
24.07.2026
Seilspringen, Jonglage, Trapez und Clownerie - im pädagogischen Zirkus-Ferienprogramm der Jungen Kirche Bad Kreuznach findet jeder und jede eine Lieblings-Disziplin
Von Luisa Maurer
(Bad Kreuznach/lm) - - In einem pädagogischen Zirkus-Ferienprogramm werden 80 Kinder zu Artistinnen und Artisten im Circus Soluna und präsentieren am Ende der Freizeit Jonglage, Seilspringen, Trapez, Clownerie und vieles mehr in zwei Zirkusshows.
„Zirkus ist so cool, weil man so viele verschiedene Dinge ausprobieren kann, die man zu Hause nicht machen kann oder darf.“ erzählt Julian (9). Ihm gefällt es am besten, den Mast hochzuklettern. Im Zirkus-Ferienprogramm der jungen Kirche Bad Kreuznach haben 80 Kinder die Möglichkeit, verschiedene Zirkus-Disziplinen auszuprobieren. Da ist für jede und jeden etwas dabei. Während manche Kinder am Trapez oder am Vertikaltuch hoch in der Luft Figuren präsentieren, bringen andere das Publikum als Clowns zum Lachen. Andere Kinder drehen brennende Fackelstangen oder bauen Menschenpyramiden.
Tim (10) ist begeistert, was man dabei alles ausprobieren kann: „Die Sachen sind cool, die man hier ausprobieren kann. Zum Beispiel Feuer, das darf man zu Hause nicht machen. Oder BMX - Leute, man fährt die ganze Zeit im Stehen!“ Auch Maila ist in der BMX-Gruppe. Dabei fahren die Kinder im Stehen auf einem Fahrrad durch die Manege und führen Tricks einzeln oder mit mehreren Kindern auf einem Rad vor. Dabei passiert es spielend und nebenbei, dass die Teilnehmenden Neues lernen. Maila (11) reflektiert: „Man lernt richtig viele Sachen, die man in der Schule und zu Hause nicht lernen kann. Zu Hause hat man kein Trapez und kein Tuch. Ganz nebenbei trainiert man Gleichgewicht oder Griffkraft. Und diese Erfahrung machen Kinder, egal woher sie kommen, wie viel Vorerfahrung oder welche Religion sie haben. Denn: „Jede und jeder ist etwas Besonderes.“ so Benjamin Thiel, Zirkuspädagoge vom Circus Soluna.
Dabei werden die Kinder begleitet und trainiert von 15 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der jungen Kirche Bad Kreuznach. Dazu erlernten sie von zwei Zirkuspädagogen im Vorhinein selbst die verschiedenen Zirkusdisziplinen, probierten aus und lernten, wie sie Kinder sichern, begleiten und trainieren.
Ben Domann (22) ist als Helfer mit dabei. Für ihn ist die Woche Zirkus bereichernd, „weil ich mit den Kindern als Trainer mitlernen kann. Ich kann nichts perfekt und die Kinder auch nicht. Aber gemeinsam lernen wir und stellen eine fantastische Show auf die Beine!“ So werden Ehrenamtliche zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Teilnehmenden. „Die Trainer zeigen uns das und dann lernt man etwas. Erstmal helfen sie einem, am Ende des Tages fällt einem erst plötzlich auf, was man schon alles kann.“,
sagt Maila. Und deshalb passt das Zirkusprogramm so gut zu einem kirchlichen Träger, finden Theresa Theis und Luisa Maurer, die das Projekt für die junge Kirche Bad Kreuznach gemeinsam mit ihrem Team verantworten. In der kirchlichen Jugendarbeit ist es ihnen wichtig, den Kindern zu zeigen: Jede und jeder kann etwas lernen und mit seinem Talent etwas zur Zirkusshow beitragen. „weil Gott jeder und jedem von uns etwas zutraut. Wenn die Kinder davon etwas mit in ihren Alltag nehmen, hat sich der Zirkus schon gelohnt!“, finden Theis und Maurer. Maila möchte genau das aus dem Zirkus mit nach Hause nehmen: „Dass man nicht direkt aufgibt, wenn man was Neues ausprobiert. Weil man hier gelernt hat: Ich schaff mit dem Fahrrad nicht direkt alles. Aber wenn ich es immer wieder probiere, dann kann ich es lernen.“
