Ehrenamtsprojekt in Völklingen: „Wir alle profitieren von den Ämterlotsen“

Sprachmittler Mohamad Hamza Alsalkini, Ämterlotse Guido Speicher, Ehrenamtskoordinatorin Annalisa Crisetti, Pastoralreferent Christoph Morgen und Steffi Dincher-Puhl, Teamleiterin im Caritas Beratungszentrum Völklingen. Foto: Ute Kirch
Sprachmittler Mohamad Hamza Alsalkini, Ämterlotse Guido Speicher, Ehrenamtskoordinatorin Annalisa Crisetti, Pastoralreferent Christoph Morgen und Steffi Dincher-Puhl, Teamleiterin im Caritas Beratungszentrum Völklingen. Foto: Ute Kirch

1.03.2024

 

Menschen helfen, die im "Behördendschungel" nicht weiterwissen und zugleich die Beratungsstellen entlasten. Das ist das Ziel des 2022 gestarteten Ehrenamtsprojekts "Ämterlotsen" des Pastoralen Raums Völklingen und des Caritasverbands Saarbrücken. Die Zahlen zeigen: Die Nachfrage ist groß. ...

 

AKTUELL BEI WIR IM NETZ - SPIRITUALITÄT - 1.03.2024


Evangelische Kirchen unterstützen Hilfsprojekte in Israel und Gaza

EKHN und EKKW stellen insgesamt 80.000 Euro bereit

 

 

1.03.2024

 

(Darmstadt / Kassel /ekhn/ekkw) -Mit insgesamt 80.000 Euro unterstützen die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie die Evangelische Kirche von Kurhessen Waldeck (EKKW) Hilfsprojekte in Israel und im Gazastreifen. Jedes Projekt erhält 40.000 Euro aus Ökumene- und Kollekten-Mitteln.

 

„Mit dieser Zuwendung möchten wir zum Ausdruck bringen, dass unser Mitgefühl Menschen auf beiden Seiten gilt, die von Terror, Gewalt und Krieg betroffen sind“, sagt EKKW-Diakoniedezernent Dr. Diethelm Meißner. Die EKHN pflegt seit vielen Jahren Verbindungen sowohl nach Israel als auch zu christlichen Kirchen in Palästina, deren Mitglieder auch im Gazastreifen leben. „Mit der Auswahl der beiden Projekte sollen Menschen unterstützt werden, die unmittelbar von der Gewalt und den Folgen des Krieges betroffen sind“, sagt Detlev Knoche, Leiter des Zentrums Oekumene und Ökumenereferent der EKHN.

 

 

In Israel unterstützen die beiden Landeskirchen über den Jüdischen Nationalfonds ein Projekt zur Traumatherapie in der Region Sha‘ar HaNegev, das sich an Angehörige der Opfer des 7. Oktobers richtet. Im Gazastreifen kommt das Geld der Arbeit der Diakonie-Katastrophen-Hilfe zugute, die mit mehreren kleineren Hilfsprojekten Familien zu Wasser und Nahrungsmitteln verhilft.  


Kindern und Jugendlichen christliche Werte mit Lektüre vermitteln

Weihbischof Brahm berichtet beim Theo Talk über seine Arbeit in Buch-Kommission

Die Organisatoren Katharina Zey-Wortmann und Samuel Acloque (rechts). In der Mitte Weihbischof Robert Brahm, Vorsitzender der Jury. Foto: Inge Hülpes / Bistum Trier
Die Organisatoren Katharina Zey-Wortmann und Samuel Acloque (rechts). In der Mitte Weihbischof Robert Brahm, Vorsitzender der Jury. Foto: Inge Hülpes / Bistum Trier

29.02.2024

 

Von Inge Hülpes

 

(Trier/bt) – Es war Ende der 70er Jahre, als der katholische Schriftsteller Willi Fährmann die deutschen Bischöfe auf die Bedeutung von Kinder- und Jugendliteratur aufmerksam machte. Der Preis, der daraufhin aus der Taufe gehoben wurde, wird auch heute noch verliehen: der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis. Bei Flieten und Kaltgetränken in der Kegel- und Bowlinghalle Heiligkreuz gab der Vorsitzende der Jury, Weihbischof Robert Brahm, am 26. Februar den Theo Talk-Gästen Einblick in seine Arbeit.  ... 


Frauen setzen ein Zeichen – darunter auch Gruppen aus dem Bistum Trier :„…durch das Band des Friedens“

Weltgebetstagslogo. Foto:: Kathrin Schwarze
Weltgebetstagslogo. Foto:: Kathrin Schwarze

28.02.2024

 

Frauen setzen ein Zeichen – darunter auch Gruppen aus dem Bistum Trier :„…durch das Band des Friedens“ 

Zum Weltgebetstag am Freitag, 1. März setzen Frauen rund um den Globus mit ihrem Gebet ein Zeichen und sammeln Spenden für Mädchen- und Frauenprojekte 

 


Hessentag in Fritzlar: Kirche wird zum Erlebnis

Ehrenamtliche gesucht, die das Programm vom 24. Mai bis 2. Juni mitbegleiten

 

28.02.2024

Gemeinsame Mitteilung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Diakonie Hessen

(Darmstadt/ Fritzlar/ekhn) - „Erlebnis: Kirche“: Unter diesem Motto präsentieren sich die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie die Diakonie Hessen vom 24. Mai bis 2. Juni auf dem Hessentag in Fritzlar. In der Evangelischen Stadtkirche in Fritzlar erleben die Gäste eine Tanz-Perfomance, die in Herz und Beine gehen soll. Mit THE RHYTHM OF GOD: KIRCHE TANZT! und THE RHYTHM OF GOD: TANZ MAHL! inszenieren die Choreographin Julia Zulauf und der international renommierte Künstler Parviz Mir-Ali zwei Multimedia-Tanzshows mit Videoinstallationen und Lichteffekten. „Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein spiritueller Erlebnisraum, der faszinierende, interaktive Momente verspricht und anregt, Kirche neu zu erleben“, kündigt Pfarrerin Imke Leipold vom Projektmanagement der EKKW voller Vorfreude an.

 

Informationsabend für Engagierte am 13. März

Neben Impulsen und Gottesdiensten gibt es weitere Angebote: Auf dem Außengelände lädt ein zehn Meter langer „Erlebnis:Tisch“ der Diakonie Hessen zum Essen, Trinken und zur Gemeinschaft ein. Die Evangelische Jugend bietet Spiele und Aktionen zum Mitmachen sowie am Abend Livemusik auf der „Erlebnis:Bühne“ für alle Altersgruppen an. Um dieses vielfältige Programm auf die Beine zu stellen, setzen EKKW, EKHN und Diakonie Hessen auch auf Ehrenamtliche: „Wir suchen engagierte Menschen, die die Gäste begrüßen, gerne mit Menschen ins Gespräch kommen, beim Auf- und Abbau mithelfen oder Veranstaltungen begleiten“, erläutert Leipold. In einer Team-Schulung werden die Ehrenamtlichen auf ihre Aufgaben vorbereitet. Einen ersten Informationsabend gibt es am 13. März um 19 Uhr im Martin-Luther-Haus in Fritzlar. Anmeldung: Ev. Kirchenkreis Schwalm-Eder, Dekanat Fritzlar-Homberg, Domplatz 10. Telefon: 05622-1625; per E-Mail: dekanat.fritzlar-homberg@ekkw.de

 

„Holt Euch Gottes Segen“: Trauungen, Taufen, Ehejubiläen

Zum Hessentag wird das Außengelände der Stadtkirche im romantischen Altstadtkern von Fritzlar zudem zu einem besonderen Segensort: Die evangelische Kirche bietet während der Festwoche täglich individuelle Segnungen an. Dazu zählen auch Taufen, Hochzeiten und Ehejubiläen – ob mit Anmeldung oder spontan, festlich oder zwanglos. „Holt Euch Gottes Segen“, ermuntert Pfarrerin Leipold.

 

Kontakt und Information: Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Projektmanagement, E-Mail: projektmanagement@ekkw.de; im Internet: www.erlebnis-kirche.de

 

HINTERGRUND

Diakonie Hessen –
Werk der Kirche, Mitgliederverband und Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege

Die Diakonie Hessen ist als Werk der Kirche Mitglieder- und Spitzenverband für das evangelische Sozial- und Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). In den Geschäftsstellen in Frankfurt am Main und Kassel, dem Evangelischen Fröbelseminar, sowie den Evangelischen Freiwilligendiensten arbeiten über 300 Mitarbeitende. Dazu kommen circa 520 Freiwillige, die sich in den verschiedenen Programmen des freiwilligen Engagements einbringen.

Der Diakonie Hessen gehören 440 Mitglieder an. Insgesamt sind bei der Diakonie Hessen und ihren Mitgliedern rund 42.000 Mitarbeitende beschäftigt, die im Geschäftsjahr 2021 einen Gesamtumsatz von über 2,4 Milliarden Euro erwirtschaftet haben.

 

Dem Vorstand des Landesverbandes gehören Pfarrer Carsten Tag (Vorstandsvorsitzender) und Dr. Harald Clausen an.  (Weitere Infos)


„… durch das Band des Friedens“

Gemeinsam stark für Frauen weltweit - Weltgebetstag

28.02.2024

                            

(Karlsruhe/ekiba) - Am Freitag, 1. März, ist Weltgebetstag. „… durch das Band des Friedens“ lautet das diesjährige Motto für die ökumenischen Gottesdienste, die an diesem Tag weltweit gefeiert werden. Dass Mädchen und Frauen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können, dafür engagieren sich Frauen beim Weltgebetstag. 2024 ist die Situation palästinensischer Christinnen im Blick. Auch in ganz Baden finden am 1. März ökumenische Gottesdienste statt.

 

„Der Weltgebetstag am 1. März bringt uns die Situation von Christinnen und Christen in Palästina zu Bewusstsein und verbindet uns mit ihnen“, erklärt Oberkirchenrat Wolfgang Schmidt. „Wir sind Geschwister im Glauben. Das Gebet stärkt unsere gemeinsame Hoffnung auf einen gerechten Frieden in Nahost. Die Lage dort ist bedrückend. Der Blutzoll von 30.000 Toten, darunter viele Frauen und Kinder, ist unverhältnismäßig. Ein Waffenstillstand ist überfällig. Der Weltgebetstag lässt uns Anteil nehmen am Leben der Menschen, die dort leiden. Im gemeinsamen Gebet verbinden wir uns mit allen Palästinenser*innen, Jüdinnen und Juden, die wahrhaftig Frieden suchen.“

 

Die Gottesdienstliturgie 2024 haben Christinnen aus Palästina zusammengestellt, noch lange vor den dramatischen Ereignissen in Israel und Palästina am 7. Oktober 2023. Im Anschluss wurde die Gottesdienstordnung vom Komitee des Weltgebetstags mit einem neuen Vorwort versehen und an einigen Stellen mit erklärenden Texten kontextualisiert. Dies ändert nichts an dem von Palästinenserinnen zusammengestellten Texten und Zeugnissen. Wir sind verbunden „... durch das Band des Friedens“, so der aus dem Brief an die Gemeinde in Ephesus (Kap. 4,3) entnommene deutschsprachige Titel. In diesem Bibeltext ist von Demut, Freundlichkeit und Geduld die Rede, aktive Tugenden, die Frieden stiften können, so schwer es auch sein mag. Die große Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit wird dabei sehr deutlich.

 

Die Evangelische Landeskirche in Baden und die Evangelischen Frauen in Baden haben Gemeinden und Weltgebetstagsgruppen vor Ort ermutigt, den Weltgebetstag auch 2024 zu begehen. Mehr als tausend Frauen in Baden bereiten Gottesdienste vor und tragen dazu bei, die Situation palästinensischer Christinnen und Christen besser zu verstehen und die Friedenssehnsucht in der gesamten Region zu unterstützen. Denn es geht beim Weltgebetstag um Toleranz, Versöhnung, Dialog und um das Gebet als aktiven Beitrag zu friedlicher Konfliktlösung.


Zum Hintergrund:

Der Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet und am ersten Freitag im März in mehr als 120 Ländern rund um den Globus gefeiert. In jedem Jahr steht die Lebenssituation von Frauen eines anderen Landes im Mittelpunkt. Sie informieren und machen neugierig auf Leben und Glauben in ihrem Land. Glaube, Gebet und Handeln für eine gerechte Welt gehören in der weltweit größten ökumenischen Frauenbewegung untrennbar zusammen. Rund 800.000 Besucher*innen werden allein in Deutschland zu den Gottesdiensten erwartet.

 

Weitere Informationen:

https://weltgebetstag.de


Erste Digitalisierungs-Coaches ausgebildet

32 Lotsinnen und Lotsen für neue Technologien und Prozesse sollen Kirchengemeinden auf dem Gebiet der Digitalisierung voranbringen

28.02.2024

 

(Karlsruhe/Stuttgart/ekiba) - Mit einer Online-Abschlussveranstaltung haben 32 Teilnehmende eine fünfmonatige Weiterbildung der evangelischen Landeskirchen in Baden, Württemberg und Bayern zum Digitalisierungs-Coach abgeschlossen. Die Digitalisierungs-Coaches werden Kirchengemeinden bei deren digitaler Entwicklung unterstützen, Wissen weitergeben und die Akteure vor Ort bei der Planung und Durchführung von Digitalisierungsprojekten begleiten. Themengebiete sind beispielsweise Social Media Strategien, hybride Veranstaltungen und digitale Verwaltung. 

 

Die Digitalisierungs-Coaches sind Ehrenamtliche, Pfarrpersonen, Diakoninnen und Diakone, Religionspädagoginnen und -pädagogen, Pfarramtssekretärinnen und Verwaltungsmitarbeitende aus den Landeskirchen Baden, Bayern, Württemberg und der Nordkirche. Stephan Abele, Ehrenamtlicher aus der Kirchengemeinde Sulzbach-Spiegelberg (Württemberg) sagt zur Weiterbildung: „Der Reichtum der Zusammenarbeit in einer so gemischten Gruppe war sehr inspirierend und motiviert zu den nächsten Schritten der Digitalisierung – auch wenn sie herausfordern sind.“ Pfarrer Günter Gastner (Dekanat Pappenheim, Bayern) führt aus: „Die Weiterbildung vermittelt einen Baukasten, mit dem man Digitalisierung in der Kirche vor Ort sinnvoll umsetzen kann.“ 

 

Jörg Ohnemus, Verantwortlicher für die Digitalstrategie der Evangelischen Landeskirche in Baden, sagt: „Digitale Prozesse haben inzwischen einen starken Einfluss auf unser Leben, unsere Arbeit und unsere Kommunikation. Die Ausbildung unserer Digitallotsinnen und -lotsen soll unser Verhalten und unsere Einstellung gegenüber neuen Technologien und Prozessen positiv beeinflussen und dabei helfen, diese sinnvoll in unsere kirchliche Arbeit zu integrieren.“

 

Dr. Nico Friederich, Verantwortlicher für den digitalen Wandel in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, betont: „Die Weiterbildung knüpft an das EKD-geförderte Projekt Digitale Mustergemeinde an. Der dort entwickelte Baukasten zur digitalen Transformation wird so für mehr Gemeinden und kirchliche Einrichtungen unmittelbar nutzbar. Die Weiterbildung stellt einen wichtigen Baustein in der Umsetzung der kirchlichen Digitalstrategien dar.”

 

Die Initiative bekräftigt weiterhin das Engagement der Landeskirchen, durch Bildung und Weiterbildung eine Brücke zwischen traditioneller kirchlicher Arbeit und den Möglichkeiten der Digitalisierung zu schlagen. Das Projekt wurde durch den Digitalisierungsfonds der Evangelischen Kirche in Deutschland unterstützt. 

 

Das Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit in Josefstal e.V. ( Bayern) plant im Herbst eine weitere Weiterbildung zum Digitalisierungs-Coach in kirchlichen Kontexten.

 

 


Der Segen von Laien ist so wertvoll wie der eines Priesters

Aktuelle Ausgabe von ‚Leben jetzt‘ über Segensfeiern und Maria als Rebellin

Cover der März-Ausgabe 'Leben jetzt'. Foto: Steyler Missionare
Cover der März-Ausgabe 'Leben jetzt'. Foto: Steyler Missionare

27.02.2024

(Sankt Augustin / Nettetal/sm) – Nicht nur Priester dürfen segnen, sondern alle Menschen dürfen und sollen Segen für ihre Mitmenschen sein. Darauf weist die aktuelle Ausgabe des katholischen Magazins ‚Leben jetzt‘ hin, die am 1. März erscheint. Auch der Vatikan habe in seinem Schreiben zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare im Dezember 2023 betont, dass Segen vom Menschen ausgehe und sich auf Mitmenschen erstrecke. "Wichtig ist, dass es ehrlich gemeint ist", heißt es in dem Heft, das ab sofort unter https://steyler-klosterladen.eu/collections/fuer-mich erhältlich ist. Dann sei "der Segen eines Laien nicht weniger wertvoll als der eines Priesters". ...


EKD-Beauftragte für Schöpfungsverantwortung ruft zur Beteiligung am Klimastreik auf

27.02.2024

 

Landesbischöfin und EKD-Beauftragte für Schöpfungsverantwortung Kristina Kühnbaum-Schmidt ruft zur Beteiligung am bundesweiten Klimastreik am kommenden Freitag (1. März 2024) auf. Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr, Fahrgäste und Klimabewegte gehen gemeinsam für eine klimafreundliche Mobilität und für gute Arbeit auf die Straße.

 

(Schwerin/dds) - Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) Kristina Kühnbaum-Schmidt hat zur Beteiligung am Klimastreik am kommenden Freitag (1. März 2024) aufgerufen. Das Motto des bundesweiten Streiktages lautet #wirfahrenzusammen. 

 

Öffentliche Personennahverkehr ist grundlegend für Verkehrswende

„Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für soziale Teilhabe. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist zentral dafür, dass möglichst viele Menschen klimafreundlich unterwegs sind - und sich das auch leisten können!“, erklärte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, die auch Beauftragte für Schöpfungsverantwortung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschland (EKD) ist. Der ÖPNV müsse bis 2030 verdoppelt werden, damit eine zukunftsorientierte, sozial-ökologische Verkehrswende gelingt, so die Landesbischöfin. Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr und massive Investitionen in den ÖPNV-Ausbau. 

 

Besondere Verantwortung des Menschen 

„In der biblischen Schöpfungsgeschichte werden wir Menschen als Ebenbild Gottes beschrieben. Daraus erwächst im Verhältnis zu seinen Mitmenschen und den weiteren Mitgeschöpfen eine besondere Verantwortung für das Leben auf unserer Erde und unser Zusammenleben“, betonte die Schöpfungsverantwortungsbeauftragte.

 

Soziale Teilhabe und ökologische Gerechtigkeit 

Kühnbaum-Schmidt sagte weiter: „Deshalb setzten wir uns als evangelische Kirche ein – für soziale Teilhabe und ökologische Gerechtigkeit. Dazu braucht es eine klimafreundliche Mobilität für alle und gute Arbeit für die Beschäftigten im ÖPNV! Dafür steht der bundesweite Klimastreik am 1. März. Und wir sind als Kirche mit dabei!“

 

Aufruf der Schöpfungsverantwortungsbeauftragten zum Klimastreik im Wortlaut 

Am 1. März ist bundesweiter Klimastreik! #wirfahrenzusammen heißt das Motto in dieses Jahr.  Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr, Fahrgäste und Klimabewegte gehen gemeinsam auf die Straße. Für eine klimafreundliche Mobilität und für gute Arbeit.

Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für soziale Teilhabe. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist zentral dafür, dass möglichst viele Menschen klimafreundlich unterwegs sind - und sich das auch leisten können!

Der ÖPNV muss bis 2030 verdoppelt werden, damit eine zukunftsorientierte, sozial-ökologische Verkehrswende gelingt. Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr und deutliche Investitionen in den ÖPNV-Ausbau. 

In der biblischen Schöpfungsgeschichte werden wir Menschen als Ebenbild Gottes beschrieben. Daraus erwächst im Verhältnis zu seinen Mitmenschen und den weiteren Mitgeschöpfen eine besondere Verantwortung für das Leben auf unserer Erde und unser Zusammenleben.

Deshalb setzten wir uns als evangelische Kirche ein – für soziale Teilhabe und ökologische Gerechtigkeit. Dazu braucht es eine klimafreundliche Mobilität für alle und gute Arbeit für die Beschäftigten im ÖPNV! 

 

Dafür steht der bundesweite Klimastreik am 1. März. Und als evangelische Kirche rufen wir auf, mit dabei zu sein!


"Wir und das Tier": Einfühlsamer Film zum Thema "Schlachten"

Ab 11.3.24 in der ARD Mediathek, am 11.3. um 23:35 Uhr im Ersten

Nach der Hofschlachtung im Piemont, Italien. © SWR/BR/ Aljoscha Haupt/EIKON Media 2023
Nach der Hofschlachtung im Piemont, Italien. © SWR/BR/ Aljoscha Haupt/EIKON Media 2023

27.02.2024

 

 

(Stuttgart/swr) - Vielfach verdrängen oder vergessen Fleischkonsument:innen, dass Tiere getötet und zerlegt werden müssen. Der Dokumentarfilm von Grimme-Preisträger David Spaeth nimmt die Zuschauer:innen klischeefrei mit hinter die Fassaden von Schlachtbetrieben zu den Frauen und Männern, die Tiere lieben, respektieren - und sie schlachten. Er zeigt, wie sie über diesen scheinbaren Widerspruch nachdenken und wie sich das mit ihrer Arbeit vereinbaren lässt. "Wir und das Tier: Ein Schlachthausmelodram" wird am 11. März um 23:35 Uhr im Ersten gezeigt und ist ab Sendedatum in der ARD Mediathek abrufbar.

 

Tiere lieben und zugleich essen, den Tod ausblenden, aber Salami genießen - wie geht das zusammen? Der fleischessende Mensch hat es geschafft zu verdrängen, dass er Tiere isst, die vorher getötet werden müssen. Der tiefgründige Dokumentarfilm von Grimme-Preisträger David Spaeth geht zu denen, die am Anfang der Kette stehen und sowohl den Tieren aus auch den Tatsachen ins Auge sehen - zu jenen, die das Töten übernehmen.

 

Ehrliche Auseinandersetzung mit dem Töten von Tieren Eine junge Auszubildende, ein routinierter Kopfschlächter, zwei Frauen, die einen Schlachtkurs belegen ... - die Hauptpersonen des Films erzählen fernab aller Klischees, verblüffend offen und reflektierend von ihrem Tun. Was zunächst makaber scheinen mag, zeigt sich gleichzeitig in aller Ehrlichkeit und Intensität und umkreist grundlegende Fragen. Auch die, ob Roboter künftig ohne den Menschen das Töten übernehmen können. Die Protagonist:innen des Films verhandeln hier stellvertretend für alle Fleischesser:innen das ganze Dilemma des Fleischkonsums. Was denken, was verdrängen, was fühlen sie dabei?

 

Produktion

"Wir und das Tier: Ein Schlachthausmelodram" ist eine Produktion von EIKON Media, in Koproduktion mit SWR und BR, gefördert von MFG und FFF.

 

 


MEDIEN, GLAUBE UND KI

Wo künstliche Intelligenz auf göttliche Weisheit trifft

27.02.2024

 

(Kassel/erf)  – Medien, Glaube und künstliche Intelligenz stehen im Mittelpunkt des Medienkongresses MOVEO, der vom 6. bis 7. Juni 2024 im Haus der Kirche in Kassel stattfindet. ERF – Der Sinnsender ist Mitveranstalter des traditionsreichen Netzwerktreffens. Jetzt hat der Ticketverkauf begonnen.

 

Unter dem Motto „MEDIEN, GLAUBE UND KI – Wo künstliche Intelligenz auf göttliche Weisheit trifft“ kommen Fachleute aus allen Bereichen der christlichen Medienwelt zusammen, um sich auszutauschen, Ideen für die Zukunft zu entwickeln und sich durch Keynotes und Workshops inspirieren zu lassen.

 

 


Christliche Organisationen unterstützen Demonstration:1500 Menschen gehen für Vielfalt und gegen Rechtsextremismus auf die Straße

Demo Neunkirchen. Foto: Andreas Walocha im Auftrag der IG Metall Neunkirchen
Demo Neunkirchen. Foto: Andreas Walocha im Auftrag der IG Metall Neunkirchen

27.02.2024

 

Rund 1500 Menschen haben am Samstag in Neunkirchen für Vielfalt und gegen Extremismus demonstriert. Aufgerufen hatte das Bündnis "Neunkircher für Vielfalt", dem auch der Pastorale Raum Neunkirchen angehört. 


100 Konfis kicken für ihre Kirche

Badischer Konfi-Cup am 2. März in Linkenheim

27.02.2024

 

(Karlsruhe/Linkenheim/ekiba) - Konfirmandinnen und Konfirmanden aus ganz Baden, werden am Samstag, 2. März, beim Konfi-Cup der Evangelischen Landeskirche in Baden gegeneinander antreten. Für das Fußballturnier werden über 100 jugendliche Spielerinnen und Spieler vom Markgräfler Land bis Mannheim zu Gast in Linkenheim sein. Die Gewinner–Mannschaft des Turniers wird am Mittwoch, 9. Mai, nach Köln fahren und die badische Landeskirche beim EKD-Konfi-Cup vertreten.

 

Zwölf gemischte Mannschaften fiebern den Ereignissen am kommenden Samstag bereits voller Spannung entgegen. Unterstützt und angefeuert werden sie von mitreisenden Konfis, Eltern und Gemeindegliedern. Sie haben sich zuvor unter mehr als 70 teilnehmenden Gemeinden auf Bezirksebene qualifiziert.

 

„Wir wollen den Jugendlichen deutlich machen, dass Leben und Glauben, Nachdenken und Sport zusammengehören. Es ist uns aber auch wichtig, dass der Konfi-Cup junge Menschen aus ganz Baden (und im Mai die Siegermannschaften aus ganz Deutschland) zusammenführt. Im Kleinen können sie erleben, was das Motto der Fußball-Europameisterschaft 2024 im Sommer proklamiert: „United by Football“, erklärt Ekkehard Stier, landeskirchlicher Beauftragter für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden. „Denn beim Konfi-Cup begegnen sich Konfis aus ganz Baden und haben gemeinsam Spaß.“

 

Spaß sollen die Jugendlichen nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz haben. Dank des Einsatzes einiger Ehrenamtlicher können sich die Konfi-Gruppen an diesem Tag auch anderweitig sportlich und spielerisch beschäftigen.

 

Das Turnier, das gemeinsam von der Konfi-Arbeit, Kirche und Sport und unter Mitwirkung der Bezirksjugend veranstaltet wird, beginnt um 10 Uhr mit einem kurzen Impuls, zu dem auch Oberkirchenrat Wolfgang Schmidt als zuständiger Referent und der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Linkenheim-Hochstetten, Andreas Stampfer, erwartet werden.

 

Anschließend erfolgt um 10.30 Uhr der Anpfiff. Gegen 16.30 Uhr werden die Siegermannschaften geehrt.

 

 


„Sie werden unserer Landeskirche guttun“

Evangelische Kirche in Baden: Sieben neue Pfarrerinnen und Pfarrer werden am Sonntag, 3. März, für ihren Probedienst ordiniert

27.02.2024

 

(Karlsruhe/ekiba) - Sieben künftige Pfarrerinnen und Pfarrer im Probedienst werden am Sonntag, 3. März, um 15 Uhr in der evangelischen Stadtkirche in Karlsruhe von Landesbischöfin Heike Springhart in einem Gottesdienst ordiniert. Mit der Ordination werden sie in ihren Dienst in der Evangelischen Landeskirche in Baden eingesegnet.

 

„Ich freue mich über die sieben Pfarrer*innen, die sich für den Dienst ordinieren lassen“, stellt Landesbischöfin Heike Springhart fest. „Die Bandbreite an Erfahrungen im In- und Ausland, die Vielfalt der Frömmigkeit und durchweg hohe Motivation sowie ihr Engagement werden unserer Landeskirche und den Gemeinden und Bezirken, in denen sie ihren Dienst aufnehmen, guttun. Ein Festtag für unsere Landeskirche!“

 

Für ihren Probedienst, der mit der Ordination beginnt und zwei Jahre dauert, werden die vier Theologinnen und drei Theologen in verschiedenen Gemeinden eingesetzt: Luisa Bernecker in Herbolzheim, Helena Buntz in Hemsbach-Sulzbach, Christian Engel in Schriesheim, Kristina Lallathin in Freiburg-West, Benedikt Mangold in Zell am Harmersbach, Joanna Notheis in Bad Rappenau und Alexander Stavnichuk in Efringen-Kirchen.

Durch die Ordination werden angehende Pfarrerinnen und Pfarrer im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes zum Dienst in der Kirche berufen und für ihre Aufgabe gesegnet. Alle haben ein Studium der evangelischen Theologie und eine zweijährige Ausbildungszeit, das sogenannte Lehrvikariat, absolviert. Für den Berufseinstieg, den zweijährigen Probedienst, haben sie noch einen Mentor oder eine Mentorin zur Seite.

 

Die Evangelische Landeskirche in Baden wirbt kontinuierlich um den theologischen Nachwuchs.

 

Weitere Infos zu kirchlichen Berufen gibt es auf www.himmlische-berufe.de

 

 


Menschen beistehen

Vierter Qualifizierungskurs zur ehrenamtlichen Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen der Malteser in Celle beendet

Absolventinnen des Hospizkurses mit Kursleiterin Franziska Mielke (Mitte) sowie Pater Thomas Marx (ganz links), Diözesanoberin Marie-Rose Freifrau von Boeselager (2. von links), Christiane Hartmann (3. von links), Malteser-Stadtbeauftragtem Michael Nowak (2. von rechts) und Petra Zahn, Leiterin soziale Dienste der Malteser in Celle (ganz rechts); Bildquelle: Lukas/Malteser

 

 

26.02.2024

 

(Celle/mhd) - Die Malteser in Celle stärken ihre ambulante Hospizarbeit: Nach dem Ende des vierten Qualifizierungskurses erhielten fünf neue ehrenamtliche Begleiterinnen am vergangenen Samstag, 24. Februar 2024, in der Dienststelle der Malteser ihre Urkunden. In Zukunft werden sie im Auftrag des Malteser Hilfsdienstes schwerstkranke und sterbende Menschen in deren Zuhause begleiten.

 

Es war mehr als ein Verwaltungsakt: Franziska Mielke, Projektleiterin „Hospizarbeit inklusiv“ der Malteser in Hannover und zum ersten Mal Leiterin dieses Hospizkurses, sowie Marie-Rose Freifrau von Boeselager, Diözesanoberin der Malteser in der Diözese Hildesheim, gestalteten den Abschluss des Kurses gebührend feierlich mit Übergabe der Urkunden an die Absolventinnen, einem Malteser-Halstuch und einem alkoholfreien Sekt. Auch Michael Nowak, ehrenamtlicher Stadtbeauftragter der Malteser in Celle und Diözesanarzt der Malteser, war eigens gekommen, um die Malteser vorzustellen und die Neuen herzlich im Kreis des katholischen Hilfsdienstes willkommen zu heißen.

 

Pater Thomas Marx vom Pastoralteam der Pfarrgemeinde St. Ludwig in Celle erteilte der kleinen Gruppe schließlich seinen Segen, verbunden mit der Zusage, dass Gott sie begleite auf ihrem Weg zu den Kranken und Sterbenden. „Möge er Ihnen die Kraft geben, anderen Menschen beizustehen“, bat der katholische Geistliche.

 

Seit Oktober vergangenen Jahren haben sich die frisch gebackenen Hospizhelferinnen an sechs Wochenenden mit ihrem zukünftigen Dienst auseinandergesetzt. Wer todkranke Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleiten und trösten möchte, der benötigt nicht nur fachliches Grundwissen, sondern muss sich auch mit sich selbst auseinandergesetzt haben, um später nicht überfordert zu sein. Neben der Kunst des aktiven Zuhörens und Aushaltens von Leid und Krankheit standen daher auch Themen wie das Helfersyndrom und der notwendige Selbstschutz der Helferinnen und Helfer auf dem Ausbildungsprogramm. Auch Aufbau und Wertegerüst des Malteser Hilfsdienstes wurden angesprochen. Ergänzung zum theoretischen Unterricht war ein Praktikum in Altenhilfeeinrichtungen. Ein Kurs zur Prävention sexualisierter Gewalt steht noch aus. Unterstützt wurde Kursleiterin Franziska Mielke zum zweiten Mal ehrenamtlich von Sozialpädagogin Christiane Hartmann.

 

 

Nach diesem Qualifizierungskurs stehen in Celle nun 19 ausgebildete Begleiterinnen und Begleiter im Dienst der Malteser.


Caritas-Familienbüros an Rhein, Mosel und Ahr informieren: Welche Leistungen stehen mir zu?

Die Caritas-Familienbüros beraten Menschen zu Leistungen, die ihnen zustehen. Foto: Caritas
Die Caritas-Familienbüros beraten Menschen zu Leistungen, die ihnen zustehen. Foto: Caritas

23.02.2024

 

Lediglich 35 Prozent aller Familien, die den Kinderzuschlag zusätzlich zum Kindergeld erhalten könnten, beantragen diesen auch. Daneben gibt es weitere Leistungen, die von Familien nicht abgerufen werden, obwohl sie ihnen zustehen.

 

Von Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr

 

(Mayen/Bad Neuenahr-Ahrweiler/Andernach/bt) – Wenn Familien finanziell nicht über die Runden kommen, wenn Alleinerziehende Ängste und Sorgen haben, brauchen sie Unterstützung. Kinderzuschlag (KIZ), Wohngeld und Co., Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket oder (ergänzende) Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II. sind Leistungen, die zur Verfügung stehen. Doch wie können Menschen mit Kindern diese Leistungen erhalten? Caritas-Mitarbeiterinnen in Mayen, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Andernach informieren in Familienbüros über die Unterstützungsangebote.

 


Freier Sonntag stärkt Resilienz der Gesellschaft

Stellvertretende Kirchenpräsidentin zur Bedeutung von Sonn- und Feiertagen

26.02.2024

 

 

(Darmstadt/ekhn) - Passender könnte es nicht sein: Der Internationale Tag des freien Sonntags am 3. März fällt in diesem Jahr auf genau den Wochentag, den er feiert. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) setzt sich dafür ein, dass der starke Schutz von Sonn- und Feiertagen bestehen bleibt.

 

„Der Sonntag ist ein Geschenk. Er ist eine kulturelle und rechtliche Errungenschaft, die uns allen etwas sehr Wertvolles gibt: Zeit. Sicherlich nutzen viele Christinnen und Christen diese Zeit für Gottesdienstbesuche. Mir geht es aber um mehr: Sonn- und Feiertage geben uns Freiräume für all die Dinge, die uns abseits von Kommerz von Bedeutung sind“, so Ulrike Scherf, Stellvertretende Kirchenpräsidentin, in Darmstadt.

 

Freier Sonntag essentiell für friedliches Zusammenleben in Krisenzeiten

 

Gerade in krisenhaften Zeiten sei es eine unschätzbare Quelle gesellschaftlicher Resilienz, wenn Menschen die Chance bekämen, einen ganzen Tag pro Woche aus der üblichen Alltagsroutine herauszutreten. So entstehe Raum, die eigene Lebensperspektive – christlich oder nicht – abseits von Leistung und Wettbewerb zu leben und auch mit anderen Religionen und Kulturen in Kontakt zu treten. Dies stärke den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

 

„Der Sonntag weitet den eigenen Blick, weil wir an diesem Tag anderen Menschen begegnen können – oft ungeplant im Park oder in der freien Natur, auf dem Jahrmarkt oder dem Schwimmbad. Wir verstehen ganz nebenbei, wie unterschiedlich wir sein und uns doch gemeinsam an der freien Zeit erfreuen können“, so Scherf. Auch für den Zusammenhalt in Familien und im Freundeskreis seien gemeinsame freie Zeiten wichtig.

 

Es sei ein hohes Gut, dass möglichst viele Menschen den Sonntag ohne Arbeitsverpflichtung begehen können. Daher sei auch zukünftig am grundgesetzlichen Schutz der Sonn- und Feiertage festzuhalten, sagte Scherf. Dieser besage, dass sämtliche Tätigkeiten, die Erwerbsarbeit erfordern und auf Werktage verschoben werden können, auch auf Werktage zu verschieben sind.

 

EKHN sieht Öffnung von Minimärkten an Sonn- und Feiertagen kritisch

 

Aus diesem Grund sieht die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau die Überlegungen zur Öffnung sogenannter Minimärkte auch an den Sonn- und Feiertagen im hessischen Parlament kritisch. Eine Verbesserung der regionalen Situation sei unbedingt wünschenswert. Aber es sei nicht zu erwarten, dass die angedachte Lösung die Nahversorgung auf dem Land dauerhaft verbessern würde: Trotz Sonntagsöffnung werden sich Minimärkte vermutlich nur dort rechnen, wo ausreichender Umsatz generiert werden kann – also in städtischen Lagen. Inzwischen wurde bereits mindestens ein solcher Minimarkt auf dem Land trotz Sonntagsöffnung wieder geschlossen.

 

Scherf erklärte dazu in Darmstadt: „Faktisch würde eine Gesetzesänderung nicht die Nahversorgung in dünner besiedelten Regionen zur Folge haben, sondern den Verdrängungswettbewerb in den Städten weiter steigern.“ Außerdem kämen auch diese Minimärkte nicht ohne Sonntagsarbeit aus. Mitarbeitende kontrollierten Waren und Bestellungen und räumten die Läden auf. Im Hintergrund würde technischer Support vorgehalten, und dass die Kontrolle der Filialen via Kamera an Sonntagen ausgesetzt würde, scheint ebenfalls schwer vorstellbar.

 

Hintergrund: Internationaler Tag des freien Sonntags

Der Internationale Tag des freien Sonntags geht auf einen Erlass des römischen Kaisers Konstantin zurück, der am 3. März des Jahres 321 den Sonntag zum arbeitsfreien Tag erklärte. Bereits damals stand der freie Sonntag für ganz unterschiedliche Tätigkeiten zur Verfügung und war nicht nur für Christen ein freier Tag.

 

 

Die EKHN wird durch das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) sowohl in der hessischen als auch in der rheinland-pfälzischen Allianz für den freien Sonntag vertreten. Zudem koordiniert das ZGV aktuell für den evangelischen Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) auch die evangelische Mitwirkung an der Bundesallianz für den freien Sonntag.


Bischof Tilman Jeremias fordert eine "verletzliche Kirche"

Bericht aus dem Sprengel Mecklenburg und Pommern vor der II. Landessynode

23.02.2024

(Greifswald/Lübeck-Travemünde/mb) - In seinem Sprengelbericht zum Thema „Verletzliche Kirche" fordert Bischof Tilman Jeremias (Greifswald) eine tiefgreifende Neuausrichtung der evangelischen Kirche. Die Kirche müsse sich als „verletzliche, versehrte und zerbrechliche Gemeinschaft" verstehen, die sich den Menschen in ihrer Not und ihrem Leid zuwendet.

Ausgangspunkt der Überlegungen von Bischof Jeremias ist die Studie „ForuM", die sexualisierte Gewalt in der Kirche aufdeckt. Jeremias sieht darin einen tiefen Einschnitt in die Selbstwahrnehmung der Kirche: „Wir sind nicht nur eine verletzte Kirche, sondern auch eine verletzende Kirche. Unsere Kirche hat als Ganze versagt und dafür tragen wir alle die Verantwortung.“ Die Forderung nach einer „verletzlichen Kirche" bedeutet für Jeremias:

·       Ehrlichkeit und Demut: Die Kirche muss ihre Fehler und Versäumnisse eingestehen und sich für die Taten sexualisierter Gewalt entschuldigen.

·       Nähe zu den Menschen: Die Kirche muss sich den Menschen in ihrer Not und ihrem Leid zuwenden und ihnen Raum für Seelsorge und Begleitung bieten.

·       Offenheit und Reformbereitschaft: Die Kirche muss sich den Herausforderungen der Zeit stellen und offen sein für neue Formen des Glaubens und der Verkündigung.

Bischof Jeremias sieht in der „verletzlichen Kirche" eine Chance für die Zukunft: „Sie ist Jesu Spuren näher und denen enger verbunden, die am Rand stehen, sie kennt die Wunden der Vergangenheit und der Gegenwart. Sie weiß, dass ihre Wurzeln im Wirken des Heiligen Geistes liegen, ihr Handeln in Geschichte und Gegenwart jedoch nur allzu oft tief menschliches Werk war und ist - nicht selten begrenzt, kurzsichtig, überfordert, angefochten. Doch gerade das Eingeständnis der eigenen Grenzen und Fehler eröffnet den Blick in den Kern des christlichen Glaubens.“

Drei Beispiele aus dem Sprengel Mecklenburg und Pommern zeigen, wie eine „verletzliche Kirche" gelebt werden kann:

·       Ein Gesprächsforum ermöglicht den Austausch über die unterschiedlichen Positionen zur Corona-Pandemie.

·       Der „Leib und Seele"-Wagen bringt Menschen in Kontakt, die sonst nicht zur Kirche kommen.

·       Eine Pastorin wird Feuerwehrfrau und baut so Brücken zwischen Kirche und Gesellschaft.

Bischof Jeremias schließt seinen Bericht mit einem Appell an die Kirchenmitglieder: „Lasst uns gemeinsam eine Kirche gestalten, die nah bei den Menschen ist, die ihre Fehler eingesteht und die sich für die Liebe und Gerechtigkeit in der Welt einsetzt."

 

 


Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen ganzheitlich ansprechen

23.02.2024

 

Sitzung des Pommerschen Kirchenkreisrats: Durchführung des schulkooperativen Projekts „TEO MV“ befürwortet / Unterstützung für Kirchenkino „Starke Stücke“ und Sommerausstellung Lassan / Mittelvergabe aus dem PEK-Baufonds / Anträge an Denkmalfonds gestellt. 


„Beide Synodale Prozesse sind unverzichtbar. Wir brauchen KI = kommunikative Intelligenz“

 

22.02.2024

 

Wir sind Kirche zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der DBK in Augsburg

 

(München, Augsburg/wsk) -Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche unterstützt das Bemühen des DBK-Vorsitzenden Bischof Dr. Georg Bätzing und aller reformbereiten Bischöfe, den Synodalen Weg in Deutschland möglichst umgehend weiterzuführen. Damit dies möglich ist, fordert Wir sind Kirche den Vatikan auf, sehr zeitnah inhaltliche Gespräche mit den deutschen Bischöfen, aber auch mit den nicht-geweihten Mitgliedern des Synodalen Weges bzw. jetzt Synodalen Ausschusses aufzunehmen.

Wenn der Vatikan es mit Synodalität und einer synodalen Kirche auf allen Ebenen ernst meint, dann muss endlich die römische Dialogverweigerung beendet werden. Wir brauchen eine andere KI, nämlich eine kommunikative Intelligenz in unserer Kirche, damit der Bedeutungsverlust der römisch-katholischen Kirche im westlichen Kulturkreis und damit auch in Deutschland nicht weiter galoppierend voranschreitet.

Nur wenn die Kirche den Mut hat, ihre eigenen Strukturen zu reformieren, hat sie auch die moralische Kraft und Berechtigung, die Strukturen der Gesellschaft zu kritisieren und kann erwarten, dass ihre Botschaften wie die neue Erklärung zur Demokratie oder das neue Friedenswort der Bischöfe „Friede diesem Haus“ wahrgenommen werden.

Es ist gut, dass die katholischen Bischöfe jetzt in Augsburg gemeinsam mit ZdK Mitgliedern der Gemeinsamen Konferenz die Ergebnisse der schockierenden Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU) beraten haben und die Situation so klar beim Namen nennen. Laut KMU erwarten 96 Prozent der befragten Katholiken, dass ihre Kirche sich grundlegend verändern muss. Aber nur 49 Prozent der katholischen Befragten, dass die Veränderungen in den vergangenen Jahren schon in die richtige Richtung gegangen sind.

 

Der Synodaler Weg in Deutschland und der weltweite synodale Prozesse sind zwei Reformprojekte, die nicht in allem gleich, aber beide unverzichtbar sind und vorankommen müssen. Deshalb unterstützen Wir sind Kirche und andere Reformkräfte in Deutschland den Vorbereitungsprozess für die Weltsynode unter anderem mit eigenen Umfragen. Die Zeit für die Rückmeldungen zur Vorbereitung der Versammlung im Oktober 2024 in Rom ist jedoch äußerst knapp; bis zum 15. Mai 2024 muss die Deutsche Bischofskonferenz zusammengefasste Ergebnisse nach Rom liefern. Da bleibt für eine Reihe von Diözesen noch viel zu tun, wie eine Recherche von Wir sind Kirche bei den 27 Diözesanleitungen und auf deren Webseiten ergeben hat. 
Mehr: www.wir-sind-kirche.de/synodalitaet


Landesbischöfin: Kulturwandel innerhalb der Nordkirche nötig

Landessynode diskutiert Schlussfolgerungen aus ForuM-Studie

 

23.02.2024

 

Als Lehre aus den Ergebnissen der ForuM-Studie fordert Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt einen Kulturwandel innerhalb der Nordkirche. 

 

(Lübeck-Travemünde/Schwerin/dds) - Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat sich auf ihrer 20. Tagung am Donnerstag (22. Februar 2024) in Lübeck-Travemünde ausführlich mit den Ergebnissen der Aufarbeitungsstudie „ForuM“ zu sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und Diakonie beschäftigt und Schlussfolgerungen für die Nordkirche diskutiert. 

 

Wer Menschen Gewalt antut, verrät fundamentale Überzeugung christlichen Glaubens

In ihrem Eingangsstatement zur Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der ForuM-Studie zitierte Landesbischöfin und Vorsitzende der Kirchenleitung Kristina Kühnbaum-Schmidt die Heilige Schrift: „Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild. Als Gottes Ebenbild schuf er ihn.“ Die Rede von der Gottesebenbildlichkeit fasse die entscheidenden theologischen Aussagen über den Menschen in einem Wort zusammen, so die Leitende Geistliche der Nordkirche. Gottesebenbildlichkeit sei dabei das biblische Würdeprädikat des Menschen. „Diese Würde wird fundamental verletzt, wenn Menschen körperliche oder seelische Gewalt angetan wird. Wo das geschieht, wird zugleich in eklatanter Weise eine fundamentale Überzeugung unseres christlichen Glaubens verraten, ja mit Füßen getreten und verleugnet“, erklärte Kristina Kühnbaum-Schmidt. „Es trifft uns alle, es trifft uns als Kirche deshalb ins Mark, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene genau das im Raum unserer Kirche erlebt haben - dass ihnen körperlich und seelisch schweres Leid zugefügt wurde, dass sie sexualisierte Gewalt und tiefes Unrecht erlitten haben, dass ihre Würde verletzt wurde.“

 

Direkte Mitentscheidung von Betroffenen

Für die aus den Ergebnissen der ForuM-Studie zu ziehenden Konsequenzen muss nach den Worten von Kristina Kühnbaum-Schmidt die Perspektive der Betroffenen im Mittelpunkt stehen. Grundlegend dafür sei die direkte Mitentscheidung von Vertreterinnen und Vertretern der Betroffenen im Beteiligungsforum der EKD. Sie betonte ausdrücklich: „Daher werden die Beschlüsse des EKD-Beteiligungsforums und die Ergebnisse der Beratungen dort auch für uns entscheidend und handlungsleitend sein.“ 

 

Sexualisierte Gewalt begünstigende Strukturen entgegenwirken und verändern

In der Kirche sei ein Kulturwandel nötig, um sexualisierte Gewalt begünstigenden Strukturen entgegenzuwirken und zu verändern, erklärte die Landesbischöfin. Dazu sei die Mitarbeit aller gefragt.  „Weder durch die Institution im Blick auf unsere Strukturen noch auf lokaler Ebene in konkreten Situationen wurde verhindert, dass Schutz- und Vertrauensräume wie Pfarrhäuser und kirchliche Räume zu Orten werden konnten, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene sexualisierte Gewalt erlitten haben. Fehlende Distanz innerhalb der Institution und unter Mitarbeitenden haben dazu geführt, dass Tätern oftmals mehr Glauben geschenkt wurde als Betroffenen. Damit müssen wir uns noch konsequenter, ehrlich und schonungslos auseinandersetzen“, forderte Kristina Kühnbaum-Schmidt.

 

Verantwortungsdiffusion darf es nicht geben

„Eine besondere Aufmerksamkeit lege ich dabei auf den folgenden Punkt: Bei der Intervention in Fällen sexualisierter Gewalt darf es die in der ForuM-Studie benannte und kritisierte Verantwortungsdiffusion nicht geben“, betonte die Landesbischöfin. Beratungsstäbe zu einem möglichen Fall sexualisierter Gewalt sollten künftig über die dabei bekannten Betroffenen hinaus regelhaft die Möglichkeit weiterer betroffener Personen in Betracht ziehen. 

 

Überarbeitetes Präventionsgesetz als rechtliche Grundlage

Um die Erkenntnisse der ForuM-Studie sehr zeitnah konkret in die Arbeit einfließen zu lassen, habe die Kirchenleitung entschieden, die bereits initiierte Evaluation des Präventionsgesetzes für dieses Jahr auszusetzen, so die Landesbischöfin. Dadurch solle Zeit und Gelegenheit sein, die Auseinandersetzung mit der Studie und die Ergebnisse der Diskussionen und Prozesse zu berücksichtigen. „Entscheidende Impulse sollen auch hier von Betroffenen kommen - das ist mir persönlich wie als Vorsitzender der Kirchenleitung grundlegend wichtig“, betonte Kristina Kühnbaum-Schmidt. „Für ebenso wichtig halte ich dabei die Nutzung externer Expertise und Perspektiven. Das dann überarbeitete Präventionsgesetz soll ab 2025 die rechtliche Grundlage für unsere Haltung und unser Handeln in der Prävention und Intervention, bei der Aufarbeitung und Anerkennung bilden.“ Kristina Kühnbaum-Schmidt würdigte das Wirken all derjenigen, die sich von sexualisierter Gewalt Betroffenen zuwenden und sich in ihrer tagtäglichen Arbeit in Präventionsstellen aber auch in Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen dafür einsetzen, dass Kirche ein sicherer Ort ist.

 

Präses Hillmann tief bewegt vom Leid der Betroffen

Beschämt über das Leid von Menschen, die sexuelle Gewalt in der Kirche erfahren haben, hatte sich in ihrem Eröffnungsstatement auch die Präses der Landessynode Ulrike Hillmann gezeigt. „Als Vorsitzende der Anerkennungskommission unserer Kirche sehe ich Gesichter und höre Geschichten, die hinter den in der Studie genannten Zahlen stecken. Geschichten von Demütigungen, von körperlichen Verletzungen und verwundeten Seelen, von Lebenswegen, für die in unserer Kirche die Weichen falsch gestellt wurden, tragische Geschichten, jede einzelne ein Zuviel und jede einzelne schmerzt mich sehr“, so Ulrike Hillmann. Man könne nichts wieder gutmachen und eine auch noch so ernst gemeinte Entschuldigung sei nur ein Wort, ein Anfang, erklärte die Präses. „Jetzt geht es darum, mit den Betroffenen auf Augenhöhe zu überlegen, wie die Situation verbessert werden kann. In der Anerkennungskommission geschieht das im Einzelfall. Auf anderer Ebene müssen wir uns mit den Betroffenenverbänden zusammentun“, sagte Präses Hillmann. „Ich danke allen, den Verbänden und den einzelnen Menschen, die sich dazu bereitfinden, und vertraue für die gemeinsame Arbeit auf die Liebe Gottes.“

 

Ausgiebige Befassung mit dem Bericht der Stabsstelle Prävention 

Die Nordkirche hat - ausgelöst durch den Missbrauchsskandal im Fallkomplex Ahrensburg im Jahr 2010 - eine steile Lernkurve gemacht und machen müssen, erklärte Rainer Kluck, Leiter der Stabsstelle Prävention - Fachstelle der Nordkirche gegen sexualisierte Gewalt, in seinem Bericht an die Synode. „Insgesamt sind heute in der Nordkirche 30 Personen für Prävention und Meldung im Einsatz. Das sind die mit zehn Personen besetzte Stabsstelle Prävention, die für den fachlichen Rahmen sorgt, dazu je Präventions- und Meldebeauftragte in den Kirchenkreisen und Hauptbereichen und Diakonie, flankiert von für das Thema verantwortliche Pröpste und Leitende.“, so Kluck.  

 

Rollenklarheit gefordert statt Diffusität

Die ForuM-Studie habe gezeigt, so der im Sommer in den Ruhestand wechselnde Leiter der Stabsstelle, dass die Risiken oft da auszumachen sind, wo Kirche ihre Stärken habe. Genau deshalb man jetzt gefordert, damit umzugehen. „Wir sind Spezialistinnen und Spezialisten für Beziehungsgestaltung – aber wir brauchen Rollenklarheit und nicht Diffusität.  Wir sind nahbar, was Vertrauen voraussetzt und begründet – aber wir dürfen Nähe nicht mit Distanzlosigkeit verwechseln.“, betonte Rainer Kluck. 

 

Fortbildung als wichtiges Instrument der Prävention

Neben den Schutzkonzepten sieht der Leiter der Stabsstelle in der Fortbildung ein wichtiges Instrument der Präventionsstrategie der Nordkirche. „Im Zusammenhang mit der „Selbstverpflichtungserklärung für Pastorinnen und Pastoren in der Nordkirche“ wurden dazu Fortbildungen analog und digital durchgeführt. Mehr als Dreiviertel der Pastorinnen und Pastoren in der Nordkirche und darüber hinaus andere kirchliche Fach- und Leitungskräfte haben an den Basisfortbildungen Sexualisierte Gewalt teilgenommen“, erklärte Kluck. Auch im Vikariat sei inzwischen das Modul Prävention fest etabliert.

 

Tagung begann mit Gottesdienst und Predigt von Bischöfin Steen

Begonnen hatte die Synodentagung mit einem Gottesdienst in der St.-Lorenz-Kirche Travemünde. In Ihrer Predigt bezog sich Nora Steen, Bischöfin im Sprengel Schleswig und Holstein, auf den ersten Brief des Johannes (1 Joh 4,7-14) und sagte: „In der Liebe bleiben. Anders gesagt: Den Schatz hüten, der uns geschenkt ist. Diese durch nichts zu zerstörende Liebe Gottes, die sogar durch den Tod hindurchgegangen ist. Für uns. In dieser Liebe bleiben. Sie uns nicht nehmen lassen. In allem, was grad ist. Und das ist viel. Vielleicht ist genau das unser Auftrag als Gemeinde Jesu Christi in dieser Zeit. In dieser Zeit, in der zumindest mir häufiger denn je die Worte fehlen. In der so viel unsicher ist. Diese Liebe eignet sich womöglich nicht für große Schlagzeilen. Aber sie transformiert die Gemeinschaft derer, die diese Liebe Gottes für sich als tragfähig ansehen. Sie bedeutet nämlich ganz konkret: Nehmen wir Gottes Liebeszusage ernst, dann hat das konkrete Auswirkungen auf unser Miteinander. Dann begegnen wir uns notwendigerweise mit Achtung, mit Respekt und Vertrauen. Dann wird unserer Gemeinschaft anzumerken sein, was uns zusammenhält. Dann strahlen wir nach außen, weil die Art unseres Miteinanders zeigt, dass uns nicht Freundschaft, nicht Fachkompetenz oder was sonst noch denkbar ist zusammenhält, sondern allein die Liebe Gottes. Die Liebe Gottes, die uns gilt und in der wir bleiben dürfen. Komme, was wolle.“

 

Haushalt und Kirchengesetz über die Widmung und Entwidmung von Kirchen 

Die 20. Tagung der Landessynode dauert noch bis Freitag (23. Februar 2024). Ein weiteres Thema sind die Haushaltsberatungen. Die Nordkirche rechnet für das Jahr 2024 mit Gesamteinnahmen in Höhe von fast 610 Mio. Euro und für 2025 rund 618 Mio. Euro. Die Verteilung der Mittel nach Vorwegabzügen bleibt unverändert bei 18,71 Prozent für die Landeskirche und 81,29 Prozent für die Kirchenkreise. Zudem steht das „Kirchengesetz über die Widmung und Entwidmung von Kirchen“ zur Abstimmung. 

 

Hintergrund: ForuM-Studie & Nordkirche

Aus dem Bereich der Nordkirche wurden im Meldeverfahren der ForuM-Studie für das sogenannte „Teilprojekt E“ 182 Fragebögen an den Forschungsverbund übermittelt. Davon waren 58 sogenannte „S-Bögen“ (Datenblätter zu Beschuldigten bzw. Tätern) und weitere 124 sogenannte „A-Bögen“ (Datenblätter zu Betroffenen). In drei Fällen wurden die ausgefüllten Fragebögen zum „Clearing“ an die zuständige Stelle des Forschungsverbundes versandt. Der Anlass waren Fälle, in denen auch weitere Landeskirchen involviert sind. So sollen Doppelzählungen vermieden werden. 

Die recherchierten 58 Beschuldigten bzw. Täter im Bereich der Nordkirche waren alle männlich, 33 von ihnen waren Pastoren. Als größere Tatkomplexe gelten Ahrensburg mit zwei Tätern (Pastoren) und 24 Betroffenen sowie die Kita Schnelsen (Hamburg) mit einem Täter (Erzieher) und 17 Betroffenen. 

Für die ForuM-Studie wurden im ersten Schritt die Akten der Anerkennungskommission der Nordkirche ausgewertet. Im zweiten wurden in der Registratur des Landeskirchenamtes und im Landeskirchlichen Archiv die Personal- und Disziplinarakten von Pastorinnen und Pastoren im Zeitraum von 1946 bis 2020 händisch nach Fundstellen über sexualisierte Gewalt durch Pfarrpersonen gegenüber Minderjährigen durchgesehen. Das waren in der Registratur knapp 7.000 Bände. Im Archiv wurden elf Bestände mit Personalakten [16.000 Archivguteinheiten) und fünf Bände mit Sachakten (25.000 Archivguteinheiten) zunächst elektronisch gefiltert. Die Fundstellen wurden danach gesichtet, sortiert und analysiert. Anschließend wurden sie auf vom Forschungsverbund vorgegebene Fragebögen übertragen. Diese Verfahren war mit den Forschenden abgestimmt und erfolgte nach von ihnen vorgegebenen Standards.

*Erläuterung: Die Archivguteinheit ist die kleinste Einheit im Archivwesen und beschreibt Bestandteile von Akten, Bänden oder Beständen: Das kann ein einzelnes Dokument, ein Protokoll, ein Foto, ein Buch, ein Datenträger usw. sein.

 

 


Ein Geben und Nehmen

Vorsitzende der bolivianischen Partnerschaftskommission besucht Bistum Trier

Cecilia Dörfelt freut sich, die Partner im Bistum Trier zu besuchen. Foto: Constanze Haubrich
Cecilia Dörfelt freut sich, die Partner im Bistum Trier zu besuchen. Foto: Constanze Haubrich

22.02.2024

 

Der Klimawandel betrifft global alle Menschen - in Bolivien sind bereits viele Auswirkungen spürbar. Cecilia Dörfelt von der Partnerschaftskommission berichtet bei ihrem Besuch über Projekterfolge, die auch durch Spenden aus dem Bistum Trier ermöglicht werden.

 

 


„Wir beten um Frieden und Versöhnung!“

22.02.2024

 


(Karlsruhe/ekiba) - Zum zweiten Mal jährt sich der Beginn des brutalen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Anbei ein Wort von der badischen Landesbischöfin Heike Springhart dazu:

 

„Je länger der Krieg in der Ukraine dauert, umso deutlicher wird: Es kann nur Verlierer geben. Die Zerstörungen und die Opfer sind schrecklich. Als Kirchen in Deutschland stehen wir den Menschen bei, die zu uns geflohen sind – auch denen, die den Kriegsdienst verweigern.

Wir verurteilen das Unrecht des russischen Angriffs und alle Verletzungen des Völkerrechts und fordern unsere Partnerkirchen in Russland dazu auf, sich dem Krieg zu widersetzen und die ukrainischen Kirchen, sich auf den Weg zur Versöhnung zu machen.

Wir beten um Frieden und Versöhnung!

 

Jesus hat sich nicht leiten lassen von einer Einteilung in Freund und Feind, sondern beharrlich nach Wegen des Friedens gesucht. Jesus selbst hat am Kreuz erlitten, wie brutale Gewalt siegt und Machtverhältnisse sich durchsetzen. Aber das war nicht das Ende. Seitdem ist die Tür zum Frieden offen.“ 


Langfristige Strategie für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine notwendig

Jahrestag: Kirchenpräsident Jung und Bischöfin Hofmann machen sich für Bleibeperspektiven stark

22.02.2024

 

Gemeinsame Pressemitteilung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

 

(Kassel/Darmstadt/ekhn/ekkw) - . Am 24. Februar 2024 währt der Krieg Russlands gegen die Ukraine zwei Jahre lang. 731 Tage Krieg in Europa. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, und die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Beate Hofmann, beziehen Stellung. Denn: Massive Verwüstungen und die Zerstörung der zivilen Infrastruktur rauben vielen Menschen eine hinreichende Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten. Die beiden Leitenden Geistlichen verweisen auf das Friedensgutachten 2023, in dem die Friedensforschenden mit einem langen, Kraft zehrenden Krieg rechnen. Es trägt den ernüchternden Titel „Noch lange kein Frieden“.

 

Flüchtlinge aus der Ukraine brauchen Bleibeperspektiven über 2025 hinaus

„Deshalb müssen wir auch damit rechnen, dass viele Geflüchtete nicht bald zurückkehren werden und womöglich weitere Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zu uns flüchten“, gibt die Bischöfin der EKKW, Beate Hofmann, zu bedenken: „Für die Betroffenen ist das eine extreme Belastung, die viele zutiefst traumatisiert. Und für unsere Gesellschaft ist es eine besondere Herausforderung.“

 

Der Kirchenpräsident der EKHN, Volker Jung, erinnert daran, dass der vorübergehende Schutz, den ukrainische Flüchtlinge nach einer europäischen Richtlinie zurzeit erhalten, im März 2025 auslaufen wird: „Bereits jetzt müssen Szenarien entwickelt werden, wie im Falle eines fortgesetzten Krieges der weitere Aufenthalt der Menschen geregelt und gesichert werden kann. Und dabei sollte weiterhin am Ziel festgehalten werden, Geflüchteten gleichberechtigte Teilhabe und unbürokratische Zugänge zu Fördermaßnahmen und zum Arbeitsmarkt zu gewähren.“

 

Kirchen engagiert für und mit Geflüchteten

Die evangelischen Kirchen wollten weiterhin eine Kirche „für und mit Geflüchteten“ sein, betonen die beiden Leitenden Geistlichen. Die EKHN und die EKKW hatten sich nach dem Ausbruch des Krieges mit zusätzlichen Geldern, Personal und Kompetenzen an der Unterstützung der Flüchtlinge aus der Ukraine beteiligt. Seitdem bringen Kirchengemeinden mit Friedensgebeten und Gottesdiensten ihre Klage über den Krieg, die Sorge um Menschen und die Sehnsucht nach Frieden vor Gott. Spenden, Hilfstransporte und die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützen anhaltend die Menschen vor Ort. Mit zusätzlichen „Ukraine-Mitteln“ fördern beide Landeskirchen die Beratungs- und Integrationsarbeit durch Gemeinden und Diakonische Werke sowohl in Hessen und Rheinland-Pfalz als auch in Partnerkirchen in anderen europäischen Ländern.

 

Anlässlich des 2. Jahrestages des Angriffs Russlands auf die Ukraine haben die EKKW und die EKHN liturgisches Material erarbeitet. Dieses ist hier abrufbar.

 

 

Infos:

 

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen ist zurzeit ein Drittel der ukrainischen Bevölkerung auf der Flucht. Bisher haben 3,7 Millionen Menschen innerhalb des Landes, mehr als 6,3 Millionen Menschen im Ausland Zuflucht gefunden, meist in europäischen Nachbarländern. Der durch eine EU-Richtlinie gewährte vorübergehende Schutz für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine endet am 4. März 2025. Bis dahin muss es Nachfolgelösungen geben, die verhindern, dass Millionen von Menschen ohne gesicherten Aufenthalt dastehen.


Viele Instrumente – ein Klang - Tag der Kirchenmusik in Ettlingen

 

22.02.2024

 

(Karlsruhe/Ettlingen/ekiba) - . Am Samstag, 9. März, findet der 3. Badische Tag der Kirchenmusik rund um das Schloss Ettlingen und die Evangelische Johanneskirche Ettlingen statt. Rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich zu einem Tag voller musikalischer Workshops bereits angemeldet.

 

Nach Ettlingen eingeladen sind alle an Kirchenmusik Interessierte, egal ob sie singen oder dirigieren, Klavier oder Orgel, ein Blechblasinstrument, Gitarre oder Schlagzeug spielen. In fast 20 Workshops zu spannenden und vielfältigen kirchenmusikalischen Themen präsentieren profilierte Botschafterinnen und Botschafter ihr Tätigkeitsfeld.

 

So bietet beispielsweise die Berliner Stimmbildnerin Judith Kamphues einen Workshop „Chorische Stimmbildung Ü50“ an mit Übungen, Tipps und Erfahrungen für noch mehr Freude am Stimmtraining. Judith Kamphues ist bekannt aus dem Kinofilm „Unsere Herzen – ein Klang“, der am Abend des 9. März um 18 Uhr als öffentliche Vorführung im Ettlinger Kino „Kulisse“ gezeigt wird. Der Film ist eine Symbiose aus Musik- und Dokumentarfilm und gibt einen lebensnahen Eindruck vom Gemeinschaftsgefühl, das beim Singen im Chor entsteht.

 

In einem weiteren Workshop werden Stücke aus dem neuen Chorheft für das Chorfest Baden 2025 vorgestellt und eingeübt. Das Chorfest Baden wird nächstes Jahr vom 4. bis 6. Juli in Emmendingen gefeiert werden.

 

In den Workshopangeboten am Tag der Kirchenmusik geht es außerdem um Fragen der musikalischen Gottesdienstgestaltung, zur Sing- und Spielpraxis, zur Bläserarbeit, zur musikalischen Arbeit mit Kindern und es werden interessante musikalische Projekte vorgestellt wie „Gottes Ton-ART unterwegs“ - eine Tiny Music Church als kleine Holzkirche auf Rädern, die Gott und Kirche auf charmante Weise ins Gespräch und musikalisch zum Klingen bringen soll. Initiatorin und Kantorin Anke Nickisch erzählt von ihrer Idee und dem Stand der Umsetzung.

 

Die Anmeldung für den Tag der Kirchenmusik ist noch bis einschließlich 28. Februar möglich. Alle Informationen zum Tagesablauf, zu Workshops und zu Anmeldemöglichkeiten sind zu finden unter www.kirchenmusik-baden.de.


Jugendverbände erwarten von Bischöfen mutiges Handeln

BDKJ-Bundesvorsitzender Gregor Podschun Foto: BDKJ-Bundesstelle/Mike Nonnenbroich
BDKJ-Bundesvorsitzender Gregor Podschun Foto: BDKJ-Bundesstelle/Mike Nonnenbroich

21.02.2024

 

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) fordert die deutschen Bischöfe auf, die Satzung des synodalen Ausschusses so zu beraten, dass die Arbeit wie geplant im Juni weitergehen kann und somit die Beratung von Reformen nicht weiter zu verzögern. 


KDFB verärgert: Rom blockiert Fortschritt im Synodalen Prozess

21.02.2024

 

(Köln/kdfb) – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) ist verärgert über die jüngste Intervention aus Rom bezüglich des Synodalen Ausschusses, die vorerst zu einem Stillstand im synodalen Prozess führt.

 

Die bei der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) vorgesehene Abstimmung über die Satzung des Synodalen Ausschusses wurde aufgrund eines mahnenden Schreibens aus Rom von der Tagesordnung gestrichen.

 

Anja Karliczek, KDFB-Präsidentin, kommentiert: „Die Intervention aus Rom ist ein bedauerlicher Rückschlag für den synodalen Prozess und ein Zeugnis für den fehlenden Dialog zwischen der römischen Kurie und den deutschen Bischöfen. Es ist höchste Zeit, dass wir uns wieder auf die grundlegenden Prinzipien des Dialogs besinnen: Einander respektvoll zuzuhören und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ein solches Signal vermisse ich aus Rom.“

Maria Flachsbarth, ehem. KDFB-Präsidentin und Mitglied im Synodalen Ausschuss, kritisiert insbesondere die Unfähigkeit, die den sexuellen und spirituellen Missbrauch begünstigenden Strukturen grundlegend anzugehen: „Die anhaltende Verweigerung von Reformen angesichts des verheerenden Ausmaßes des Missbrauchsskandals macht mich fassungslos. Es ist unerträglich, dass die Betroffenen nach wie vor nicht angemessen gesehen werden. Ihr Vertrauensverlust und der dadurch verursachte massenhafte Exodus aus der Kirche bleiben unbeantwortet.“

 

Der KDFB fordert die DBK und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) auf, den eingeschlagenen Synodalen Weg unbeirrt fortzusetzen. Die deutschen Bischöfe stehen in der Verantwortung, beharrlich auf den Dialog mit Rom zu bestehen und dort Überzeugungsarbeit für die Fortsetzung des Reformprozesses zu leisten. Die katholische Kirche muss endlich im Hier und Jetzt ankommen und eine Kirche für alle werden: Offen für alle Menschen, so, wie sie sind.


Das Projekt „Sorgende Gemeinde werden“ hat viel angestoßen und bewegt

Menschen verschiedener Generationen zusammenbringen

21.02.2024

 

(Karlsruhe/ekiba) - Fünf Jahre lang hat die Initiative „Sorgende Gemeinde werden“ der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Diakonischen Werks Baden Projekte unterstützt, die sich für eine lebendige Gemeinschaft einsetzen. 70 Projekte von Kirchengemeinden, die sich gemeinsam mit Kooperationspartnern für das Gemeinwohl im Dorf oder in der Stadt engagieren, konnten in dieser Zeit unterstützt und mitinitiiert werden. Im Rahmen der Veranstaltung „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Kirche im Quartier“ am Samstag, 24. Februar, im Canisiushaus Karlsruhe, gibt es einen Rückblick auf das, was in dieser Zeit geschaffen wurde, und einen Ausblick darauf, wie es künftig weitergehen wird.

„Die Idee zu ,Sorgende Gemeinde werden‘ entstand als Reaktion auf den Siebten Altenbericht der Bundesregierung 2017“, erinnert sich Annegret Trübenbach-Klie vom Projektleitungsteam. Angesichts der Herausforderungen durch den demografischen Wandel hob dieser das zivilgesellschaftliche Engagement sogenannter „Caring Communities“ hervor, die auf lokaler und regionaler Ebene dazu beitragen, Strukturen gegenseitiger Unterstützung zu schaffen. Was als Initiative aus der Arbeit mit älteren Menschen kam und zunächst deren Teilhabe im Blick hatte, zog bald weitere Kreise, berichtet Trübenbach-Klie: „Die ältere Generation bringt alle anderen miteinander in Kontakt!“ Ob im Dorfcafé, in der Hausaufgabenbetreuung, in der Trauerbegleitung oder bei einem Podcast, in dem Lebensgeschichten miteinander geteilt werden – immer wieder bringen die Projekte Menschen verschiedener Generationen zusammen.

„Wir sind ganz stolz auf das, was sich entwickelt hat“, sagt Ingrid Knöll-Herde vom Projektleitungsteam. Das Entscheidende sei nicht nur die finanzielle Unterstützung der Projekte gewesen, betont sie: „Die Gemeinden brauchten Know-how und persönliche Beratung, und das haben wir durch unsere Fachfrauen geliefert.“ Die beiden Fachberaterinnen Ina Zebe (Südbaden) und Barbara Schulte (Nordbaden) begleiteten die Projektentwicklung vor Ort.

Auch wenn das Projekt nun abgeschlossen ist, läuft die Arbeit daran weiter, und auch die zahlreichen ins Leben gerufenen Initiativen und Projekte wirken fort. Eine 25-Prozent-Stelle steht im Evangelischen Oberkirchenrat weiterhin zur Verfügung, um Gemeinden bei der Entwicklung von neuen Projekten zu beraten.

 

Fünf beispielhafte Projekte, die durch „Sorgende Gemeinde werden“ mitinitiiert wurden:

Treff-Tisch in Boxberg

In Boxberg ist der sogenannte Treff-Tisch entstanden. An jedem 1. und 3. Mittwoch eines Monats gibt es die Einladung zu einem Zusammenkommen in den örtlichen Bäckereien. „Ich stamme aus einer Bäckereifamilie, daher kam die Idee, die Cafés hier im Ort nicht nur als Einkaufsstätten zu betrachten, sondern als soziale Treffpunkte, die andere Perspektiven und Blickwinkel ermöglichen“, berichtet Gardis Jacobus-Schoof, die zusammen mit vier weiteren ehrenamtlichen Frauen das Projekt koordiniert. „Es soll ein ungezwungener Treffpunkt sein, ohne Verpflichtung, ohne Anmeldung, ohne Vorbereitung seitens der Veranstalter.“ Der Treff-Tisch werde in der Regel von etwa zehn älteren Frauen und Männern besucht, je zwei Mitarbeiterinnen sind dabei, moderieren, laden Gäste als Gesprächspartner ein und schauen, welche Themen die Teilnehmenden mitbringen. „Die Menschen freuen sich über das Angebot, viele kommen sehr regelmäßig, manche spontan.“ Immer wieder kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei auch mit interessanten Gästen aus Boxberg ins Gespräch, beispielsweise mit der Bürgermeisterin oder der Leiterin der Sozialstation, und erhalten Informationen beispielsweise zum E-Rezept. „Die Gäste schätzen, dass sie ausgehen können, fühlen sich eingeladen und willkommen, treffen alte Bekannte und knüpfen Verbindungen.“

 

Café Drehscheibe in Schriesheim-Altenbach

Das Begegnungszentrum „Café Drehscheibe“ wurde im evangelischen Gemeindehaus in Schriesheim-Altenbach ins Leben gerufen. Bei einem Runden Tisch mit vielen Interessierten im Ort sei man sich einig gewesen, dass es einen Treffpunkt für Menschen in Altenbach brauche, so Jan Lauterbach vom Förderverein Johannesgemeinde Altenbach e.V.

„Unser Café Drehscheibe hat seit seiner Eröffnung im Juli letztes Jahr regulär donnerstags bis samstags von 9.30 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet“, berichtet er. „Wir bieten Kaffeespezialisten und Kuchen sowie kleine Speisen an. Diese werden von ca. 20 Ehrenamtlichen hergestellt und verkauft.“  Parallel dazu gebe es kulturelle und soziale Veranstaltungen und Angebote.

„Für den Umbau haben wir Fördermittel des Landes Baden-Württemberg erhalten, die Stadt Schriesheim hat uns bei den Auflagen für die Eröffnung eines gastronomischen Betriebes unterstützt und letztendlich war das Förderprogramm ‚Sorgende Gemeinde werden‘ die ganz große Unterstützung für die Umsetzung unseres Begegnungszentrums.“ Das Angebot sei für alle Menschen der Umgebung gedacht und werde gut angenommen. „Unser Ortsteil liegt an den ersten Hügeln des Odenwaldes und das gastronomische Angebot ist spärlich bzw. gute Treffpunkte gibt es nicht.“

 

Generationenpark Waldkirch-Buchholz

In Waldkirch-Buchholz ist mit Unterstützung des Projekts „Sorgende Gemeinde werden“ ein Generationenpark entstanden. Aus dem denkmalgeschützten Gelände des alten Friedhofs mitten in Buchholz entstand so ein Park für alle Bürgerinnen und Bürger und ganz besonders für die Menschen der Demenz-Wohngemeinschaft gleich nebenan. Im Generationenpark, der im Juli letztes Jahr eröffnet wurde, können sich die Menschen begegnen. „Neben den Menschen der Demenz-WG wird der öffentliche Park auch gerne vom angrenzenden Kindergarten, von einer Sportgruppe, vom Seniorenkreis und anderen genutzt“, erklärt Juliane Hehn von der Stadt Waldkirch. Veranstaltungen wie Bürgerfeste, Gottesdienste etc. sollen den Park noch weiter beleben. Das Projekt wurde von verschiedenen Kooperationspartnern wie der Kirchengemeinde, der evangelischen Sozialstation, dem Kindergarten, der Stadt und zahlreichen Ehrenamtlichen verwirklicht. 

 

Café Bohne in Heidelberg-Kirchheim

Bereits seit 2022 gibt es in Heidelberg-Kirchheim das Café Bohne, ein Ort der Begegnung für Menschen allen Alters und in den unterschiedlichsten Lebenslagen. Es hat dienstags und mittwochs von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Einmal im Monat gibt es freitags einen Cocktailabend. Außerhalb der Öffnungszeiten finden weitere Veranstaltungen wie ein Bücherclub, Spieletreff, Männerabende etc. statt.

Etwa 30 hauptsächlich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer organisieren das Café und kommen mit den Menschen ins Gespräch. „Unser jüngster Helfer ist 12, der älteste 83“, erläutert Pfarrerin Christiane Bindseil. Darüber hinaus gibt es einen Pool von ebenfalls etwa 30 Personen, die Angebote im Café gestalten – vom Ukraine-Treff über das Stillkaffee bis hin zum Märchennachmittag.

„Die Idee schwebte schon lange in der Gemeinde. Als dann das Gemeindezentrum umgebaut werden sollte und ich die Ausschreibung für Mittel aus dem Fonds ‚Sorgende Gemeinde werden‘ in Händen hielt, schien die Zeit reif zu sein“, so die Pfarrerin.

Sie sei überrumpelt, wie schnell das Café Bohne sich in Kirchheim etabliert habe und für ganz viele Menschen gar nicht mehr wegzudenken sei. „Das Angebot wird sehr gerne genutzt von jungen Menschen und Familien, die sich nach Schule und Kita hier verabreden.“ Aber auch ältere Menschen und Alleinstehende kommen gerne ins Café Bohne. Am „Babbeltisch“ für Menschen, die alleine kommen und Lust auf Kontakt haben, seien in den letzten eineinhalb Jahren schon wunderbare Beziehungen entstanden zwischen Menschen, die völlig verschieden seien und sich sonst nie begegnet wären, ist Bindseil überzeugt.

 

Hintergrundinfo:

Informationen zur Veranstaltung am 24. Februar „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ finden Sie unter www.sorgende-gemeinde-werden.de

Ab 1. März können Sie hier auch erfahren, wie es mit dem Programm „Sorgende Gemeinde werden“ weitergeht.

Ansprechpartnerin ist Ingrid Knöll-Herde: ingrid.knoell-herde@ekiba.de;  Telefon 0721 9175 357

 

 


Feierliche Einführung von Dompredigerin Christiane Münker durch Bischöfin Petra Bosse-Huber am 3. März 2024 um 10 Uhr im Berliner Dom

Christiane Münker ist neue Dompredigerin an der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin. Fotoquelle: Berliner Dom
Christiane Münker ist neue Dompredigerin an der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin. Fotoquelle: Berliner Dom

21.02.2024


(Berlin/bd) – Christiane Münker ist neue Dompredigerin an der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin. Am 1. März 2024 tritt die Pfarrerin ihr Amt an, Sonntag, den 3. März, um 10 Uhr wird sie in einem feierlichen Gottesdienst durch Bischöfin Petra Bosse-Huber im Berliner Dom eingeführt. Domprediger Stefan Scholpp begrüßt seine neue Kollegin an diesem Sonntag als Liturg, die Predigt hält Christiane Münker. 

 

„Ich freue mich sehr, an diesem wunderbaren Ort wirken zu können“, sagt die 58-jährige Pfarrerin in dritter Generation. „Der Berliner Dom ist ein Gotteshaus voller ambivalenter Strahlkraft. Mitten in Berlin stehend, wirkt er weit in die Stadt und in die Gesellschaft hinein. Zugleich spiegelt er wie vielleicht keine andere Kirche in Deutschland die wechselvolle Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert wider. Es ist reizvoll und auch herausfordernd, von hier aus das Wort Gottes zu verkünden.“

 

Christiane Münker, die aus dem niederrheinischen Moers nach Berlin wechselt, setzt sich für ein starkes Miteinander ein. Insbesondere der Dialog mit allen Religionen, aber auch mit Politik, Kultur und Gesellschaft ist ihr ein wichtiges Anliegen. Im Berliner Dom sollen sich alle Generationen angesprochen fühlen, auch die Kinder liegen der Pfarrerin am Herzen, und sie begrüßt sehr, dass fast jeden Sonntag der Kindergottesdienst angeboten wird.

 

„Wir begrüßen Christiane Münker sehr herzlich am Berliner Dom und freuen uns, dass wir die engagierte Theologin als neue Dompredigerin gewinnen konnten. Ihre vielfältigen Erfahrungen, ihre Teamfähigkeit und nicht zuletzt ihre zugewandte und offene Persönlichkeit werden unser Tun und Miteinander in wunderbarer Weise bereichern.“, erklärt Dr. Katharina Berner, Vorsitzende des Domkirchenkollegiums. 

 

 

Christiane Münker studierte in Wuppertal und Bonn und absolvierte ihr Vikariat in Essen-Kettwig. Von 1995 bis 1999 arbeitete sie als Theologische Referentin beim Evangelischen Bibelwerk im Rheinland. Ihre erste Pfarrstelle trat sie 1999 in der Kirchengemeinde Rheydt an, 2011 wechselte sie nach Moers. Der Berliner Dom ist ihre dritte Pfarrstelle.


Wir sind Kirche zum Brief aus Rom zur Bischofskonferenz in Augsburg

Grafik: Sigrid Grabmeier
Grafik: Sigrid Grabmeier

19.02.2024

 

(München, Rom/wsk) - Was nun? Welches Ziel verfolgt der Vatikan mit den irrlichternden Botschaften gegen den Synodalen Weg in Deutschland, fragt die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche angesichts der gestern bekannt gewordenen Anweisung an die Deutsche Bischofskonferenz, die Abstimmung über die Satzung des Synodalen Ausschusses von der Tagesordnung ihrer Vollversammlung in Augsburg zu nehmen. Bischöfe, lasst euch nicht ins Bockshorn jagen! 


Geschichten erzählen, die Menschen betreffen und berühren

Neuer Pressesprecher für die Evangelische Landeskirche in Baden ist Stefan Herholz

19.02.2024

 

(Karlsruhe/ekiba) - Im April wird Stefan Herholz als neuer Pressesprecher der Evangelischen Landeskirche in Baden seinen Dienst antreten. Er ist nicht nur Ansprechpartner für Medien und Journalisten, sondern außerdem verantwortlich für die kirchliche Arbeit im privaten und öffentlichen Rundfunk sowie im privaten TV-Bereich und für die interne Kommunikation.

 

Nach einem Volontariat im Märkischen Zeitungsverlag in Lüdenscheid und einem anschließenden Studium der Germanistik und Geschichte in Köln hat der heute 51-Jährige 1997 im Märkischen Zeitungsverlag seine Arbeit als Redakteur begonnen. Zunächst war er Sportredakteur, ab 2014 Online-Redakteur, seit 2018 dann Erster Blattmacher und seit Mai 2022 zusätzlich auch Redaktionsleiter. Zu Ostern wechselt er nun von Lüdenscheid nach Karlsruhe und damit auch vom Journalismus in die kirchliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

„Seit meinem Arbeitsbeginn als Jungredakteur hat sich die Medienlandschaft stark gewandelt“, stellt Stefan Herholz fest. „Klassische Zeitungsverlage haben sich zu modernen Medienhäusern entwickelt, die die Vielfalt der digitalen Veröffentlichungskanäle nutzen, um ihre Leser zu erreichen. Geblieben ist trotz des Wandels stets das Ziel, Informationen zu transportieren und Geschichten zu erzählen, die die Menschen betreffen und berühren. Geschichten, die für Menschen eine Relevanz haben“, sagt Herholz. Genau diese Aufgabe sieht er auch als zentral für seine künftige Tätigkeit innerhalb der Kirche.

„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen als Pressesprecher der badischen Landeskirche zu veranschaulichen, welche Relevanz der Glaube und die evangelische Kirche für die Gesellschaft als Ganzes haben, aber auch für jeden einzelnen haben kann – trotz oder gerade wegen des gesellschaftlichen Wandels. Ich freue mich darauf zu zeigen, wo und wie Kirche in ihrer Vielfalt wirkt – im Großen wie im Kleinen.“ Eine besonders wichtige Herausforderung sieht er darin, das Thema sexualisierte Gewalt mit Blick auf die Betroffenen sensibel und transparent zu kommunizieren. „Ich bin außerdem sehr gespannt auf die vielen neuen Begegnungen, die innerhalb, aber auch außerhalb der badischen Landeskirche auf mich warten.“

 

Der Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist ein Teil der Abteilung Kommunikation und Fundraising. Weitere Bereiche sind Digitale Medien, Fundraising und Mitgliederorientierung.

 

 


Evangelische Kirchen eröffnen Spendenaktion „Hoffnung für Osteuropa“

Rumänisches Projekt zum Schutz von Frauen vor sexueller Ausbeutung im Fokus

Beteiligte am Eröffnungsgottesdienst der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ in der Christuskirche Kassel Bad-Wilhelmshöhe Beteiligten. Foto: medio.tv/socher
Beteiligte am Eröffnungsgottesdienst der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ in der Christuskirche Kassel Bad-Wilhelmshöhe Beteiligten. Foto: medio.tv/socher

18.02.2024

 

(Kassel/ekkw/ekhn) - Mit einem feierlichen Gottesdienst ist am Sonntag (18. Februar) die 31. gemeinsame Aktion „Hoffnung für Osteuropa" (HfO) der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eröffnet worden. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes in der Christuskirche Kassel-Bad Wilhelmshöhe stand ein rumänisches Projekt zum Schutz von Frauen vor Gewalt, Menschenhandel und sexueller Ausbeutung. Davon sind Frauen in Rumänien, insbesondere Romnja, aufgrund prekärer Lebensverhältnisse und eingeschränkter Bildungschancen häufiger betroffen als andere Europäerinnen. Das Projekt in Siebenbürgen bringt Behörden, Vertreter verschiedener Konfessionen, Bildungseinrichtungen und NGOs an einen Tisch, beugt so Korruption vor und leistet wichtige Bildungs- und Aufklärungsarbeit. Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ fördert seit drei Jahrzehnten soziale und diakonische Projekte und setzt sich für Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung und die Inklusion benachteiligter Menschen ein.

 

 


Gebete und Friedensnovene setzen Zeichen der Solidarität: Frieden für die Menschen in der Ukraine

Zwei Jahre Krieg

Beten für den Frieden in der Ukraine. Foto: Sebbi Strauch unsplash
Beten für den Frieden in der Ukraine. Foto: Sebbi Strauch unsplash

Gebete und Friedensnovene setzen Zeichen der Solidarität am Jahrestag des Kriegsbeginns (24. Februar)

 

16.02.2024

 

Von Simone Bastreri

 

(Trier/Koblenz/Saarbrücken/bt/sb) – Schon zwei Jahre wütet in der Ukraine der schreckliche Angriffskrieg Russlands. Die traurige bisherige Bilanz: Zehntausende getötete oder verletzte zivile Opfer, darunter Hunderte Kinder; brutale Kriegsverbrechen wie das Massaker von Butscha und über zehn Millionen ukrainische Flüchtlinge. Das Bistum Trier, der Malteser Hilfsdienst im Bistum Trier, der Caritasverband Trier und die Diözesanstelle Weltkirche rufen deshalb erneut zum Friedensgebet für die Ukraine auf: am Jahrestag des Kriegsbeginns, dem 24. Februar um 11 Uhr im Trierer Dom. Mit dem Friedensgebet können die Teilnehmenden ihre Solidarität mit den Opfern des Kriegs, den Leidtragenden in der Zivilbevölkerung und den Helferinnen und Helfern der Geflüchteten bestärken. Gemeinsam mit Bischof Stephan Ackermann soll die Bitte um einen gerechten Frieden, um Freiheit und um eine gute Zukunft in Europa bekräftigt werden. 

Zum Gebet und zur anschließenden Kundgebung ukrainischer Vereine und Gruppierungen vor der Porta Nigra um 12 Uhr sind alle Menschen herzlich eingeladen, so die Organisatoren um Ludwig Kuhn, den ehemaligen Leiter der Diözesanstelle Weltkirche. S


Gesucht werden Projekte zur nachhaltigen Ernährung: Bistum Trier lobt Umweltpreis aus

Foto: Pfarrbriefsevice.de
Foto: Pfarrbriefsevice.de

Gesucht werden Initiativen oder Projekte, die mit nachhaltiger Ernährung dazu beitragen möchten, die Schöpfung zu bewahren und Ressourcen zu schonen. Bewerbungsschluss: 31. Mai

 

Von Stefan Schneider

 

(Trier/bt) – Es soll schmecken, es soll satt machen, gesund sein und irgendwie soll es auch noch im Einklang mit der Umwelt stehen – Essen und Trinken geht alle an. Das Bistum Trier stellt sich dieser Aufgabe und möchte mit dem Umweltpreis 2024 den Blick auf dieses wichtige Thema lenken. Gesucht werden in diesem Jahr Initiativen oder Projekte, die mit nachhaltiger Ernährung dazu beitragen möchten, die Schöpfung zu bewahren, Ressourcen zu schonen und einen nachhaltigen Lebensstil zu fördern.  

Die ausrichtende Diözesankommission für Umweltfragen im Bistum Trier (DKU) betont in der Ausschreibung, dass das Thema Ernährung auch medial immer mehr an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig mehren sich die kritischen Stimmen zur Ernährung insbesondere in Industriestaaten: Sie sei zu süß, zu fett. Zudem verursacht die Produktion von Lebensmitteln ein Drittel aller Treibhausgase. Lösungen und gute Beispiele sollen mit dem Umweltpreis gezeigt und gefördert werden. Der Preis ist mit insgesamt 7.000 Euro dotiert und wird Anfang September im Rahmen der Schöpfungszeit verliehen. 3.000 Euro entfallen auf den Hauptpreis, weitere Anerkennungspreise werden vergeben. 

Als Ermutigung für das Umwelt-Engagement im Bistum Trier schreibt die Diözesankommission für Umweltfragen seit 1996 mittlerweile im dreijährigen Turnus den Umweltpreis aus. Er soll das Engagement sichtbar machen und würdigen, dass an vielen Stellen in Pfarreien, Verbänden, Gremien und Einrichtungen des Bistums schon gelebt wird. Für den Umweltpreis 2024 können sich Gruppierungen, Pastorale Räume, Orden, Tagungshäuser, Verbände, Cafeterien, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Gremien, Einrichtungen des Bistums und der Caritas bewerben. 

 

Bewerbungen sind zu richten an die DKU, Bistum Trier, Mustorstraße 2, 54290 Trier, per E-Mail: umweltkommission@bistum-trier.de oder über die Internetseite der DKU: www.umwelt.bistum-trier. Dort gibt es auch das Bewerbungsformular und alle weiteren Informationen zum Umweltpreis. Bewerbungsschluss ist am 31. Mai 2024.  


KDFB fordert, mit Blick auf die Weltsynode aus der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung zu lernen

16.02.2024

 

(Köln/kdfb) – Anlässlich der bevorstehenden Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 19. bis zum 22. Februar fordert der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) die Bischöfe dazu auf, die Erkenntnisse aus der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU) in die Weltsynode einzubringen und sich für weitreichende Reformen einzusetzen.

 

Die Ergebnisse der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung verdeutlichen den dringenden Reformbedarf der katholischen Kirche in Deutschland, da die Kirche in einer anhaltenden und sich zuspitzenden Vertrauenskrise verharrt. Die Missbrauchsfälle und deren schleppende Aufarbeitung sowie die mangelnde Gleichstellung von Frauen werden in der Untersuchung zusammen mit den hierarchischen und undemokratischen Strukturen und mangelnder Glaubwürdigkeit als Hauptgründe für einen Austritt aus der Kirche benannt.

 

KDFB-Vizepräsidentin Ute Zeilmann betont: „Der KDFB hat schon vor Jahren den dringenden Reformbedarf in den Bereichen Missbrauchsprävention und Gleichberechtigung von Frauen in allen Ämtern und Diensten der Kirche erkannt. Die Ergebnisse der Untersuchung bestärken uns in unserem Engagement für Veränderung in diesen Bereichen.“

 

Insbesondere im Hinblick auf die Weltsynode, deren Abschluss in diesem Jahr bevorsteht, fordert der KDFB von den deutschen Bischöfen, sich unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung sowie der Ergebnisse des Synodalen Weges für umfassende Reformen der kirchlichen Strukturen einzusetzen.

 

 

Der KDFB bestärkt die deutschen Bischöfe darin, das Thema Missbrauch strukturell zu bearbeiten und fordert sie auf, bei der Vorbereitung der Weltsynode die missbrauchsbegünstigenden Machtasymmetrien zwischen Klerus und Lai*innen sowie zwischen Männern und Frauen in der Kirche in den Fokus zu rücken, um die systemischen Ursachen universalkirchlich zu bekämpfen. Darüber hinaus ermutigt der KDFB die deutschen Bischöfe, die Herausforderungen, die sich aus den Erkenntnissen der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung und der Weltsynode ergeben, als Chance des Kairos zu begreifen, um eine zukunftsfähige Kirche zu gestalten. 


Aschermittwoch der Künstler läutet in Koblenz Fastenzeit ein :„Zwischen Ein und Alles“

Seit vielen Jahren ist der Aschermittwoch der Künstler in Koblenz gute Tradition und ein beliebter Startschuss in die Fastenzeit.

Tänzerinnen und Tänzer des Koblenzer Jugendtheaters. Foto: Julia Fröder
Tänzerinnen und Tänzer des Koblenzer Jugendtheaters. Foto: Julia Fröder

16.02.2024

 

Von Julia Fröder

 

(Koblenz/bt) – Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass Künstlerinnen und Künstler den Gottesdienst zum Aschermittwoch in der Koblenzer Herz-Jesu-Kirche gestalten. Der beliebte Startschuss in die Fastenzeit stand am 14. Februar unter dem Motto „Zwischen Ein und Alles“. Dieses Mal trafen hier „Pünktchen und Anton“ (Ensemble des Koblenzer Jugendtheaters) auf einen „Cherubinischen Lobgesang“ (Opernchor des Theaters), auf den bekannten Song „Somewhere over the rainbow“ (Singschule Koblenz) sowie auf einen Zauberer (ANDINO). 

„Unsere Zeit scheint geprägt zwischen ‚anything goes‘ (alles geht) und totalitären Machtfantasien“, sagte der katholische Dekan des Pastoralen Raums, Thomas Darscheid, zur Begrüßung. „Doch im Zusammenleben der Menschen ist nichts schwarz und weiß“, es gebe immer ein Dazwischen. Der evangelische Superintendent Rolf Stahl ging in seinem Gebet ebenfalls auf die derzeitige Weltlage ein, indem er mahnte: „Es gibt Polarisierung, wo das Auge hinreicht, für Zwischenräume ist wenig Platz.“ Stahl ermunterte die Gottesdienstteilnehmenden, ihre Herzen für die Zwischenräume im Leben zu öffnen. 

Das Thema „Toleranz“ griff auch Zauberkünstler und Philosoph Dr. Andreas Michel, alias ANDINO, in seiner Ansprache auf. Er zitierte Nikolaus von Kues, der für seine Lehre der religiösen Toleranz vor mehr als 550 Jahren bekannt wurde. Seiner Ansicht nach entfalte sich Gott in der Vielheit und Verschiedenheit. Diese Gedanken von Nikolaus von Kues demonstrierte der Theologe ANDIONO plastisch anhand eines Kartentricks. 

Auch in diesem Jahr wurde der Gottesdienst künstlerisch gestaltet von Mitgliedern des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie, dem Theater Koblenz und dem Koblenzer Jugendtheater sowie dem Musiktheater der Musikschule der Stadt Koblenz, dem Jugendkammerchor der Singschule an der Liebfrauenkirche unter der Leitung von Regionalkantorin Juliane Kathary und Dekanatskantor Joachim Aßmann an der Orgel. Beteiligt an Vorbereitung und Durchführung waren zudem der Pastorale Raum Koblenz, das Kultur- und Schulverwaltungsamt und die Arbeitsgemeinschaft Bildender Künstler am Mittelrhein e.V. (AKM). 

In der Kirche präsentierte die Künstlerin Sophia Pechau ein Triptychon, das für Trinität und Dreifaltigkeit steht. Im Anschluss an den Gottesdienst eröffnete die AKM ihre Ausstellung „Druck – Kunst im Singular und Plural“ im „Künstlerhaus Metternich“.  

Der Aschermittwoch der Künstler ist für den Koblenzer Kulturdezernenten Ingo Schneider einer der schönsten Termine, die der Kulturkalender der Stadt jedes Jahr zu bieten hat. "Beeindruckt und beseelt verlassen die Menschen die Herz-Jesu-Kirche, ganz unter dem Eindruck der großen Vielfalt künstlerischen Talents und Können, das dort zu erleben ist - wenn Jugendtheater, Musikschule und Singschule auf Opernchor, Theater und Rheinische Philharmonie treffen." Und auch der Ausstellung im Haus Metternich, die sich der Druckkunst in all ihren Facetten widmet, wünscht Schneider möglichst viel Publikum: "Ein Besuch lohnt sich sehr." 

 

 


Interreligiöse Bildung als Schlüssel zur Versöhnung

8. ökumenischer Tag des Religionsunterrichts nimmt Friedenspädagogik in den Blick

Mit-Ausrichter PD Dr. Alexander Maier (Fachrichtung Kath. Theologie) und Prof. Dr. Karlo Meyer (Fachrichtung Ev. Theologie) mit Referentin Prof. Dr. Elisabeth Naurath (Universität Augsburg), im Hintergrund einige Streetart-Kunstwerke, die in der Kirche der Jugend eli.ja entstanden.. Foto: Rieke Eulenstein

15.02.2024

 

Die christliche Friedenspädagogik stand beim 8. Tag des Religionsunterrichts an der Universität des Saarlandes im Mittelpunkt.

 

Von evks/Rieke Eulenstein

 

(Saarbrücken/evks/bt) - „Der Religionsunterricht muss dazu beitragen, aus den Schwertern der Gewalt Pflugscharen der Verständigung zu schaffen“, hat Kirchenrat Johannes Fischer (Ev. Kirche im Rheinland) in seinem Grußwort zu Beginn des 8. Tags des Religionsunterrichts an der Universität des Saarlandes gefordert. Bei der ökumenischen Fortbildung für Religionslehrende stand die christliche Friedenspädagogik im Mittelpunkt. Wie Friedensarbeit Zugang in den Schulunterricht finden kann und welche Potenziale oder Schwierigkeiten sich aus ihr ergeben können, wollten knapp 100 Lehrpersonen sowie Mitarbeitende der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit in der Aula der Universität erfahren.

 


Zeit, neue Wege zu gehen: International agierendes Hilfswerk sucht zum 1. Juni 2024 Bundesfreiwilligendienstleistende/-n

Im Bonifatiushaus in Paderborn kann ein Bundesfreiwilligendienst absolviert werden. Foto: Wilfried Hiegemann
Im Bonifatiushaus in Paderborn kann ein Bundesfreiwilligendienst absolviert werden. Foto: Wilfried Hiegemann

15.02.2024

 

 

(Paderborn/bfw) - So vielfältig wie das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken aufgestellt ist, so vielfältig sind auch die Arbeitsfelder, die auf einen Bundesfreiwilligendienstleistenden (m/w/d) in dem Hilfswerk mit Sitz in Paderborn ab dem 1. Juni 2024 warten. Junge interessierte Menschen ab 18 Jahren können sich für die auf ein Jahr befristete Stelle bewerben.

Die Aufgaben ermöglichen erste Erfahrungen im beruflichen Alltag. Der/die Stelleninhaber/-in wird unter anderem Veranstaltungen begleiten, bei der Vor- und Nachbereitung von Aktionen wie der Diaspora-Aktion oder der bundesweit bekannten Nikolausinitiative „Weihnachtsmannfreie Zone“ unterstützen. Auch für den Freiwilligendienst „Praktikum im Norden“ und die Bereiche Kommunikation und Fundraising ist die Mitarbeit gefragt.  

Neben der täglichen Arbeit im Hilfswerk werden insgesamt 25 Seminartage von der Caritas angeboten. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen dabei auf sozialen und gesellschaftlichen Diskursen.

„Von der Theorie in die Praxis: Der Bundesfreiwilligendienst bietet eine passende Möglichkeit, nach dem Schulabschluss erste praktische Erfahrungen für den weiteren Lebens- und Berufsweg zu sammeln. Welche Gesichter stecken hinter den Projekten, die das Bonifatiuswerk in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum fördert? Wie können pastorale Angebote in Gebieten greifen, in denen Christen die Minderheit der Gesellschaft bilden? Diese und weitere Fragen werden während des einjährigen Dienstes im Hilfswerk auf vielschichtige Weise beantwortet“, sagt Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes.

 

Das Bonifatiuswerk

Seit 1849 ist das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken das Hilfswerk für den Glauben und der Solidarität. Im Jahr 2024 feiert es sein 175-jähriges Bestehen. In Nord- und Ostdeutschland, in Nordeuropa sowie im Baltikum ist es für katholische Christinnen und Christen da, die sich als religiöse Minderheit in der Gesellschaft erfahren. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Entfremdung vom Glauben in einer immer stärker säkularisierten Gesellschaft steht die Förderung lebendiger Glaubensorte im Zentrum des Handelns – ganz im Sinne des Leitwortes „Keiner soll alleine glauben“. Den Auftrag dafür hat das Spendenhilfswerk von der Deutschen Bischofskonferenz. Seinen Sitz hat das Bonifatiuswerk in Paderborn.

 

 

Zur Stellenausschreibung: https://www.bonifatiuswerk.de/fileadmin/user_upload/bonifatiuswerk/download/stellen/Stellenausschreibung_Bufdi_24012024.pdf