Demokratiewanderung „Wir gehen weiter für Demokratie“ am Bostalsee

Aktion des Bündnisses für Demokratie in St. Wendel

Demowanderung am Bostalsee. Foto: Cornelieke Lagerwaard
Demowanderung am Bostalsee. Foto: Cornelieke Lagerwaard

Am Sonntag, den 5. Mai 2024, fand die Veranstaltung "Wir gehen weiter für Demokratie" statt, organisiert vom Bündnis für Demokratie, Vielfalt und Teilhabe im St. Wendeler Land.

 

14.05.2024

 

(St. Wendel/bt) – Am Sonntag, den 5. Mai 2024, fand die Veranstaltung "Wir gehen weiter für Demokratie" statt, organisiert vom Bündnis für Demokratie, Vielfalt und Teilhabe im St. Wendeler Land.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unternahmen eine Wanderung um den Bostalsee, bei der sie an verschiedenen Stationen Halt machten.

Pfarrerin Gabriele Kräuter von der evangelischen Kirche sowie die Pastoralreferentinnen Carola Fleck (Pastoraler Raum Tholey) und Monika Leidinger (Pastoraler Raum St. Wendel) übernahmen den Auftakt und die Begrüßung am Musikpavillon auf der Festwiese am Bostalsee.

Ein besonderer Stopp fand statt am "Raimund-Hirsch-Platz", einem der „7 Orte gegen das Vergessen im Sankt Wendeler Land", wo Landrat Udo Recktenwald über das jüdische Leben und die Kultur in der Region sprach, die mit dem Nationalsozialismus zerstört wurde.

Raimund Hirsch, genannt Remo, wurde am 8.9.1934 geboren und lebte mit seiner Familie in Gonnesweiler. Er wurde als 7-Jähriger mit seinen Eltern 1942 in den polnischen Distrikt Lublin deportiert. Die jüdische Familie gilt seitdem als verschollen und wurde am 31.12.1944 für tot erklärt. Raimunds Großeltern wurden nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet.

Die Teilnehmenden setzten ihre Wanderung fort zur Skulptur "Requiem für die Juden". Hier sprach Cornelieke Lagerwaard vom Verein „Straße des Friedens – Straße der Skulpturen in Europa" einige Worte. Sie berichtete von der Arbeit Leo Kornbrusts, der sich die Idee von Otto Freundlich zu eigen gemacht hat, eine Völkerverbindende Straße des Friedens zu schaffen.

Die Skulptur ist geschaffen von Shelomo Selinger, selbst Opfer des NS-Regimes.

Die Wanderung, die von knapp 100 Menschen besucht war, endete mit einer Abschluss- und Verabschiedungszeremonie am Musikpavillon.

Diese Veranstaltung war ein wichtiger Schritt, um die Erinnerung an die Vergangenheit zu bewahren und sich gemeinsam für Demokratie, Vielfalt und Teilhabe einzusetzen.

Zum Bündnis gehören das Adolf-Bender-Zentrum, die Lebenshilfe St. Wendel, die Awo Saarland, der Caritasverband Schaumberg-Blies e.V., die Pastoralen Räume St. Wendel und Tholey, die St. Wendeler Initiative für Arbeit und Familie, idee.on, die Stiftung Hospital St. Wendel gGmbH, die evangelische Kirchengemeinde St. Wendel-Illtal, die Europäische Skulpturenstraße des Friedens sowie der Verein Was geht?