Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2026: 371 Aspekte von Menschenrechten

Fotoquelle: dmfp
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3.07.2026

 

Zum Stichtag 15. Juni wurden 371 Produktionen zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis vorgelegt | hohe Zahl von Magazin-Beiträgen, Hochschul-Filmen und Produktionen von Non Professionals | Kriege, Migration und Erosion der Demokratie bleiben zentrale Themen

(Nürnberg/dmfp) – Die Einreichfrist zur 15. Wettbewerbsrunde des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises (DMFP) endete Mitte Juni. Zum Stichtag 15.06.2026 wurden in diesem Jahr 371 Produktionen eingereicht; insgesamt liegen nun 119 Lang- und 89 Kurzfilme, 69 Produktionen aus dem Bereich Hochschule, 51 Filmen von nicht-kommerziell arbeitenden Nachwuchsfilmer*innen und 43 Magazinbeiträge vor – hinzu kommen 69 Filme, die erstmals direkt für die Kategorie Bildung eingereicht werden konnten.

Mit den 371 Einreichungen gehört dieser Jahrgang zu den teilnehmerstärksten in der inzwischen fast 30-jährigen Geschichte des DMFP. Erfreut zeigen sich die Veranstalter des Wettbewerbs, dass die Redaktionen von Politik-, Kultur- und Gesellschaftsmagazinen sowie Non Professionals sich weiterhin sehr präsent unter den Einreichenden zeigen. „Dass für die Bildungskategorie erstmals 69 Produktionen direkt eingereicht wurden, ist ein großer Erfolg. Wir werden damit unserem Anspruch gereicht, mit dem DMFP aktive Menschenrechtsbildung im schulischen und außerschulischen Bereich zu begleiten und zu unterstützen. Wir sind sehr gespannt auf die Themenvielfalt und Qualität der Filme“, resümiert Steffen Kircher, Gesamtkoordinator des Wettbewerbs.

Menschenrechtsverletzungen im Fokus
Die 371 eingereichten Menschenrechts-Filme zeigen 371 Aspekte dieses Themas. Die hohe Zahl von Einreichungen bedeutet auch, dass Menschenrechte auch weiterhin unter Druck stehen.

Inhaltlich spiegeln alle Filme die weltpolitische Lage wider. Beherrschendes Thema im aktuellen Wettbewerbsjahrgang sind deshalb vor allem weltweite Kriege bzw. kriegerische Auseinandersetzungen, die in den meisten Fälle Ursache für einen weiteren beherrschenden Themenkomplex sind: Vertreibung, Flucht und Migration.

Die politischen und gesellschaftlichen Folgen sind in einem anderen thematischen Schwerpunkt der Filme zu finden: Die Frage von Identität und Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft. In den Filmen werden Aspekt wie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung – aber auch Erosion demokratischer Werte und Systeme bzw. der wachsende Einfluss sogenannter „Tech-Milliardäre“ und deren libertäres Weltbild verhandelt.

Kircher: „Wir haben nach einer ersten Sichtung Filme über Geschlechtergerechtigkeit und Queer-Feindlichkeit ebenso gefunden wie über Klimawandel und Umweltzerstörung oder Menschenrechtsverletzungen in der Arbeitswelt bzw. marginalisierte Gruppen. 371 Filme zeigen 371 starke Positionen der Filmemacher*innen. Diese Filmschaffenden verstehen sich dabei nicht nur als Chronisten ihrer Zeit, sondern fordern eine Haltung der Demokratinnen und Demokraten weltweit ein.“

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis bleibt relevant
Der Wettbewerbsjahrgang 2024-2026 zeichnet sich erneut durch eine Vielzahl unterschiedlichster Produktionen alle Genres aus: Von Low-Budget-Produktionen nicht kommerziell arbeitende Filmteams über erste Hochschulfilme, aufwendig recherchierte Dokumentarfilme und investigative Produktionen bis zu preisgekrönten Spielfilmen sind alle filmischen Umsetzungen präsent. „Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis bleibt im deutschsprachigen Raum weiterhin eine der wenigen Plattformen, die menschenrechtlich relevanten Themen eine Präsentationfläche bietet und gleichzeitig Sorge trägt, dass die prämierten Filme in die Bildungsarbeit Eingang finden. Diese aktive Bildungsarbeit macht den DMFP einzigartig – und sorgt gleichzeitig für seine weiterhin hohe gesellschaftspolitische Relevanz in Deutschland und Europa“, so Kircher.

Die vorgelegten Filme durchlaufen jetzt ein mehrstufiges Sichtungs-, Auswahl- und Juryverfahren. Die letztliche Entscheidung treffen die Hauptjurys bis Ende Oktober.

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Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ist ein unabhängiger Medienwettbewerb und wird im Rhythmus von zwei Jahren vergeben. Der Preis und wird aktuell von 20 Organisationen der Zivilgesellschaft gestaltet, finanziert und durchgeführt. Zu den Trägern gehören Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, konfessionell geprägte Organisationen, Gewerkschaften sowie Wohlfahrtsverbände und kommunale Einrichtungen. Sie sind geeint im Ziel der Achtung und Wahrung der Menschenrechte. Zudem unterstützen Verbände und Einzelpersonen den Filmwettbewerb. Die Geschäftsführung liegt beim Nürnberger Menschenrechtszentrum e.V. (NMRZ).