
16.01.2026
14. Wettbewerbsrunde des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises abgeschlossen | Bilanz: feierliche Preisverleihung in Nürnberg, erstmals Filmpräsentation in Brüssel und Menschenrechts-Filme für die Bildungsarbeit | 15. Wettbewerb startet im März
(Nürnberg/dmf)
– „Im
vergangenen Jahr hat sich erneut gezeigt, wie massiv die Menschenrechte unter Druck geraten sind. Weltweit werden sie missachtet oder gar verspottet, Menschenrechtsverteidiger*innen verfolgt. Für
den Veranstalterkreis des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises ist Wegschauen jedoch keine Option. Der Preis setzt in diesem Kontext wichtige ermutigende Zeichen – und macht zugleich deutlich,
wie alarmierend die Situation ist“, betont Steffen Kircher, Gesamtkoordinator des Wettbewerbs, zum Abschluss der 14. Wettbewerbsrunde.
Nach der feierlichen Preisverleihung im Dezember 2024 in Nürnberg waren die sechs Preisträger*innen-Filme auf Tour durch Deutschland gegangen. Erstmals konnte zudem ein Filmscreening in Brüssel
stattfinden. In öffentlichen Filmscreenings und Filmgesprächen mit den Filmschaffenden wurden in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Würzburg, Nürnberg und München knapp 2.000 Zuschauer*innen erreicht.
Auf Einladung der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Brüssel konnten die prämierten Filme nun erstmal auch im europäischen Kontext vorgestellt werden.
Kircher: „Mit dem Screening und dem Filmgespräch im politischen Mittelpunkt der Europäischen Union ist es gelungen, den Filmwettbewerb in seiner filmischen, politischen und
menschenrechtlichen Dimension weiter aufzuwerten. Dieses große Interesse für den Menschenrechts-Film stimmt uns positiv. Es ist uns gelungen, den Filmemacher*innen die große Bühne für ihre
Produktionen zu schaffen, die sie verdienen.“
Den Initiator*innen und Träger*innen des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises ist es zentrales Anliegen, mithilfe der vorgelegten Filme das Bewusstsein für die Menschenrechte zu schärfen,
Menschenrechts-Verletzungen öffentlich zu machen, Menschenrechts-Verteidiger*innen zu ehren und zu schützen und damit die Menschenrechte weltweit zu stärken.
Dazu sorgt der Veranstalterkreis u.a. dafür, dass die prämierten Filme für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit lizensiert und öffentlich zugänglich gemacht werden. Hierzu kooperiert
der Wettbewerb u.a. mit dem FWU – Institut für Film und Bild, den konfessionellen und kommunalen Medienzentralen bzw. den Filmdiensten in den Bundesländern. Bildungsträger können dort die
entsprechenden Filme kostenlos zum Einsatz in der Bildungsarbeit beziehen.
„420 Filme wurden im letzten Wettbewerbsjahrgang eingereicht – so viele wie noch nie zuvor. Das beweist einerseits die Dringlichkeit der Behandlung des Themas in den politischen Debatten.
Andererseits ist es ein gutes Zeichen dafür, dass es eine große Zahl engagierter Filmemacher*innen und Sendeanstalten gibt, die Ressourcen in die Produktion von Menschenrechts-Filme steckt. Meine
Erwartung ist, dass wir auch in der 15. Wettbewerbsrunde, die im März 2026 startet, wieder eine ähnlich hohe Zahl von relevanten Filmproduktionen vorgelegt bekommen“, so Kircher
abschließend.
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Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ist ein unabhängiger Medienwettbewerb und wird im Rhythmus von zwei Jahren vergeben. Der Preis und wird aktuell von 20 Organisationen der
Zivilgesellschaft gestaltet, finanziert und durchgeführt. Zu den Trägern gehören Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, konfessionell geprägte Organisationen,
Gewerkschaften sowie Wohlfahrtsverbände und kommunale Einrichtungen. Sie sind geeint im Ziel der Achtung und Wahrung der Menschenrechte. Zudem unterstützen Verbände und Einzelpersonen den
Filmwettbewerb. Die Geschäftsführung liegt bei der Evangelischen Medienzentrale Bayern.
