
12.06.2026
(Mainz/mm) - Die 24 Stunden von Le Mans gelten als das härteste und prestigeträchtigste Langstreckenrennen der Welt. Wenn im Juni über 60 Rennwagen einen Tag und eine Nacht lang durch den Nordwesten Frankreichs jagen, geht es für den österreichischen Profirennfahrer Ferdinand Habsburg um mehr als den sportlichen Erfolg in der Hypercar-Klasse. Habsburg, Urenkel des letzten Kaisers von Österreich, nutzt seinen sechsten Start bei dem Klassiker für ein konkretes Hilfsprojekt: Unter dem Motto „Race for Meals“ sammelt er Spenden für die Organisation Mary’s Meals.
Die Kampagne verbindet den Leistungsmotorsport mit dem Kampf gegen den weltweiten Hunger und basiert auf einer einfachen und wirkungsvollen Idee: einem Aufruf, jede von Ferdinand Habsburg absolvierte Runde mit 22 Euro, 25,20 USD oder 19,15 Pfund zu sponsern. Das nächste Rennen findet am 13. und 14. Juni 2026 mit dem Ziel statt, die 385 Runden der Ausgabe 2025 zu übertreffen. „Das Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Kinder sich nie wieder Sorgen um ihre Mahlzeiten machen müssen. Ich möchte sie nicht enttäuschen“, sagt Habsburg vor dem aktuellen Rennen. „Ich liebe den Rennsport. Das Auto bis an seine Grenzen zu bringen, ist ein unglaublich befriedigendes Erlebnis. Aber zu wissen, dass dadurch auch jemand anderes die Freude an Energie und Nahrung entdecken kann, macht es zu einem noch viel größeren Vergnügen“, so Habsburg.
Seit über 100 Jahren zieht der Mythos Le Mans Millionen Menschen an. Wo in den 70er-Jahren Hollywoodstar Steve McQueen mit seinem Spielfilm ein Denkmal setzte, pilgerten zuletzt über 300.000 Fans an die Strecke. Das Rennwochenende beginnt am Freitag mit der traditionellen Fahrerparade durch die Innenstadt. Doch hinter der Kulisse des Volksfests wartet eine extreme Belastungsprobe. Die Rennwagen legen in den 24 Stunden über 5.000 Kilometer zurück, oft bei Geschwindigkeiten von weit über 300 Kilometer pro Stunde. „Das Rennen ist physisch und psychisch eine extreme Herausforderung für die Fahrer“, sagt Porsche-Motorsportchef Thomas Laudenbach im TV. „Ein einziger Fehler kann dich den Sieg kosten, jeder Handgriff muss sitzen. Das ist eine enorme Belastung.“ Obwohl im modernen Motorsport hochentwickelte Technologie zum Einsatz komme, bleibe der Mensch der entscheidende Faktor, beschreibt der Teammanager von Alpine, Philippe Sinault, die Herausforderung. Habsburg bestreitet das Rennen als offizieller Werksfahrer für das französische Team Alpine.

Krämpfe im Cockpit und der
Traum vom Sieg
Der 28-jährige Habsburg kennt die Härte des Rennens aus Erfahrung. Muskelkrämpfe gegen Ende der 24 Stunden seien für die Fahrer normal, sagt er in einer TV-Dokumentation. „Es geht dann nur noch darum, die mentale Stärke zu haben, es einfach abzuschalten, sich auf jede Runde zu konzentrieren und sein Bestes zu geben“, beschreibt Habsburg die Qualen hinter dem Lenkrad. Doch die Motivation sei riesig: „Ich will diese Trophäe haben. Jeder kennt Le Mans, und es ist ein riesiger Wunsch, dort einmal zu gewinnen.“
Die Atmosphäre vor Ort beeindruckt den Profi jedes Mal neu. „Ich habe versucht, es so anzugehen wie jedes andere Rennen auch. Aber das ist unmöglich. Du kommst dort an und wirst von den ganzen Fans komplett weggeblasen.“ Dass Le Mans gefährlich ist, unter anderem weil auch Amateure mitfahren und in der Geschichte bereits 21 Fahrer ihr Leben verloren, das gehört zum Hintergrundrauschen für Fahrer, Mitarbeiter und Veranstalter.
Die Vision von Mary’s Meals ist so simpel wie effektiv. Sie stellt hungrigen Kindern in den ärmsten Regionen der Welt täglich eine nahrhafte Mahlzeit direkt an deren Bildungsstätte bereit. Die Kinder erhalten die nötige Energie zum Lernen und werden gleichzeitig motiviert, regelmäßig die Schule zu besuchen. Bildung ist der einzige nachhaltige Ausweg aus dem Kreislauf der Armut. Da die Speisen vor Ort von freiwilligen Helfern aus lokalen Zutaten zubereitet werden, sind die Kosten minimal. Schon kleine Beträge sichern einem Kind die Ernährung für ein ganzes Schuljahr.
Mit der nötigen mentalen Stärke im Cockpit kämpft Habsburg in Frankreich also nicht nur um den sportlichen Sieg, sondern auch um möglichst viele Kilometer für den guten Zweck. Spenden für das Projekt sind über die Kanäle von Mary’s Meals unter dem Verwendungszweck „Race for Meals“ möglich.
· Mary’s Meals ist eine einfache Idee, die funktioniert. Die weltweite Wohltätigkeitsorganisation versorgt hungernde Kinder an Bildungseinrichtungen in Regionen, in denen Hunger und Armut oft der Bildung im Wege stehen, täglich mit einer Mahlzeit.
· Mary's Meals versorgt aktuell 3 Millionen Kinder in 16 der ärmsten Länder der Welt mit einer täglichen Schulmahlzeit.
· Die Organisation wurde im Jahr 2002 von dem Schotten Magnus MacFarlane-Barrow gegründet.
· Eine Schulmahlzeit kostet nur 11 Cent und 22 € reichen aus, um ein Kind ein ganzes Schuljahr lang zu ernähren.
· 93% aller Spendengelder fließen direkt in unsere karitative Arbeit.
· Die Verwaltungskosten von Mary's Meals sind u.a. deshalb so niedrig, weil die Arbeit von Zehntausenden Freiwilliger unterstützt und getragen wird – hier und vor Ort.
· Die Nahrungsmittel werden, wo immer möglich, lokal gekauft. Auf diese Weise werden Kleinbauern, Gemeinden und die lokale Wirtschaft gefördert.
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Die tägliche
Schulmahlzeit bewirkt: Bessere Gesundheit, Anstieg der Beschulungsrate, bessere Leistungen, Förderung der Geschlechtergleichheit, steigende Anzahl von Schulabschlüssen.
Wenn Sie mehr über Mary's Meals erfahren möchten, besuchen Sie bitte www.marysmeals.de
