
15.05.2026
Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, warnte in Trier vor wachsendem Antisemitismus und rief besonders die Zivilgesellschaft zum Handeln auf.
Von Christine Cüppers
(Trier/cc/bt) - Wie sieht jüdisches Leben heute in Deutschland und auch in Trier aus? Diese Frage hat Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, am 2. Juni in der Trierer Markt- und Bürgerkirche St. Gangolf beantwortet. Zudem hat er Anregungen gegeben, wie wachsendem Antisemitismus zu begegnen ist. Schuster sprach auf Einladung des Kuratoriums der Markt- und Bürgerkirche und der Konrad-Adenauer-Stiftung über „Jüdisches Leben in Deutschland“. Das sei „vielfältig, vital und selbstbewusst, aber bedroht“. Eine Aussage, die nicht zuletzt durch das Sicherheits- und Polizeiaufgebot aus Rheinland-Pfalz und Bayern (die dortige Polizei ist für den in Würzburg lebenden Schuster zuständig) sichtbar wurde. Antisemitismus sei in Deutschland „nie weg gewesen“. Seit dem 7. Oktober 2023 aber „tritt er nicht mehr heimlich auf, sondern trägt sein Haupt hoch erhoben“, betonte der Präsident des 1950 gegründeten Zentralrats.
15.06.2026
(Trier/sw) - Im Podcast „himmelwärts und erdverbunden“ erzählt Pater Andreas Müller aus Trier von seinen Touren auf europäischen Pilgerwegen, von Einsamkeit und vollen Schlafsälen - und von den Spendenaktionen, die er mit seinem Pilgern verbindet.
Von Stefan Weinert
"himmelwärts und erdverbunden” macht sich auf die Socken auf den Pilgerwegen Europas; zusammen mit Pater Andreas Müller aus Trier vom Orden der Vinzentiner. Der ist seit über 20 Jahren immer im Sommerurlaub auf den europäischen Pilgerwegen unterwegs, immer allein; Ende Juni bricht er wieder auf. Er hat einsame Etappen erlebt und Schlafsäle voll schnarchender Mitpilger, hat an „durchbeteten“ Orten Halt gemacht und unterwegs viel nachgedacht. Seit einigen Jahren verbindet er mit seinen Pilgertouren Spendenaktionen für soziale Einrichtungen in Trier – „solidarisch pilgern“ nennt er das. Über all das erzählt er im Gespräch mit Stefan Weinert – und Tipps für Pilger-Neulinge gibt’s auch.
15.06.2026
Bischof Tilman Jeremias würdigt beim Abschlussgottesdienst der Sozialtagung in Bad Doberan gelebte Solidarität und echte Teilhabe. Das Symposium zeigt praxisnahe Wege für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
(Greifswald/Bad Doberan/dds) – Mit einem Festgottesdienst im Münster ist die Sozialtagung „Zusammenhalt – Mut zu solidarischem Leben“ der Nordkirche am Sonntag zu Ende gegangen. Bischof Tilman Jeremias würdigte in seiner Predigt die besondere Atmosphäre und die konkreten Erfahrungen gelebter Solidarität während der drei Tage. „Ein besonderes Wochenende geht mit diesem Gottesdienst zu Ende. ‚Zusammenhalt – Mut zu solidarischem Leben‘ lautet das Motto dieser Tage“, sagte der Bischof. Besonders hob er hervor, dass die Tagung konsequent auf echte Teilhabe gesetzt habe: „…dass an diesem Wochenende bedingungslos jede und jeder willkommen ist, ohne jede Schwelle. Nicht einmal anmelden muss man sich, nichts bezahlen. Das ist gelebte Teilhabe.“
Teilhabe auf Augenhöhe
Tilman Jeremias betonte die besondere Qualität des Miteinanders: „Es gibt kein Unten und Oben, keine weniger oder mehr wertvollen Beiträge. Zur gelebten Teilhabe gehört die gelebte Augenhöhe.“ Diese Erfahrung könne über das Wochenende hinausweisen – auch für gesellschaftliche und politische Herausforderungen. Die diskutierten Ansätze – von solidarischer Landwirtschaft bis Gemeinwohlökonomie – griff er ausdrücklich auf: „Weg mit den Ellbogen zwischen Arm und Reich, weg mit der Maßgabe steten Wachstums! Stattdessen ein gesellschaftliches Miteinander, das durchdrungen ist vom Gedanken der Inklusion.“
Solidarität als gemeinsamer Weg
Zugleich machte der Bischof deutlich, dass tragfähige Lösungen nur gemeinschaftlich entstehen: „Die Grundidee der Solidarität geht davon aus, dass dort die besten Lösungen unserer Herausforderungen entstehen, wo möglichst viele beteiligt sind.“ Und weiter: „Nicht eine Wissens- oder Machtelite gibt vor und sagt an, sondern wir debattieren unsere Themen gemeinsam und versuchen unsere Ergebnisse auch gemeinsam ins Handeln zu bringen, lassen uns dabei immer wieder voneinander korrigieren, sind fehlerfreundlich und lernbereit. Dabei tragen die breiten Schultern mehr als die schmalen.“ Diese Haltung sei zutiefst christlich begründet.“, so Tilman Jeremias.
Kraftquelle Glaube und Gemeinschaft
Im Zentrum seiner Predigt stand Jesu Einladung: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Jeremias unterstrich die Bedeutung dieser Zusage: „Wir dürfen und wir sollen kommen zu Jesus, gerade und speziell dann, wenn die Lasten, die wir zu tragen haben, besonders schwer sind.“ Die Tagung habe gezeigt, wo diese Worte konkret werden: „Die großen Themen dieser Tage und die großen Worte Jesu beginnen dort zu blühen, wo Menschen füreinander da sind, ihre Freuden und Nöte teilen, miteinander Wegstrecken gehen, einander zu Engeln werden.“
Kirche als Raum gelebter Solidarität
Am Beispiel der Doberaner Suppenküche machte Tilman Jeremias deutlich, wie Kirche soziale Praxis gestaltet: „Wer in die Doberaner Suppenküche kommt, muss nichts vorweisen.“ Hier werde sichtbar, was die Tagung insgesamt ausgezeichnet habe. „Dort ist die Liebe Gottes, sein Reich des Friedens keine fromme Vision, sondern gelebte Wirklichkeit.“, so der Bischof abschließend.

13.06.2026
(Bensheim/kks) . Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie verleiht den mit 25.000 Euro dotierten Karl Kübel Preis an Wanjira Mathai aus Kenia. Die Umwelt- und Sozialaktivistin wird für ihr außergewöhnliches Engagement für Kinder und Familien in Verbindung mit ökologischer Verantwortung ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung findet am 11. September 2026 in Bensheim statt.
Wanjira Mathai bekleidet aktuell eine internationale Führungsfunktion beim World Resources Institute (WRI) und ist Vorsitzende der Wangari Maathai Foundation (WMF) in Kenia. Mit der von ihr 2015 gegründeten Stiftung setzt sie die Arbeit ihrer Mutter, der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, fort und entwickelt sie weiter: Wanjira Mathai überführt die Ansätze in klima- und entwicklungsökonomische Strategien. Die Stiftung fördert Kinder, Jugendliche und Familien und steht für die Vermittlung von Werten wie Nachhaltigkeit und Demokratieförderung sowie für Persönlichkeitsentwicklung und dem Aufbau von Führungsqualitäten bereits im Kindes- und Jugendalter.
Darüber hinaus setzt sich Wanjira Mathai dafür ein, indigene Gemeinschaften zu unterstützen, damit sie ihre natürlichen Ressourcen nachhaltig bewirtschaften und eigene Einkommensquellen aufbauen können. Die zentrale Rolle von Frauen für Bildung, Demokratie und nachhaltige Entwicklung in Afrika ist Leitmotiv ihrer Arbeit.

12.06.2026
Freunde und Förderer der Saarbrücker Jugendkirche „eli.ja“ haben den Sakral- und Kunstbau „Statio Dominus Mundi“ in Illingen-Wustweiler besucht und mit der Besitzerfamilie Gottesdienst gefeiert.
Von Andreas Kossmann/Paulinus Wochenzeitung im Bistum Trier
(Illingen/ak/bt) - Für das Team der Kirche der Jugend ist der Feiertag Christi Himmelfahrt seit einigen Jahren ein willkommener Anlass, das eigene Gotteshaus zu verlassen und bewusst an einem anderen Ort die Eucharistie zu feiern. „Wir wollen damit eine Verbindung zwischen Himmel und Erde schaffen“, erklärt Jugendpfarrer Thomas Hufschmidt, der dem Gottesdienst gemeinsam mit Schulpfarrer und Subsidiar Bernd Schütz vorstand.
Inspiriert durch zahlreiche Romreisen
13.06.2026
(Straubenhardt/Karlsruhe/ekiba) - Vom 13. bis 28. Juni findet im Kirchenbezirk Badischer Enzkreis das ökumenische „Zeltkirchenfestival Eins“ statt. Zwei Wochen lang gastiert das Kirchenzelt der Württembergischen Evangelischen Landeskirche mit Zeltpfarrer Martin Weber auf der Festwiese in Straubenhardt-Feldrennach. Sechs christliche Gemeinden haben gemeinsam ein vielseitiges Programm für alle Altersgruppen vorbereitet, um Menschen miteinander und über Glaubensfragen ins Gespräch zu bringen. Höhepunkte sind unter anderem der Auftritt des Duos "Zwei Flügel" und ein Vortrag von Physiker Prof. Dr. Thomas Schimmel.
Das Programm ist täglich in drei Zeitblöcke unterteilt und richtet sich an unterschiedlichste Zielgruppen. Das Angebot reicht von einem Indoorspielplatz für Kleinkinder über Sportprogramme und gesellige Nachmittage für Senioren bis hin zu einem Dance-Abend für Jugendliche. Die Abendstunden sind geprägt von Konzerten, Vorträgen und Begegnungen mit Künstlern aus der regionalen sowie der bundesweiten christlichen Szene.
Zu den Höhepunkten des Festivals zählt ein Vortrag des bekannten Physikers Prof. Dr. Thomas Schimmel vom KIT Karlsruhe zum Thema „Der Urknall und die Gottesfrage“. Zudem gastiert die evangelische Theologin Christina Brudereck gemeinsam mit dem Pianisten Ben Seipel als Duo „Zwei Flügel“ für ein Konzert im Zelt. Ein interaktiver „Blaulichtabend“ bindet die Arbeit lokaler Rettungskräfte von Feuerwehr, DRK, Polizei und THW ein. Im Fokus steht dabei die zentrale Frage von Zeltpfarrer Martin Weber: „Was ist ein Menschenleben wert?“.
Hinter dem Großprojekt steht eine über zweijährige, ökumenische Vorbereitungszeit der evangelischen Kirchengemeinden aus Straubenhardt, der katholischen Kirchengemeinde Straubenhardt, der Evangelisch-methodistischen Kirche Pforzheim/Enzkreis sowie der Christlichen Gemeinschaft Ellmendingen e.V. Rund 60.000 Euro wurden von den Gemeinden investiert, unterstützt durch Spenden sowie Betriebe aus der Region.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen sowie das Angebot an Speisen und Getränken sind für die Besucher kostenlos. „Wir wollen damit die Güte Gottes und die einladende Seite der Kirche sichtbar machen“, erklärt Pfarrer Gerlach, der als Visionsträger das Projekt maßgeblich vorangetrieben hat. Zeltpfarrer Martin Weber ergänzt das gemeinsame Ziel: „Gott wieder bei den Menschen zum Thema zu machen.“
Weitere Informationen gibt es online unter: Zeltkirchenfestival EINS Straubenhardt

12.06.2026
(Fulda/dwh) -Zum Hessentag setzen das Bistum Fulda, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ein starkes ökumenisches Zeichen: Unter dem Motto „Im Herzen eins“ gestalten sie vom 12. bis 21. Juni in Fulda ein gemeinsames Programm, das Glaube, Begegnung und Gemeinschaft verbindet. Zentrum ist die Fuldaer Stadtpfarrkirche, die in diesen Tagen zur Hessentagskirche wird. Am Freitag, 12. Juni, fällt dort um 18 Uhr der offizielle Startschuss; auch Ministerpräsident Boris Rhein hat sein Kommen zugesagt.
An vier Standorten machen die Kirchen mit rund 110 Veranstaltungen sichtbar, wofür sie gemeinsam stehen: für Gastfreundschaft, kulturelle Vielfalt und spirituelle Tiefe. Unterstützt werden die Aktivitäten von der Diakonie Hessen und dem Caritasverband für die Diözese Fulda sowie von mehr als 170 Ehrenamtlichen.
12.06.2026
(Sassen/pek) - Der Kirchenkreisrat (KKR) des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung hauptsächlich und ausführlich mit der Zukunft des Schullandheims Sassen. Das Evangelische Schullandheim „Hans und Sophie Scholl“ in Sassen ist Zentrum der kirchlichen Konfi- und Jugendarbeit im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, einem der wichtigsten Tätigkeitsfelder der kirchenkreislichen Arbeit. Das Schullandheim in Sassen ist über die dortige Konfirmanden- und Teamerarbeit hinaus eine Begegnungsstätte für Kirchengemeinden und vielfältige weitere Gruppen, wie beispielsweise Schulklassen oder Sportvereine. Bereits seit mehreren Jahren läuft der Betrieb des Schullandheims jedoch defizitär. Zudem ist die Jugendbegegnungsstätte dringend sanierungsbedürftig. Die KKR-Sitzung fand nicht wie sonst üblich im „Haus der Stille“ in Weitenhagen, sondern in der traditionsreichen Sassener Begegnungsstätte statt. Ziel des Austauschs vor Ort war es, für eine fundierte Beschlussempfehlung an die Synode weitreichende Hintergrundgrundinformationen zu sammeln und zu diskutieren.
Beschlussfassung im September geplant
Im Fokus standen mögliche Varianten für eine zukunftsfähige Arbeit mit Konfirmandinnen, Konfirmanden und Jugendlichen. Diese wurden erläutert von den Jugendpastorinnen Silke Kühn und Anne-Rose Rapraeger, von Pastor Mathias Thieme von der Konfirmandenarbeitsstelle Sassen sowie vom Geschäftsführer des Schullandheims Sassen, Arne Kühn. Zudem war Daniel Maronde von der Pommerschen Jugendvertretung in die KKR-Sitzung entsandt worden, um deren Votum in die Diskussion einzubringen. Im Anschluss an die Ausführungen entspann sich ein reges und fruchtbares Gespräch zwischen den Gästen und den Mitgliedern des Kirchenkreisrats, der sich im September erneut mit der Zukunft des Schullandheims Sassen befassen und dann voraussichtlich eine Empfehlung für die Synode verabschieden wird.
Jugendchor, Musical und Pop in der Kirche
Während der Sitzung beschloss der KKR, drei Vorhaben aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ zu unterstützen. Die Kirchengemeinde Grimmen erhält 500 Euro für die Durchführung eines ökumenischen Konzerts mit einem Jugend-Chor in Zusammenarbeit mit dem Verein Adonia. Für die Veranstaltung des generationsübergreifenden Musicalprojekts „Der verlorene Sohn“ mit dem Chor Cantemus Penkun am 14. Juni erhält die Kirchengemeinde Penkun eine Unterstützung in Höhe von 400 Euro. Die Kirchengemeinde Gülzowshof lädt im Sommer unter dem Motto „Pop auf‘s Dorf“ Kinder und Jugendliche ein, die unter professioneller Anleitung ein musikalisches Programm erarbeiten, das am Ende des Projekts Familien, Freunden und Gästen präsentiert wird. Dafür sagte der Kirchenkreisrat der Kirchengemeinde 500 Euro zu.
Notsicherung des Kirchturms in Papendorf
Wie ein Gutachten zum Zustand der Kirche in Papendorf ergab, sind die hölzernen, von Backstein ummantelten Fachwerkteile so stark geschädigt, dass der Turm der Kirche, die zur Kirchengemeinde Hetzdorf gehört, nicht mehr standsicher ist. Die in der Nähe befindliche Bundesstraße 104 ist daher aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. In erster Linie zur Gefahrenabwehr, aber auch zur Eindämmung entstehender Kosten, müsse unverzüglich gehandelt werden, so der Kirchenkreisrat. Ein Maßnahmenplan, der dem Kirchenkreisrat vorlag, empfiehlt die Notsicherung des Turms, zu der auch Rückbauarbeiten zählen. Der Kirchengemeinderat hat die nötigen Maßnahmen bereits beschlossen. Um bei deren schnellstmöglicher Umsetzung zu helfen, beauftragte der Kirchenkreisrat das Kirchenkreisamt, die Kirchengemeinde Hetzdorf umfassend zu unterstützen und falls nötig ein zinsloses Darlehen in Aussicht zu stellen. Die Kostenschätzung beläuft sich auf rund 200.000 Euro, die Notsicherung soll voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen sein. Die Kirche Papendorf wird seit Jahren aufgrund des baulichen Zustands nicht mehr genutzt, eine Sicherung war bereits geplant. In dem Zusammenhang war auch das Holzgutachten erstellt worden.
Entwidmung der Kirche in Schwarzensee
Der Kirchenkreisrat befürwortete die Entwidmung der Kirche in Schwarzensee, die zur Kirchengemeinde Strasburg gehört. Der Kirchengemeinderat hatte die Entwidmung der seit 1990 nicht mehr genutzten Kirche beschlossen. Die ursprüngliche Kirche stammte aus dem 18. Jahrhundert, war aber nach 200 Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen und in den 1960er-Jahren wiederaufgebaut worden. Erhalt und Pflege der rund 1.100 Kirchen in den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern ist eine gewaltige Aufgabe und zählt zu den Kernanliegen der Verantwortlichen in beiden Kirchenkreisen. Entwidmungen sind daher eine absolute Ausnahme und sind, wenn es dazu kommt, meist das Ergebnis langwieriger und oft schmerzhafter Entscheidungsprozesse. Im Land Mecklenburg-Vorpommern gibt es fast ausnahmslos alte und denkmalgeschützte Kirchen. Jahrhundertealte Feld- und Backsteinkirchen prägen weite Teile der historisch gewachsenen Kulturlandschaft. Zwar dienen die Kirchen vor allem der Religionsausübung, die Kirchenkreise fühlen sich aber auch dem kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Erbe, das die Kirchen darstellen, verpflichtet. Zudem sind sie als Teil der Heimat, als Landmarken, Veranstaltungs- und Versammlungsorte unverzichtbar.
Weitere Themen und nächster Sitzungstermin
Der Kirchenkreisrat befasste sich in seiner Sitzung ansonsten unter anderem mit anstehenden Bewerbungsgesprächen und Stellenausschreibungen. Außerdem berichtete die stellvertretende Leiterin der Finanzabteilung, Marie-Luise Matthias, umfassend aus der Finanzabteilung, unter anderem über die Zusammenarbeit mit finanziell herausgeforderten Kirchengemeinden. Die nächste Zusammenkunft des pommerschen Kirchenkreisrats, bei der es sich um die letzte Sitzung vor der Sommerpause handelt, findet am 7. Juli statt.
Stichwort Kirchenkreisrat
Der Kirchenkreisrat vertritt den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis in allen Angelegenheiten. Er führt die Aufsicht über die 133 Kirchengemeinden und ihre Verbände sowie über die Dienste und Werke und erteilt die erforderlichen Genehmigungen. Das Gremium besteht aus 13 Mitgliedern. Ihm gehören die drei Pröpste des Kirchenkreises, Propst Dr. Tobias Sarx (Propstei Stralsund, Dienstsitz Stralsund), Pröpstin Kathrin Kühl (Propstei Demmin, Dienstsitz Greifswald) und Propst Philipp Staak (Propstei Pasewalk, Dienstsitz Pasewalk) als geborene Mitglieder an. Die weiteren zehn Mitglieder wurden von der Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises gewählt: Dr. Gerd Albrecht, Pastor Christian Bauer, Dr. Angelika Beyer, Lars Fischer, Sylvia Giesecke, Iris Heidschmidt, Bernd Klänhammer, Reinhard Kurowski, Dorothea ter Veen und Paul Witt. Vorsitzende des Kirchenkreisrats ist Pröpstin Kathrin Kühl, stellvertretende Vorsitzende ist Sylvia Giesecke. Der Kirchenkreisrat bereitet die Entscheidungen der Kirchenkreissynode vor, bringt Vorlagen ein und führt die Beschlüsse aus. Er bringt den Haushalt ein und ist für die Durchführung verantwortlich. Er berät die Pröpstin und die Pröpste, beruft die Pastorinnen und Pastoren in die Pfarrstellen des Kirchenkreises und führt die Aufsicht über die Kirchenkreisverwaltung. Der Kirchenkreisrat im Internet: http://www.kirche-mv.de/Kirchenkreisrat.565.0.html

11.06.2026
Rund 30 junge interessierte Christen aus der Jugendkir(s)che des Evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach und der katholischen Pfarrei St. Lydia haben gemeinsame Tage in Taizé verbracht.
(Simmern/bt) – Rund 30 junge interessierte Christen aus der Jugendkir(s)che des Evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach und der katholischen Pfarrei St. Lydia haben gemeinsame Tage in Taizé verbracht, einer ökumenischen Communität in Frankreich. Gemeindereferentin Daria Thoi hatte in den letzten Jahren öfter Fahrten angeboten, während die evangelischen Jugendlichen zum ersten Mal mit dabei waren.
11.06.2026
(Bad Boll/abb) - Hat die religiöse Erfahrung von Befreiung Einfluss darauf, wie Menschen über die Befreiung der Seele nachdenken? Mit dieser Frage lädt die Evangelische Akademie Bad Boll am 12. und 13. September 2026 zur theologisch-philosophischen Sommerakademie „Psychologie als Befreiung“ ein.
Jüdische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die moderne Psychologie und Psychotherapie entscheidend geprägt, darunter Sigmund Freud, Erich Fromm, Bruno Bettelheim, Abraham Maslow, Marshall B. Rosenberg und Daniel Kahneman. Die Tagung nimmt ihre Arbeiten als Ausgangspunkt und fragt, ob das im Judentum zentrale Exodus-Motiv, die Erfahrung von Befreiung aus Unfreiheit und Unterdrückung, dabei eine Rolle gespielt hat. Gibt es Spuren dieser Erzählung in den großen psychologischen Theorien? Und eröffnet sie vielleicht einen besonderen Zugang zu Fragen von innerer Freiheit und persönlicher Entwicklung? Die Sommerakademie geht diesen Zusammenhängen aus theologischer, judaistischer, philosophischer und psychologischer Perspektive nach.
Den Auftakt gestaltet Studienleiter Pfarrer Peter Steinle (Evangelische Akademie Bad Boll) mit seinem Vortrag „Das Exodus-Motiv in Theologie und Psychologie“. Im Anschluss spricht Dr. habil. Ronen Pinkas (Institut für Jüdische Theologie, Universität Potsdam) über „Das Exodus-Motiv im Werk jüdischer Denker, Schwerpunkt auf Psychologie Freuds“. Workshops und Kleingruppen bieten Raum zur Vertiefung.
Am zweiten Tag nimmt Dr. Laurin Mackowitz (Institut für Philosophie, Universität Innsbruck) in seinem Vortrag „Ungehorsam und Verpflichtung: Ethische und politische Episoden der Exodus-Erzählung“ die politischen und ethischen Dimensionen in den Blick. Danach spricht Prof. Dr. Christina von Braun (Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg / Humboldt-Universität zu Berlin) zum Thema „Exodus: Geschichte, die spricht – Das semitische Alphabet als Wiege des Monotheismus und Wegbereiter der Psychoanalyse“. Ein Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Christina von Braun, Dr. Laurin Mackowitz und Dr. habil. Ronen Pinkas, moderiert von Pfarrer Peter Steinle, führt die verschiedenen Perspektiven zusammen und lädt zum Austausch ein.
Die Sommerakademie richtet sich an alle, die sich für Theologie, Psychologie, Philosophie, Psychoanalyse, Sozialpsychologie, Gewaltfreie Kommunikation und Judentum interessieren.
Mitwirkende
Dr. Laurin Mackowitz (Universitätsassistent, Lehrbeauftragter für politische Philosophie, Institut für Philosophie, Universität Innsbruck), Dr. habil. Ronen Pinkas (Philosophische Fakultät, Institut für Jüdische Theologie, Universität Potsdam), Pfarrer Peter Steinle (Veranstaltungsleiter und Studienleiter für theologische Ethik in gesellschaftlichen Entwicklungen, Schwerpunkt Digitalität), Prof. Dr. Christina von Braun (Professorin für Kulturwissenschaft, Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Humboldt Universität zu Berlin)

10.06.2026
Rund um den Jahrestag der Flutkatastrophe am 14. Juli gibt es verschiedene Möglichkeiten und kirchliche Angebote, den Opfern und Betroffenen zu gedenken.
Von Julia Fröder
(Altenahr/Ahrweiler/Altenburg/jf) – Zum fünften Mal jährt sich die Flutkatastrophe, die im Sommer 2021 im Ahrtal, in Teilen der Eifel und in Trier große Schäden anrichtete und mehr als 100 Menschen das Leben kostete. Rund um den Jahrestag am 14. Juli gibt es verschiedene Möglichkeiten und kirchliche Angebote, den Opfern und Betroffenen zu gedenken.
11.06.2026
(Karlsruhe/Pforzheim/ekiba) - Wie kann Kirche neue Wege gehen - alltagsnah, zielgruppenorientiert und wirksam? Beim vierten Innovationspitch der Evangelischen Landeskirche in Baden am 12. Juni in Pforzheim präsentieren diesmal zwei Teams aus Karlsruhe und Heidelberg ihre Ideen, mit denen sie sich um eine Aufwind-Förderung in Höhe von bis zu 100.000 Euro bewerben. Zudem sind erstmals alle 15 bereits geförderten Innovationsteams eingeladen, sich vor Ort zu vernetzen.
Für diesen ersten Innovationspitch in diesem Jahr treffen sich die Bewerber, Jury und Interessierte am Freitag, 12. Juni, ab 13 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche, Melanchthonstraße 1, in Pforzheim. Mit einer jeweils fünfminütigen Präsentation werden die Karlsruher Südkreuzgemeinde für ihren sozialen Biergarten „Stephi“ und das Jugendwerk Heidelberg für ihre Initiative „Urban Roots – Gemeinschaft mit Tiefgang“ werben.
Der soziale Biergarten „Stephi“ soll ein Begegnungsort sein, in dem man nicht konsumieren muss und Gäste nur so viel zahlen, wie sie können. So richte sich das Angebot einerseits an Menschen, die sich einen Besuch im kommerziellen Biergarten nicht leisten können, andererseits aber auch an die Zielgruppe, die durch ihren Beitrag das Konzept mitfinanzieren kann. Dadurch soll „Stephi“ dazu beitragen, dass verschiedene Milieus den sozialen Biergarten besuchen und auch eine Fläche für seelsorgerliche Gespräche mit Pfarrpersonen und geschulten Ehrenamtlichen entsteht.
Die Initiative Urban Roots will niederschwellige Gemeinschaft mit Tiefgang für kirchenferne junge Erwachsene schaffen, indem sie ganzjährige Community-Formate in und um Heidelberg anbietet wie Singing-Circles, Waldwanderungen, Kreativabende, Meditation, Tauschbörsen und Picknickkonzerte. Als jährlicher Höhepunkt sieht das Konzept ein „ForestBeats-Festival“ im Baumhauscamp bei Neckarsteinach mit Musik-Acts, Workshops und Lagerfeuer vor. Dabei sollen die Teilnehmenden die Angebote aktiv mitgestalten und schrittweise Verantwortung übernehmen.
Nach den Präsentationen beraten die Jurymitglieder über die Bewerbungen und entscheiden über die Vergabe der nächsten Fördermittel. Zudem dient der Innovationspitch zum ersten Mal auch als Netzwerk-Treffen für alle bereits geförderten Aufwind-Initiativen. So bietet die Veranstaltung nach den Pitches Raum, miteinander ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen und ein Innovationsnetzwerk zu knüpfen. Die Teilnahme ist offen für alle Interessierten, die kurzentschlossen und ohne Anmeldung vorbeikommen können.
Bereits geförderten Initiativen sind:
· Agentur für Segen (Bretten-Bruchsal)
· Agentur für Starke Familienzentren (Leimen)
· Alte Feuerwache Lörrach (Lörrach)
· Bildungs- und Erlebnisort Petruskirche (Heidelberg)
· Community-Barista (Heidelberg)
· Ecclesial empowerment (Konstanz)
· Friedas Gästehaus (Hochrhein)
· Gemeinsam in Schönau (Markgräflerland)
· Wir für Lukas (Karlsruhe Stadt)
· Kirche auf Franklin (Mannheim)
· Ringer Mosbach (Mosbach)
· Bestattungsinstitut Heidelberg (Heidelberg)
· Nexus (Karlsruhe)
· Tiny Music Church (Karlsruhe Land)
· Trauerfeiercafe (Neckar-Bergstraße)
Alle Informationen zur Innovationsförderung der Evangelischen Landeskirche in Baden, zu Bewerbungskriterien, Beratungsmöglichkeiten und vielem mehr gibt es unter: www.ekiba.de/innovation
Haben gemeinsam den Bonifatiustag und das 40. Priesterweihejubiläum von Msgr. Austen begangen (von links): Robert Siemensmeyer (stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn), WDR-Moderatorin Yvonne Willicks, Landrat Christoph Rüther, Sängerin Maite Kelly, Caroline Freifrau von Ketteler (Vizepräsidentin des Bonifatiusrates), Bonifatiuswerk-Generalskeretär Msgr. Georg Austen, der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch, Bonifatiuswerk-Geschäftsführer Ingo Imenkämper, Generalvikar Pascal René Lung (Bistum Stockholm), Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer, Gesangs-Duo Judy Bailey und Patrick Depuhl, Bonifatiuswerk-Präsident Manfred Müller, Bischof Erik Varden (Bischof von Trondheim und Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz), Bischof Viktors Stulpins (Bischof von Liepāja). (Foto: Hartmut Salzmann)
10.06.2026
(Paderborn/bfw) - Eine besondere Kerze aus dem Karmel in Hillerød bei Kopenhagen, Bischöfe aus Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum sowie die Erinnerung an zwei große Glaubensboten Europas – den heiligen Bonifatius und den heiligen Ansgar: Mit dem Bonifatiustag hat das Bonifatiuswerk am Dienstag in Paderborn Zeichen der Hoffnung, des Zusammenhalts und gelebten Glaubens über Grenzen hinweg gesetzt. Gemeinsam mit Gästen aus dem In- und Ausland erinnerte das Hilfswerk an die verbindende Kraft des Glaubens und die Bedeutung von Solidarität in einer Zeit gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. Zugleich wurde das 40. Priesterweihejubiläum von Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen gewürdigt.

10.06.2026
Von Hartmut Salzmann
(Paderborn/hs) - Der einjährige Hennes schaut gebannt auf das kleine Licht, das vor ihm aufleuchtet. Seine Mutter Katrin hält ihn, während sie in der stillen Kirche eine Kerze entzündet. Kein großes Ereignis, kein lauter Moment – und doch erzählt die Szene von etwas, das trägt: Vertrauen, Nähe und einem Glauben, der im Alltaggelebt und weitergegeben wird. Dieses Foto-Motiv prägt die bundesweite Diaspora-Aktion 2026 des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Leitwort „Glauben bezeugen – Hoffnung teilen“, wie das Hilfswerk am Dienstag (9. Juni 2026) am Rande der Feierlichkeiten zum Bonifatiustag in Paderborn bekanntgab.

9.06.2026
Nach vier Jahren intensiver Arbeit zieht die Ökumene-Kommission des Bistums eine positive Bilanz und blickt zugleich auf ihre anstehende Neukonstituierung und kommende Aufgaben.
Von Stefan Schneider
(Trier/sts) – Mit ihrer Sitzung am 8. Juni 2026 ist die aktuelle Amtsperiode der Ökumene-Kommission des Bistums Trier zu Ende gegangen. Nach vier Jahren intensiver Beratung und Begleitung ökumenischer Themen steht die Neukonstituierung des Gremiums an. Die Ökumene-Kommission hat den Auftrag, die ökumenische Arbeit im Bistum zu fördern und den Bischof in Fragen des Miteinanders der Kirchen zu beraten. Vorsitzender der Kommission ist Weihbischof em. Franz Josef Gebert. Die Kommission prüft Initiativen, entwickelt Empfehlungen und begleitet konkrete Projekte im Bistum. Auch kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bistum können sich mit Anfragen zu ökumenischen Fragen an die Kommission wenden.

9.06.2026
Am Wegekreuz zwischen Uhler und Kastellaun feierten Katholiken und Protestanten gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst – mit klarer Botschaft der Versöhnung.
(Uhler/Kastellaun/bt/sb) – Am Wegekreuz zwischen Kastellaun und Uhler haben am 7. Juni evangelische und katholische Christen gemeinsam mit dem Trierer Bischof Stephan Ackermann und dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Dort, wo vor 300 Jahren erstmals ein Kreuz aufgestellt wurde, was für viele Jahre zu Streit zwischen den christlichen Konfessionen führen sollte, sangen und beteten rund 200 Katholiken und Protestanten gemeinsam als Zeichen ökumenischer Verbundenheit. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor Kastellaun-Uhler.
(ROSTOCK / GREIFSWALD/pek) - Die Sommermonate bringen auch im Norden immer häufiger Tage mit extremer Hitze, die für viele Menschen zum Gesundheitsrisiko werden kann. Die Evangelischen Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern haben daher anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags am Donnerstag, 11. Juni, ihre Kirchengemeinden dazu aufgerufen, Kirchengebäude an Hitzetagen als unkomplizierten Zufluchtsort für die Bevölkerung zu öffnen. Unter dem Motto „Kühle Kirchen“ soll Menschen auf diese Weise ein verlässlicher Raum zum Abkühlen, Ausruhen und Atem schöpfen geboten werden.

In der aktuellen Folge des Podcast “himmelwärts und erdverbunden” geht es um die Musikfestspiele Saar. Intendant Leonard Bernardy schildert, wie Musik uns berührt und neue Perspektiven eröffnet.
8.06.2026
Von Luisa Maurer
Die Musikfestspiele Saar laden dazu ein, innezuhalten: zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Gewissheit und Zweifel. In der neuen Folge von “himmelwärts und erdverbunden” spricht Luisa Maurer mit Intendant Bernhard Leonardy über Musik als Resonanzraum für das, was uns bewegt – kulturell, gesellschaftlich und im Glauben. Eine Einladung, mit offenen Ohren und offenem Herzen neue Dimensionen zu entdecken.
8.06.2026
Beim 25. Tag der Fördervereine in Pasewalk würdigt die Nordkirche das Engagement von rund 300 Vereinen, die sich vor allem für den Erhalt der zahlreichen denkmalgeschützten Kirchen einsetzen.
(Greifswald/Pasewalk/ (dds) - Mit einem geistlichen Impuls von Bischof Tilman Jeremias hat am Sonnabend der 25. Tag der Fördervereine der Nordkirche in Pasewalk und Umgebung stattgefunden. Die jährlich zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wechselnde Veranstaltung würdigt das Engagement der rund 300 Fördervereine, die sich mit großem Einsatz für den Erhalt und die Belebung der Kirchen im Norden starkmachen.
„Gott ist der eigentliche Baumeister“
In seiner Andacht in St. Marien Pasewalk erinnerte Bischof Jeremias an die biblische Geschichte aus 2. Samuel 7, in der König David von Gott drei Lektionen erhält: dass Gott überall wohnt, dass er selbst der eigentliche Baumeister ist und dass große Vorhaben Geduld brauchen. „Diese drei Einsichten tragen auch heute“, sagte Jeremias. „Wer sich für unsere Kirchen einsetzt, weiß um die Mühen, die Prioritäten und den langen Atem, den es braucht. Und zugleich um die Freude, dass Gott selbst mitbaut – an Steinen und an Gemeinschaft.“
Ehrenamt als tragende Säule
Die Nordkirche verfügt im Sprengel Mecklenburg und Pommern über 1.138 Kirchen und Kapellen, von denen 1.054 – also 93 Prozent – unter Denkmalschutz stehen. „Ohne die Fördervereine wäre der Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft nicht denkbar“, betonte Bischof Jeremias. „Ihr Engagement ist ein Segen – für die Gemeinden, für die Orte und für die Menschen, die in diesen Kirchen Heimat finden.“
Austausch, Beratung und Dank
Der Tag der Fördervereine bietet den Ehrenamtlichen jährlich Gelegenheit zu Austausch, Fortbildung und Vernetzung. Workshops, Fachvorträge und Besichtigungen in der Region Pasewalk standen in diesem Jahr auf dem Programm. Zugleich versteht sich der Tag als Zeichen des Dankes der Nordkirche an die vielen Menschen, die Zeit, Kraft und Herzblut in die Zukunft der Kirchen investieren. „Wir wollen, dass dieser Tag Ihnen gut tut“, sagte Jeremias. „Sie tragen unsere Kirchen – und wir tragen Sie im Gebet.“
Ausblick
Der nächste, 26. Tag der Fördervereine findet 2027 turnusgemäß in Schleswig-Holstein statt.

8.06.2026
Menschenhandel trifft vor allem Frauen und Mädchen. Die Opfer landen oft in der Prostitution, werden willenlos gemacht und ausgebeutet – ein Thema, mit dem sich der jüngste „TheoTalk“ der Katholischen Erwachsenenbildung in Trier befasst hat.
Von Rolf Lorig/Paulinus Wochenzeitung im Bistum Trier
(Trier/rl/ pw) „Ihr seid die Einzigen, die uns Menschlichkeit bringen. Wir werden sonst nur als Fußabtreter benutzt.“ Der Satz macht die Dankbarkeit der Prostituierten im Raum Bonn gegenüber dem überkonfessionellen Verein „Mission Love“ deutlich. Dessen Vorsitzende, Nelly Seidel, erlebte in einem Mädchen- und Frauenhaus in Indien das oft unfassbare Leid der Betroffenen. Ein Leid, das es auch in Deutschland gebe, wo viele Frauen in der Zwangsprostitution lebten, mit psychischen und physischen Verletzungen. Ein Leid, das „Mission Love“ lindern will.

5.06.2026
Rund 50 Teilnehmende trafen sich Ende Mai zum „Runden Tisch Klimabildung“ in Hargesheim – mit Fokus auf Klimaschutz, Jugendbeteiligung und praxisnahe Ideen für den Unterricht.
Von Stefan Schneider
(Hargesheim/sts) – Rund 50 Teilnehmende haben sich Ende Mai zum „Runden Tisch Klimabildung“ an der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim getroffen. Die etablierte Veranstaltungsreihe bringt regelmäßig Schulen, Bildungsverwaltung und weitere Akteure aus Rheinland-Pfalz in den fachlichen Austausch. Auch engagierte Schülerinnen und Schüler sowie Mitglieder von Schulelternbeiräten der Kooperativen Gesamtschule, die sich in Trägerschaft des Bistums Trier befindet, diskutierten mit.
Im Mittelpunkt standen die Themen natürlicher Klimaschutz und Jugendpartizipation. In Fachvorträgen und praxisorientierten Workshops wurden unter anderem Unterrichtskonzepte entwickelt, Materialien vorgestellt und Wege erarbeitet, wie Schülerinnen und Schüler aktiv in Klimaschutzprozesse eingebunden werden können. An der Veranstaltung beteiligt waren insbesondere das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität sowie das Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, die gemeinsam mit weiteren Institutionen die schulische Klimabildung unterstützen und weiterentwickeln.
6.06.2026
(Eckernförde/Hamburg/Rostock/nk) - Anlässlich des 350. Todestages des evangelischen Liederdichters Paul Gerhardt (1607–1676) lädt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) im Juni zu einem besonderen Veranstaltungsformat ein: Die Paul‑Gerhardt‑Nacht findet erstmals in allen drei Sprengeln statt. Unter dem Titel „Krisen.Kraft.Kunst“ verbinden die Abende in Eckernförde (7. Juni), Hamburg (13. Juni) und Rostock (14. Juni) Musik, Poesie und Improvisation.
Ein deutliches Zeichen setzt die Nordkirche mit der gemeinsamen Schirmherrschaft: Die zwei Bischöfinnen und der Bischof haben jeweils in ihren Sprengeln die Patenschaft für die Paul-Gerhardt-Nacht übernommen. Sie werden bei der Veranstaltung im eigenen Sprengel vor Ort sein und die Abende mit persönlichen Grußworten begleiten.
Bischöfin Nora Steen: Kraft von Kunst, Musik und Gemeinschaft
Der Auftakt findet am kommenden Sonntag (7. Juni) im Sprengel Schleswig und Holstein in Eckernförde statt. Für Bischöfin Nora Steen steht die Trostkraft der Lieder - insbesondere in Krisenzeiten - im Mittelpunkt:
„‚Krisen.Kraft.Kunst‘ beschreibt treffend, was wir von Paul Gerhardt lernen können: Krisen haben nicht das letzte Wort. Seine Texte zeigen, wie Vertrauen, Kreativität und Hoffnung selbst in Zeiten großer Verunsicherung wachsen können. Gerade in einer Gegenwart, in der viele Gewissheiten ins Wanken geraten, brauchen wir die Kraft von Kunst, Musik und Gemeinschaft, die neue Perspektiven eröffnet und Menschen miteinander verbindet.“
Bischöfin Kirsten Fehrs: Sprache für Hoffnung und Zusammenhalt
Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, betont die berührende Sprache Paul Gerhardts und die bleibende Ermutigung, auf Gott zu vertrauen:
„Paul Gerhardt hat eine Sprache gefunden, die hilft, dem Unfassbaren Worte zu geben. Seine Lieder eröffnen Räume, in denen Angst, Hoffnung und Sehnsucht ihren Platz haben. Und was für eine hoffende Gewissheit aus seinen Texten spricht! Gerade in wunden Zeiten brauchen wir solche Worte, die uns innerlich tragen und als Gesellschaft zusammenhalten. Nichts trifft die Sehnsucht der Menschen heute besser, finde ich. Zusammenkommen, nicht verloren gehen in all den Zertrennungen, zusammenhalten inmitten all der Unsicherheit. Hoffnung als bewusste Entscheidung – und als geistliche Kraft.“
Bischof Tilman Jeremias: Widerständige Zuversicht gegen die Verzweiflung
Tilman Jeremias, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, hebt die existenzielle Dimension von Gerhardts Liedern hervor – entstanden in Zeiten von Krieg, Verlust und persönlichem Leid:
„Paul Gerhardt ist für mich ein Mensch, der inmitten von Unsicherheit Worte gefunden hat, die bis heute tragen. Dass er viele seiner so vertrauensvollen Lieder als Pastor mitten im Dreißigjährigen Krieg gedichtet hat, macht seine Sprache nur noch eindrücklicher. Seine Werke sind wie Resonanzräume für Vertrauen – gerade dann, wenn das Leben brüchig wird. Die Paul-Gerhardt-Nacht knüpft genau daran an. Sie zeigt, wie Kunst, Musik und Sprache uns helfen können, in schwierigen Zeiten Atem zu holen und neue Perspektiven zu gewinnen. Ich wünsche mir, dass diese Abende Menschen berühren, ermutigen und miteinander ins Gespräch bringen. Paul Gerhardt erinnert uns daran, dass aus Verletzlichkeit Kraft wachsen kann. Diese Erfahrung brauchen wir heute genauso wie damals.“
„Krisen.Kraft.Kunst“: Verbindung von Tradition und Gegenwart
Welche Kraft können Kunst und Glaube in unsicheren Zeiten entfalten? Paul Gerhardts Texte geben darauf bis heute Antwort. Sie verschweigen die Krisen des Lebens nicht, sondern verbinden sie mit Vertrauen und Hoffnung. Lieder wie „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ gehören zu den bekanntesten und meistgesungenen des evangelischen Gesangbuchs – eine poetische Anleitung zur Freude am Leben.
Die drei Abende verbinden Choräle von Paul Gerhardt mit zeitgenössischer Lyrik, Saxofon- und Orgelimprovisationen sowie poetischer Moderation. So entsteht eine künstlerische Collage zwischen Tradition und Gegenwart. Mit dabei ist unter anderem der vielfach ausgezeichnete Jazzmusiker Volker Holly Schlott.
Paul-Gerhardt-Nächte laden zur aktiven Beteiligung ein
Die Veranstaltungen beziehen auch das Publikum ein: Besucherinnen und Besucher können Gedanken und Gefühle auf Postkarten festhalten. Diese werden anschließend Teil eines gemeinsamen Banners und erweitern das Motto „Krisen.Kraft.Kunst“ um persönliche Stimmen.
So wird die Paul‑Gerhardt‑Nacht zu mehr als einem Konzert – zu einer Einladung, alte Worte neu zu hören und ihre Kraft für die Gegenwart zu entdecken.
Termine der Paul‑Gerhardt‑Nächte in der Nordkirche
• 7. Juni, 20 Uhr – St. Nicolai, Eckernförde
• 13. Juni, 20 Uhr – St. Andreas, Hamburg
• 14. Juni, 20 Uhr – St. Marien, Rostock

5.06.2026
Kirche trifft Burgfestspiele - eine Kooperation bringt interessante Gäste nach Mayen
Von Julia Fröder
(Mayen/jf) – „Zwischen Hölle und Hoffnung“, „Unter Heiden“ und „Haltung und Resilienz“ – diese unterschiedlichen Titel vereint das Format „Talk Kirche – Gott.Ich.Welt“ der „exxtra“-Reihe der Burgfestspiele, die in Kooperation mit dem Pastoralen Raum Mayen und der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Koblenz stattfindet. Die Veranstaltungen mit Daniel Schmidt, Wirt der legendären Kiezkneipe Elbschlosskeller auf St. Pauli, Bestseller-Autor Tobias Haberl und Schauspielerin Verena Rendtorff finden im Alten Arresthaus (Stehbach 31) in Mayen immer sonntags von 14 bis 16 Uhr statt und sie sind für alle Interessierten kostenlos.

5.06.2026
Über 4.000 Athlet*innen treten bei den Special Olympics – dem größten Multisport-Event für Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung – in mehr als 20 Sportarten an.
Von Stefan Schneider
(Saarbrücken/sts) – Manchmal geht es im Sport nicht nur um ein ‚Höher, schneller weiter‘, manchmal ist auch die gemeinsam erlebte Freude an der Bewegung der wahre Erfolg. Darum aber geht es bei der Teilnahme an den Special Olympics. Vom 15. bis 20. Juni sind deren Nationalen Spiele im Saarland. Über 4.000 Athleten werden an dem größten Sport-Event für Menschen mit geistiger Behinderung in mehr als 20 Sportarten an den Start gehen. Nach den Nationalen Spielen 2022 und den Weltspielen 2023, jeweils in Berlin, sind die Nationalen Sommerspiele im Saarland das größte Ereignis dieser Art in Deutschland. Auch das Bistum Trier, die katholischen Jugend- und Sportverbände und der diözesane Caritas-Verband sind dabei.
4.06.2026
Niddaer Autor und Musiker Gert Holle widmet der Mühlstraße einen Song – und entdeckt darin eine Botschaft, die weit über die Grenzen der Stadt hinausweist
(NIDDA/win). Es beginnt mit einem Spaziergang. Über die alte Steinbrücke, vorbei am Wasserrad der Stadtmühle, hinein in die Mühlstraße. Fachwerkhäuser säumen den Weg. Ein Barbier, der längst im Ruhestand sein könnte, schneidet noch immer gelegentlich Haare. Im Mühlencafé sitzen Menschen bei Kaffee und Kuchen. Wenige Schritte weiter locken türkische Spezialitäten. Am Ende der Gasse wartet der Marktplatz mit der „Traube“ und der Eisdiele Dolomiti.
Was für viele Niddaer Alltag ist, wurde für den Autor, Musiker und PR-Berater Gert Holle zur Inspiration für einen Song – und zu einer nachdenklichen Betrachtung über Heimat, Geschichte und die Menschen, die einen Ort prägen.
Unter dem Titel „Mill Street“ entstand eine englischsprachige Ballade, begleitet von Akustikgitarre und Mundharmonika. Ein dazu produziertes Video führt die Zuschauer genau dorthin, wo die Geschichte des Liedes spielt: auf einen Gang durch die Mühlstraße und zurück zur Brücke über die Nidda.
„Eigentlich wollte ich nur einen Song über eine Straße schreiben“, erzählt Holle. „Doch während des Schreibens wurde mir bewusst, dass die Mühlstraße viel mehr ist als eine Verbindung zwischen Brücke und Marktplatz. Sie erzählt die Geschichte einer Stadt und ihrer Menschen.“
Haben den Bonifatiuswerk-Finanzbericht vorgestellt: Osnabrücks Bischof Dr. Dominicus Meier OSB (Dritter von links) mit Bonifatiuswerk-Generalsekretär Msgr. Georg Austen (Zweiter von links) sowie (von links) Personalstelleninhaberin Rebecca Lögers da Silva, Bonifatiuswerk-Präsident Manfred Müller, Bonifatiuswerk-Geschäftsführer Ingo Imenkämper, Inga Schmitt, Pastoralreferentin für Glaubenskommunikation im Bistum Osnabrück, Domkapitular Dr. Martin Schomaker, Vorsitzender des diözesanen Bonifatiuswerkes im Bistum Osnabrück, sowie Zsofi Ketz und Anja Breer vom Projekt „Trude lädt ein“, Dr. Martina Kreidler-Kos, Leiterin des Seelsorgeamts im Bistum Osnabrück, und Hajo Klanke vom Projekt „Trude lädt ein“. Foto: Bonifatiuswerk/Matthias Band
4.06.2026
(Osnabrück/Paderborn) -Solidarität und Unterstützung in Krisenzeiten: Mit 11,7 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk im vergangenen Jahr Christinnen und Christen in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora unterstützt. Damit hat sich die Fördersumme im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,3 Millionen Euro (+13,2 Prozent) erhöht. Mit dieser Summe wurden 989 Projekte in Regionen gefördert, in denen Katholikinnen und Katholiken ihren Glauben in einer Minderheitensituation leben. Diese Zahlen präsentierte das Bonifatiuswerk am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichtes gemeinsam mit Bischof Dr. Dominicus Meier OSB in Osnabrück.

Carmen Folz ist neue Polizeiseelsorgerin im Saarland, sie folgt auf Hubertus Kesselheim. Vertreter des Bistums, der Polizei sowie Innenminister Jost würdigten die Verdienste beider.
Von Ute Kirch
(Saarbrücken/uk) – Carmen Folz ist seit dem 1. Juni in Vollzeit die katholische Polizeiseelsorgerin für das Saarland. Die Gemeindereferentin folgt auf Pastoralreferent Hubertus Kesselheim, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht. Vertreter des Bistums Trier, der saarländischen Polizei sowie Innenminister Reinhold Jost haben am Montag die Verdienste beider im Rahmen einer offiziellen Staffelübergabe gewürdigt.
4.06.2026
(Schleswig/cl
/ dds) - Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) lädt am Donnerstag, den 04. Juni 2026, zum Sommerempfang unter dem Motto „Du stellst meine Füße auf
weiten Raum“ in den St.-Petri Dom in Schleswig ein. Ministerpräsident Daniel Günther wird als Ehrengast des Sommerempfangs erwartet und mit einem Grußwort zu den Gästen sprechen. Darüber hinaus
wird Bischöfin Nora Steen einen Impuls zum Thema „Freiheit“ halten, Pastor Friedemann Magaard als Vizepräses der Landessynode die Gäste begrüßen und Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt
einen Abendsegen sprechen.
Freiheit, Begegnung und Dialog im freigeräumten Dom
Der diesjährige Empfang steht ganz im Zeichen der Freiheit – als gesellschaftliches, geistliches und persönliches Thema. Der Dom präsentiert sich im Rahmen der derzeit laufenden Projektzeit „FREItRAUM“ offen und neu gedacht: Statt klassischer Reihenbestuhlung erwartet die Gäste ein offener Stehempfang. Insgesamt ist der Sommerempfang in diesem Jahr interaktiver und musikalisch moderner gestaltet.
Ministerpräsident Daniel Günther sieht das Thema Freiheit in unmittelbarer Verbindung zum Thema Frieden: "Aber wir alle spüren angesichts der veränderten geopolitischen Lage zunehmend,
dass wir sie nicht mehr als selbstverständlich nehmen dürfen. Freiheit braucht Schutz. Und Freiheit braucht Menschen, die für sie eintreten – nach außen wie nach innen. Wir erleben in weiten
Teilen Europas, wie die Ränder unserer Demokratien wachsen. Umso wichtiger ist es, dass wir für eine offene, friedliche und freiheitliche Gesellschaft einstehen. Das macht unser Land aus:
Schleswig-Holstein ist ein freies, offenes und friedliches Land, das seine Traditionen pflegt und zugleich den Blick nach vorn richtet. Das müssen wir uns bewahren, und dafür müssen wir jeden Tag
gemeinsam eintreten.“
Landesbischöfin Kristina
Kühnbaum-Schmidt und Bischöfin Nora Steen freuen sich auf den gemeinsamen Abend.
Bischöfin Nora Steen ist es wichtig in ihrer Predigtstätte die Gäste spüren zu lassen, was Kirche zu unserer Zeit bewirken kann und wofür sie steht: „Freiheit braucht Raum, äußerlich wie
innerlich. Mit dem Sommerempfang wollen wir Menschen zusammenbringen, Gespräche ermöglichen und zeigen, wie Kirche offen, zugewandt und mitten in gesellschaftlichen Debatten präsent sein kann.“
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum‑Schmidt betont die geistliche Grundlage kirchlichen Handelns und rückt die von Gott geschenkte Freiheit in den Mittelpunkt: „Als Christenmenschen
leben wir in der Freiheit der Kinder Gottes. Das bedeutet, die Würde des anderen zu achten, einander respektvoll zu begegnen, Verantwortung zu teilen und im Vertrauen auf Gottes Zukunft Wege des
Miteinanders zu suchen. Ich freue mich sehr, dass Bischöfin Steen diese Thematik in den Mittelpunkt des Sommerempfangs stellt – und ich freue mich auf die Begegnungen und Gespräche an diesem
Abend.“
Der Vizepräses der Landessynode, Pastor Friedemann Magaard, erklärt: „Freiheit lebt davon, dass Menschen sich einbringen und Verantwortung teilen. Unser Sommerempfang macht sichtbar, wie vielfältig das Engagement in der Nordkirche ist. Es lebt von Ehrenamtlichen, die mit Herzblut gestalten, die verlässlich Verantwortung übernehmen und oft auch frischen Wind in unsere Arbeit bringen. Das stärkt unsere Kirche auf dem gemeinsamen Weg.“
Interaktive Mitmachstände
und modernes Programm der Nordkirche
Mitmach- und
Präsentationsstände im Dom laden die Gäste aus Politik, Wirtschaft, Justiz und Gesellschaft dazu ein, mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren aus den Arbeitsbereichen der Nordkirche ins
Gespräch zu kommen und hier unterschiedliche Perspektiven auf Freiheit kennenzulernen:
Das Referat Kirche und Tourismus lädt mit einer „Oase der Freiheit“ samt Planschbecken zum Innehalten ein. Erstmals wird zudem eine Schaukel im Schleswiger Dom installiert.
Die Gefängnisseelsorge macht mit einer Gefängniszelle erfahrbar, wie Kirche Menschen begleitet, denen Freiheit entzogen wurde.
Die Junge Nordkirche setzt sich mit Freiheit und Verantwortung auseinander und lädt dazu ein, symbolische Mauern einzureißen.
Die Flüchtlingsarbeit der Nordkirche informiert über die Schicksale von Menschen auf der Flucht und stellt die Seenotrettungsinitiative United4Rescue vor.
So verbindet der diesjährige Sommerempfang gesellschaftliche Debatten mit ungewöhnlichen Installationen und persönlichen Begegnungen

Im Jahr 2025 leisteten die Klinik Clowns Koblenz 132 ehrenamtliche Einsätze. Dafür wurden sie nun vom Sozialdienst katholischer Frauen gewürdigt.
3.06.2026
(Koblenz/bt) – Mit roter Nase, bunter Schminke und lustigen Streichen zaubern sie kranken Menschen ein Lächeln ins Gesicht: die Klinikclowns aus Koblenz. Dafür hat ihnen der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) am 27. Mai in der Alten Kirche in Koblenz-Güls den Susi-Hermans-Preis für herausragendes ehrenamtliches Engagement verliehen. Alle zwei Jahre vergibt der SkF Koblenz e. V. im Namen des Vorstandes der Susi-Hermans-Stiftung den Preis an Menschen oder Gruppen, die sich in besonderer Weise für andere einsetzen und damit das soziale Miteinander in Koblenz und der Region stärken.

3.06.2026
(Paderborn/bfw) - Bonifatiuswerk lädt am Libori-Mittwoch zu einer hoffnungsvollen und inspirierenden Benefizveranstaltung mit Stefan Gödde, Steffi Neu, Samuel Rösch und Michael Herberger ein
Was gibt Menschen Halt, wenn vieles unsicher erscheint? Was trägt und stärkt im Alltag? Diesen Fragen widmet sich das Bonifatiuswerk während der Libori-Woche am Mittwoch, 29. Juli, ab 19.00 Uhr in der Paderborner Marktkirche. Unter dem Titel „Mut zur Hoffnung! Gedanken, Geschichten und Musik“ erwartet die Besucher ein inspirierender Abend mit persönlichen Gesprächen, bewegenden Impulsen und musikalischen Momenten. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden gebeten.
3.06.2026
(Karlsruhe/Birzeit/ekiba) - In Birzeit, im Westjordanland, ist am Dienstagmorgen (2. Juni) die palästinensische Christin Natalie Abudayyeh von israelischen Sicherheitskräften in ihrer Studentenwohnung festgenommen worden. Darauf machte Imad Haddad, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, zu dessen Kirche die Studentin gehört, in einem Statement aufmerksam. Nach seinen Angaben wurde sie gemeinsam mit drei weiteren Frauen mit Waffengewalt festgenommen. Der Aufenthaltsort der Studentin wurde nicht genannt.
Bischof Haddad zeigte sich tief erschüttert über den Vorfall. Er forderte die sofortige Freilassung Abudayyehs und kritisierte, dass sie sich nun in einer Situation befinde, die viele Palästinenserinnen und Palästinenser beträfe: Haft ohne Anklage und Gerichtsverfahren. Die Evangelisch-Lutherische Kirche stehe in Solidarität mit der Familie sowie den betroffenen Gemeinden und bete für die Sicherheit der Festgenommenen.
Auch die badische Landesbischöfin Heike Springhart äußerte sich besorgt, als sie von dem Vorfall erfuhr, und betet für die Studentin. „Rechtsstaatliche Prinzipien und die Menschenrechte gelten für jeden Menschen – egal, welcher Religion sie oder er angehört. Das gilt auch für die Menschen in Israel und Palästina.“ Zugleich betonte Springhart, dass Willkür und Gewalt auf allen Seiten nicht weiter eskalieren dürfen. „Maßstab allen Handelns muss sein, die Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben in der Zukunft zu stärken. Festnahmen wie die von Natalie Abudayyeh gehören nicht dazu.“
2.06.2026
Der Klimabeirat der Nordkirche konstituiert sich am 2. Juni 2026 in Lübeck. Landesbischöfin Kristina Kühnbaum‑Schmidt betont die Bedeutung des Engagements für Klimaschutz, Klimagerechtigkeit und die Umsetzung der ambitionierten Ziele der Nordkirche.
(Schwerin/Lübeck/dds). -Mit der konstituierenden Sitzung nimmt heute (2. Juni 2026) der Klimabeirat der Evangelisch‑Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) seine Arbeit auf. Das Gremium wurde von der Landessynode im September 2025 im Zuge der Weiterentwicklung des Klimaschutzgesetzes der Nordkirche eingerichtet. Landesbischöfin Kristina Kühnbaum‑Schmidt würdigt die Bedeutung des neuen Beirates: „Ich freue mich, dass Menschen unterschiedlicher Generationen und Fachrichtungen sich gemeinsam über die künftige Klimaschutzstrategie und den Klimaschutzplan unserer Landeskirche verständigen wollen. Die Nordkirche hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, die entschlossen und verlässlich umgesetzt werden sollen.“
Breite Expertise für Zukunftsaufgaben
Mit Blick auf die aktuelle Lage betont Kristina Kühnbaum‑Schmidt, die auch Beauftragte für Schöpfungsverantwortung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, die Dringlichkeit des kirchlichen Engagements: „Wie wichtig unser Einsatz ist, zeigt der jüngste Prüfbericht des Expertenrats für Klimafragen. Er macht deutlich, dass die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung wohl nicht ausreichen, um die gesetzlich verankerten Klimaziele zu erreichen. Auch deshalb braucht es starke gesellschaftliche Akteure wie die Kirchen, die Verantwortung übernehmen und entsprechend handeln.“
Impulse für die Klimaschutzstrategie der Nordkirche
Der Klimabeirat wird künftig die Kirchenleitung beraten, Maßnahmen begleiten und Impulse für die Weiterentwicklung der Klimaschutzstrategie der Nordkirche geben. Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung stehen unter anderem die Wahl des Vorsitzes, die Bildung von Ausschüssen sowie eine Präsentation zur Strategie der Gebäudetransformation durch GP JOULE Consult.
Hintergrund: Nordkirche und Klimaschutz
Als eine der ersten Landeskirchen hat die Nordkirche 2022 ein Klimaschutzgesetz verabschiedet. Diese wurde im September 2025 von der Landessynode neu gefasst und geschärft. Es verpflichtet alle kirchlichen Ebenen zu konkreten Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Bis 2040 soll die Nordkirche treibhausgasneutral werden. Als Zwischenziel sollen die Emissionen bis 2035 um 90 Prozent reduziert werden. Zudem wurde die Verpflichtung, mindestens 0,8 Prozent der Kirchensteuerzuweisungen für Klimaschutzmaßnahmen zu verwenden, bis zum Haushaltsjahr 2040 verlängert. Ziel sind die Reduktion der Emissionen in den Bereichen Gebäude, Landnutzung und Mobilität sowie der Ausbau erneuerbarer Energien auf kirchlichen Flächen und die Förderung nachhaltiger Beschaffung sowie eine klimabewusste Verwaltungspraxis.
3.06.2026
Zum 800‑jährigen Jubiläum des Güstrower Doms betont Bischof Tilman Jeremias die geistliche Bedeutung des Bauwerks und dankt allen, die das Erbe des Domes bewahren und die Festwoche gestalten.
(Greifswald/dds). Der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch‑Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Tilman Jeremias, hat beim heutigen Festakt (2. Juni 2026) das Jubiläum „800 Jahre Güstrower Dom“ gewürdigt. Der Bischof hob die besondere spirituelle Kraft des historischen Bauwerks hervor und dankte allen, die das Erbe des Domes tragen und lebendig halten.
„Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth!“ – diesem Vers aus Psalm 84 hob Tilman Jeremias besonders hervor. Der Dom sei seit acht Jahrhunderten ein „geistliches Zentrum gelebten christlichen Glaubens“ und ein Ort, der Menschen über Generationen hinweg geprägt habe, betonte der Bischof.
Eine Gemeinde, die für alle Generationen da ist
Bischof Tilman Jeremias erinnerte in seiner Würdigung des Domjubiläums an den festlichen Familiengottesdienst am Wochenende, der gezeigt habe, „dass dieser Dom nicht nur aus soliden Backsteinen besteht, sondern aus lebendigen Steinen – einer Gemeinde, die für alle Generationen da ist“. Die Vielfalt und Kreativität der Gemeinde sei ein sichtbares Zeichen dafür, wie Kirche heute Menschen verbinde. Besonders persönlich wurde Tilman Jeremias beim Blick auf das berühmte Kunstwerk „Der Schwebende“ von Ernst Barlach. Die Skulptur sei für ihn ein Ort der Stille und des Friedens. „Ein Mahner zum Frieden – umso aktueller, da sie einst als ‚entartet‘ entfernt wurde.“, so der Bischof.
Ein Zentrum – geistlich, historisch und gemeinschaftlich
Tilman Jeremias verwies zudem auf die enge Verbindung des Domes mit dem kirchlichen Leben im Sprengel: Synodengottesdienste, Feiern mit dem Johanniterorden und die jährliche Rüstzeit der Pastorinnen und Pastoren im Probedienst fänden regelmäßig hier statt. „Der Güstrower Dom ist ein Zentrum unseres Kirchenkreises – geistlich, historisch und gemeinschaftlich.“, betonte er. Zum Abschluss dankte Bischof Jeremias allen, die das Jubiläum vorbereitet haben: „Ich gratuliere im Namen der Nordkirche sehr herzlich und danke allen, die wissen, welche Verantwortung mit diesem Erbe verbunden ist.“
Hintergrund: Der Güstrower Dom
Der Güstrower Dom St. Maria, St. Johannes Evangelista und St. Cäcilia gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der norddeutschen Backsteingotik. Er wurde 1226 als Kollegiatstift durch den mecklenburgischen Fürsten Heinrich Borwin II. gegründet und 1335 geweiht. Nach der Reformation wurde das Stift 1552 aufgehoben, und der Dom 1565–1568 zur protestantischen Hofkirche umgebaut. Er diente zudem als Grablege der mecklenburgischen Herzöge bis 1695. Berühmt ist die Skulptur „Der Schwebende“ von Ernst Barlach (1927), ein Ehrenmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs. Sie wurde in der NS‑Zeit als „entartete Kunst“ entfernt und später als Neuguss wieder im Dom angebracht.

2.06.2026
Nach 69 Jahren endete die Geschichte der St.Hildegard-Kirche in Neuweiler als Gotteshaus. Der Messe zur Profanierung stand Weihbischof Jörg Peters vor.
Von Oliver Morguet/BIP Saar
(Sulzbach-Neuweiler/om) – „Die Profanierung der Kirche St. Hildegard bedeutet nicht den Auszug Gottes aus Neuweiler“, tröstete Weihbischof Jörg Michael Peters die zahlreichen Gläubigen, die sich am Sonntag, 31. Mai, zum letzten Mal zu einem Gottesdienst in dem mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Gotteshaus versammelt hatten. Peters war für den früheren Trierer Generalvikar Ulrich von Plettenberg eingesprungen, der den Gottesdienst eigentlich hätte halten sollen.

1.06.2026
(Trier/jf) - Der Podcast „himmelwärts und erdverbunden“ blickt dieses Mal auf das Leben von Menschen mit Migrationsgeschichte. Gregor Bell vom Migrationsdienst der Caritas Koblenz spricht über Integration, politische Rahmenbedingungen und Willkommenskultur.
Von Julia Fröder
Zwischen Klischee und Realität: Wie leben Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland – und wie verändert sich der Blick auf sie? In dieser Folge von “himmelwärts und erdverbunden” spricht Julia Fröder mit Gregor Bell vom Migrationsdienst der Caritas Koblenz über politische Rahmenbedingungen, persönliche Schicksale und den langen Weg der Integration. Es geht um Hoffnungen und Hürden, um Willkommenskultur – und was davon übriggeblieben ist.

30.05.2026
(Kassel/ps) – Bernd Siggelkow, Gründer und Vorstand der Stiftung „Die Arche“ – christliches Kinder- und Jugendwerk – wird mit dem Vordenker-Preis 2026 ausgezeichnet. Das Vordenker Forum ehrt seit fast 20 Jahren herausragende Persönlichkeiten, die die Zukunft unserer Gesellschaft maßgeblich mitgestalten. Ziel der Preisverleihung durch eine unabhängige Jury* ist es, den gesellschaftlich wichtigen Themen „Mutiges Vordenken und tatkräftiges Handeln“ Aufmerksamkeit und Gewicht zu verleihen. Die Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers erfolgt zum Internationalen Kindertag am 1. Juni.
