
7.07.2026
Der emeritierte Weihbischof Franz Josef Gebert hat die Kirche St. Elisabeth in Naurath in einem Gottesdienst am 4. Juli gesegnet und wiedereröffnet.
Von Stefan Endres
(Naurath/Eifel) – Gut ein Jahr war sie geschlossen, nun lädt sie nach umfassender Renovierung wieder für Besuche und Gottesdienste ein. Der emeritierte Weihbischof Franz Josef Gebert hat die Kirche St. Elisabeth in Naurath in einem Gottesdienst am 4. Juli gesegnet und wiedereröffnet.
Pfarrer Dr. Ralph Hildesheim begrüßte die Gläubigen und dankte allen Engagierten, die sich um die Renovierung bemüht haben – darunter die Verantwortlichen des Architekturbüros Ulrich Hower aus Föhren sowie die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die am Schluss alles auch „um die Kirche herum schön gemacht haben“. Er sei glücklich, dass die noch von seinem Vorgänger Pfarrer Andreas Noster versprochene Renovierung nun vollendet sei, sagte Hildesheim und gab einen Überblick über die durchgeführten Maßnahmen. So wurde die Kirche außen und innen in weiten Teilen neu verputzt und gestrichen, das Schieferdach samt Turm neu gedeckt, Tragbalken und Schallluken erneuert, Turmkreuz und Wetterhahn restauriert und die Fenster überarbeitet. Gut 500.000 Euro habe die denkmalgerechte Sanierung der früheren Filialkirche der Pfarrei St. Bartholomäus Föhren gekostet. Seit Januar dieses Jahres gehört Naurath mit zehn weiteren Ortschaften aus ehemals sieben Pfarreien zur neu errichteten Pfarrei Schweicher Land St. Martinus.
Weihbischof em. Franz Josef Gebert segnete das Gotteshaus mit zuvor geweihtem Wasser. In seiner Predigt blickte er auf die Einladung Jesu aus dem Evangelium des Sonntags nach Matthäus, die mit ihren Verheißungen auch uns heutigen Menschen gelte: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Jesu richte sich an alle, die nicht in ihrem irdischen Leben schon alles gefunden zu haben meinten. Dabei wecke er nicht die Illusion eines Lebens ohne Last, sondern verheiße deren Tragbarkeit vor einer von Gott kommenden Perspektive und einem geweiteten Horizont. Auch die einladend renovierte Kirche sei ein Zeichen für einen Ort, der die Menschen mit ihrer Mühsal und Last einlade. Das Gotteshaus gebe der Gemeinde zudem „ein besonderes Gesicht, eine Verheißung, die über den Alltag hinausweist“. Sie stehe für etwas, das als Geschenk „hinzukomme“ zu dem, was der Mensch sich selbst erarbeite. Für dieses Zeugnis möge die Kirche auch künftig stehen, wünschte Gebert.
Er gratulierte der Gemeinde zum sanierten Gotteshaus und dankte allen, die dazu beigetragen haben. Sein Dank galt auch der Kirchenchorgemeinschaft Bekond-Föhren-Naurath unter der Leitung von Markus Roth für die musikalische Gestaltung sowie dem Küster und weiteren Helferinnen und Helfern. Im Namen der Pfarrei lud er zum geselligen Austausch und Umtrunk vor die St.-Elisabeth-Kirche. Der kleine Saalbau datiert in seinen Anfängen auf das Jahr 1762, wurde um 1823 erneuert und um das Jahr 1900 durch einen neugotischen Altarraum mit Sakristei erweitert. Das Gotteshaus mit seinem neogotischen Schnitzaltar bildet den Kern eines im frühen 19. Jahrhundert entstandenen dörflichen Zentrums aus Kirche, altem Schulhaus und einem Hofhaus der Reichsgrafen von Kesselstatt.
