
7.07.2026
(Berlin/hiig) – Auf Nominierung des Auswärtigen Amts wurde das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) vom „Global Network of Centres for Exchange and Cooperation on AI Capacity Building (AI CDN)” als erstes deutsches Mitglied aufgenommen. Das Netzwerk wurde am 5. Juli 2026 in Genf am Rande des „United Nations Global Dialogue on AI Governance“ feierlich gegründet. Aus mehr als 20 Ländern in Afrika, Asien, Europa sowie Lateinamerika und der Karibik vereint es primär Universitäten, Forschungszentren und zivilgesellschaftliche Organisationen. Von den Vereinten Nationen begleitet, bietet das Netzwerk eine Plattform, um den internationalen Aufbau von KI-Kapazitäten zu stärken und eine wachsende globale Kluft zu schließen.
Während einige Länder bereits über einen hohen selbst eingeschätzten KI-Entwicklungsstand verfügen, arbeiten viele andere Staaten erst daran, die technischen Grundlagen, Daten, Fachkräfte und nationale KI-Kapazitäten aufzubauen und sich in internationalen Debatten Gehör zu verschaffen. Aus diesem Grund bündeln die Mitglieder des Netzwerks ihre Expertise, Rechenkapazitäten, Datensätze, Modelle und Trainings, um voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu stärken. Kapazitätsaufbau bedeutet dabei mehr als technische Infrastruktur. Dazu gehören auch die Gesetze, Vereinbarungen und Strukturen, die einen gemeinwohlförderlichen und verantwortungsvollen Umgang mit Technologien ermöglichen.
In dieser frühen, konstituierenden Phase wirkt das HIIG am Aufbau des Netzwerks mit, etwa an der Etablierung von Strukturen, Governance-Prozessen und Kooperationen zwischen einzelnen Mitgliedern. Als deutscher Partner teilt das HIIG wissenschaftliche Expertise zu verschiedenen Aspekten des Kapazitätsaufbaus mit anderen Ländern im Netzwerk. Dies geschieht in einem Multi-Stakeholder-Prozess, der von regionalen Partnern mit Kenntnis über lokale Kontexte organisiert und moderiert wird. Zudem werden lokale Fachleute durch zielgerichtete Trainings befähigt, die Wirkung von KI-Anwendungen auf Gemeinwohl und Nachhaltigkeit eigenständig und systematisch zu bewerten.
„Es ist eine große Anerkennung, dass das Auswärtige Amt das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft als erstes deutsches Mitglied für das AI CDN Netzwerk nominiert hat. Die Wissenschaft spielt bei der internationalen Zusammenarbeit für die globale KI-Entwicklung und KI-Regulierung eine wichtige Rolle. Sie kann gesellschaftliche Entwicklungen einordnen und Handlungsoptionen aufzeigen und dabei über nationale Grenzen hinweg in globalen Zusammenhängen und Anliegen denken. Wir verstehen dabei den Kapazitätsaufbau in diesem Bereich als einmalige Chance auf wechselseitige Lernprozesse zwischen allen beteiligten Ländern und Institutionen des Netzwerkes“, sagt Theresa Züger, Forschungsleiterin am HIIG.
Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft
Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft erforscht die Entwicklung des Internets aus einer gesellschaftlichen Perspektive, um die damit einhergehende Digitalisierung aller Lebensbereiche besser zu verstehen. Als erstes Forschungsinstitut in Deutschland mit einem Fokus auf Internet und Gesellschaft hat das HIIG ein Verständnis erarbeitet, das die Einbettung digitaler Innovationen in gesellschaftliche Prozesse betont. Basierend auf dieser transdisziplinären Expertise und als Teil des Global Network of Interdisciplinary Internet & Society Research Centers will das HIIG eine europäische Antwort auf den digitalen Strukturwandel entwickeln.
(Berlin/hiig) - Auf Nominierung des Auswärtigen Amts wurde das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) als erstes deutsches Mitglied in das „Global AI Capacity Development Network" aufgenommen. Das Netzwerk wurde am 5. Juli in Genf am Rande des „UN Global Dialogue on AI Governance" feierlich gegründet und vereint Universitäten, Forschungszentren und zivilgesellschaftliche Organisationen aus mehr als 20 Ländern in Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und der Karibik. Von den Vereinten Nationen begleitet, bietet das Netzwerk eine Plattform, um den internationalen Aufbau von KI-Kapazitäten zu stärken und eine wachsende globale Kluft zu schließen.
Autor: HIIG / Frederik Efferen; zusammengestellt von Gert Holle - 7.07.2026
