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Gradlhof in Zeißau. Foto: Transgourmet
Gradlhof in Zeißau. Foto: Transgourmet

Neues innovatives Nachhaltigkeitsprojekt: Transgourmet macht Landwirten den Hof

5.12.2023

 

(Riedstadt/tg) - Um mehr Landwirte in Deutschland bei der Umstellung auf Bio-Landbau zu unterstützen, ruft der Lebensmittelgroßhändler Transgourmet Deutschland die Initiative „Bio-Möglichmacher“ ins Leben. Interessierte Betriebe können sich bei dem Unternehmen bewerben und die Chance auf eine umfassende Förderung bei ihrem Weg zur Bio-Landwirtschaft erhalten. Die Nachfrage nach Ware mit dem Biosiegel ist ein anhaltender und weiterhin wachsender Trend. Immer mehr Betriebe aus Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung – und auch deren Gäste – legen bewusst Wert darauf, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine von Transgourmet beauftragte Studie, die sich mit Bio-Verpflegung, vor allem in Kantinen und Mensen, beschäftigt.

 

Demnach achtet die Hälfte der Befragten privat auf den Kauf von Bio-Produkten. Fast genauso viele würden sich auch eine Ausweitung des Angebots in ihren Betriebskantinen wünschen. Vor allem jüngere Generationen führen einen gesunden Lebensstil und sehen den Mehrwert der Bio-Erzeugnisse. Dafür spricht auch der Erfolg und der starke Zuwachs bei der Bio-Eigenmarke Transgourmet Natura, die das Unternehmen 2021 an den Start brachte.

 

Von Seiten der EU und der Bundesregierung gibt es ebenfalls Vorgaben, die Bio-Fläche und den Bio-Anteil in der Außer-Haus-Verpflegung zu erhöhen. Der großen Nachfrage steht allerdings noch ein im Vergleich geringer Anteil an Bio-Produzenten in Deutschland gegenüber, die den Markt mit regionalen Produkten versorgen könnten. „2021 gab es hierzulande erst knapp 36.000 Öko-Betriebe, nur 11% der Agrarflächen wurden ökologisch bewirtschaftet.“, erklärt Kathrin Caro Pulido, Leitung des Bereichs Nachhaltigkeit bei Transgourmet. „So kommt es zu Engpässen bei der Versorgung der Kunden mit heimischer Bio-Ware.“ Ziel für die Zukunft ist es, den Anteil an ökologischen Landwirtschaftsflächen in Deutschland bis 2030 auf 30% zu steigern.

 

Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, hat Transgourmet nach Einführung der Bio-Eigenmarke Natura und eines umfassenden Bio-Beratungsangebot das innovative Projekt „Bio-Möglichmacher“ gestartet. Mit der Initiative soll Landwirten, die über eigene Erzeugnisse in Bio-Qualität nachdenken, sprichwörtlich der Hof gemacht werden. Das Ziel ist es, den Betrieben die Umstellung zu erleichtern und damit die Herstellung von Bio-Produkten aus Deutschland zu unterstützen. Dazu bietet das Unternehmen interessierten Höfen die Möglichkeit, an einem Wettbewerb teilzunehmen und eine übergreifende Förderung zu erhalten. Andere eventuelle Förderungen werden hierdurch nicht beeinträchtigt. „Die durch ein Wettbewerbsgremium ausgewählten Betriebe profitieren von einer finanziellen Unterstützung über zwei Jahre, der Chance, Transgourmet direkt oder über Partner mit den Bio-Produkten zu beliefern, direkter Zugang zu einem umfassenden Netzwerk sowie Marketing-Maßnahmen zur Bewerbung ihres Hofes nach außen.“, erläutert Caro Pulido.

 

Für die Durchführung des Wettbewerbs hat sich Transgourmet auch die Unterstützung namhafter Institutionen der Branche gesichert. Der bayerische Bauernverband, die Ökomodell-Region Süd, die Duale Hochschule Baden-Württemberg, das Forschungsinstitut für biologischen Landbau sowie der Food Campus Berlin beteiligen sich mit Begeisterung an dem Projekt. Bis Ende Februar können sich die Höfe noch bewerben und den nächsten Schritt Richtung Bio-Betrieb gehen.

 

Kennen Sie Höfe, für die die Bio-Möglichmacher genau das Richtige sind? Dann machen Sie auf das Projekt aufmerksam oder informieren Sie sich weiter unter www.mach.bio.

 

Transgourmet stellt seine künftigen Bio-Landwirte vor

Von Gemüse bis Wein

Christoph Kick vom Gradlhof in Zeißau. Foto: Transgourmet
Christoph Kick vom Gradlhof in Zeißau. Foto: Transgourmet

Um dem steigenden Bedarf nach Bioprodukten in Deutschland gerecht zu werden und bereits am Anfang der Produktionskette anzusetzen, hat Transgourmet 2022 das innovative Projekt „Bio-Möglichmacher“ ins Leben gerufen. Mit der Initiative sollte Landwirten, die über eigene Erzeugnisse in Bio-Qualität nachdenken, sprichwörtlich der Hof gemacht und die Umstellung auf Bio erleichtert werden. 

Mittels eines Wettbewerbs hatten Betriebe die Möglichkeit, eine übergreifende Förderung für zwei Jahre zu erhalten. Nach der Bewerbungs- und Auswahlphase stehen fünf Betriebe fest, die bereits seit August die Förderung erhalten. Von Obst und Gemüse über tierische Erzeugnisse bis hin zum Wein bieten die Landwirte dabei eine umfangreiche Bandbreite an Produkten aus dem Bio-Anbau. Transgourmet stellt nun die Gesichter dahinter vor. 

Christopher Kick, Gradlhof: Der Wunsch nach einem Hof, auf dem Artenvielfalt und das Wohlergehen der Tiere eine Rolle spielt, brachte ihn dazu, den Gradlhof in Zeißau weitgreifend umzustrukturieren. So soll in den nächsten Monaten nicht nur auf Mutterkuhhaltung umgestellt werden, sondern auch auf synthetische Pflanzenschutzmittel und mineralische Dünger verzichtet werden. 

Stephan Lankes, Biohof Lankes: Der studierte Gartenbauer gründete 2023 seinen eigenen Bio-Betrieb in Brüggen mit einem Gemüse- und Obstanbau. Für ihn bietet Bio-Landwirtschaft die Chance, nicht nur kommerzielle Motivationen zu verfolgen, sondern auch die sozialen und ökologischen Aspekte in den Vordergrund zu rücken. 

 

Felix Heil, Heichelberghof: Der familienbetriebene Gemüseanbau in Groß-Umstadt war schon vor 30 Jahren Bioland-zertifiziert. Zu dieser Zeit war jedoch noch kein Markt für Bio-Produkte vorhanden. Mit altem Wissen und neuer Technik wird nun ein Neuanfang gemacht. Wichtig dabei: die Verzahnung von Naturschutz und Landwirtschaft. 

Silvia Emmerich, Weingut Emmerich: Der Wunsch mit eigenen Händen und ressourcenschonend zu erschaffen, treibt die Winzerin und Jungsommelière dazu an, auf ihrem Weingut in Iphofen Bio-Wein produzieren zu wollen. Im Weinberg möchte sie die Artenvielfalt fördern und die Natur als Lebensraum erhalten.  

 

Niclas Meyer, Hof Meyer Glesse: Landwirtschaft nachhaltiger gestalten: das ist das Ziel von Niclas Meyer und seinem Sohn Marvin auf dem Hof im Weserbergland, der bereits seit 16 Generationen in Familienhand ist. Vor allem ist die Umstrukturierung der Milchviehherde auf eine regenerative, nachhaltige Rasse geplant. 

Über Transgourmet Deutschland

Unter der Dachmarke „Transgourmet Deutschland“ sind die Spezialisten „Transgourmet“ für den Belieferungsgroßhandel und „Selgros Cash & Carry“ für den Abholgroßhandel vertreten. Hinzu kommen weitere spezialisierte Unternehmen mit einem breiten Leistungsangebot für die Kund:innen. In Deutschland ist Transgourmet Marktführer im Belieferungsgroßhandel für Kund:innen aus Gastronomie, Hotellerie, Betriebsverpflegung, sozialen Einrichtungen, Einzelhandel und weiteren Gewerben. Sitz des Unternehmens ist im hessischen Riedstadt. 


Autorin: Transgourmet; zusammengestellt von Gert Holle - 5.12.2023