Die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“ feiert 75 Jahre Grundgesetz

Gastbeitrag von Stefan Kahé

(Tutzing / Berlin/sk) - Das Grundgesetz feiert am 23.05.2024 seinen 75. Geburtstag und die Initiative feiert dieses wegweisende Datum aus Überzeugung mit. Denn das Grundgesetz (GG) stellt die Weichen für unser Zusammenleben und die demokratische Basis in Deutschland. Am 8. Mai 1949 wurde das Grundgesetz von den Alliierten genehmigt. Am 23. Mai 1949 wurde es schließlich in Bonn verkündet. Seit dem 3. Oktober 1990 gilt es auch für die ehemaligen Länder der DDR und damit für ganz Deutschland. 
 

Zum ersten Mal in der Geschichte des Grundgesetzes Deutschlands geht es im Jubiläumsjahr aber nicht mehr allein darum, die politische Verfassung der Bundesrepublik als Grundlage unserer Demokratie zu würdigen – sondern auch darum, zu prüfen, in welcher Verfassung sich das Grundgesetz selbst befindet, um sich selbst und die zweite, gesamtdeutsche Demokratie zu schützen. Viele Bürger sind in der liberalen Demokratie aufgewachsen, ihre Sinne sind nicht geschichtlich geschärft für ihre Bedingungen und Bestandsgarantien und sie vergessen leicht, dass eine liberale Demokratie immer auch so frei ist, sich selbst abzuschaffen. Alles, was es dazu braucht, ist eine demokratische Mehrheit. 
 
Uns ist es wichtig, dass wir diese Freiheitsrechte immer wieder neu bedenken, uns mit ihnen auch am Tag der Deutschen Einheit auseinandersetzen. Die friedliche Revolution hat die Einheit ermöglicht und damit auch die Gültigkeit des Grundgesetzes für den von der sozialistischen Diktatur geprägten Teil unseres Landes. Gerade die Versammlungsfreiheit wurde von den Bürgerbewegungen gegen alle Gegenmaßnahmen des Staates durchgesetzt. So wurde mit friedlichen Mitteln der Weg zur Freiheit geebnet. 

IM JOURNAL BEI WIR IM NETZ - POLITIK

Wer den Frieden will, muss den Frieden vorbereiten

22.05.2024


HERIBERT PRANTL: Den Frieden gewinnen. DIE GEWALT VERLERNEN

Foto: Heyne Verlag
Foto: Heyne Verlag

13.05.2024 

 

Alle reden vom Krieg, vom Frieden reden zu wenige: Die weißen Tauben sind müde. Heribert Prantl, einer der bekanntesten Journalisten des Landes, begründet, warum wir eine neue Friedensbewegung, eine neue Entspannungspolitik und keinen dritten Weltkrieg brauchen; es wäre der letzte. Sein Buch ist eine Abhandlung über Friedenstüchtigkeit, es ist ein Nachdenken darüber, wie Entfeindung gelingen kann. Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Kultur des Friedens – in dem Bewusstsein, dass der Weg zum Frieden kein Sommerspaziergang ist, sondern ein Höllenritt sein kann. 

Frieden braucht das entschiedene Bemühen um Dialog, die Entschlossenheit, mit der gegnerischen Seite im Gespräch zu bleiben, den Willen, mit aller Kraft den Weg zu Friedensverhandlungen zu suchen. Fundiert, aufklärerisch und pointiert gibt Heribert Prantl mit seinem neuen Buch »Den Frieden gewinnen« eine Positionsbestimmung und Orientierung in der existentiellen Frage von Krieg und Frieden.

 

 


Gemeinsam die Welt retten? - Vom Klimaalarm zum Green New Deal

Foto: ProMedia
Foto: ProMedia

„Listen to the scientists“ – hören wir auf die WissenschafterInnen …, und zwar auf alle. Mit dieser Herangehensweise an das Thema Nr. 1, den Klimawandel, macht dieses Buch bereits den Unterschied zu herkömmlichen Einschätzungen aus, die die Angelegenheit auf eine einzig gültige Erzählung reduzieren wollen. Denn die wissenschaftliche Debatte wird keineswegs so einheitlich geführt, wie es die Darstellung in den Leitmedien suggeriert.

 

Der Autor bietet einen Überblick über die verschiedenen Forschungen, die sich mit der zu erwartenden Erderwärmung und dem Anstieg des Meeresspiegels beschäftigen. Anhand von zahlreichen Statistiken und Studien wird gezeigt, dass von einer Zunahme von Dürren und Überschwemmungen keine Rede sein kann und für Panik kein Grund besteht. 

 


untertan. Von braven und rebellischen Lemmingen – Analyse unseres Opportunismus

Schwimmen Sie mit oder gegen den Strom? Solmaz Khorsand ist überzeugt: Wir sind alle opportunistisch, auch wenn wir es ungern zugeben. In “untertan. Von braven und rebellischen Lemmingen” beleuchtet die Journalistin ungeniert alle Facetten des Opportunismus – von Anpassung als Normalität, als Rebellion, als Vorbereitung für Genozide. Sie hält uns den Spiegel vor und bietet ein gewagtes Exit-Szenario, um aus dem Lemming-Dasein auszubrechen. ET: 26. Februar 2024.

Menschen können auf drei Arten überleben: sie können sich anpassen, sich wehren – und alles dazwischen.


Die Mitgliedschaft in einer rassistischen und antisemitischen Partei ist mit unserem Portal „WIR IM NETZ – Kultur und Glaube Aktuell“ unvereinbar

Vielfältig aktiv bleiben – besonders jetzt! - Wir können etwas gegen den Rechtsrutsch tun

Viele Menschen erkennen gegenwärtig die Gefahren des Rechtsrutsches. Sie sind sehr real und spitzen sich zu: Schon jetzt werden insbesondere jüdische und muslimische Menschen sowie Geflüchtete vermehrt angegriffen. Umso erfreulicher ist das große Engagement.

Die Stiftung gegen Rassismus unterstützt diese vielfältigen Aktivitäten. Und sie geht gleichzeitig davon aus, dass diese Formen des Engagements und der breiten Beteiligung irgendwann nachlassen werden. Darum sucht sie nach Wegen, das momentane Bewusstsein für die Gefahren des Rechtsrutsches für alle in konkrete Handlungsmöglichkeiten zu bringen. Handeln ist besonders jetzt wichtig.


Alte Mythen und neue Werte – ein Land kämpft um seine Identität | Die Präsidentschaftswahl als Kulturkampf um das »wahre« Amerika

Die zerrissenen Staaten von Amerika

Foto: Droemer
Foto: Droemer

Das brandaktuelle politische Sachbuch zum Präsidentschaftswahlkampf in den USA – der mit den Vorwahlen im Februar 2024 beginnt.

 

US-Wahlkampf als Kulturkampf

 

Mit Spannung blickt die Welt auf den Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahlen im Herbst 2024. Schaffen es die Demokraten in der Tradition von Bill Clinton, Barack Obama und Joe Biden ein weiteres Mal, ihre Ideen von Freiheit und Verantwortung gegen den Populismus der Republikaner à la Donald Trump zu verteidigen?


Die brillante Analyse der jüngsten deutschen Geschichte – auf wissenschaftlicher Basis, aus gesamtdeutscher Perspektive

Tausend Aufbrüche. DIE DEUTSCHEN UND IHRE DEMOKRATIE SEIT DEN 1980ER-JAHREN

Foto: Siedler
Foto: Siedler

Jenseits der Klischees vom abgehängten Osten und übermächtigen Westen untersucht Christina Morina – anhand bisher unerforschter Selbstzeugnisse wie Bürgerbriefe und Flugblätter – die Demokratievorstellungen ganz normaler Bürgerinnen und Bürger seit den 1980er Jahren. Sie zeigt, dass viele DDR-Bewohner sich mit ihrem Land und dessen »volksdemokratischen« Idealen identifizierten, dem Staat und seinen Institutionen gegenüber jedoch skeptisch blieben. Diese Staatsferne gepaart mit einem spezifisch ausgeprägten Bürgersinn, dessen Potentiale nach der Vereinigung weitgehend ungenutzt blieben, wirkt bis heute nach. 

Im Zusammenspiel mit einem wieder erstarkenden Nationalismus entstand so auch der Nährboden für den Aufstieg des Rechtspopulismus. Die Grenzen der westdeutschen Liberalisierung werden so ebenso sichtbar wie die Vielfalt der ostdeutschen Demokratieaneignungsversuche. 


Wieso tut sich Deutschland so schwer, über Macht zu sprechen? - Sophie Pornschlegel über die Zukunft der Demokratie

Foto: Droemer
Foto: Droemer

In den 2020er-Jahren wurde die globale Ordnung in einem Maße erschüttert, wie es seit dem Ende des Kalten Krieges undenkbar schien. Die politischen Herausforderungen auf nationaler und internationaler Ebene sind so zahlreich, dass konstruktive Lösungen aus dem Blick geraten. Auf die Aggressionen Russlands und Chinas findet der Westen keine langfristigen Antworten, die Klima-Krise verschärft sich, und die alte internationale Ordnung insgesamt weist immer mehr Risse auf.

Die Politikwissenschaftlerin und politische Analystin in Brüssel, Sophie Pornschlegel ist seit Jahren eine gefragte Expertin zum Thema internationale Ordnungen. Sie zeigt, dass die Ursachen dieser Unordnung tief liegen, nämlich in einer Krise der politischen Macht selbst. Um politische Lösungen für die multiplen Krisen zu finden, braucht es vor allem eines: ein neues Verständnis von Macht.

Sophie Pornschlegels These: Wer die Welt gestalten will, muss über Macht sprechen. Ohne Macht keine Stabilität. Auch nicht in Demokratien. Erst wenn sich Rechtsstaaten wieder bewusst werden, dass sie Macht aushandeln, kommunizieren und ausüben müssen, können sie sich gegen jene Feinde der Demokratie behaupten, die Macht mit Gewalt gleichsetzen.


JELENA KOSTJUTSCHENKO: Das Land, das ich liebe – Wie es wirklich ist, in Russland zu leben

Foto: Penguin Verlag
Foto: Penguin Verlag

 

  • Bewegende, persönliche Reportagen, die zeigen, wie es wirklich ist, im heutigen Russland unter Putin zu leben
  • Nachdem die Demokratie- und LGBTQ-Aktivistin Jelena Kostjutschenko kritisch über den Ukraine-Krieg berichtete, droht ihr eine langjährige Haftstrafe

Wie lebt es sich eigentlich in Russland? Wie sieht der Alltag der Menschen jenseits der Moskauer Mittelschicht aus? Getrieben von der Überzeugung, dass die größte Form der Liebe und des Patriotismus die Kritik ist, dokumentiert die russische Investigativjournalistin Jelena Kostjutschenko seit über 15 Jahren unerschrocken das Leben in Russland aus der Sicht derer, die systematisch zum Schweigen gebracht werden. Ihre Mission: Dafür zu sorgen, dass die Russinnen und Russen von den Gräueltaten erfahren, die Putin in ihrem Namen begeht. Als Reporterin für Russlands wichtigste unabhängige Zeitung, die Nowaja Gaseta, die inzwischen nicht mehr gedruckt werden darf, überquerte sie im März 2022 die Grenze zur Ukraine. Wegen ihrer Kriegsberichterstattung aus Mykolajiw und Cherson droht ihr eine langjährige Haftstrafe, Kostjutschenko lebt seither im Exil.


Landwirtschaft im Sachunterricht

Foto: wbv
Foto: wbv

Landwirtschaft im Sachunterricht -

Mehr als ein Ausflug auf den Bauernhof?!

 

  •   Vielperspektivischer Lernort Bauernhof
  •    Landwirtschaft als Lerngegenstand

 

Landwirtschaft ist ein zentrales Thema im Sachunterricht mit vielen Anknüpfungspunkten an die Lebenswelten von Grundschulkindern. Dazu gehört nicht nur der Ausflug zum Bauernhof, sondern auch der tägliche Konsum landwirtschaftlicher Produkte - von der Milch bis zum Brot.
Der Sammelband trägt verschiedene Konzepte und Entwürfe zusammen, die für Unterricht und Hochschullehre im Sachunterricht eingesetzt werden. Grundlage ist die Vielperspektivität auf den Lerngegenstand Landwirtschaft, sodass das Thema unter Einbeziehung aller relevanten Aspekte für den Einsatz im Unterricht nutzbar wird.