich aber ist für uns klar: Gemeinsam mit vielen weiteren gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren sprechen wir uns als Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland sowohl gegenwärtig wie zukünftig und wie wiederholt auch in der Vergangenheit gegen jede Form von Judenfeindschaft aus.“, betonen die Mitglieder des Bischofsrates. 

 

Schutz des jüdischen Lebens in die Länderverfassungen aufnehmen

Der Bischofsrat, der von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt geleitet wird,  erinnert in dem Schreiben an sein gemeinsames Wort gegen Antisemitismus auf der Novembertagung der Landessynode im vergangenen Jahr. Darin hatte der Bischofsrat ausdrücklich das Bestreben der Landesregierung von Schleswig-Holstein unterstützt, den Schutz jüdischen Lebens in die Verfassung aufzunehmen, wie es in der Hansestadt Hamburg seit Anfang 2023 der Fall ist. „Als Bischofsrat setzen wir uns dafür ein, dass Mecklenburg-Vorpommern diesem Bestreben folgen möge. Wir hoffen sehr, dass die Schritte zu einer entsprechenden Initiative des Landtages Mecklenburg-Vorpommerns gut vorankommen.“, so die Landesbischöfin, die Bischöfinnen und der Bischof. 

 

Beten für die Rückkehr aller Geiseln aus Gefangenschaft der Hamas

Antisemitismus klar entgegenzutreten und die unverbrüchliche Liebe und Treue Gottes zu seinem Volk Israel und die bleibende Verbundenheit mit ihm zu bezeugen, sei das Ziel im gesamten Gebiet der Nordkirche und darüber hinaus, so vier Unterzeichnenden. „Wir hoffen und beten für die Rückkehr aller israelischen und ausländischen Geiseln aus der Gefangenschaft der Hamas. Im Gedenken des Pessach-Festes an die Leidensgeschichte der Bedrückung und Zwangsarbeit und die göttliche Befreiung davon beten wir dafür, dass der Ewige den Staat Israel und alle seine Bürgerinnen und Bürger beschützen und bewahren möge.“, betonen die Mitglieder des Bischofsrates und wünschen den Mitgliedern der jüdischen Gemeinden zwischen Rostock und Pinneberg, Hamburg und Flensburg von Herzen ein frohes Pessach-Fest: „Chag Pessach Sameach ve Kasher!“

 

Hintergrund Pessach

Das Pessach-Fest gehört zu den wichtigsten jüdischen Feiertagen. Pessach (hebräisch „Vorüberschreiten“) erinnert an den Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten. Mit der Befreiung aus der Sklaverei, vom der das 2. Buch Mose erzählt, beginnt die Geschichte des Volkes Israel. In diesem Jahr beginnt Pessach am Montagabend (22. April 2024) und endet nach acht Tagen (30. April 2024).

Da die Israeliten aus Ägypten aufbrachen, hatten sie keine Zeit, den Teig für ihr Brot zu säuern. Deshalb verzehren Juden während des Pessach-Festes nichts, was mit Säuerndem zubereitet wurde. Darunter fallen die Getreidesorten Roggen, Weizen, Hafer, Gerste, oder Dinkel, die mehr als 18 Minuten im Wasser waren. Erlaubt ist nur ungesäuertes Brot (Matze oder Mazza), das Knäckebrot ähnelt. Daher beginnt das Familienfest mit einem Hausputz, zudem müssen alle gesäuerten Lebensmittel wie Sauerteigbrot oder Nudeln rechtzeitig aufgegessen oder verschenkt werden. Viele Familien haben sogar ein Pessach-Geschirr, das nie mit gesäuertem Essen in Berührung kommen darf und das nur zu Pessach benutzt wird. 

 

 


Landessynode nimmt explizites Diskriminierungsverbot in die Grundordnung auf

Die Synodalen beschließen Verwaltungsreform und die Gründung einer Immobilienplattform

 

21.04.2024

 

(Karlsruhe/Bad Herrenalb/ekiba) - Mit einem deutlichen Zeichen gegen Hass und Diskriminierung sowie wichtigen Entscheidungen für die anstehenden Transformationsprozesse endete am Samstag die Frühjahrssynode der Evangelischen Landeskirche in Baden. Die Synodalen nahmen ein explizites Diskriminierungsverbot in ihre Grundordnung auf und beschlossen, eine Erklärung zu den Europa- und Kommunalwahlen herauszugeben. Darüber hinaus bereitete das Kirchenparlament den Weg für eine Verwaltungsreform und die Digitalisierung.

 

„In Zeiten von Hass und Hetze brauchen wir Distanz von extremistischen Strömungen und nehmen das ausdrücklich in die Grundordnung hinein“, begründete Synodalpräsident Axel Wermke am Freitag die Entscheidung, die landeskirchliche Verfassung zu ändern. Zwar beinhaltete die Grundordnung schon bisher in Artikel 2 ein allgemeines Diskriminierungsverbot in Form einer theologischen Grundaussage. In der Neufassung wurde dieses Verbot aber konkretisiert, indem explizit eine diskriminierende Behandlung etwa aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität oder einer rassistischen Zuschreibung untersagt wird.

„Klare Kante gegen Populismus und Extremismus“ zeigen die Synodalen zudem vor den kommenden Wahlen. Dafür beschlossen sie am Freitag, im Mai eine gemeinsame Erklärung mit dem Diözesantrat der Erzdiözese Freiburg zu veröffentlichen. „Bei der anstehenden Europa- und Kommunalwahl sind Erfolge gerade extremistischer Parteien zu befürchten. Dies kann christliche Kirchen nicht unberührt lassen“, heißt es in der Begründung.

Um die Arbeit der Landeskirche für die Zukunft gut aufzustellen, beauftragten die Synodalen zum Abschluss ihrer Tagung außerdem eine Verwaltungsreform und weitere Digitalisierungsprojekte. Anstelle der bisher kleinteiligen Struktur von derzeit 14 Verwaltungseinheiten soll es perspektivisch drei zentrale Dienstleistungszentren geben, die für den Kontakt in die Fläche durch Nebenstandorte ergänzt werden. Durch diese Neustrukturierung seien perspektivisch bis zum Jahr 2032 Personal- und Sachkosten in Höhe von mindestens 30 Prozent einzusparen.  

Ähnliches gilt für die weitere Digitalisierung. Standardisierung und möglicher Datenaustausch sollen eine finanzielle und personelle Entlastung bringen. Die Digitalisierung sei dabei kein Selbstzweck, sondern geschehe mit dem Ziel, „mehr Freiräume für die wesentlichen Aufgaben, insbesondere die Verkündigung des Evangeliums, zu schaffen“, heißt es in dem Beschluss. Um beide Prozesse in den kommenden Jahren umzusetzen, bedarf es zunächst Investitionen. Dieser Aufwand finanzieller Mittel ist allerdings bereits in den notwendigen Sparmaßnahmen bis 2032 mitbedacht worden. Der Haushalt der Landeskirche betrug im Jahr 2022 rund 500 Millionen Euro. Sie muss bis zum Jahr 2032 rund 30 Prozent Kosten einsparen.

 

Auch über den aktuellen Zwischenstand des Transformationsprozesses 2032 ließen sich die Synodalen auf ihrer Frühjahrstagung informieren. In dessen Umsetzung müssen nun bis zur Aufstellung des nächsten Doppelhaushaltes im Jahr 2025 weitere Priorisierungen getroffen werden. Dabei gehe es darum zu entscheiden, welche Aufgaben auch in Zukunft noch von der Landeskirche wahrgenommen werden können. Und auch die Zukunft der kirchlichen Gebäude ist ein intensiv betrachtetes Thema gewesen. „Wir werden uns von Immobilien trennen müssen, die nicht mehr zu halten sind“, sagte Axel Wermke in diesem Zusammenhang und betonte zugleich: „Es muss aber weiter Räume der Begegnung geben, das kann in ökumenischer Trägerschaft oder auch mit Kommunen oder Vereinen zusammen sein.“ 

Dass die Kirche ihre Gebäude nicht einfach veräußern möchte, sondern „Kirchenland in Kirchenhand“ halten möchte, zeigt der Beschluss, eine landeskirchliche Immobilienplattform zu gründen.

Ziel und Zweck der Immobilienplattform ist es, kirchliches Vermögen im innerkirchlichen Kreislauf zu halten, die Werte zu steigern und dauerhafte Erträge für die kirchliche Arbeit zu erwirtschaften.

Im Rahmen ihrer fünftägigen Sitzung haben sich Kirchenparlamentarier außerdem in einem Schwerpunkttag mit der Studie „Jugend zählt 2“ beschäftigt. Die im Februar erschienene Studie gibt Einblicke in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg und ihrer Diakonie. Sie verdeutlicht unter anderem die große Bandbreite evangelischer Angebote für Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus wurden in einem Podiumsgespräch erneut die Ergebnisse der ForuM-Studie zu sexualisierter Gewalt beleuchtet. Der Landeskirchenrat hatte am Mittwoch beschlossen, drei zusätzliche Stellen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt zu schaffen. Zwei Stellen sollen vorrangig im Nord- und Südbereich der Landeskirche die Gemeinden, Bezirke und Dienstgruppen in den Themen Prävention und Intervention unterstützen. Die dritte Stelle soll die Stabsstelle sexualisierte Gewalt im Evangelischen Oberkirchenrat verstärken. Für diese drei Stellen werden gut 300.000 Euro jährlich in den kirchlichen Haushalt eingestellt.  

 

Die nächste Synode der Evangelischen Landeskirche in Baden wird im kommenden Herbst stattfinden. Auf ihr werden sich die Teilnehmer dann unter anderem mit einer Änderung des Leitungs- und Wahlgesetzes beschäftigen. Die nächste Kirchenwahl wird Ende Dezember 2025 stattfinden.

 

 


Einsatz für Vielfalt und Nachhaltigkeit

Koblenzer Kinder und Jugendliche beteiligen sich an bundesweiter Aktion

Die Pfadfinder*innen des DPSG Stamms Castell aus Koblenz-Niederberg. Foto: Julia Fröder
Die Pfadfinder*innen des DPSG Stamms Castell aus Koblenz-Niederberg. Foto: Julia Fröder

21.04.2024

 

In nur drei Tagen etwas Großes, Nachhaltiges und Soziales auf die Beine zu stellen ist das Ziel der bundesweiten 72-Stunden-Aktion (18. bis 21. April) - Auch in Koblenz beteiligen sich zahlreiche Gruppen.

 

Von Julia Fröder

 

(Koblenz/jf)– In nur drei Tagen etwas Großes, Nachhaltiges und Soziales auf die Beine zu stellen, das ist das Ziel der bundesweiten 72-Stunden-Aktion (18. bis 21. April), einem Sozialprojekt vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seinen Verbänden. Auch in Koblenz beteiligen sich zahlreiche Gruppen mit unterschiedlichen Projekten. Zwei werden im Folgenden exemplarisch vorgestellt:  


himmelwärts und erdverbunden: Der Podcast: Heilig-Rock-Tage in Trier – ein Fest für alle

Kulturzelt der Heilig-Rock-Tage. Foto: Inge Hülpes / Bistum Trier
Kulturzelt der Heilig-Rock-Tage. Foto: Inge Hülpes / Bistum Trier

19.04.2024

 

In der aktuellen Folge des Podcast “himmelwärts und erdverbunden” stellt Inge Hülpes die Heilig-Rock-Tage, das Trierer Bistumsfest, als Fest für alle vor.

 

Von Inge Hülpes

 

(Trier/ich) - Zehn Tage, vom 12. bis 21. April, feiert das Bistum Trier sein jährliches großes Fest: die Heilig-Rock-Tage. Nein, kein Musikfestival; benannt ist das Fest nach dem Heiligen Rock, der bekanntesten Reliquie im Trierer Dom. Nach alter Tradition soll der Heilige Rock das Gewand Jesu von Nazareth sein. Wie auch immer: Bei den Heilig Rock-Tagen feiern Kita-Kinder, Ehejubilare, Menschen mit Beeinträchtigungen, Jugendliche, Ordensleute, queere Menschen – und alle, die Lust darauf haben. Wie Inge Hülpes im Podcast "himmelwärts und erdverbunden" sagt: Ein Fest, bei dem Glauben und Kultur auf Tuchfühlung miteinander gehen und das zeigt, dass Glauben mehr ist als das Amen in der Kirche.  

 


„Gott ist immer bei dir!“ - 5.000 Kita-Kinder besuchen die Heilig-Rock-Tage und bringen Leben in den Dom

Die Kinder beten im Dom das Vaterunser. Foto: Simone Bastreri
Die Kinder beten im Dom das Vaterunser. Foto: Simone Bastreri

Jungen und Mädchen aus katholischen Kindertageseinrichtungen besuchten anlässlich der Heilig-Rock-Tage in Trier die älteste Stadt Deutschlands.

 

Von Simone Bastreri

 

(Trier/sb) – Gemeinsam die Reise nach Trier antreten, dort in Trommelworkshops, im Erzählzelt oder beim Mitmachkonzert etwas Neues erleben, den großen Trierer Dom bestaunen und dann mit einem waschechten Bischof Gottesdienst feiern: Das erwartet Kita-Kinder aus allen Regionen des Bistums jedes Jahr an zwei Tagen während des zehntägigen Bistumsfest, den Heilig-Rock-Tagen. Rund 5.000 Kinder im Vorschulalter begrüßen die Organisatoren der Abteilung Kindertagesstätten am 16. und 17. April in Trier. So etwa eine zehnköpfige Gruppe der städtischen Kita Merzig-Merchingen im Saarland. Obwohl das Wetter an diesem ersten Kita-Tag nicht recht mitspielen wollte, kamen die Kinder beim Mitmachkonzert mit „Eddi Zauberfinger“ im großen Zelt vor dem Dom in Schwung. Schon zum vierten Mal seien sie mit dabei, denn es sei immer wieder ein schönes Erlebnis, berichtet Lisa Langenfeld, die schon seit über 30 Jahren als Erzieherin arbeitet. David, der mit 12 weiteren Vorschulkindern aus der Kita Heiliger Karl Lwanga aus Oberemmel gekommen ist, fand besonders den Trommelworkshop cool.  



Startschuss für viele gute Taten

„Uns schickt der Himmel“: Dritte bundesweite Sozialaktion der katholischen Jugend will die Welt ein Stück besser machen.

Foto: BDKJ-Bundesstelle/Achim Pohl
Foto: BDKJ-Bundesstelle/Achim Pohl

19.04.2024

 

(Düsseldorf/bdkj) -  Am Donnerstag, 18.04.2024, um 17:07 Uhr ist der Startschuss für die „72-Stunden-Aktion“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gefallen. Bundesweit engagieren sich 2.700 Aktionsgruppen drei Tage in sozialen Projekten und setzen sich dabei für eine solidarische Gesellschaft ein. Nach 2013 und 2019 findet aktuell vom 18.-21. April 2024 zum dritten Mal die Sozialaktion des BDKJ und seiner Jugendverbände statt. Und das nicht nur in allen 27 deutschen Bistümern, sondern auch in fünfzehn internationalen Ländern. Aus dem hohen Norden Deutschlands, Harrislee bei Flensburg bis ganz in den Süden nach Hogar las Parras in Chile.  
 
„In 72 Stunden die Welt ein kleines bisschen besser machen. Dass ist das Ziel der 2.700 Aktionsgruppen, die bis Sonntag um 17:07 Uhr viele gute Taten vollbringen werden“, betonte BDKJ-Bundesvorsitzende Lena Bloemacher.  

„Wir freuen uns, dass überall in Deutschland junge Menschen zeigen, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bereit sind, für eine solidarische Gesellschaft einzustehen und anzupacken“, ergänzte BDKJ-Bundesvorsitzender Gregor Podschun

Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, unterstützt die BDKJ-Sozialaktion als Schirmpatin: „Die 72-Stunden-Aktion macht sichtbar, was Millionen von Menschen in ihrer Freizeit tun: Sie engagieren sich ehrenamtlich. Ein herzlicher Dank an all die jungen Menschen für ihren Einsatz – und das nicht nur 72 Stunden lang, sondern jeden Tag aufs Neue. Mit eurem Engagement stärkt ihr den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und tragt dazu bei, unsere Welt ein Stück besser zu machen“.  

„Die 72-Stunden-Aktion ist ein kraftvolles Zeugnis dafür, wie junge Menschen mit Engagement und Kreativität einen positiven Wandel in unserer Gesellschaft bewirken können. Durch ihre Projekte zu Themen wie Gerechtigkeit, Klimaschutz und sozialer Raumgestaltung geben sie mit ihrem freiwilligen Dienst der christlichen Nächstenliebe ein konkretes Gesicht. Sie zeigen uns nicht nur, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, sondern auch, dass sie fähig sind, innovative und nachhaltige Lösungen zu entwickeln“, betonte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Limburger Bischof und Schirmpate der Aktion Georg Bätzing. Er betonte heute: „Gemeinsam machen die jungen Menschen deutlich, dass die Gesellschaft auf uns als Kirche zählen kann. Ich bin stolz auf alle, die mitmachen und bin gespannt, was bis Sonntag alles das Licht der Welt erblicken wird.  
 

Die 72-Stunden-Aktion „Uns schickt der Himmel“ ist die bundesweite Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Jugendverbände. Vom 18. bis zum 21. April 2024 machen dabei 2.700 Aktionsgruppen in 72 Stunden die Welt ein Stück besser. Weitere Informationen im Web: www.72stunden.de. Hauptunterstützer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Bischofskonferenz, das Bischöfliche Hilfswerk Misereor und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken. Das Hilfswerk Renovabis unterstützt die internationalen Aktivitäten im Rahmen der Aktion. 

 

 


E-Learning-Modul ermöglicht flexible Fortbildung: Nordkirche baut Präventionsangebot aus

 

18.04.2024

 

Die Nordkirche hat ein E-Learning-Modul für Fortbildung zur Prävention sexualisierter Gewalt vorgestellt. Von dem Angebot profitieren insbesondere Ehrenamtler sowie Mitarbeitende an kleineren Standorten und Einrichtungen.

 

(Hamburg/Schleswig/Meldorf/ck) - Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) intensiviert die Schulung von Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen in der Prävention sexualisierter Gewalt. Nach rund zweijähriger Entwicklungsarbeit kann das E-Learning Basismodul zur Prävention sexualisierter Gewalt nordkirchenweit zeitlich und räumlich flexibel eingesetzt werden. 

 

Zusätzliches Angebot

„Das ist die Stärke unseres E-Learnings: Es vermittelt zugänglich und niedrigschwellig erstes Wissen zur Prävention sexualisierter Gewalt. Damit können wir Mitarbeitende und Ehrenamtliche erreichen, die sonst kaum Zugang zum Thema haben“, sagt Rainer Kluck, Leiter der Stabsstelle Prävention – Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt. „Das Grundlagenwissen zu sexualisierter Gewalt des E-Learning kann mehr Sicherheit geben für unklare Situationen. Es soll zu mehr Aufmerksamkeit für risikoreiche Situationen führen und Orientierung geben für Handeln in Gefährdungssituationen.“ 

 

Grundlagenvermittlung  

Das E-Learning ist ein computergestütztes Lernprogramm, in dem in 1,5 bis 2 Stunden Schritt für Schritt Grundlagen zur Prävention von sexualisierter Gewalt vermittelt werden. Mit einem Zugangscode können Mitarbeitende und ehrenamtliche Mitarbeitende das Programm starten und erfahren Klick für Klick mehr. Quiz-Elemente festigen den Wissenserwerb. Am Ende erhalten Teilnehmende und Dienststelle eine Teilnahmebestätigung. Ein pdf-Dokument zum Download ermöglicht nach Abschluss das Nachlesen der Inhalte.

 

Idee und ausgiebige Tests im Kirchenkreis Dithmarschen 

Die Idee zu dem E-Learning-Projekt entstand im Kirchenkreis Dithmarschen, es folgten Konzeption, Ausarbeitung und Entwicklung gemeinsam mit dem Kirchenkreis Schleswig-Flensburg, der Stabsstelle Prävention der Nordkirche und dem kirchennahen IT-Dienstleister KAIT GmbH in Meldorf. Im Programm steckt bereits eine Pretest-Phase in den Kirchenkreisen: „Das Feedback von vielen Mitarbeitenden ist zur Optimierung der Endversion genutzt worden“, berichtet Jenny Nehrdich, Präventionsbeauftragte im Kirchenkreis Dithmarschen. Inzwischen haben bei uns bereits 1200 Personen aus den Bereichen Verwaltung, Kirchengemeinderat, Kindertagesstätten und Diakonie am E-Learning teilgenommen.“ 

 

Modul wird regional angepasst 

Nun steht das E-Learning zur Anwendung in der Nordkirche bereit. Das Programm kann jeweils mit lokalen Kontakten und Ansprechstellen angepasst werden. Kirchenkreise und Hauptbereiche entscheiden über die individuelle Übernahme und lokale Verbreitung. 

Aktuell wird das E-Learning Basismodul den über 350 Mitarbeitenden im Landeskirchenamt zur Verfügung gestellt, Ende April erhalten die Mitglieder der Landessynode einen persönlichen Zugang.

 

Rückfragen zum E-Learning: info@praevention.nordkirche.de

 

Fragen zur Kommunikation der Stabsstelle Prävention: 
Christiane Kolb,
 christiane.kolb@praevention.nordkirche.de

 

 

Website der Stabsstelle Prävention – Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt: 
www.kirche-gegen-sexualisierte-gewalt.de


Evangelische Landeskirche schafft drei neue Stellen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Intensives Podiumsgespräch zur ForuM-Studie auf der Landessynode

18.04.2024

  

(Karlsruhe/Bad Herrenalb/ekiba) - Im Rahmen ihrer Landessynode veranstaltete die Evangelische Landeskirche in Baden am Mittwochabend, 17. April, im Haus der Kirche in Bad Herrenalb ein Podiumsgespräch zu den Ergebnissen der ForuM-Studie zur sexualisierten Gewalt in der Evangelischen Kirche und Diakonie. Am Mittag zuvor hatte der Landeskirchenrat beschlossen, drei neue Stellen für den Bereich zum Schutz vor sexualisierter Gewalt zu schaffen.

 

Es war ein intensiver Austausch, den die badische Landesbischöfin Heike Springhart, die Kirchenpräsidentin der Pfalz, Dorothee Wüst, Nancy Janz vom Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt der EKD, Urs Keller als Vorstandsvorsitzender der Diakonie Baden und Bernd Lange (Stabsstelle Schutz vor Sexualisierter Gewalt der Evangelischen Landeskirche in Baden) am Mittwoch gemeinsam mit den Synodalen im Laufe des knapp zweistündigen Abends erlebten. Dabei waren die Richtungen, aus denen sich die Gesprächsteilnehmer dem Thema unter der Moderation von Juliane Langer näherten, vielschichtig und die Sichtweisen bei den einzelnen Punkten unterschiedlich. Während Nancy Janz als Sprecherin der Betroffenenvertretung gar nicht mal so sehr die Ergebnisse der Studie schockiert hätten, sondern eher der Umgang und die Reaktionen aus den kirchlichen Kreisen, berichtete Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst von ihren ambivalenten, innerkirchlichen Erfahrungen. Da habe es einerseits Kolleginnen und Kollegen gegeben, für die eine Welt zusammengebrochen sei. Andererseits habe es immer noch die Reaktion gegeben: Das betrifft uns nicht.

 

Zum Thema Aktenrecherche, das nach der Veröffentlichung der Studie zu Kritik geführt hatte, war es der Landesbischöfin Heike Springhart wichtig zu betonen, „dass das Studiendesign nach und nach angepasst wurde und dass zu keinem Zeitpunkt Akten von irgendeiner Landeskirche angefordert wurden, sondern dass die Landeskirchen aufgefordert waren, Fragebögen auszufüllen und da gab es Verzögerungen bei einzelnen Landeskirchen“.

 

Gesprochen wurde auch darüber, was sich verändert hat seit der Veröffentlichung der Studie. Es gebe laut Heike Springhart die Beobachtung, dass sich Menschen nun vermehrt melden. Diakonie-Geschäftsführer Urs Keller unterstrich dies mit einer Zahl. Im Jahr 2023 habe es zwei Meldungen gegeben. „Jetzt haben wir schon zwölf.“

 

Über die praktische Vorgehensweise, wenn sich Betroffene beispielsweise über das Vertrauenstelefon der Landeskirche melden, berichtete Bernd Lange. „Das geschieht immer in Absprache mit den Betroffenen.“ Das betreffe letztendlich auch die Entscheidung, ob beispielsweise bei zurückliegenden Fällen ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wird. Ein ähnliches Vorgehen gelte für die pfälzische Landeskirche, die laut Wüst bemüht sei, ein Verfahren zu entwickeln, in der Betroffene bestmöglich begleitet werden, „aber dabei stets Herr des Verfahrens“ bleiben. „In Baden haben wir im letzten Jahr beschlossen, dass es Fürsorgeleistungen gibt für Menschen, die in ein Verfahren gehen und die sich für die Begleitung anwaltlicher Art entscheiden. Wir gehen als Landeskirche auch in die Verantwortung dafür, dass so eine Begleitung auch finanziert werden kann“, sagte Heike Springhart.

 

Blieb am Ende noch der Blick auf die weiteren Konsequenzen und die Notwendigkeiten, die sich aus der Studie ergeben. „Ich glaube, es gehört zu den evangelischen Spezifika, dass wir nicht unterscheiden zwischen den nicht vorhandenen Machtunterschieden im Blick auf die Situation vor Gott und den de facto existierenden Asymmetrien auch in einer Seelsorgekonstellation. Selbst wenn es kein hierarchisches Verhältnis gibt, gibt es durch die Rollensituation eine Machtasymmetrie. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir Evangelischen ein Problem damit haben, uns diese Macht zuzugestehen und damit auch verantwortlich mit ihr umzugehen.“ Mit einem persönlichen Appell beendete schließlich die Betroffenensprecherin Nancy Janz den Abend: „Ich wünsche mir von der Kirche, dass sie berührbar ist.“

 

 

Die Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden tagt noch bis kommenden Samstag, 20. April, im Haus der Kirche in Bad Herrenalb. 


Den Kaiserdom zu Speyer in seiner ganzen Größe verstehen

Neuerscheinung des Dombuchs „Der Dom zu Speyer – Gebaut für Gott und Kaiser“

Der Dom zu Speyer – Gebaut für Gott und Kaiser“ von Peter Schappert gilt als Einstiegs- und Standardwerk über die größte erhaltene romanische Kirche Europas. Die Neuerscheinung wurde grundlegend überarbeitet und neu bebildert. Das „Dombuch“ mit 128 Seiten erscheint zweisprachig in deutscher und englischer Sprache im Pilgerverlag. Es ist ab sofort im Buchhandel zum Preis von 28,95 Euro erhältlich. Bei der Buchvorstellung im Kaiserdom sind von rechts zu sehen: Der Buchautor Peter Schappert, Friederike Walter, Leiterin des Kulturmanagements beim Domkapitel sowie Marco Fraleoni, Leiter des Pilgerverlags. (Bildnachweise: Pilgerverlag)

18.04.2024

 

(Speyer/pv) - Mit der Neuerscheinung „Der Dom zu Speyer – Gebaut für Gott und Kaiser“ komplettiert der Pilgerverlag wieder sein Verlagsprogramm. Die zwischenzeitlich vergriffene Vorausgabe mit gleichem Titel von Autor Peter Schappert gilt als wichtiges Einstiegs- und Standardwerk über den Kaiserdom zu Speyer.

Neuerscheinung wurde komplett überarbeitet und neu bebildert
Die ab sofort erhältliche Neuerscheinung des „Dombuchs“ wurde grundlegend überarbeitet und ebenfalls neu mit hochwertigen Architekturfotografien bebildert. Ergänzend zum überarbeiteten Vorwort wurden ein Kapitel über den Kaisersaal, ein Domkalender mit den wichtigsten historischen Daten und Fakten sowie eine Kurzvorstellung des Autors hinzugefügt.

 


5 Jahre nach Registrierung: GZSZ-Star spendet Knochenmark

Schauspieler Timur Ülker gibt Patient mit seinem Einsatz zweite Lebenschance Credit: Timur Ülker
Schauspieler Timur Ülker gibt Patient mit seinem Einsatz zweite Lebenschance Credit: Timur Ülker

17.04.2024

 

(Köln/dkms) - „Ich würde es jederzeit wieder machen“, sagt Timur Ülker (RTL „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ / GZSZ) nach seiner Knochenmarkspende, die vor einiger Zeit in Dresden stattgefunden hat. Mit der Spende schenkte der Schauspieler einem an Blutkrebs erkrankten Patienten eine neue Chance auf Leben. Für den 34-Jährigen war dies eine echte Herzensangelegenheit – gemeinsam mit dem GZSZ-Team der UFA Serial Drama und RTL macht er schon seit Jahren auf die Arbeit der DKMS aufmerksam.

2019 hatte er sich bei einer Registrierungsaktion im Filmpark Babelsberg als potenzieller Lebensretter registriert, genau wie weitere 500 engagierte Menschen. Knapp fünf Jahre später ist er nun der erste von ihnen, der tatsächlich spenden konnte. 

 


DNK/LWB-Vorsitzende trifft Papst Franziskus

Schöpfungsfest, Einsatz für Frieden und gemeinsames Abendmahl

 

 

17.04.2024

 

(Schwerin/Hannover/Rom/fh/dnk-lwb) - Mit einem Gespräch mit Papst Franziskus endete heute die Begegnungsreise der Vorsitzenden des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) in Rom. Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Kristina Kühnbaum-Schmidt, traf den Papst am Rande der Generalaudienz.

In einem kurzen Austausch dankte sie dem Heiligen Vater für seinen wichtigen und kontinuierlichen Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung. „Ich habe das auch deshalb angesprochen,“ so Kühnbaum-Schmidt, „weil ich die offizielle Aufnahme eines Festes der Schöpfung in den liturgischen Kalender aller christlichen Kirchen, wie es kürzlich bei einem ökumenischen Treffen in Assisi diskutiert wurde, für eine große Chance halte, die Theologie und Spiritualität der Schöpfung weiter zu vertiefen.“

Ebenso betonte die Vorsitzende in ihrem Austausch mit dem Papst die wichtige Aufgabe, die Christinnen und Christen weltweit in ihrem Engagement für den Frieden in der Welt und für die Unterstützung von Armen und Marginalisierten gemeinsam haben und wahrnehmen müssen.

Weiter ging sie auf die Frage des gemeinsamen Abendmahls ein: „Ich habe die Sehnsucht der Gläubigen nach sichtbaren Zeichen der Einheit betont.“ Bei allen ihren Gesprächen in Rom war es der Landesbischöfin wichtig hervorzuheben, „dass wir im Bemühen um weitere Verständigung nicht nachlassen dürfen, um die schmerzhafte Trennung am Tisch des Herrn zu überwinden.“ Es gelte, die gemeinsamen Anstrengungen zu intensivieren und insbesondere beim gemeinsamen Verständnis der sichtbaren Einheit der Kirche voranzukommen.

„Im Mittelpunkt der Begegnungen im Vatikan stand der intensive Austausch mit Kurt Kardinal Koch“, so Kühnbaum-Schmidt. „Die Begegnung mit Papst Franziskus war auf dem Hintergrund dieses Gespräches eine besondere Ehre und Freude. Ich habe sie auch verstanden als ein Zeichen der Wertschätzung für die ökumenischen Gespräche und Dialoge zwischen römisch-katholischer und lutherischer Kirche. Die Aufmerksamkeit und freundliche Zugewandtheit des Papstes haben mich berührt und bewegt. Und ich hoffe sehr, dass die ökumenischen Gespräche und Kontakte auf allen Ebenen zu einem immer besseren Verständnis füreinander und vertiefter Gemeinschaft in Christus führen.“

Vor der Begegnung mit Papst Franziskus fanden während der Reise bereits vertrauliche Gespräche mit Kurt Kardinal Koch, Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, sowie mit Msgr. Armando Matteo und Msgr. John Joseph Kennedy, Mitarbeitende im Dikasterium für die Glaubenslehre, statt. Dabei ging es u. a. um das im Jahr 2030 bevorstehende 500. Jubiläum der Confessio Augustana, das Verständnis von Synodalität und der lutherisch-katholischen Beziehungen auf internationaler Ebene.

Während der Reise vom 15. bis 17. April 2024 traf die Vorsitzende auch die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien (ELKI) sowie Studierende und Stipendiatinnen und Stipendiaten des DNK/LWB am Centro Melantone. Außerdem kam es zu einer Begegnung mit der Gemeinschaft Sant’Egidio.

 

Hintergrund

Die Begegnungsreise setzt eine Reihe ökumenischer Treffen fort und stärkt den engen Kontakt zwischen den deutschen lutherischen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche. Teilnehmende waren: Die Vorsitzende des DNK/LWB, Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, der Geschäftsführer des DNK/LWB, OKR Norbert Denecke, sowie der Referent für Theologische und Ökumenische Grundsatzfragen des DNK/LWB, OKR Dr. Oliver Schuegraf.

 

Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes

Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) vertritt die elf deutschen Mitgliedskirchen im Lutherischen Weltbund (LWB), die über 10 Millionen Gemeindeglieder umfassen. Aufgabe des DNK/LWB ist es, die Beziehungen der deutschen Mitgliedskirchen zum LWB zu koordinieren und dessen Arbeit zu begleiten und zu fördern. Vorsitzende des DNK/LWB ist Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt (Nordkirche), Stellvertretender Vorsitzender ist OKR Michael Martin (Ev.-Lutherische Kirche in Bayern). Die Geschäftsstelle des DNK/LWB in Hannover leitet Oberkirchenrat Norbert Denecke.

 

Der LWB ist die größte lutherische Kirchengemeinschaft weltweit. Er umfasst über 77,8 Millionen Gläubige in 150 Mitgliedskirchen in 99 Ländern. Aus Deutschland sind elf Kirchen Mitglied im LWB: die Landeskirchen Bayern, Braunschweig, Hannover, Mitteldeutschland, Norddeutschland, Oldenburg, Sachsen, Schaumburg-Lippe und Württemberg sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche in Baden und die Lutherische Klasse der Lippischen Landeskirche.


Tag der Diakonin +plus: Forderung nach Öffnung aller Ämter

 

17.04.2024

 

(Köln/kdfb) – Seit 1998 gibt es den „Tag der Diakonin“. Immer am 29. April, dem Festtag der Hl. Katharina von Siena, fordern vier Organisationen gemeinsam die Öffnung des sakramentalen Diakonats für Frauen in der römisch-katholischen Kirche. In diesem Jahr setzen die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), das Netzwerk Diakonat der Frau und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ein neues Zeichen: Die Veranstaltung heißt dieses Jahr „Tag der Diakonin +plus“ und steht unter dem Motto „Lasst die Fülle zu!“.

 

Das „+plus“ macht deutlich: Eine glaubwürdige Kirche ist diakonisch – einladend, teilend, solidarisch. Gerade Frauen stehen durch ihr vielfältiges Engagement für diese diakonische Kirche. Die Organisationen verlangen daher, allen Menschen, unabhängig ihres Geschlechts, den Zugang zu allen Diensten und Ämtern zu öffnen. „Wir fordern, endlich die von Gott geschenkte Fülle an Begabungen und Berufungen und somit die Vielfalt in der Kirche anzuerkennen!“, betonen die Veranstalter*innen. Es ist längst Zeit, nicht noch weitere Jahrzehnte auf die sakramentale Weihe für alle zu warten.

 

Viele Bischöfe in Deutschland unterstützen das Anliegen, so auch Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, in dessen Bistum Speyer der diesjährige „Tag der Diakonin +plus“ stattfindet. Er sagt: „Die Synodalversammlung des Synodalen Weges hat sich im März 2023 mit großer Mehrheit für eine Öffnung des sakramentalen Diakonats für Frauen ausgesprochen. Auch ich habe diesem Text mit seinen Voten aus Überzeugung zugestimmt. Und auch die wissenschaftliche Theologie verdeutlicht: Nicht mehr die Zulassung von Frauen zum Diakonat bedarf einer Begründung, sondern ihr Ausschluss.“

 

Der „Tag der Diakonin +plus“ am 29. April beginnt mit einem zentralen Gottesdienst im Dom zu Speyer um 16 Uhr. Im Anschluss gibt es ein buntes, vielfältiges Programm, das bei Aktionen und Musik, Essen und Trinken zum Austausch im Domgarten an der Steinbühne einlädt. Alle Interessierten können sich für die Bundesveranstaltung in Speyer noch bis zum 21. April 2024 anmelden unter: anmeldungbv-tpb@kfd.de. Ferner laden die Organisator*innen dazu ein, in den Gemeinden und Gruppen vor Ort mit einem Gottesdienst den Tag der Diakonin +plus zu feiern. Eine Arbeitshilfe für einen Gottesdienst steht hier zur Verfügung: www.tagderdiakonin.de.

 

 


Ehrenamtliches Engagement gefragt

 

Ökumenische TelefonSeelsorge Vorpommern unterstützt Menschen in Krisensituationen kostenfrei und 24 Stunden täglich - ehrenamtliche Mitarbeitende werden gesucht - nächster Ausbildungskurs ab Juli

 

17.04.2024

 

(Greifswald/sk) - Die Ökumenische TelefonSeelsorge (ÖTS) Vorpommern ist für alle Menschen da – kostenfrei und niederschwellig, 24 Stunden am Tag und völlig anonym. Die Ehrenamtlichen der ÖTS Vorpommern begleiten Anrufende in Krisensituationen, hören ihnen zu und sind rund um die Uhr ansprechbar. Ohne ehrenamtliches Engagement geht es dabei jedoch nicht. Rund 40 engagierte Menschen leisten für die Region Vorpommern den Dienst am Telefon und per Chat im Internet. Damit auch weiterhin eine umfassende Hilfe für Menschen in Not gewährleistet ist, sucht die Ökumenische TelefonSeelsorge Vorpommern für ihren nächsten Ausbildungskurs ab Juli 2024 neue ehrenamtliche Mitarbeitende. Die Ausbildung umfasst insgesamt 130 Stunden. An sechs Wochenenden und thematischen Abenden erfahren die Teilnehmenden eine intensive Vorbereitung auf die Arbeit am Telefon und im Chat. Dabei geht es um Gesprächsführung, Selbsterfahrungsprozesse und Themen wie Sucht, Partnerschaft, psychische Erkrankungen, Umgang mit Trauer, Suizidalität. Interessierte können sich telefonisch unter der Rufnummer 03834897466 melden oder eine E-Mail an buero@telefonseelsorge-vorpommern.de schreiben. „Vor 30 Jahren ist die ÖTS Vorpommern das erste Mal am ‚Netz‘ gewesen – im Herbst 2024 feiern wir unser 30-jähriges Jubiläum“, kündigt die Leiterin der Ökumenischen TelefonSeelsorge Vorpommern, Dagmar Simonsen, an.

 

Weitere Informationen

 

Geschäftsstelle der Ökumenischen TelefonSeelsorge Vorpommern

Tel.: 03834897466

E-Mail: buero@telefonseelsorge-vorpommern.de

Internet: www.telefonseelsorge-vorpommern.de

 

 


Christliche Zeitschriften in die Schulen

17.04.2024

 

(Witten/scm) - Die Zeitschriften Teensmag, DRAN und andersLEBEN im Unterricht lesen? Klar – und zwar nicht heimlich unter dem Tisch, sondern als Teil des Schulunterrichts!

 

Das Projekt „Zeitschriften in die Schulen“ ist eine großangelegte Kampagne zur Leseförderung. Jährlich machen rund 10.000 Schulklassen bei der Aktion mit und erhalten nach den Osterferien ein breit gefächertes Zeitschriftenpak

et – in print und digital. In diesem Jahr sind auch christliche Magazine digital zu lesen: Teensmag, DRAN und andersLEBEN!

 

Das Ziel: Nachhaltige Leseförderung

Zeitschriften wecken bei Jugendlichen die Leselust und ihre regelmäßige Lektüre steigert die Lesekompetenz. Deshalb haben der VDZ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger), der GVPG (Gesamtverband Pressegroßhandel) und die Stiftung Lesen das Projekt „Zeitschriften in die Schulen“ initiiert.

 

Seit Beginn im Jahr 2003 haben über vier Millionen Schülerinnen und Schüler aller Schulformen von dem Projekt profitiert und kostenlose Magazine ganz unterschiedlicher Verlage erhalten. Ein umfangreiches methodisch-didaktisches Material unterstützt mit vielfältigen Impulsen den Einsatz der Zeitschriften im Unterricht. ...

 

 


Seife und mehr….

Projektkoordinator Julian Wundke (links) und Sven Pfeiffer, technischer Leiter, vor dem Zugfahrzeug von MOBALNI; Bildquelle: Mieres/Malteser
Projektkoordinator Julian Wundke (links) und Sven Pfeiffer, technischer Leiter, vor dem Zugfahrzeug von MOBALNI; Bildquelle: Mieres/Malteser

17.04.2024

 

Malteser Hannover und Landeshauptstadt Hannover bieten wohnungslosen Menschen eine Duschgelegenheit auf städtischen Plätzen an – erstes Projekt dieser Art in Niedersachsen

 

(Hannover/mhd) - Für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit, für andere oft unerreichbar – eine warme Dusche und saubere Unterwäsche. Mit dem neuen gemeinsamen Projekt „MOBALNI – das mobile Badezimmer für Menschen auf der Straße“ bieten die Malteser und die Stadt in Hannover wohnungs- und obdachlosen Menschen mit einem eigens dafür gebauten Duschanhänger jetzt eine regelmäßige Duschgelegenheit an.

 

Fast 19 Meter misst das Gefährt aus Zugmaschine und zweiachsigem Anhänger. Man könnte es für einen normalen LKW halten. Doch die Beklebung mit blauen und roten Kacheln erinnert an ein Badezimmer und verrät, dass hier keine Waren transportiert werden, dafür jede Menge Menschenwürde: Ab 17. April 2024 fährt das mobile Badezimmer der Malteser innenstadtnahe Plätze an: montags den Georgsplatz, mittwochs und freitags die Augustenstraße und am Donnerstag den Goseriedeplatz. Jeweils von 10 bis 14 Uhr stehen dann drei Badezimmer des Duschanhängers für jeweils 20 Minuten den Duschgästen zur Verfügung, donnerstags auf dem Goseriedeplatz von 10 bis 12 Uhr ausschließlich Frauen. Eine der Duschkabinen ist mit einer Hebebühne ausgestattet, so dass auch Gäste mit eingeschränkter Mobilität duschen können, bei Bedarf auch länger als 20 Minuten. Der Duschanhänger fasst bis zu 1.500 Liter Frischwasser und verfügt über einen Abwassertank samt Gastherme, so dass er weitgehend autark und ganzjährig betrieben werden kann. Bis zu 25 Personen pro Tag finden in diesem umgebauten Anhänger eine private Badezimmerzeit. ...

 

 


„Wo wir besonders hinsehen müssen...“

Landesbischöfin Heike Springhart hält Bericht zur Lage

17.04.2024

 

 

(Karlsruhe/Bad Herrenalb/ekiba) -  In der ersten öffentlichen Plenarsitzung der Frühjahrstagung der badischen Landessynode in Bad Herrenalb am heutigen Dienstag (16. April) berichtete Landesbischöfin Heike Springhart zur aktuellen Lage. In ihrem Bericht „Rechenschaft von der Hoffnung, die in uns ist“ nahm sie Stellung zur Situation im Nahen Osten. Sie ging auf die Konsequenzen aus der 6. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung und der Studie „Jugend zählt 2“ ein, auf die Zukunftsprozesse der Landeskirche sowie auf die Ergebnisse aus der ForuM-Studie.

 

„Seit dem 7. Oktober des letzten Jahres ist ein friedliches Miteinander in Israel und Palästina ferner denn je gerückt“, stellte Springhart fest. „Nach den unsäglichen Massakern der Hamas am 7. und 8. Oktober in Israel, dem nun schon fast ein halbes Jahr andauernden Krieg in der Region und der humanitären Katastrophe im Gaza-Streifen, angesichts der immer noch von der Hamas festgehaltenen Geiseln und der immer wieder neu eskalierenden Gewalt auch im Westjordanland, steigt die Ratlosigkeit, wie hier Frieden werden soll. Die Lage hat am vergangenen Wochenende in der Nacht auf den 14. April eine weitere Eskalation erfahren.“

Angesichts der Bedrohungslage sei das Schweigen der Waffen weit in die Ferne gerückt, „das Dröhnen der Kriegsmaschinerie hat kein Ende. Neben allen politischen Bemühungen müssen gerade jetzt die Stimmen derer, die für die Opfer auf allen Seiten beten, gestärkt werden.“

Auch, dass jüdische Gemeinden in Deutschland seit Anfang Oktober noch größeren Gefahren ausgesetzt seien, dass antisemitische Parolen auf unseren Straßen wieder laut werden, sei unerträglich, sagte die Landesbischöfin und betonte: „Wir stehen an der Seite der jüdischen Gemeinden“. Die gleichzeitig wachsende Muslimfeindlichkeit und einen Generalverdacht gegen muslimische Menschen sehe sie ebenfalls mit Sorge.

 

Für Demokratie und Menschenrechte

Weiter erteilte die Landesbischöfin „Hass und Hetze, rechtsextremistischem Gedankengut und menschenverachtenden Reden“ in der Kirche eine klare Absage: „Der Ton wird rauer an den Rathaustischen, in den Parlamenten und bei dem, was uns allen tagtäglich in die E-Mailfächer rauscht - auch in den kirchlichen Debatten. Die demokratischen Kräfte und das parlamentarische Gleichgewicht geraten in Europa immer mehr unter Druck.“

Sie betonte: Menschenverachtende Fantasien, die unter dem Etikett ,Remigration‘ die Multikulturalität unserer Gesellschaft in Frage stellen, dürfen bei uns keinen Nährboden haben. In der Bandbreite der Motivlagen, aus denen heraus Menschen geneigt sind, die AfD zu wählen, müssen wir alles daransetzen, diese für die demokratische Mitte zurückzugewinnen und dabei niemanden verloren zu geben…. Mit Blick auf die Kommunal- und Europawahlen rufen wir alle dazu auf, ihr Kreuz im demokratischen Spektrum zu setzen.“

 

Die 6. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung

Hinsichtlich der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung aus dem Jahr 2022 rief Springhart dazu auf, den Blick zu schärfen, „wo wir wirksam werden können“: „Von einer Minderheitenkirche sind wir im Südwesten noch weit entfernt. Dennoch zielen unsere Transformationsprozesse darauf, uns so aufzustellen, dass wir auch in einer Situation mit weniger Mitgliedern oder gar in einer Minderheitensituation nicht minder strahlkräftig und glaubwürdig das Evangelium unter die Leute und Menschen in Kontakt mit der befreienden Botschaft von Gottes Gnade und mit der Kirche bringen.“

 

Die ForuM-Studie und die Folgen

Auch auf die Ergebnisse der ForuM-Studie, die sexualisierte Gewalt und andere Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland aufgearbeitet hat, ging die Landesbischöfin ein. Sie mahnte zu Sensibilität, Selbstkritik und schonungslose Ehrlichkeit bei diesem Thema:

„Wir müssen die strukturellen Bedingungen für Prävention, Intervention und Aufarbeitung selbstkritisch unter die Lupe nehmen. Prävention und die flächendeckende Erarbeitung von Schutzkonzepten sind wesentlicher Bestandteil des Kulturwandels hin zu reflektierter Nähe, zu Aufmerksamkeit und einem Klima und einer Kultur, in der Täter gestoppt und Taten verhindert werden. Dafür braucht es auch die Ausstattung mit finanziellen und personellen Ressourcen, damit diese Aufgabe verantwortlich wahrgenommen werden kann. Um der betroffenen Menschen und um unserer Glaubwürdigkeit als Kirche willen müssen wir alles daran setzen, dass Aufarbeitung, Prävention und Intervention gelingen.“

 

Aufbrüche und Innovation   

Abschließend richtete die Landesbischöfin den Blick auf die Zukunftsprozesse der Landeskirche. „Die Bezirke haben wesentliche Entscheidungen getroffen, Kooperationsräume sind gebildet – und ob das alles trägt und funktioniert, ob die Strukturen und die Regelungen einer kraftvollen und strahlenden Kirche dienen – das werden wir uns immer wieder fragen müssen.“ Nicht alles, was Tradition sei, müsse weg – und nicht alles sei verheißungsvoll, nur weil es neu ist. „Aber wir brauchen mehr Mut zu echten Innovationen. Nicht nur als Orchideen, sondern als aufblühende und sich ausbreitende Gänseblümchen, die nach und nach eine Wiese strahlend weiß machen.“

 

Info
Den kompletten Bericht zur Lage und weitere Informationen zur Frühjahrstagung der Landessynode finden Sie unter: www.ekiba.de/landessynode/fruehjahrstagung2024

 

 


Den Leidenden und Getöteten eine Stimme geben. Ein Ruf für das Leben

Resolution Nr. 50 des Dietrich-Bonhoeffer-Vereins

16.04.2024

 

Resolution Nr. 50
des Dietrich-Bonhoeffer-Vereins, angenommen von der Mitgliederversammlung am 12. April 2024 in Erfurt

 

Den Leidenden und Getöteten eine Stimme geben.
                             Ein Ruf für das Leben.

Menschen leiden unter Machtmissbrauch und entwürdigender Willkür.

Menschen werden getötet. Jeder ist einer zu viel.
Es sind Abertausende in vielen Ländern.
Sie verhungern in Dürre- und Kriegsgebieten.  Sie werden wegen ihres Geschlechtes, ihrer Religion, ihrer Nationalität etc. verachtet, erniedrigt, verletzt und ermordet. Sie werden aus ihrer Heimat vertrieben oder fliehen aus katastrophalen Lebensumständen.
Sie ertrinken im Meer. Sie werden gequält, gefoltert oder getötet in Gefängnissen und Straflagern von großen und kleinen Mächten. Sie werden vergewaltigt. Sie erschießen sich gegenseitig in den Schützengräben in der Ukraine.  Sie morden sich in den Straßenfluchten mancher Großstadt. Sie werden von Raketen und Drohnen getroffen. Sie wurden gemordet in einem Kibbuz oder wurden als Geiseln verschleppt. Im Gaza-Streifen kommen sie um in ihren zerbombten Wohnungen oder werden verjagt oder verhungern schon als Kinder.  … … …

Den Leidenden verschlägt es die Sprache und Tote können nicht mehr schreien.
Das bedrückt uns sehr und wir erheben die ‚Stimme für die Stummen‘.

Der Wert eines jeden ganz konkreten Lebens muss geschätzt werden, denn jedes einzelne Leben ist Teil der umfassenden Lebenskraft! Und mit jeder Tötung wird Leben unwiderruflich zerstört. Das Leben ist das Wichtigste, was jeder hat! ..



„Es geht besonders um das Gestalten“

Frühjahrstagung der Landessynode in Bad Herrenalb gestartet

17.04.2024


(Karlsruhe/Bad Herrenalb/ekiba) - „Es geht nicht um das Abarbeiten, eher um das Aufarbeiten, aber es geht besonders um das Gestalten“, gab Synodalpräsident Axel Wermke am Dienstag, 16. April, zum Auftakt der diesjährigen Frühjahrssynode die Zielrichtung vor. Bis kommenden Samstag, 20. April, beraten 73 Synodale im Haus der Kirche in Bad Herrenalb gemeinsam über die Zukunft der Evangelischen Landeskirche in Baden.  

 

Dabei nahm in der ersten Plenarsitzung am Nachmittag der Blick auf das aktuelle weltpolitische Geschehen einen breiten Raum ein, auch weil mit Rami Suliman zum ersten Mal der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden ein Grußwort sprach. „Wir als jüdische Gemeinde erleben eine schwierige Zeit, eine richtig schwierige Zeit“, sagte Suliman. „Nach dem 7. Oktober, nach dem barbarischen, mörderischen Angriff der Hamas, gibt es für uns Juden in Baden, in Deutschland, in der ganzen Welt eine neue Epoche. Es ist ein anderes Leben.“ Das bisherige Vertrauen in die Armee, in die Technologie, in die Wirtschaft sei verschwunden. Der Holocaust sei immer im Kopf, ebenso die Verfolgung der Juden in den vergangenen Tausenden Jahren. „Wir leben damit. Aber das, was am 7. Oktober passiert ist, zog uns den Teppich unter den Füßen weg. Natürlich ist Israel nicht sicher. Wir konnten hier in Deutschland, überall in der Welt, sicher leben, weil wir wussten: Da ist unser Platz. Da ist unser Fluchtraum. Heute haben wir das nicht mehr.“ Und weiter machte der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Baden deutlich: „Alles, was im Nahen Osten passiert, beeinflusst unser Leben hier. Man kann das nicht trennen. Unser jüdisches Leben in Baden hängt davon ab: von der offenen Beziehung zur evangelischen Kirche, zur katholischen Kirche und den verschiedenen islamischen Verbänden.“  Deswegen sei Rami Suliman umso dankbarer für die enge Verbundenheit mit der Evangelischen Landeskirche in Baden.

 

Synodalpräsident Axel Wermke betonte: „In unserem Friedensgebet ist nötiger denn je nach dem, was jetzt wieder geschehen ist, den Schulterschluss deutlich zu machen und zu zeigen, dass wir uns für Frieden in der Welt, in allen Regionen einsetzen.“

 

Ein weiterer Schwerpunkt der ersten Plenarsitzung, nachdem Oberkirchenrätin Cornelia Weber den Eröffnungsgottesdienst gehalten hatte, war der Blick auf die Ausbildung des theologischen Nachwuchses. In einer gemeinsamen Präsentation zeigten Kirchenrätin Sibylle Rolf, Seminarleiterin Monika Lehmann-Etzelmüller und Werner Volkert auf, wie sich theologische Ausbildung und der Zugang zu ihr wandelt. „Die Ausbildung zu den theologischen Berufen hat sich enorm verändert und ist weiter dabei, sich zu verändern“, sagte Rolf. Um theologischen Nachwuchs zu gewinnen, sei es notwendig, diverse Zugänge für Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen zu ermöglichen. Werbung für die theologischen Berufe geschehe „wesentlich durch Beziehungsarbeit vor Ort. Werbung muss eine Anstrengung von uns allen sein“.

 

Bis Samstag, 20. April, werden sich die Synodalen der Evangelischen Landeskirche in Baden unter anderem mit den Konsequenzen aus der ForuM-Studie zur sexualisierten Gewalt, mit den Ergebnissen der Studie Jugend zählt 2 und mit der Priorisierung kirchlicher Aufgaben angesichts zurückgehender finanzieller Mittel beschäftigen.

 

Info
Den kompletten Bericht zur Lage und weitere Informationen zur Frühjahrstagung der Landessynode finden Sie unter: www.ekiba.de/landessynode/fruehjahrstagung2024

 

 

 


Gottes Zusage „Ich bin mit dir!“ an junge Menschen weitergeben

Bischof Ackermann hat 59 Lehrerinnen und Lehrern die Missio Canonica erteilt

Gruppenfoto im Domkreuzgang. Foto: Christine Cüppers / Wochenzeitung Paulinus
Gruppenfoto im Domkreuzgang. Foto: Christine Cüppers / Wochenzeitung Paulinus

16.04.2024

 

Bischof Dr. Stephan Ackermann erteilt 59 Lehrerinnen und Lehrern die Missio Canonica (die bischöfliche Lehrerlaubnis für den katholischen Religionsunterricht)

 

Von Christine Cüppers

 

(Trier/cc) – Am 13. April, dem zweiten Tag der Heilig-Rock-Tage, haben 59 Frauen und Männer im Trierer Dom die Missio Canonica, die bischöfliche Lehrerlaubnis für den katholischen Religionsunterricht, erhalten. Die Lehrerinnen und Lehrer, so Bischof Dr. Stephan Ackermann in seiner Begrüßung, erfüllten den Auftrag, den Jesus seinen Jüngern gegeben hat: Die Botschaft vom Reich Gottes in die Welt zu tragen.

 

Die Feier der Missio-Übergabe im Rahmen des Trierer Bistumsfestes falle in die österliche Zeit, in der an den Ursprung des Impulses erinnert werde, vom Leben Jesu zu berichten, so Ackermann. Die Jünger hätten über das sprechen müssen, was sie mit Jesus erlebt, und was sie von ihm gehört hatten. Selbst als ihnen verboten wurde, weiter darüber zu berichten, hätten sie nicht schweigen können. „Auch Sie als Religionslehrer sollen das, was Sie von Jesus gehört und in ihrem Leben erfahren haben, mit denen teilen, die ihnen anvertraut sind“, lud der Bischof die katholischen Lehrerinnen und Lehrer ein.

 

 


Heilig-Rock-Tage laden täglich zum Ökumenischen Mittagsgebet ein: Mitten in Trier

Mittagsgebet bei den Heilig-Rock-Tagen 2024. Foto: Judith Rupp
Mittagsgebet bei den Heilig-Rock-Tagen 2024. Foto: Judith Rupp

15.04.2024

 

Täglich um 12.15 Uhr sind Interessierte zum Innehalten beim Ökumenischen Mittagsgebet eingeladen.

Von Judith Rupp

 

(Trier/jr)– Die Heilig-Rock-Tage finden mitten in Trier statt: Das merken Stadtbewohner wie Touristen während des 10-tägigen Bistumsfestes unter anderem jeden Mittag um 12.15 Uhr, wenn die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zum Ökumenischen Mittagsgebet auf dem Hauptmarkt einlädt. Für etwa fünfzehn Minuten sind alle, die mitmachen möchten, zum Innehalten, auf einen Impuls und etwas Musik eingeladen.

 

Die Heilig-Rock-Tage stehen unter dem Leitwort „Mit Dir!“ und laden bis zum 21. April zu Gottesdienst und Gebet, Musik und Ausstellung, Austausch und Begegnung ein. Das gesamte Programm, das für alle Interessierten zugänglich ist, ist unter www.heilig-rock-tage.de zu finden.


Grüße zum Pessach-Fest

Solidarisch mit jüdischen Gemeinden in Baden-Württemberg verbunden

 

15.04.2024

 

(Karlsruhe/ekiba) - Die Evangelische Landeskirche in Baden ist den jüdischen Gemeinden in Baden-Württemberg auf vielfältige Weise solidarisch verbunden – umso mehr nach den entsetzlichen Ereignissen in der Nacht des 14. April: Diese Verbundenheit drückt sich einerseits in einem gemeinsamen Pessach-Gruß der beiden evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg aus, und sie zeigt sich darüber hinaus in einem Gruß zu Pessach mit den Gemeinden der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden sowie der Erzdiözese Freiburg. 

 

„Wir stehen in diesen schweren Tagen und Wochen an Ihrer Seite und teilen die Sehnsucht nach Frieden“, erklären die beiden evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg unter dem Eindruck der iranischen Angriffe auf Israel. „Wir beten für Sie, und wir beten mit Ihnen, dass die zerstörende Gewalt ein Ende nimmt, die Waffen schweigen mögen und Friede einziehe.“

 

Gemeinsam versichern die beiden Landeskirchen den Jüdinnen und Juden zudem ihre Solidarität und Unterstützung in einer Zeit eines wachsenden Antisemitismus gleich welcher Art und Provenienz. „Wir wünschen sehr, dass Beziehungen zwischen Juden, Christen und Muslimen im Vertrauen geknüpft und gepflegt werden mit dem Ziel, dass alle Menschen in unserem Land und in unseren Städten geschützt sind vor Anfeindungen und, wo das dennoch geschehen sollte, breite Solidarität und Unterstützung finden.“ Und weiter heißt es: „Wir sind davon überzeugt, dass unsere Feste bestimmend sind für unser Selbstverständnis – das gilt für Pessach gerade so wie Ostern und ebenso der Ramadan. Teil dieses Selbstverständnisses ist die Verantwortung, in die uns Gott ruft für unseren Nächsten. Der Ort dafür ist unsere demokratische und freiheitliche Gesellschaft, als deren Teil wir uns verstehen – neben und vor allem mit den Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften.“

 

In dem gemeinsamen Pessach-Gruß der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, der Erzdiözese Freiburg und der badischen Landeskirche heißt es: „Wir stehen vor der Aufgabe, uns über die Grenzen unserer Religionen hinweg in unserem Leben, in unserem Alltag für die Freiheit und das Wohlergehen aller Menschen einzusetzen. Die Freiheit, die wir leben dürfen, fehlt gegenwärtig leider vielen Menschen in Israel, im Gaza-Streifen und im Westjordanland. Aufgrund des antisemitischen Terrors gegen Israel, aufgrund der Dominanz von Hamas und anderen terroristischen Gruppierungen, aufgrund des Kriegs. Wir beten dafür, dass Israelis und Palästinenser befreit und zugleich in wechselseitiger Anerkennung friedvoll miteinander leben können.“

 

 


Antrittsbesuch in Rom: DNK/LWB-Vorsitzende Kühnbaum-Schmidt vertieft Kontakte

 

15.04.2024

 

(Kiel/nk) - Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Vorsitzende des DNK/LWB, ist heute zu einer Begegnungsreise in Rom eingetroffen. Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit der römisch-katholischen Kirche, unter anderem mit Kurt Kardinal Koch, dem Präfekten des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen. Außerdem wird sie mit der Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien (ELKI) zusammentreffen und Fragen im Kontext des LWB sowie die Verbindung der ELKI nach Deutschland und zum LWB erörtern. Kühnbaum-Schmidt ist Vizepräsidentin des LWB für die Region Mittel- und Westeuropa, zu der auch die ELKI gehört. Auf dem Programm stehen auch Begegnungen mit Studierenden am Centro Melantone und mit der Gemeinschaft Sant’Egidio. Zum Abschluss der Reise wird Kühnbaum-Schmidt an der Generalaudienz auf dem Petersplatz teilnehmen. Anschließend ist eine Begegnung mit Papst Franziskus vorgesehen.

Für Kühnbaum-Schmidt ist es die erste Romreise in ihrer Funktion als Vorsitzende des DNK/LWB. Sie möchte damit an die gewachsenen Kontakte des DNK/LWB in Rom anknüpfen und diese weiter ausbauen. „Im Mittelpunkt unseres Besuches in Rom steht der mir auch persönlich besonders wichtige Austausch mit Kurt Kardinal Koch. Wir wollen uns zu Fragen der sichtbaren Einheit und über weitere Schritte zu einem noch tieferen, gegenseitigen Verständnis austauschen. Ein wichtiger Punkt wird dabei der Blick auf das im Jahr 2030 bevorstehende 500. Jubiläum der Confessio Augustana, also des grundlegenden Bekenntnisses der lutherischen Kirche, und mögliche Schritte zu deren ökumenischem Verständnis sein“, betont Kühnbaum-Schmidt. 

Weiter hebt sie hervor: „Wichtig ist mir, dass diese Reise auch deutliche spirituelle Akzente hat. Denn es ist ja Christus, der uns alle über alle Unterschiede hinweg miteinander verbindet und versöhnen will. So werden wir gemeinsam mit Kurt Kardinal Koch eine Andacht mit Taufgedenken in der Kirche Santa Maria delle Pieta beim Campo Santo Teutonico feiern und ebenso am Abendgebet der Gemeinschaft von Sant‘Egidio in der Basilika di Santa Maria in Trastevere teilnehmen.“

Die deutschen lutherischen Kirchen pflegen traditionell enge Kontakte zur römisch-katholischen Kirche. Die regelmäßigen Begegnungen im Vatikan dienen dazu, die ökumenischen Gespräche des Lutherischen Weltbundes (LWB) auf Weltebene mit denen in Deutschland zu verbinden, für die die VELKD zuständig ist. Kühnbaum-Schmidt ist auch Stellvertretende Leitende Bischöfin der VELKD.

Begleitet wird Kühnbaum-Schmidt durch den Geschäftsführer des DNK/LWB, OKR Norbert Denecke, und den Ökumenereferenten, OKR Dr. Oliver Schuegraf. Zuletzt war eine größere Delegation des DNK/LWB im Juni 2023 in Rom.

 

Programm (in Auszügen)

 

Montag, 15. April 2024

Gespräch mit Studierenden am Centro Melantone

Begegnung mit der Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien (ELKI)

 

Dienstag, 16. April 2024

Gespräch mit Kurt Kardinal Koch, Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen

Begegnung mit Msgr. Armando Matteo, Sekretär für die Sektion Glaube

Treffen mit der Gemeinschaft Sant’Egidio und Abendgebet in Trastevere

 

Mittwoch, 17. April 2024

Teilnahme an der Generalaudienz mit Begegnung mit Papst Franziskus

 

Hintergrund: Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) vertritt die elf deutschen Mitgliedskirchen im Lutherischen Weltbund (LWB), die über 10 Millionen Gemeindeglieder umfassen. Aufgabe des DNK/LWB ist es, die Beziehungen der deutschen Mitgliedskirchen zum LWB zu koordinieren und dessen Arbeit zu begleiten und zu fördern. Vorsitzende des DNK/LWB ist Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt (Nordkirche), Stellvertretender Vorsitzender ist OKR Michael Martin (Ev.-Lutherische Kirche in Bayern). Die Geschäftsstelle des DNK/LWB in Hannover leitet Oberkirchenrat Norbert Denecke.

 

 

Der LWB ist die größte lutherische Kirchengemeinschaft weltweit. Er umfasst über 77,8 Millionen Gläubige in 150 Mitgliedskirchen in 99 Ländern. Aus Deutschland sind elf Kirchen Mitglied im LWB: die Landeskirchen Bayern, Braunschweig, Hannover, Mitteldeutschland, Norddeutschland, Oldenburg, Sachsen, Schaumburg-Lippe und Württemberg sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche in Baden und die Lutherische Klasse der Lippischen Landeskirche.


SWR3 Medienpartner bei der "72-Stunden-Aktion"

Aktionsradio vom 18. bis 21. April 2024 in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg - Initiative der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)

15.04.2024

 

 

(Stuttgart/swr) - SWR3 wird auch in diesem Jahr die ehrenamtliche Initiative des BDKJ als offizieller Medienpartner intensiv begleiten und zu mehr als drei Millionen Hörerinnen und Hörern transportieren. SWR3 Programmchef Thomas Jung betont: "Eine Aktion, die uns in diesem Jahr so wichtig erscheint wie nie zuvor. Wir wissen, dass sich die SWR3 Hörerinnen und Hörer angesichts der Kriege, wirtschaftlicher Unsicherheit und einer gerade überstandenen Pandemie nach `Good News` sehnen. Nach Gemeinsamkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt. All das vereint die `72-Stunden-Aktion`."

 

SWR3 baut Programm zwischen dem 18. und 21. April um Als Aktionsradio in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird SWR3 das Programm mit dem Startschuss am 18. April bis zum Schluss am 21. April maßgeblich der "72-Stunden-Aktion" widmen und entsprechend umbauen. SWR3 Reporterinnen und Reporter werden im Kern-Sendegebiet unterwegs sein und über die spannendsten und spektakulärsten Projekte berichten - sowohl im Radio als auch online auf den Social-Media-Kanälen, wie Instagram, sowie auf SWR3.de.

 

SWR3 bringt den Soundtrack zur Aktion

"SWR3 wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit ihren Musikwünschen den Soundtrack zur Aktion liefern", so Thomas Jung weiter. Hörerinnen und Hörer können sich aktiv beteiligen: Sie können sich einklinken und helfen, wenn einzelne Projektgruppen über SWR3 einen "Hilferuf" absetzen. Für diese wird eigens eine Plattform auf SWR3.de erstellt, damit Projektgruppen und Hörerinnen und Hörer zusammenfinden.

 

72-Stunden-Zentrale des BDJK in Baden-Baden Während der "72-Stunden-Aktion" wird die SWR3 Redaktion eng mit der 72-Stunden-Zentrale des BDKJ zusammenarbeiten. Um einen guten Überklick über alle Initiativen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu gewährleisten, wird diese Anlaufstelle für Projektgruppen für den Aktionszeitraum in der SWR3 Redaktion in Baden-Baden untergebracht sein. 

 

 


Karl Kübel Preis 2024 geht an Philipp Lahm

Fußball-EM-Turnierchef setzt sich in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche ein

Die Philipp Lahm Stiftung fördert benachteiligte Kinder und Jugendliche in den Bereichen Bildung, Sport und Gesundheit. © Philipp Lahm Stiftung
Die Philipp Lahm Stiftung fördert benachteiligte Kinder und Jugendliche in den Bereichen Bildung, Sport und Gesundheit. © Philipp Lahm Stiftung

12.04.2024

 

(Bensheim/kks) - Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie zeichnet in diesem Jahr den erfolgreichen deutschen Fußballnationalspieler und Ehrenspielführer Philipp Lahm mit dem Karl Kübel Preis aus. Die Stiftung würdigt damit sein außergewöhnliches Engagement für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Der mit 25.000 Euro dotierte Award wird ihm am 13. September in Bensheim überreicht.

Erstmalig verleiht die Stiftung bei dem festlichen Event auch den neu konzipierten FAIRWANDLER-Preis. Dieser wurde bisher an entwicklungspolitisch engagierte junge Menschen vergeben. Nun würdigt der Preis junge Initiativen und Sozialunternehmer, die gesellschaftlichen Wandel in Deutschland voranbringen wollen. Mit seinen Erfahrungen als Stifter und Unternehmer ist Philipp Lahm für diese engagierten Menschen und alle anderen Gäste daher ein besonders interessanter Gesprächspartner auf der Bühne. ...


„Menschen mit Behinderung müssen in unserer Gesellschaft integriert sein“

Ökumenische Woche für das Leben 2024 zentral eröffnet

13.04.2024

  

(Darmstadt/ekhn) - Mit einem Appell, Menschen mit Behinderung in voller Akzeptanz im Alltag zu begegnen, ist heute die ökumenische Woche für das Leben eröffnet worden. „Menschen mit Behinderung müssen in unserer Gesellschaft integriert sein. Jedes Leben ist lebenswert, daran wollen wir als Kirchen mit dieser Woche erinnern. Eine Gesellschaft darf weder selektieren noch diskriminieren, darum setzen wir uns für den Lebensschutz aller ein“, betonten zum Auftakt der Woche der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, und die amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs. Das Motto der Woche für das Leben, die vom 13. bis 20. April 2024 dauert, stellt junge Menschen mit Behinderungen und ihre alltäglichen Herausforderungen in den Mittelpunkt: „Generation Z(ukunft): Gemeinsam. Verschieden. Gut.“ Bei einem inklusiven Gottesdienst in der Marien Kirche in Aulhausen (Rüdesheim am Rhein) wurden besonders Jugendliche angesprochen, die zusammen ihre Zukunft gestalten wollen – mit und ohne Behinderungen.

 

Bischof Bätzing predigte frei und in Leichter Sprache vor den jungen Gottesdienstbesuchern zum Thema, wie Inklusion gemeinsam gelingen kann – mit allen Jugendlichen. Am Rande der Veranstaltung erinnerte er außerdem an die zentrale Grundaussage des christlichen Glaubens, dass es Heiligkeit und Unantastbarkeit jedes individuellen menschlichen Lebens nach Kräften zu schützen und zu entfalten gelte: „Diese Grundannahme ist untrennbar mit dem Glauben der Kirche verbunden und stellt den inneren Grund allen Engagements von Christinnen und Christen für den Schutz des menschlichen Lebens dar. Das an die Bibel angelehnte Wort ‚Gott ist ein Freund des Lebens‘ bringt die Bedeutung des Schutzes menschlichen Lebens bildlich und kraftvoll zum Ausdruck: Wenn Gott das Leben hochschätzt, wie könnten die Gläubigen, die ihre Hoffnung auf ihn setzten, dem nicht nachfolgen?“ Bischof Bätzing betonte gleichzeitig, „dass jede menschliche Gesellschaft auf lange Frist nur dann gedeihen kann, wenn sie auf Grundwerten aufgebaut wird, die die Hochachtung und den Schutz des menschlichen Lebens explizit mit umfassen. Diese Perspektive immer wieder neu in die gesellschaftlichen Diskurse einzubringen, gehört zum gesellschaftsbezogenen Grundauftrag von Kirche“.

 

Bischöfin Kirsten Fehrs betonte die Grundidee der Woche für das Leben: „Wir wollen den Lebensschutz in seiner gesellschaftspolitischen Vielschichtigkeit stark machen. Menschliches Leben muss immer dann besonders geschützt werden, wenn es verletzlich ist, vor allem an seinem Anfang und an seinem Ende. Genauso erheben die Kirchen aber auch dann ihre Stimme, wenn menschlichem Leben ein höherer oder geringerer gesellschaftlicher Nutzen zugesprochen wird. Darum ist es so wichtig, Inklusion zu ermöglichen und vorzuleben.“ Aus diesem Grund führte Kirsten Fehrs in Leichter Sprache in den Gottesdienst ein und hob das Besondere des barrierearmen und inklusiven Festaktes hervor. „Manchmal bedarf es gar keiner großen Worte und komplizierter Reden, um zu spüren, dass jede und jeder Einzelne von uns ein wertvolles Kind Gottes ist.“ An vielen Stellen würden junge Menschen mit Beeinträchtigungen durch ihre Umwelt und die gesellschaftlichen Bedingungen behindert, so Bischöfin Fehrs. „Lasst uns die inneren und äußeren Barrieren abbauen: Junge Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte der Gesellschaft.“

 

Einige Jugendliche, Bischöfin Fehrs und Bischof Bätzing fügten im Gottesdienst verschieden gestaltete Puzzleteile aus Holz zu einer „Skulptur der Wünsche“ zusammen, die im Sankt Vincenzstift in Aulhausen einen dauerhaften Platz erhalten wird. Auch Gäste und Besucher hatten vor und nach dem Gottesdienst die Möglichkeit, ihre Wünsche zum Motto „Generation Z(ukunft): Gemeinsam. Verschieden. Gut.“ auf bereitgestellten Puzzleteilen zu hinterlassen.

 

Nach dem Gottesdienst bestand bei einem Fest der Begegnung im Innenhof des Sankt Vincenzstifts die Möglichkeit zum Austausch. Dabei interviewten die Kölner Filmemacher Ilka aus der Mark und Christoph Goldbeck die junge Marie Zilske aus Leichlingen, die durch den WDR-Vierteiler „Marie will alles – durchstarten mit Down-Syndrom“ bekannt geworden ist. Die Reihe wurde von einer Fachjury mit dem Katholischen Medienpreis 2023 ausgezeichnet.

 

 

Hintergrund:

Über 30 Jahre hinweg haben sich die beiden großen christlichen Kirchen mit der Woche für das Leben gemeinsam für die Anerkennung der Schutzwürdigkeit des menschlichen Lebens in all seinen Phasen eingesetzt. Um das bisherige Konzept in die Zukunft zu überführen, haben beide Kirchen eine Evaluation in Auftrag gegeben. Diese hat gezeigt, dass die Woche für das Leben über einen langen Zeitraum hinweg sehr erfolgreich war. Gleichzeitig hat die detaillierte Auswertung ergeben, dass das Format angepasst werden muss, um auch in Zukunft die Menschen zu erreichen. Daher findet die diesjährige Woche für das Leben ein letztes Mal in dem bekannten Format statt. Die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland arbeiten gemeinsam an einer neuen Struktur, um sich mit einem zeitgemäßen Format auch zukünftig und weiterhin gemeinsam den Fragen der Bioethik zu widmen und für den Schutz menschlichen Lebens einzutreten.

 

Unter dem Motto „Generation Z(ukunft): Gemeinsam. Verschieden. Gut.“ stellt die Woche für das Leben 2024 die Situation junger Menschen mit Behinderungen und ihre Lebenswirklichkeiten in den Mittelpunkt. Gemeinsam treten die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland für eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein. Ihr gesellschaftlicher Beitrag stellt durch ihre jeweils eigene Lebensgestaltung und Wahrnehmung von Lebenswirklichkeit eine Bereicherung für alle dar. Das gilt besonders für Jugendliche und junge Erwachsene und ihren Start in ein eigenständiges Leben.

 

 


Dramatische Substanzverluste am Tambour des Berliner Doms / Neue Spendenkampagne mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Foto: Berliner Dom
Foto: Berliner Dom

12.04.2024

 

(Berlin/bd) – Die Schadensbilder am Tambour des Berliner Doms sind massiv: Risse, Abplatzungen, Schalenbildung, zudem unkontrollierter Wasserablauf und im schlimmsten Fall das Herausbrechen von Steinen. Ohne restauratorische und statische Ertüchtigungsmaßnahmen droht dem Gebäudeteil weiterer dramatischer Substanz- und Oberflächenverlust. Gefährdet sind sowohl die Materialität als auch die bauzeitliche, künstlerische Ausprägung des Tambours und damit des gesamten Berliner Doms.

 

Am 24. April 2024 starten die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Berliner Dom deshalb erneut eine bundesweite Spendenkampagne. Geplant ist, den Tambour in insgesamt vier Bauabschnitten zu jeweils etwa 35 Metern zu ertüchtigen. Derzeit wird eine Musterachse angefertigt, für die ein Achtel des Tambours eingerüstet wird.... 


Frühlingserkundung mit Pflanzentausch

Kirchengemeinde lädt zu Gartentag im Pfarrgarten in Wusterhusen am Sonntag, 21. April, ein

Der naturnahe Garten hinter dem Pfarrhaus in Wusterhusen bietet Erholung für Besucherinnen und Besucher sowie vielen Insekten und Wildblumen ein Zuhause. Foto: Archiv / Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen
Der naturnahe Garten hinter dem Pfarrhaus in Wusterhusen bietet Erholung für Besucherinnen und Besucher sowie vielen Insekten und Wildblumen ein Zuhause. Foto: Archiv / Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen

 

12.04.2024

 

 

(Wusterhusen/sk) - Die Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen lädt am Sonntag, 21. April, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr zum Gartentag mit Pflanzentauschbörse in den Pfarrgarten in Wusterhusen bei Greifswald ein. Zuvor wird um 10 Uhr im Pfarrgarten ein Gottesdienst gefeiert. Im Anschluss daran finden Erkundungen im naturnahen Frühlingsgarten statt, es gibt Kaffee und Kuchen, Brot, Frischkräutertee und –aufstrich. In der historischen Pfarrscheune ist eine kleine Ausstellung zu sehen. „Für die Pflanzentauschbörse möge jede und jeder gern etwas aus dem eigenen Garten mitbringen", so der herzliche Aufruf der Kirchengemeinde, die in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in den Pfarrgarten eingeladen hatte. Die historische Pfarrscheune und die Johanneskirche in Wusterhusen sind Standorte der Veranstaltungsreihe „Spiritueller Sommer im Norden". Unter dieser Dachmarke werden im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis und im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg Angebote zur inneren Einkehr gebündelt, die sich an Urlauber und Einheimische gleichermaßen richten (Kernzeitraum Mai bis Oktober).


Kinder und Jugendliche aus dem Bistum Trier nehmen an bundesweiter Aktion teil: „Uns schickt der Himmel!“

Maskottchen der 72-Stunden-Aktion. Foto: BDKJ-Bundesstelle
Maskottchen der 72-Stunden-Aktion. Foto: BDKJ-Bundesstelle

11.04.2024

 

In diesem Jahr ist es wieder so weit: Die bekannte 72-Stunden-Aktion bringt unterschiedliche Generationen und Menschen für einen guten Zweck zusammen.

 

Von Julia Fröder/Ute Kirch

 

(Trier/Saarbrücken/Koblenz/jf/uk/bt) – Die heutige Jugend ist nicht mehr belastbar, nur im Internet unterwegs und setzt sich nicht für ihre Mitmenschen ein? Weit gefehlt! Das zeigt die bundesweite 72-Stunden-Aktion, ein Sozialprojekt vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seinen Verbänden. Auch im Bistum Trier werden junge Menschen innerhalb von 72 Stunden (vom 18. bis 21. April) ein Projekt auf die Beine stellen. Woran genau die mehr als 2.000 Gruppen deutschlandweit arbeiten werden, ist in vielen Fällen noch geheim. Aber ein paar Tipps können an dieser Stelle schon gegeben werden: Schul- und Pfarrgärten werden umgestaltet, ein Sinnespfad angelegt, eine Kapelle renoviert sowie familienfreundliche und inklusive Feste organisiert oder Schreibwaren für Schulkinder gesammelt. In dem Zusammenhang freuen sich die Jugendlichen über Unterstützung von Menschen mit Fachkenntnissen im Baubereich, Sachspenden von Fachmärkten, aber auch über Getränke und Snacks. Zudem sind weitere interessierte Kinder und Jugendliche, die mithelfen wollen, willkommen. Einige Politiker*innen haben ihren Besuch schon zugesagt.

 

Die Aktion mit dem Motto „Uns schickt der Himmel!“ gibt es seit 1995 und findet alle vier Jahre statt. „Ich finde es immer wieder großartig, dass sich eine große Anzahl an jungen Menschen findet, die sich für ein soziales Projekt engagieren und bereit sind, sich für andere einsetzen“, blickt Claudia Liesenfeld-Gilles gespannt auf die kommende 72-Stunden-Aktion. Als Pädagogische Referentin in der Fachstelle Jugend im Visitationsbezirk Koblenz ist sie Teil des Koordinationskreises für die Räume Koblenz, Mayen-Koblenz, Betzdorf und den Kreis Ahrweiler, in dem Hauptamtliche den Überblick behalten. Es sei gerade in der jetzigen Krisenzeit ein tolles Hoffnungszeichen, dass so viele Menschen sich darauf einlassen, drei Tage an einem sozialen Projekt zu arbeiten. „Es ist toll, die Jugendlichen in Aktion zu sehen und zu spüren, dass alle für die jeweiligen Projekte brennen, zusammenhalten und mitanpacken, damit am Ende die Aufgabe erfüllt ist“, berichtet Liesenfeld-Gilles. Die Projekte haben sich die Gruppen entweder selbst einfallen lassen oder sie bekommen diese als Überraschung zugeteilt.

 

 


7. DJK-Ethikpreis ausgelobt: Vorbilder für Fairness im Sport gesucht

Offizieller Startschuss zur Bewerbungsphase des DJK-Ethikpreises und des DJK-JugendAwards
Offizieller Startschuss zur Bewerbungsphase des DJK-Ethikpreises und des DJK-JugendAwards

12.04.2024

 

Von Ute Kirch/red

 

(Trier/uk)– Zum siebten Mal lobt der katholische DJK-Sportverband im Bistum Trier den Ethikpreis „Der Mensch im Sport“ aus. Mit diesem besonderen Preis möchte der DJK auf Menschen aufmerksam machen, die sich für ein christliches Menschenbild im Sport und durch den Sport einsetzen. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von Bistum, Sport, Förderern und DJK befindet über die Bewerbungen. Die Verleihung des mit 2.500 Euro dotierten Preis ist am 30. August in der historischen Kulisse der Liebfrauenkirche von Oberwesel am Rhein. Schirmherr ist Weihbischof Jörg Michael Peters, der die Preisträgerinnen und Preisträger auszeichnen wird. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2024.

 


Erlebniswoche zum Caspar David Friedrich-Jubiläum

Sitzung des Pommerschen Kirchenkreisrats: Unterstützung für Projekt „Glück im Topf“ in Greifswald / Durchführung von „TEO MV“ erneut befürwortet

11.04.2024

 

 

(Weitenhagen/sk) -. Der Kirchenkreisrat (KKR) des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) bewilligt der Greifswalder Johanneskirchengemeinde für die inzwischen achte Auflage ihrer Kreativ- und Erlebniswoche „Glück im Topf“, ein Projekt gemeindeoffener Arbeit im Neubaugebiet Schönwalde, 500 Euro aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“. Diesen Beschluss fasste der KKR in seiner jüngsten Sitzung, die im „Haus der Stille“ in Weitenhagen stattfand, der ersten Sitzung des auf der zurückliegenden Kirchenkreissynode neu gewählten Gremiums. Die diesjährige Kreativ- und Erlebniswoche „Glück im Topf“ findet vom 22. bis 25. Juli in Greifswald Schönwalde I statt und steht ganz im Zeichen des Caspar David Friedrich-Jubiläums. „Unsere Kreativ- und Erlebniswoche ist das größte Stadtteilfest im Wohnbezirk. Das Angebot richtet sich in der ersten Ferienwoche an Familien mit Kindern bis zur 9. Klasse“, so Pastor Torsten Kiefer in der Projektbeschreibung.

 

Wertschätzung und Willkommenskultur

 

Zwischen 350 und 400 Kinder und Erwachsene nahmen in den vergangenen Jahren pro Tag an der Erlebniswoche teil. Mit „Glück im Topf“ gelingt es der Kirchengemeinde, mit den Kindern und ihren Familien im Stadtviertel in Kontakt zu kommen, Menschen in die Gestaltung der Festwoche einzubeziehen und Wertschätzung zu vermitteln. „Menschen aus verschiedenen Milieus, kulturellen und intellektuellen Hintergründen sollen sich willkommen fühlen“, so die Projektbeschreibung. Anlässlich des Caspar David Friedrich-Jubiläums wird das Werk des Künstlers prägend für die Festwoche sein. Jeder der vier Tage der Kreativ- und Erlebniswoche ist daher einem Bild des Malers gewidmet. Dabei werden Lebensthemen aufgegriffen und im Programm verarbeitet. Der Vorsitzende des KKR, Propst Gerd Panknin, äußerte sich begeistert über „Glück im Topf“: „Ich war im vergangenen Jahr dort, es ist ein tolles Projekt und ich empfehle allen, ebenfalls dorthin zu gehen und dabei zu sein.“

 

Schulkooperatives Projekt „TEO MV“ erneut befürwortet

 

Als Gast nahm Gerhard Altenburg, Leiter des Zentrums Kirchlicher Dienste (ZKD) im Kirchenkreis Mecklenburg, zeitweise an der Sitzung teil. Er stellte erneut, wie bereits in der KKR-Sitzung im Februar, das Konzept vor, mit dem zunächst für drei Jahre das bekannte schulkooperative Projekt „Tage Ethischer Orientierung – TEO“ in Mecklenburg-Vorpommern fortgeführt wird. Der vorige Kirchenkreisrat hatte die Durchführung des Projekts bereits befürwortet. Auch der neue Kirchenkreisrat beschloss nun, an der Durchführung des Projekts „TEO MV“ vom 1. Mai 2024 bis mindestens bis zum 30. April 2027 festzuhalten. Gründe für die neuerliche Beschäftigung mit dem Projekt waren, das gemeinsame Vorhaben der beiden Kirchenkreise im Land Mecklenburg-Vorpommern dem neuen pommerschen Kirchenkreisrat vorzustellen sowie einige Aktualisierungen bezüglich der geplanten Trägerstruktur und der Kalkulation, die Gerhard Altenburg dem Gremium erläuterte. Zudem konnte der ZKD-Leiter den Ratsmitgliedern berichten, dass „TEO MV“ durch die zugesagte Beteiligung seitens des katholischen Erzbistums Hamburg auch ein ökumenisches Projekt sein wird.

 

Synoden, Termine, weitere Themen und nächster Sitzungstermin

 

Der Präses der pommerschen Kirchenkreissynode, Klemens Grube, informierte den Kirchenkreisrat über den geplanten Ablauf der Frühjahrssynode am Sonnabend, 4. Mai, in Züssow. Wichtigster Punkt der Tagesordnung ist die Wahl der Pröpstin in der Propstei Demmin. In diesem Zusammenhang erinnerte der Vorsitzende des KKR, Propst Gerd Panknin, an die Vorstellung der Kandidatin, Oberkirchenrätin Kathrin Kühl, die am Sonnabend, 13. April, um 15.30 Uhr mit Andacht und Gesprächsrunde an der Kaffeetafel im Elsa-Brändström-Haus, Kirchplatz 7A, in Demmin stattfindet. „Nehmen sie diesen Termin wahr, lernen sie Kathrin Kühl kennen, bringen sie ihre Fragen und Sorgen mit“, sagte Gerd Panknin an alle Mitglieder der pommerschen Kirchenkreissynode gerichtet.

 

Der Kirchenkreisrat verständigte sich zu einigen weiteren in diesem Jahr anstehenden Terminen. Am Sonntag, 5. Mai, um 14 Uhr wird Propst Gerd Panknin während eines Gottesdienstes in der Demminer Kirche St. Bartholomaei verabschiedet. Die beiden Kirchenkreisräte des pommerschen und des mecklenburgischen Kirchenkreises treffen sich das nächste Mal am Sonnabend, 7. September, in Weitenhagen. Überdies sind voraussichtlich Synoden am Sonnabend, 28. September (Wahl der Landessynodalen), und am Sonnabend, 2. November (Herbstsynode), geplant.

 

Das Gremium befasste sich in seiner Sitzung außerdem unter anderem mit Personal- und Finanzfragen, mit mehreren Stellenausschreibungen und Besetzungsverfahren, mit der Bildung des Bauausschusses, des Anlageausschusses und des Friedhofsausschusses, mit Zeichnungsberechtigungen sowie mit organisatorischen Fragen bezüglich der KKR-Sitzungen. Zudem berichtete der Leiter des Kirchenkreisamts, Marc Engelhardt, dem Gremium von der aktuellen Situation in der Finanzabteilung. Ein weiteres Thema war der zukünftige Standort des Kirchenkreisarchivs. In diesem Zusammenhang beschloss der KKR, eine Spezialfirma mit der Reinigung des aufgrund von Feuchtigkeit mit Schimmelsporen kontaminierten Archivguts zu beauftragen.

Die nächste Zusammenkunft des pommerschen Kirchenkreisrats findet am 14. Mai 2024 statt.

 

Stichwort Kirchenkreisrat

 

Der Kirchenkreisrat vertritt den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis in allen Angelegenheiten. Er führt die Aufsicht über die 139 Kirchengemeinden und ihre Verbände sowie über die Dienste und Werke und erteilt die erforderlichen Genehmigungen. Das Gremium besteht aus 13 Mitgliedern. Ihm gehören die drei Pröpste des Kirchenkreises, Propst Dr. Tobias Sarx (Propstei Stralsund, Dienstsitz Stralsund), Propst Gerd Panknin (Propstei Demmin, Dienstsitz Greifswald) und Propst Philipp Staak (Propstei Pasewalk, Dienstsitz Pasewalk) als geborene Mitglieder an. Die weiteren zehn Mitglieder wurden von der Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises gewählt: Dr. Gerd Albrecht, Pastor Christian Bauer, Dr. Angelika Beyer, Lars Fischer, Sylvia Giesecke, Iris Heidschmidt, Bernd Klänhammer, Reinhard Kurowski, Dorothea ter Veen und Paul Witt. Vorsitzender des Kirchenkreisrats ist Propst Gerd Panknin, stellvertretende Vorsitzende ist Sylvia Giesecke. Der Kirchenkreisrat bereitet die Entscheidungen der Kirchenkreissynode vor, bringt Vorlagen ein und führt die Beschlüsse aus. Er bringt den Haushalt ein und ist für die Durchführung verantwortlich. Er berät die Pröpste, beruft die Pastorinnen und Pastoren in die Pfarrstellen des Kirchenkreises und führt die Aufsicht über die Kirchenkreisverwaltung. Der Kirchenkreisrat im Internet: http://www.kirche-mv.de/Kirchenkreisrat.565.0.html    

 

 


Konfessioneller Religionsunterricht kooperativ (KoRUk) startet in Bayern

Bamberger Lehrkräftebildung bereitet mit einzigartigem Studienangebot auf das neue Unterrichtsmodell vor

11.04.2024

 

(Bamberg/ub) - Zum kommenden Schuljahr 2024/25 wird in den ersten beiden Jahrgangsstufen der Grundschule der konfessionelle Religionsunterricht in Kooperation (KoRUk) flächendeckend ermöglicht. Das teilte das Bayerische Kultusministerium am 8. April 2024 in einem Schreiben an alle bayerischen Bezirksregierungen mit. Damit können – zunächst als Modellprojekt für zwei Schuljahre – evangelische und katholische Schülerinnen und Schüler gemeinsam von einer Lehrkraft unterrichtet werden, die entweder katholisch oder evangelisch ist – eine konsequente Weiterentwicklung schon existierender Religionsunterrichtsprojekte zur konfessionellen Kooperation. Die Institute für Evangelische und Katholische Theologie der Universität Bamberg bieten für das neue Unterrichtsmodell ein passgenaues und einzigartiges Studienangebot.

Die Umstellung auf den KoRUk bringt einige Neuerungen für die Religionslehrkräfte mit sich: Größere Gruppen müssen konfessionssensibel unterrichtet werden – was unter anderem bedeutet, die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern beider Konfessionen gleichermaßen zu berücksichtigen. Damit das gelingen kann, braucht die Lehrkraft dreierlei: neuartige didaktische Konzepte, zusätzliches inhaltliches Knowhow und eine Haltung, die beide Konfessionen gleichermaßen wertschätzt. „In der Grundschule erarbeitet der KoRUk ausgehend von den lebenspraktischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler das gemeinsam Christliche an einem Thema“, erläutert Prof. Dr. Stefanie Lorenzen, Inhaberin des Lehrstuhls für Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts. „Auf dieser Basis können dann spezifische und besondere konfessionelle Perspektiven entwickelt und sichtbar gemacht werden.“

Konfessionelle Kooperation als Profilmerkmal an den Bamberger theologischen Instituten 

Jetzt sind auch die bayerischen Universitäten und Hochschulen gefragt: Entsprechende Fortbildungen und Unterrichtsmaterialien sind nötig, um die Religionslehrkräfte bei dieser Umstellung gut zu begleiten. Zugleich müssen die Lehramtsstudiengänge an die neu geforderten Inhalte und Kompetenzen angepasst werden. Die beiden Institute für Katholische und Evangelische Theologie der Universität Bamberg leisten dabei Pionierarbeit: „Seit mehreren Jahren haben wir in Bamberg bereits konfessionell-kooperative Module in unseren Religionslehramtsstudiengängen verankert – einzigartig in Bayern“, sagt der katholische Theologe Prof. Dr. Konstantin Lindner, Inhaber des Lehrstuhls für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts. Die kurzen Wege und das große Interesse aneinander haben es ermöglicht, konfessionelle Kooperation an beiden Instituten als Profilmerkmal zu etablieren. „Unsere Studierenden können daher seit langem von entsprechend ausgerichteten öffentlichen Veranstaltungen sowie Forschungs- und Lehrangeboten profitieren“, führt Stefanie Lorenzen aus. 

„Die Universität Bamberg sieht ihre Aufgabe nicht nur darin, Wissen weiterzugeben, sondern auch darin, Toleranz, Verständigung und respektvolles Miteinander in der Gesellschaft zu fördern“, erklärt Universitätspräsident Prof. Dr. Kai Fischbach. „Durch die konfessionelle Kooperation ist unser theologisches Studienangebot bereits jetzt darauf ausgelegt, Qualifikationen zu vermitteln, die das neue Unterrichtsmodell in einem besonderen Maße fordert.“

Deutschlandweit einzigartiges Lehrangebot zum konfessionell-kooperativen Religionsunterricht

Deutschlandweit einzigartig ist zum Beispiel das lehramtsprüfungsordnungs-konforme Zertifikat „Kompetent für konfessionell-kooperativen Religionsunterricht“. In entsprechend ausgerichteten Modulen gestalten jeweils eine dozierende Person aus der evangelischen und der katholischen Theologie gemeinsame Lehrveranstaltungen für Studierende beider Konfessionen. Darin vermitteln sie sowohl konfessionelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede christlicher Weltdeutung als auch religionsdidaktische Kompetenzen, die für eine professionelle Planung, Durchführung und Evaluation von KoRUk notwendig sind.

Wissenschaftsminister Markus Blume sagt: „Ein innovatives Lehrangebot am Puls der Zeit, das Tradition und Zukunft einmalig verbindet: Bamberg ist eine unserer Top-Universitäten für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Der hier in Forschung und Lehre über Fächergrenzen hinweg praktizierte Fokus auf konfessionellen Dialog und Toleranz machen die Otto-Friedrich-Universität zum absolut prädestinierten Ort für das zukunftsweisende Lehrangebot zum konfessionell-kooperativen Religionsunterricht in Bayern.“

Die bereits bestehenden Angebote zur konfessionellen Kooperation ermöglichen es den Bamberger Theologien, ihr Studienangebot quasi auf Knopfdruck den neuen schulischen Gegebenheiten anzupassen. So wird es ab dem Wintersemester 2024/25 im Bereich Religionsdidaktik verpflichtende KoRUk-Module für Studierende des Grundschullehramts geben. Auch das ist deutschlandweit einzigartig.

Vorteile des konfessionellen Religionsunterrichts in Kooperation

Für den kooperativen Religionsunterricht sprechen inhaltliche und pragmatische Gründe, wie auch Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen. Denn von dem neuen Modell können sowohl Schülerinnen und Schüler als auch die Schulen selbst profitieren. „Gerade in der Grundschule ist es aus pädagogischer Sicht besonders wichtig, die Klassen möglichst viel im Verbund zu unterrichten“, stellt Konstantin Lindner fest. „Das bisherige Modell, in dem die katholischen und evangelischen Schülerinnen und Schüler jeweils getrennt unterrichtet werden, ist dahingehend nicht optimal.“

In Zeiten von Globalisierung und einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft werde die Sinnhaftigkeit eines monokonfessionellen Religionsunterrichts an Grundschulen immer schwerer vermittelbar. Die sinkenden Zahlen der Schülerinnen und Schüler, die konfessionell gebunden sind, sowie der Lehrkräftemangel täten ein Übriges. „Wir gehen deshalb davon aus, dass das Angebot des KoRUk bei den Grundschulen auf großes Interesse stoßen wird“, sagt Stefanie Lorenzen.

Weitere Informationen zum Zertifikat „Kompetent für konfessionell-kooperativen Religionsunterricht“: https://www.uni-bamberg.de/ktheo/studium/zertifikat-kompetent-fuer-konfessionelle-kooperation/

Weitere Informationen zum Studienangebot der Bamberger Theologien: https://www.uni-bamberg.de/ktheo/studium/ und https://www.uni-bamberg.de/evtheo/studium/

 

 


Heilig-Rock-Tage 2024 bieten vielfältiges Kulturprogramm: Tolle Musik-Acts und Kunst zum Nachdenken

Foto: Helmut Thewalt / Bistum Trier
Foto: Helmut Thewalt / Bistum Trier

11.10.2024

 

Auch in diesem Jahr bieten die Heilig-Rock-Tage wieder ein vielfältiges Kulturprogramm. Das breite Angebot ist für alle Interessierten kostenfrei zugänglich.

 

Von Simone Bastreri

 

(Trier/bt) – Abendliche Konzerte und Kunst-Ausstellungen zum Anfassen: Das Kulturprogramm der Heilig-Rock-Tage bietet von Freitag, 12. bis Sonntag, 21. April wieder Konzerte von Rock bis Pop, Ausstellungen zu aktuellen Themen wie Frieden und gegen Rassismus oder ein Theaterstück über Widerstand im Nationalsozialismus. Das breite Angebot ist für alle Interessierten kostenfrei zugänglich. ... 


himmelwärts und erdverbunden: Der Podcast: Trauern auf Raten

Susanne Schwandt. Foto: Julia Fröder / Bistum Trier
Susanne Schwandt. Foto: Julia Fröder / Bistum Trier

9.04.2024

 

Im Podcast “himmelwärts und erdverbunden” stellt Julia Fröder die Arbeit der “Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz” in Koblenz vor.

 

 


KDFB zur Vatikan-Erklärung „Dignitas infinita“

10.04.2024

 

(Köln/kdfb) - Für den Katholischen Deutschen Frauenbund e.V. (KDFB) trifft die Thematik der am 08. April veröffentlichten Erklärung des vatikanischen Glaubens-Dikasteriums „Dignitas infinita“ über die Menschenwürde einen Nerv der Zeit: Global und täglich werden Menschenwürde und Menschenrechte missachtet. Das Dokument unterstreicht die besondere Gefährdung von Personengruppen wie Frauen, queeren Personen, Migrant*innen oder „andersfähigen Menschen“. Kriege, Klimakrise oder Armut verschärfen die ohnehin dramatische Situation nochmals. Als Frauenverband beschäftigt den KDFB, dass Menschenrechtsverletzungen und geschlechtsbezogene Gewalt aktuell immer mehr zunehmen. Gleichzeitig empfindet er „Dignitas infinita“ in vielen Aussagen als unscharf, unterkomplex und auch verletzend.

 

„Dignitas infinita“ thematisiert ausführlich verschiedene Formen der Gewalt gegen Frauen, von sexueller Ausbeutung bis hin zu Femiziden, die erstmals in einem römischen Dokument benannt werden (vgl. Nr. 44–46). Selbst dort, wo Frauen theoretisch gleiche Würde und gleiche Rechte besitzen, bestehen weiterhin faktische Ungleichheiten mit Blick beispielsweise auf Lohngerechtigkeit, Familienrechte oder die Chancen auf Teilhabe an Entscheidungen. Leider wird die Erklärung den komplexen Lebenssituationen von Menschen an vielen Stellen nicht gerecht, beispielsweise von queeren Personen oder Frauen im Schwangerschaftskonflikt (vgl. Nr. 47). Der KDFB plädiert hier im Sinne einer doppelten Anwaltschaft für das Lebensrecht des Embryos und gleichzeitig für die Achtung der Würde der Frau und ihr Recht auf physische und psychische Gesundheit. Lebensschutz ist nur mit der Mutter gemeinsam möglich. Beide Rechte müssen daher in einen Ausgleich gebracht werden.

 

Nach „Dignitas infinita“ gilt: „Die Kirche verkündet, fördert und macht sich zum Garanten der Menschenwürde“ (Überschrift zu Kapitel 2). Katholik*innen engagieren sich an vielen Stellen überzeugend für Menschenwürde und Menschenrechte. Allerdings gilt immer noch, dass in der Kirche selbst Frauen nicht dieselben Rechte besitzen. Durch den Ausschluss von der Weihe sind sie von Ämtern, Entscheidungen und Mitsprache ausgeschlossen. Das schmälert das menschenrechtliche Zeugnis der Kirche deutlich. Hier wäre Selbstkritik zwingend notwendig.

 

„Als Verband, der sein Handeln theologisch reflektiert, verwundert uns der Umgang von ‚Dignitas infinita‘ mit der Bibel“, so die KDFB-Vizepräsidentin und Bibelwissenschaftlerin Ute Zeilmann. „Bibelstellen werden grundsätzlich nach der Einheitsübersetzung von 1980 zitiert, nicht nach der überarbeiteten, aktuellen Fassung von 2016. Deshalb verwendet das Dokument im Passus über biblische Begründungen der Menschenrechte immer noch die alte Übersetzung, nach der Gott den Menschen ‚als Mann und Frau‘ schuf. In der neuen Version ist von ‚männlich und weiblich‘ die Rede, entsprechend der relevanten historischen Textzeugen, womit die Bibel kein binäres Entweder-Oder ausdrücken will, sondern umfassend alle Menschen meint.“

 

„‘Dignitas infinita‘ lässt einmal mehr eine differenzierte Auseinandersetzung mit Gender Studies vermissen“, so die Vorsitzende der Theologischen Kommission des KDFB, Regina Heyder: „Die ‚Gender-Theorie‘ wird wieder nur im Singular und ausschließlich bezogen auf sexuelle Identität thematisiert (vgl. Nr. 56). Das entspricht in keiner Weise dem weltweiten Diskussionsstand. Bedauerlich ist ebenso, dass das Dokument ausschließlich männliche, westeuropäische Theologen zitiert. Als Frauenverband“, so Heyder weiter, „sind wir überzeugt: Frauenrechte sind Menschenrechte und Menschenrechte sind Frauenrechte (Hillary Clinton). Die gleiche Würde zeigt sich auch in der Kirche erst in gleichen Rechten.“

 

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 145.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 

 


Aufruf zur KirchenVolksPredigt 2024 am Weltgebetstag für geistliche Berufungen (21. April 2024)

10.04.2024

 

(München/wsk) - Auch zum diesjährigen Weltgebetstag um geistliche Berufungen am 21. April 2024 ruft die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche wie schon seit 1997 wieder dazu auf, in allen Gottesdiensten auch nicht geweihten Menschen die Möglichkeit zur Predigt zu geben. Eine Zwei-Stände-Kirche kann sich nicht auf Jesus berufen. Der Auftrag des Menschen aus Nazaret „Du aber geh und verkünde das Reich Gottes!“ (Lk 9,60) gilt allen Getauften. Gerade auch Frauen waren schon damals zur Verkündigung der Auferstehung Jesu beauftragt (Mt 28,7 par). Die Ausübung der von Gott verliehenen geistlichen Begabungen sollte nicht durch einengende kirchenrechtliche Vorschriften be- oder gar verhindert, sondern gerade auch in der gegenwärtigen pastoralen Umbruchsituation kreativ umgesetzt werden.

Das Thema „Laienpredigt“ (d. h. die Homilie in der Eucharistiefeier durch Christ:innen, die kein ordiniertes Amt (Bischof, Priester, Diakon) innehaben. Can. 767 § 1 CIC/1983) gehört zu den „heißen Eisen“, über die in der katholischen Kirche seit Jahrzehnten argumentiert wird - auch beim Synodalen Weg in Deutschland und beim laufenden weltweiten synodalen Prozess.

Auf der letzten Vollversammlung des Synodalen Weges wurde am 10. März 2023 der Handlungstext "Verkündigung des Evangeliums durch beauftragte Getaufte und Gefirmte in Wort und Sakrament" mit 90,86 Prozent verabschiedet. Darin werden die deutschen Bischöfe aufgefordert, für qualifizierte und beauftragte Personen eine Partikularnorm für Deutschland zu erarbeiten und hierfür die Erlaubnis beim Heiligen Stuhl zu erwirken. Wir sind Kirche unterstützt diesen minimalen Schritt, dem weitere folgen müssen.

Wir sind Kirche begrüßt es, dass seit Langem und mit Erfolg in Deutschland wie auch weltweit Menschen, meist mit theologisch-pastoraler Ausbildung und ungeachtet kirchenrechtlicher Schranken regelmäßig im Rahmen der sonntäglichen Eucharistiefeier predigen. Auch andere Organiationen wie z.B. die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) fordern seit einigen Jahren die Predigterlaubnis für Lai*innen in der Eucharistiefeier und rufen dazu auf, damit ein starkes Zeichen für mehr Gleichberechtigung in der Kirche zu setzen. In der Schweiz gibt es z.B. die #JuniaIniatitive, die Junia als jahrhundertelang unsichtbar gemachte Frau als Patronin gewählt hat, um sendungsbereite Frauen* sichtbar zu machen.

Als Grundlage für die Predigten können z.B. die von Autor:innen der KirchenVolksBewegung verfassten und abonnierbaren wöchentlichen Wir sind Kirche-Sonntagsbriefe dienen, die die jeweilige Bibelstelle des aktuellen Lesejahres sowie kommentierende Gedanken zur Gegenwart enthalten. Selbstverständlich können und sollen auch andere Termine als der 21. April 2024 gewählt werden.

 

Mehr Informationen: www.wir-sind-kirche.de/kirchenvolkspredigt


Landessynode nimmt Jugend in den Blick

Frühjahrstagung der badischen Landessynode von 16. bis 20. April

10.04.2024

 

 

(Karlsruhe/Bad Herrenalb/ekiba) -  Die Landessynode der badischen Landeskirche trifft sich zu ihrer Frühjahrstagung von Dienstag, 16. April, bis Samstag, 20. April, in Bad Herrenalb. Dabei wird sich die Synode unter anderem mit den Konsequenzen aus der ForuM-Studie zur sexualisierten Gewalt und mit der Jugendstudie „Jugend zählt 2“ beschäftigen. Auf der Tagesordnung stehen außerdem ein Bericht der Landesbischöfin zur aktuellen Situation der Landeskirche und Fragen der Priorisierung kirchlicher Aufgaben angesichts zurückgehender finanzieller Mittel. Änderungen in der Grundordnung und im Leitungs- und Wahlgesetz nehmen die Kirchenwahlen im kommenden Jahr in den Blick.

 

Mit einem Gottesdienst eröffnen die 73 Mitglieder der Landessynode die Frühjahrstagung am Dienstag (16.04.) um 14 Uhr in der Kapelle im Haus der Kirche in Bad Herrenalb. Die Predigt hält Oberkirchenrätin Cornelia Weber. Im Anschluss findet ab 16 Uhr die erste Plenarsitzung statt.

Diesem öffentlichen, auch im Internet per Livestream übertragenen Teil schließen sich bis Freitagnachmittag (19.04.) die nichtöffentlichen Beratungen in den vier Ausschüssen an. Von Freitagnachmittag (17.15 Uhr) bis Samstag (20.04.) wird die Synode dann wieder öffentlich im Plenum beraten.

Während ihrer Tagung wird sich die Synode im Rahmen eines Studientags intensiv mit den Ergebnissen der im Februar veröffentlichen Studie „Jugend zählt 2“ beschäftigen. Am Mittwochabend werden sich die Synodalen mit den Ergebnissen und Konsequenzen aus der ForuM-Studie auseinandersetzen.

 

Es werden auch mehrere Berichte über landeskirchliche Projekte erwartet. So beispielsweise zum Projekt „Sorgende Gemeinde werden“, dem Projekt „Mitgliederorientierung“ und dem Projekt „Jugendkirchen als Teil bezirklicher Gebäudeoptimierung“.

Die Plenarsitzung am Dienstag wird öffentlich übertragen unter www.ekiba.de/landessynode/fruehjahrstagung2024

 

Dort finden Sie auch weitere Informationen zur Frühjahrstagung der Landessynode und den vorläufigen Zeitplan. 


Aktuell wie nie: Caritas gestaltet Stand zum Thema Frieden

Am Aktions-Infozelt des Diözesan-Caritasverbands bei den Heilig-Rock-Tagen geht es um das Thema Frieden. Foto: Deutscher Caritasverband
Am Aktions-Infozelt des Diözesan-Caritasverbands bei den Heilig-Rock-Tagen geht es um das Thema Frieden. Foto: Deutscher Caritasverband

9.04.2024

 

Diözesan-Caritasverband Trier e.V. und der örtliche Caritasverband Trier e.V. präsentieren sich am 17. April bei den Heilig-Rock-Tagen.

 

G. Jacquemoth

 

(Trier/gj/bt) – Die Caritas lädt herzlich ein, am Mittwoch, den 17. April, ab zehn Uhr im Aktions-Infozelt auf dem Hauptmarkt vorbeizuschauen. Der Diözesan-Caritasverband Trier e.V. und der örtliche Caritasverband Trier e.V. präsentieren gemeinsam die Caritas-Kampagne 2024 unter dem Motto „Frieden beginnt bei mir“. Inhaltlich könnte es wohl kaum eine Kampagne geben, die besser in diese Zeit voller Krisen und Konflikte passt. „Wo fängt Frieden an und welchen Beitrag kann ich leisten? Diese Frage wollen wir als Caritas in diesem Jahr stellen – der Politik, der Kirche, anderen Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen und vor allem: uns selbst. Wir sind überzeugt: Jede und jeder kann einen Beitrag zum Frieden leisten“, beschreibt Diözesan-Caritasdirektor Christoph Wutz die Intention des gemeinsamen Standes. Wie wichtig die aktuelle Kampagne ist, unterstreicht auch Dr. Bernd Kettern, Direktor des Caritasverbandes Trier: „Wir zeigen Flagge und freuen uns, dass wir dies im Rahmen der Heilig-Rock-Tage tun dürfen. Als Caritasverband vor Ort sind wir eng mit den Pfarreien verbunden, und so erhoffen wir uns von diesem Angebot natürlich auch, dass sich vielleicht weitere Aktionen in Pfarreien ergeben.“


Gestartet mit Gott - Fernsehgottesdienst stimmt auf 72-Stunden-Aktion ein

Foto: BDKJ-Bundesstelle/Christian Schnaubelt
Foto: BDKJ-Bundesstelle/Christian Schnaubelt

7.04.2024

 

Mit einem Fernsehgottesdienst haben sich der BDKJ und die Jugendverbände auf die 72-Stunden-Aktion eingestimmt, die in zwei Wochen in ganz Deutschland stattfinden wird.

(Aachen/bdkj) -  „An diesem Sonntag wurde schon viel von dem Geist spürbar, der in gut zwei Wochen in ganz Deutschland sichtbar wird.“, sagt Gregor Podschun, Bundesvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). „Die Aktionsgruppen wollen loslegen und ihre Projekte umsetzen und vor Ort die Welt ein kleines Stückchen besser machen.“ Bei der Sozialaktion sind bisher rund 2.600 Aktionsgruppen angemeldet. 


Veranstaltungshinweis: Rat für Angehörige, Depressionen verstehen und akzeptieren

8.04.2024

 

 

(Krefeld/kh) - Im Gegensatz zu Trainingsangeboten für somatische Erkrankungen geht es bei Angeboten für Menschen mit psychischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Depressionen, vor allem um die Bewältigung von Problemen in der Kommunikation. Angehörige erleben die Betroffenen zum Beispiel als gefühllos und sehen sich selbst nicht wertgeschätzt. Oft findet nur noch ein mechanischer Austausch von Informationen statt und schnell wird die ganze Beziehung infrage gestellt. Häufig erleben unsere PflegetrainerInnen, dass Angehörige sich mit der Schuldfrage belasten oder damit, was sie falsch gemacht haben könnten.


In dem Workshop am Dienstag, 9. April von 17 bis 19 Uhr geht es darum, bei den Angehörigen Verständnis für die psychische Erkrankung zu schaffen und ihnen neue Handlungsstrategien aufzuzeigen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte können sich anmelden unter 02151 823 39996 oder per E-Mail: info@klinik-koenigshof-krefeld.de