Berufung kann zu einem wunderbaren Geschenk werden

„TRANSNATIONALE BEGEGNUNG“ IN DER TRIERER WELSCHNONNENKIRCHE

 Eine transnationale Begegnung im Altarraum der französisch-luxemburgisch-deutschen Welschnonnensaga. Foto: Marc Jeck
Eine transnationale Begegnung im Altarraum der französisch-luxemburgisch-deutschen Welschnonnensaga. Foto: Marc Jeck

Eine Woche nach der Europawahl fand in der Trierer Welschnonnenkirche eine transnationale Begegnung statt.

 

21.06.2024

 

Von Marc Jeck/Judith Rupp

(Trier/mj/jr) – „Ein herzliches Willkommen in der französischsten Kirche der Stadt Trier”: So hat Weihbischof Jörg Michael Peters den ehemaligen Primas von Gallien, Philippe Kardinal Barbarin aus Lyon, begrüßt, der am vergangenen Wochenende (15./16. Juni) mit einer 40-köpfigen Delegation aus Frankreich nach Trier gereist war und in der Welschnonnenkirche einem Gottesdienst vorstand.

AKTUELL BEI WIR IM NETZ - SPIRITUALITÄT - 21.06.2024


Erinnerungsarbeit soll mehr junge Menschen erreichen

TRIERER GENERALVIKAR UND VERTRETER DES PASTORALEN RAUMS HERMESKEIL ZUM ORTSTERMIN IM EHEMALIGEN SS-SONDERLAGER/KZ HINZERT

Blick auf den Standort der Baracken. Foto:  © Inge Hülpes/Bistum Trier
Blick auf den Standort der Baracken. Foto: © Inge Hülpes/Bistum Trier

 

Generalvikar Ulrich von Plettenberg und Vertreter des Pastoralen Raums Hermeskeil treffen sich zum Ortstermin im ehemaligen SS-Sonderlager/KZ Hinzert

 

Von Inge Hülpes

 

(Hinzert/ich)– In der Dokumentations- und Begegnungsstätte auf dem Gelände des ehemaligen SS-Sonderlagers in Hinzert findet man keinen rechten Winkel. Schon beim Betreten irritieren die Dreieckskonstruktionen, die Holz mit spiegelnden Glas- und korrodierten Stahlelementen kombinieren. Im hinteren Teil öffnet sich der Raum hin zu einer Glasscheibe, die die gesamte Fläche der Rückwand einnimmt – dahinter Wiesen und Felder. Auf dem unteren Drittel der Glaswand ist ein Druck angebracht. Dunkle Schemen lassen erahnen, wie die Baracken der Häftlinge damals, als die Nationalsozialisten Europa terrorisierten, in der Landschaft standen. „Vernichtung durch Arbeit“ hieß die Devise in dem 1938 erbauten Lager, das die Nazis zunächst als „Erziehungslager” für sogenannte „Arbeitsscheue” errichten ließen. Zwei Jahre später, am 1. Juli 1940, erhielt es den Status eines KZ-Hauptlagers.  

 

Heute kann man die Gedenkstätte dank der Arbeit des 1989 gegründeten Fördervereins und der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) besuchen und sich selbst einen Eindruck verschaffen über die Gräueltaten, die dort, im beschaulichen Hochwald, begangen wurden. Zum Ortstermin an einem regnerischen Frühsommertag Mitte Juni mit Dr. Alexander Quack von der LpB und Georg Mertes vom Förderverein kommen der Trierer Generalvikar Ulrich von Plettenberg und Vertretungen des Pastoralen Raums (PastR) Hermeskeil zusammen. Im Rahmen der Visitation des PastR soll überlegt werden, wie die Bildungs- und Gedenkarbeit insbesondere für junge Leute, z.B. in der Firmvorbereitung oder für Schüler*innengruppen, intensiviert werden kann. Angebote gibt es bereits einige, berichtet Quack. Allein in diesem Jahr waren schon rund 4.000 Besucher*innen dort, davon etwa ein Viertel Jugendliche. Die können, je nach Altersklasse, z.B. anhand von Archiv-Fotos und Luftaufnahmen ermitteln, wo der Fotograf gestanden haben muss, um das Foto zu schießen. Oder sie erschließen sich den Alltag der KZ-Häftlinge mithilfe originaler Gegenstände wie einem rudimentären Rasierappart oder einem Löffel. Im Quellenworkshop können Oberstufenschüler*innen mit Kopien von Originaldokumenten arbeiten. Dort rekonstruieren sie anhand von Todesbescheinigungen den Lebens- und Leidensweg der KZ-Häftlinge und verschaffen sich einen Überblick über die unterschiedlichen Häftlingsgruppen. Darunter sind etwa die sogenannten „Nacht-und-Nebel-Gefangenen" – Männer, die des Widerstands verdächtigt waren und zur Abschreckung der Bevölkerung interniert wurden.  

 

Dem kollektiven Gedächtnis auf die Sprünge helfen 

Schaut man sich die Quellen genau an, wird ersichtlich, wie sehr das kollektive Gedächtnis der Region nach dem Zweiten Weltkrieg gewillt war, die von den Nationalsozialisten begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verdrängen. Eine Akte beispielsweise, die im Quellenworkshop auftaucht, gibt Einblick in den Fall des für das Lager zuständigen Arztes Theophil Hackethal, damals SS-Obersturmbannführer und leitender Arzt im Hermeskeiler Krankenhaus. Indem er Todesbescheinigungen fälschte, vertuschte er nachweislich an den Häftlingen begangene Folter und Grausamkeiten. Schwerkranke schickte er in die Zwangsarbeit und protokollierte sogar Massenhinrichtungen. Nach Kriegsende wurde er zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Von seiner Strafe saß er jedoch nur knapp die Hälfte ab. Sein Begnadigungsgesuch unterstützten damals neben dem Bürgermeister von Hermeskeil auch der rheinlandpfälzische Ministerpräsident und sogar der Bischof von Trier, Bernhard Stein. Nach seiner Entlassung kehrte Hackethal nach Hermeskeil zurück, wo er bis zu seinem Tod 1959 als Arzt praktizierte.  

Mit ihrer Dokumentationsarbeit und den zielgruppenspezifischen Bildungsangeboten helfen Quack und Mertes dem kollektiven Gedächtnis auf die Sprünge. „Wir zeigen auf, wie die Konsequenzen einer menschenverachtenden Ideologie aussehen können”, sagt Mertes. Quack ergänzt: „Wir beobachten leider, dass das Basiswissen über den Nationalsozialismus bei jungen Menschen geringer ist als noch vor einigen Jahren.” Daher würde er sich wünschen, dass die Gedenkstätte inklusive der Bildungsangebote noch mehr Zulauf hätte. Schulklassen können übrigens Fahrtkostenzuschüsse bei der LpB beantragen.  

 

Erinnerungsarbeit fest in Firmvorbereitung integriert 

„Dass wir so nah an Trier eine solche Gedenkstätte haben, ist auch eine Verpflichtung für uns”, betont Generalvikar von Plettenberg. Es sei ihm ein Anliegen, dass noch mehr junge Menschen mit der Erinnerungsarbeit erreicht würden, „etwa in der Firmvorbereitung, über das Handlungsfeld Politische Bildung in unserer Jugendabteilung und natürlich mit unseren Schulen.” Dass altersgerechte Bildungsarbeit insbesondere bei Jugendlichen verfängt, zeigt ein Stein in der Kapelle auf dem Friedhof, auf dem jene begraben sind, deren Leichen in den Massengräbern hinter dem Lager im Wald gefunden wurden. Auf diesen Stein haben die Firmlinge der Pfarreiengemeinschaft Salmtal im vergangenen Jahr geschrieben: „Wir sind nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.” 

Im kommenden Juli wird es unter der Leitung von Pastoralreferent Thomas Kupczik das Angebot „Firmung kompakt” geben. Im Fokus der Firmvorbereitung steht die Frage, welche Verantwortung Christ*innen für eine gerechte und friedliche Welt tragen. Das dreitägige Programm beinhaltet unter anderem einen Gedenkstättenbesuch im ehemaligen SS-Sonderlager/KZ Hinzert.  

www.gedenkstaette-hinzert-rlp.de

 

 


Unglaublich viel bewegt

Gemeinsam sprachen die Frauen und Männer ihr Berufsgruppengebet und ließen sich neu senden. Foto: © Markus Hauck (POW)
Gemeinsam sprachen die Frauen und Männer ihr Berufsgruppengebet und ließen sich neu senden. Foto: © Markus Hauck (POW)

Berufsgruppe der Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum Würzburg besteht seit 75 Jahren – Gottesdienst und Empfang unter dem Motto „Berufen, zu bewegen“ Geburtstagsständchen von Bischof Jung

 

20.06.2024

 

(Würzburg/POW) - Bischof Dr. Franz Jung war das ein Geburtstagsständchen wert: Seit 75 Jahren gibt es die Berufsgruppe der Gemeindereferentinnen und ‑referenten im Bistum Würzburg. Gefeiert worden ist dieses Jubiläum am Freitag, 14. Juni, in Würzburg, unter anderem mit einer Wort-Gottes-Feier unter dem Motto „Berufen, zu bewegen“ mit Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran im Neumünster und einem anschließenden Festakt im Burkardushaus. Dem Gottesdienst ging ein Dialog zur Zukunft der Kirche mit Ursula Hahmann, Mitbegründerin der Aachener Gemeinde „Zeitfenster“, und Hochschulpfarrer Burkhard Hose voran.


Schirmherrin für „Dorfkirche mon amour“

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt: „Dorfkirchen sind Orte der Begegnung“

 

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt betont die Bedeutung von Dorfkirchen als Orte der Begegnung. Die Nordkirche unterstützt mit „Dorfkirche mon amour“ eine Kunstausstellung in Zahrensdorf und feiert das 20-jährige Jubiläum des Fördervereins für den Erhalt der Dorfkirche.

 

21.06.2024

 

(Zahrensdorf / Schwerin/dds) - Das nächste Museum ist weit entfernt, das nächste Café zwei Orte weiter und der Dorfkiosk ist geschlossen: Dorfkirchen sind in vielen Gemeinden eine der wenigen noch offenen Plätze. Die Veranstaltungsreihe „Dorfkirche mon amour“ macht diese Plätze mit Installationen, Musik, bildender oder darstellender Kunst noch sichtbarer. „Dorfkirchen sind erlebbare Orte von Begegnung und wenn durch die Künstlerinnen und Künstler noch mehr Menschen den Weg zu ihnen finden, sich hier mit Nachbarn, Freunden und Mitbürgern treffen und gemeinsame Zeit verbringen können, dann ist dies in der heutigen Zeit ein Segen“, erklärte die Schirmherrin von  „Dorfkirche mon amour“, die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) Kristina Kühnbaum-Schmidt, anlässlich des Mittsommerabends von „Dorfkirche mon amour“ in der Dorfkirche Zahrensdorf (Landkreis Ludwigslust-Parchim) am Freitag (21. Juni) ab 18 Uhr. 

Orientierung findet man am besten im Gespräch

„Dorfkirche mon amour“ hat in der Dorfkirche Zahrensdorf aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums des Fördervereines zum Erhalt der Kirche eine Ausstellung mit Grafiken zum Thema „Licht“ aus der Sammlung der Nordkirche zusammengestellt. „Licht ist in der Bibel eine Metapher für Gott und für Wahrheit. Am ersten Tag der Schöpfung erschafft Gott das Licht. Im Licht erkennen wir unseren Weg“, so Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt. „Licht gibt Orientierung“, sagte die Leitende Geistliche der Nordkirche. „Und Orientierung findet man am besten im Gespräch. Dafür eignen sich Dorfkirchen als Begegnungsorte, besonders wenn sie durch Kunst auch zu Erlebnisorten werden.“ 

 

Förderverein für Erhalt der Kirche feiert sein 20-jähriges Jubiläum 

Die Kirche in Zahrensdorf gehört zu den ältesten Kirchen in Mecklenburg- Vorpommern. 1230 wurde sie im Ratzeburger Zehntregister erstmals urkundlich erwähnt. Das aus sauber geschichteten Feldsteinquadern errichtete Langhaus ist ein typischer Kirchbau aus spätromanischer Zeit. Im 15. Jahrhundert wurde dem ursprünglich turmlosen Bau ein Westturm vorgebaut. Als letzter Bauteil wurde im 17. Jahrhundert der Chor in Backstein angefügt. Der Erhalt der Kirche wird durch einen Förderverein unterstützt. Der Förderverein feiert 2024 sein 20-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung hat er unter anderem die Reparatur der Turmeingangstür, die Pfeilersanierung, die Restaurierung der Orgel sowie Sanierung des Kirchturmes geleistet und dafür eine halbe Million Euro aufgebracht. Die Ausstellung „Licht“ in der Kirche gehört zum Jubiläumsprogramm. Musikalisch untermalt wird die Ausstellungseröffnung von der Rostocker Band Jive Sharks.

 

 


Ein Ort kirchlicher Vielfalt: Kirche bietet Kulturelles und Spirituelles

Die Kirche liegt hoch über dem Moseltal und ist beliebter Halt für Wanderer und Pilgerer. Foto: © Julia Fröder
Die Kirche liegt hoch über dem Moseltal und ist beliebter Halt für Wanderer und Pilgerer. Foto: © Julia Fröder

Seit mehr als 750 Jahren gibt es die Bleidenberger Wallfahrtskirche. Um die Pflege und den Erhalt kümmern sich seit vielen Jahrzehnten engagierte Sängerinnen und Sänger. Nun übernimmt diese Aufgabe das "Team Bleidenberg".

 

19.06.2024

 

Von Julia Fröder

 

Bleidenberg/Oberfell – Jahrhundertealte christliche Tradition, mystischer Kulturraum und landschaftsprägendes Bauwerk – das alles trifft auf die mehr als 750 Jahre alte Wallfahrtskirche auf dem Bleidenberg bei Oberfell an der Untemosel zu. In diesem Jahr gibt es hier erstmals eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Kirche. Kultur. Raum“. In diesem Zusammenhang können Interessierte am Freitag, 21. Juni, um 19 Uhr bei freiem Eintritt einen Klangabend unter der Überschrift „Spirit.Sound.Silence“ erleben. 


2000 Gäste beim Tag der offenen Tür im Kloster Mehrerau

Umgebauter Osttrakt lockt Interessierte an – Gute Stimmung beim Festakt am Abend

Architektenteam: Stefan Paoloni, Mathias Ganspöck, Greta Karbacher (EKG) Barbara Keiler (Denkmalamt)   Copyright: Lisa Mathis,
Architektenteam: Stefan Paoloni, Mathias Ganspöck, Greta Karbacher (EKG) Barbara Keiler (Denkmalamt) Copyright: Lisa Mathis,

 

18.06.2024

 

(Bregenz/ikp-V) -  Der erste Bauabschnitt der Arbeiten am Kloster Mehrerau ist geschafft. Mit großer Freude haben die Zisterziensermönche am Wochenende den von Grund auf renovierten Osttrakt präsentiert. Am Freitagabend fand dazu ein großer Festakt mit rund 70 geladenen Gästen statt. Am Samstag, den 15. Juni 2024, öffneten die Mönche die Klostertüren – etwa 2000 Interessierte kamen vorbei, um einmalige Einblicke ins Innere der Abtei zu erlangen.

 

 

 


75 Jahre Notkirche, 75 Jahre Grundgesetz: Großer Festgottesdienst in Mannheim

 

Landesbischöfin Heike Springhart predigt in EKD-Reihe über Artikel 2 GG – Austausch mit Landtagspräsidentin Mutherem Aras

 

19.06.2024

 

(Karlsruhe/Mannheim/ekiba) - 75 Jahre Notkirche, 75 Jahre Grundgesetz - gleich zwei bedeutende Jubiläen stehen am Sonntag, 23. Juni, ab 17 Uhr im Mittelpunkt eines Festgottesdienstes in der Mannheimer Gnadenkirche. In ihrer Predigt spricht Heike Springhart, Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, über Artikel 2 des Grundgesetzes: „Die Freiheit der Person ist unverletzlich.“ Der Gottesdienst ist Teil einer EKD-Reihe zum 75. Jubiläum des Grundgesetzes. Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht wird ein Grußwort halten.

 

Die Evangelische Gnadengemeinde in Mannheim feiert in diesem Monat das 75-jährige Jubiläum von Kirche und Gemeinde. Die Gnadenkirche ist eine von bundesweit nur 43 Notkirchen nach Entwürfen des Architekten Otto Bartning. Sie wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges mit Hilfe eines Spendenprogramms errichtet und am 19. Juni 1949 eingeweiht – knapp vier Wochen nach Inkrafttreten des Grundgesetzes. Die Feierlichkeiten der Gemeinde zu diesem Jahrestag münden in ein großes Festwochenende, an dessen Ende am Sonntag ab 17 Uhr der Festgottesdienst mit Heike Springhart steht.

 

Die Landesbischöfin nimmt die Parallelität der 75-jährigen Jubiläen von Notkirche und Grundgesetz zum Anlass, sich in ihrer Predigt mit dem sehr umfassenden Grundgedanken von Artikel 2 GG auseinander zu setzen. „Auf den Trümmern der dunkelsten Zeiten in unserem Land haben die Väter und Mütter des Grundgesetzes festgehalten: Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, und die Freiheit der Person ist unverletzlich. Die Gnadenkirche in Mannheim und das Grundgesetz sind in ihrem 75. Jahr Zeugnis dafür, dass aus Wunden und Verwerfungen das Wunder einer offenen und demokratischen Gesellschaft wachsen und Räume für Hoffnung entstehen können“, sagt Landesbischöfin Heike Springhart.

 

Bereits im Vorfeld dieses Gottesdienstes haben sich die baden-württembergische Landtagspräsidentin Mutherem Aras und Landesbischöfin Heike Springhart über das Grundgesetz ausgetauscht, über die Bedeutung für sie persönlich, den Artikel 2 angesichts der Ereignisse im Vorfeld der Wahl und das sogenannte „Nie wieder“, das unter anderem Motivation für das Grundgesetz damals war und worauf sie es heute konkret beziehen.

 

Eine Aufzeichnung des Gesprächs ist zu finden unter: www.ekiba.de sowie auf dem Youtube-Kanal der Evangelischen Landeskirche in Baden unter: https://youtu.be/SkC60raC_OU

 

 

EKD-Reihe:
Zum 75. Jubiläum des Grundgesetzes veranstaltet die EKD eine Gottesdienstreihe, die die Präambel und die ersten 19 Artikel thematisiert. Jede der 20 Landeskirchen widmet sich einem Verfassungselement. Die Reihe begann am 26. Mai in Hannover und Bonn und endet am 20. November in Bremen. Sie ehrt die Verfassung als Ausdruck von Demokratie und Gottesverantwortung, inspiriert von den Erfahrungen der Parlamentarischen Ratsmitglieder gegen die Nazi-Diktatur. Einige Gottesdienste finden an den Geburtsorten der Grundgesetzschöpfer statt, um deren Beiträge zu würdigen. Mehr zur EKD-Reihe „75 Jahre Grundgesetz“ gibt es auf der Homepage der EKD.


Der Friedhof der Zukunft: Messe Nürnberg, Stone+tec 2024

Zukunftstag am Freitag, 21. Juni, 10:45-16:00

Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher (www.horx.com), Foto: Klaus Vyhnalek (www.vyhnalek.com)
Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher (www.horx.com), Foto: Klaus Vyhnalek (www.vyhnalek.com)

Junge Verantwortungsträger*innen aus Kirchen, Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft werden gemeinsam ein Zukunftsbild des Friedhofes entwickeln. Dabei geht es auch darum, welche Potentiale der Friedhof der Zukunft für den Einzelnen und die Gesellschaft hat.  

 


Den Zukunftstag im Rahmen der Fachmesse Stone+tec (Messe Nürnberg) wird der Zukunftsforscher Matthias Horx moderieren.


Die Zukunft mitgestalten

ERSTE SYNODALVERSAMMLUNG IM PASTORALEN RAUM BAD NEUENAHR-AHRWEILER

Andrea Kien-Groß (links) und Ramona Kaspers, frisch gewähltes Mitglied im Rat des Pastoralen Raums, im Austausch mit anderen Engagierten. © Julia Fröder
Andrea Kien-Groß (links) und Ramona Kaspers, frisch gewähltes Mitglied im Rat des Pastoralen Raums, im Austausch mit anderen Engagierten. © Julia Fröder

Vernetzen, austauschen und die große Frage nach der Zukunft der katholischen Kirche im Pastoralen Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler standen im Mittelpunkt der ersten Synodalversammlung.

 

18.06.2024

 

Von Julia Fröder

 

(Lantershofen/jf) – Unter der Aufforderung „Loss jonn“ hat die erste Synodalversammlung im Pastoralen Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler am 15. Juni im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen gestanden. Mehr als 80 Personen folgten der Einladung und zeigten großes Interesse für die weitere Gestaltung des katholischen Lebens im Ahrtal. Auf dem Programm stand auch die Wahl des neuen Rats im Pastoralen Raum, der über die zukünftigen Schwerpunkte mitentscheidet.

 


Mit Lichterkette am Donnerstag: Schweriner Dom ruft zum Protest gegen Rassismus auf

Nach den jüngsten rassistischen Übergriffen ruft die Evangelisch-Lutherische Domgemeinde Schwerin dazu auf, am 20. Juni 2024 mit einem Lichtermeer gegen Rassismus zu protestieren. Unter dem Motto „Zeigt Euer Gesicht gegen Rassismus“ sollen Bürgerinnen und Bürger um den Schweriner Dom und alle Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern Kerzen entzünden.

 

17.06.2024

 

(Schwerin/dds) - . Angesichts der rassistischen Übergriffe der letzten Tage hat die Evangelisch-Lutherische Domgemeinde Schwerin dazu aufgerufen, gemeinsam am kommenden Donnerstag (20. Juni 2024) mit einer Lichterkette ein Zeichen gegen rassistischen Terror zu setzen. Unter dem Motto „Zeigt Euer Gesicht gegen Rassismus“ sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich mit Kerzen um den Schweriner Dom und um jede Kirche in Mecklenburg-Vorpommern zu versammeln und diese zuvor an den Osterkerzen der Kirchen zu entzünden. 

 

Ein gemeinsames und deutlich sichtbares Zeichen setzen

Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) Kristina Kühnbaum-Schmidt, zu deren Predigtstätten der Don zu Schwerin zählt, hat sich entsetzt über die gehäuften mutmaßlich rassistisch motivierten Vorfälle in Mecklenburg-Vorpommern geäußert. „Diese Taten sind entsetzlich und durch nichts zu entschuldigen. Deshalb ist es wichtig, unverzüglich ein gemeinsames und deutlich sichtbares Zeichen gegen Rassismus und für eine weltoffene Gesellschaft zu setzen.  Jeder Mensch soll sich hier sicher fühlen und sicher leben können - dafür müssen wir gemeinsam und öffentlich sichtbar einstehen.“, erklärte die Landesbischöfin. „Daher unterstütze ich ausdrücklich den Aufruf der Schweriner Domgemeinde und bitte alle Kirchengemeinden in Mecklenburg-Vorpommern sich anzuschließen. Bitte kommen Sie am Donnerstag um 18 Uhr zum Dom oder zu Ihren Kirchen vor Ort und entzünden Sie Kerzen, damit ein starkes Signal für ein christliches Miteinander diese Welt erhellt.“ 

 

Christlicher Glaube lässt für Rassismus keinen Platz

Die Leitende Geistliche der Nordkirche betonte weiterhin: „Als Landesbischöfin unserer Evangelisch-Lutherischen Nordkirche sage ich klar und deutlich: Alle Menschen sind gleichermaßen Gottes Geschöpfe. Ihnen allen kommen gleiche Würde und gleiche Rechte zu. Christlicher Glaube lässt deshalb für Rassismus und Rechtsextremismus, für Antisemitismus und Ausgrenzung keinen Platz! Als Christenmenschen sind wir Teil einer demokratischen und vielfältigen Gesellschaft und in genauso einer Gesellschaft wollen wir friedlich zusammenleben.“ 

 

Wir stehen als Gesellschaft zusammen

Die Schweriner Domgemeinde hatte in ihrem Aufruf geschrieben: „Wir setzen ein Zeichen, dass in Mecklenburg-Vorpommern nicht Gewalt und Fremdenfeindlichkeit die Herrschaft ergriffen haben. Unser Bundesland ist und bleibt weltoffen, demokratisch und bunt und wir stehen als Gesellschaft zusammen.“ Weiter heißt es in dem von Domprediger Günzel Schmidt unterzeichnetem Aufruf: „Um den Schweriner Dom und um jede Kirche in Mecklenburg-Vorpommern sollen am kommenden Donnerstag, 20. Juni 2024 um 18:00 Uhr Kerzen leuchten. Kommt gemeinsam mit Euren Familien, Vereinen, Kolleginnen und Kollegen, Nachbarn und Kindern. Bringt Kerzen von zuhause mit, zündet sie an der Osterkerze in der Kirche an, stellt Euch mit uns um die Kirchen und zeigt Euer Gesicht gegen Rassismus!“

 

Hintergrund: Der Aufruf der Evangelisch-Lutherische Domgemeinde Schwerin im Wortlaut

 

Zeigt Euer Gesicht gegen Rassismus

Mitbürgerinnen und Mitbürger in Mecklenburg-Vorpommern wurden am vergangenen Wochenende wegen ihrer Hautfarbe oder ihres Aussehens angegriffen, verletzt und rassistisch geschmäht. Wir stellen uns diesem rassistischen Terror entgegen. Wir setzen ein Zeichen, dass in Mecklenburg-Vorpommern nicht Gewalt und Fremdenfeindlichkeit die Herrschaft ergriffen haben. Unser Bundesland ist und bleibt weltoffen, demokratisch und bunt und wir stehen als Gesellschaft zusammen. Um den Schweriner Dom und um jede Kirche in Mecklenburg-Vorpommern sollen am kommenden Donnerstag, 20. Juni 2024 um 18:00 Uhr Kerzen leuchten. Kommt gemeinsam mit Euren Familien, Vereinen, Kolleginnen und Kollegen, Nachbarn und Kindern. Bringt Kerzen von zuhause mit, zündet sie an der Osterkerze in der Kirche an, stellt Euch mit uns um die Kirchen und zeigt Euer Gesicht gegen Rassismus!

 

gez. Domprediger Güntzel Schmidt

 

 


Annika Woydack leitet ab November 2024 das Diakonische Werk Hamburg

Foto: privat
Foto: privat

Annika Woydack wird künftig das Diakonische Werk Hamburg leiten. Die Nordkirche berief sie zur Landespastorin. Woydack ist derzeit Landesjugendpastorin und übernimmt das neue Amt am 1. November 2024. 

 

17.06.2024

 

(Schwerin/Hamburg/dds/mh) -Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat Annika Woydack zur zukünftigen Landespastorin des Diakonischen Werkes Hamburg berufen. Damit folgte sie dem Vorschlag des Aufsichtsrates des Diakonischen Werkes Hamburg. Woydack, derzeit Landesjugendpastorin der Nordkirche und Leitende Pastorin des Hauptbereiches Generationen und Geschlechter, wird ihr Amt am 1. November 2024 antreten. 

 

 


Feiern im Flammenschein: Kirchengemeinden in Mecklenburg und Pommern laden zu Festen am  Johannisfeuer ein

Foto: Sebastian Kühl
Foto: Sebastian Kühl

 

 

17.06.2024

 

(Rostock/Stralsund/skü/cme) - Am Montag, 24. Juni, ist Johannistag. An diesem Tag feiern Christen das Andenken Johannes des Täufers, eines Bußpredigers, der vor 2.000 Jahren in Palästina am Ufer des Flusses Jordan predigte und wirkte. Er gilt als Wegbereiter für Jesus Christus. Zum Brauchtum des Johannistags, der in enger Verbindung zur Sommersonnenwende steht, gehört vor allem das Johannisfeuer. Vielerorts im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg und im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis laden Kirchengemeinden anlässlich des Johannistags zu Andachten, Johannisfeuern, Gottesdiensten und Festen ein. Alle Interessierten sind unabhängig von ihrer Kirchenmitgliedschaft oder von ihrem Bekenntnis herzlich zu diesen Johannisfeiern eingeladen. Traditionell beginnen die Feiern mit einem Gottesdienst oder einer Andacht, danach wird am Johannisfeuer gefeiert, oft mit Gesang, anregenden Gesprächen und Leckereien vom Grill. Oftmals organisieren die Kirchengemeinden die Feste am Johannisfeuer mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehren.

 

Miteinander singen, klönen, essen und trinken

 

In Gristow, am Greifswalder Bodden, entzündet die örtliche Kirchengemeinde am 24. Juni ab 18 Uhr an der Kirche das Johannisfeuer. „Sie sind herzlich eingeladen zum gemütlichen Abend am Feuer, um miteinander zu singen, zu klönen, zu essen und zu trinken“, lädt die Kirchengemeinde ein. In der Kirchengemeinde Rostock Südstadt beginnt das Johannisfest am 24. Juni schon nachmittags. „Ab 15.30 Uhr sind wir mit Feuer, Stockbrot und Imbiss für Sie da! Gern können Sie etwas fürs Buffet mitbringen. Auch für ein Kinderprogramm ist gesorgt“, so die Einladung der Kirchengemeinde. Besonderer Höhepunkt: Um 18 Uhr gibt der Liedermacher Ingo Barz ein Konzert. Für einen romantisch-verträumten Rahmen des Johannisfests sorgt in Neubrandenburg die alte Feldsteinkirchenruine in Küssow. Bläsermusik begleitet die Andacht, die hier am 24. Juni um 17.30 Uhr beginnt. Danach leuchtet das Johannisfeuer und es gibt Gutes vom Grill. Die Kirchengemeinde bietet eine Mitfahrgelegenheit nach Küssow an, die um 17 Uhr an der Friedenskirche in der Neubrandenburger Oststadt startet.

 

Weitere Veranstaltungen zum Johannistag und viele weitere Termine sind hier zu finden:

www.kirche-mv.de/veranstaltungen

 

Die Teilnahme an den Johannistag-Veranstaltungen der Kirchengemeinden in beiden Kirchenkreisen ist kostenfrei. Nähere Auskünfte zu den hier beispielhaft aufgeführten und zu weiteren Veranstaltungen rund um den Johannistag im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis und im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg erteilen gern die Kirchengemeinden vor Ort, alle Kontakte sind zu finden auf www.kirche-mv.de

 

 


„Junge Erwachsene – KMU – Kirchensteuer“

 

 

17.06.2024

 

(Schöntal/drs) - Am 14.und 15. Juni traf sich das oberste gewählte Laiengremium der Diözese Rottenburg-Stuttgart in seiner Funktion als Katholikenrat und Kirchensteuervertretung zu seiner zweiten Sitzung während der Sedisvakanz in Kloster Schöntal.

Schwerpunktthemen waren neben der Projektstelle Junge Erwachsene und der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, ein Impulsvortrag zur Plausibilität der Kirchensteuer sowie die Vorstellung der Kirchensteuerkampagne der Diözese.

 

Glaubenskommunikation mit jungen Erwachsenen

 

Was bewegt junge Erwachsene? An welchen Stellen können pastorale Mitarbeitende der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Interessen der jungen Menschen aufgreifen und ansprechende Angebote für diese Zielgruppe schaffen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Projektstelle Junge Erwachsene. Es gilt zu erforschen, wie junge Erwachsene zwischen 18 und 35 gegenwärtig ihr Leben gestalten. Mit dem Ziel den Kontakt zu den jungen Erwachsenen herzustellen und deren Lebenswirklichkeit zu verstehen. Im Fokus stehen dabei junge Menschen mit wenig bis keinem Bezug zur (katholischen) Kirche, die sich dennoch mit Fragen zur sinnstiftenden Lebensgestaltung auseinandersetzen. Parallel dazu wurden Projekte von, für und mit jungen Erwachsenen begleitet. Dabei galt es, neue Zugangswege zur Zielgruppe an neuen Orten auszuprobieren und dementsprechende Initiativen (Leuchtturmprojekte in Kooperation mit nicht-kirchlichen Akteur:innen) zu fördern.

Die Projektverantwortlichen Susanne Grimbacher und Peter Lendrates informierten die Rätinnen und Räte über den aktuellen Stand der Projektarbeit, stellten die zentralen Ergebnisse der Projektauswertung vor und zeigten Perspektiven über den Projektzeitraum hinaus auf. Grimbacher und Lendrates machten deutlich, es braucht Orte, die Raum für junge Erwachsene und ihren Glauben schaffen und von der Logik her so funktionieren wie die Erprobungsräume im Projekt. Außerdem sind Personen wichtig, die an diesen Orten präsent sind und Programm möglich machen. Ein solcher Ort war und ist beispielsweise die Festivalseelsorge. Tabea Maillet Jugendseelsorgerin in Stuttgart berichtete kurz über ihre Erfahrungen beim Kesselfestival in Stuttgart. Hier gab es beispielsweise einen „chill out room“, in dem junge Menschen zur Ruhe kommen konnten und Zuflucht und Zuspruch fanden, wenn sie in Not gekommen waren.

Für die Zukunft vorgesehen, ist eine diözesane Vernetzung aller Stellen und Initiativen im Bereich Junge Erwachsene, um Kooperationen zu ermöglichen z.B. mit der Hochschulseelsorge, der Berufsschulpastoral, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Stabsstelle Mediale Kommunikation und vielen mehr.

Hintergrund: 2019 hat der Diözesanrat den Bereich „junge Erwachsene“ als ein Schwerpunktthema der Diözese gesetzt. Anlass dafür war u.a. die Studie zu den Austrittszahlen, durch die sichtbar wurde, dass vor allem Personen zwischen 18 und 35 Jahren aus der Kirche austreten. Dazu wurde 2020 eine Projektstelle eingerichtet, die auf fünf Jahre begrenzt ist.

 

Konsequenzen aus der 6. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU)

 

Die Ergebnisse der 6. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU), an der sich erstmals die katholische Kirche beteiligt hatte, machen nachdenklich. Ein Grund, sich intensiv mit den Themen Religiosität, Gottesbeziehung, Liturgie und Kirche als Sozial- und Engagementagentur auseinanderzusetzen. Zunächst präsentierten Weihbischof Matthäus Karrer, Leiter der Hauptabteilung Pastorale Konzeption, und Dr. Christiane Bundschuh-Schramm, Referentin für Kirchenentwicklung in eben jener Hauptabteilung, die Untersuchungsergebnisse der vier Themenfelder. In ihren Ausführungen wurde deutlich, dass sich die Kirche im säkularen Zeitalter nicht nur von einer Pastoralmacht, die den Menschen Glaube, Lebensweise oder Sozialform vorschreiben möchte, verabschieden müsse, sondern auch von der Auffassung, dass jeder Mensch nur mit Religion glücklich und gut werden könne. Auch beim Thema der Gottesfrage erreicht nicht das dezidiert christliche, sondern das offenere, nicht personale Gottesbild die höchste Zustimmung, auch in der Gruppe der Kirchenmitglieder. Nicht neu ist die Tatsache, dass Gottesdienste überwiegend anlassbezogen besucht werden – an hohen Feiertagen oder familiären Anlässen, wie Weihnachten und Ostern, Taufe, Hochzeit oder Beerdigung. Sichtbar wurde zudem, dass das ehrenamtliche Engagement, auch außerhalb der Kirche, zu ganz erheblichen Teilen durch kirchliche Religiosität bestimmt wird. Hauptmotiv für kirchliches Engagement ist dabei, Gemeinschaft zu erleben und für andere da zu sein und dass das soziale Miteinander wichtiger ist als religiöse Fragen.

Für die Kirchenentwicklung ergeben sich daraus Fragen, wie z.B. die individuelle Gottsuche durch theologische Impulse unterstützt werden kann. Wie und wo Räume geschaffen werden können, in denen angstfrei und offen über unterschiedliche Gottesbilder gesprochen werden kann. Welche Liturgie in Zukunft gebraucht wird. Wie Kirche agieren muss, um für die Menschen und das Gemeinwohl da zu sein.

In Kleingruppen tauschten sich die Rätinnen und Räte intensiv über diese Fragen aus. Die zentralen Erkenntnisse wurden im Plenum vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass „das Diakonische eine Brücke sein kann, damit die Gruppen nicht in ihrer eigenen Blase bleiben, sondern offen werden füreinander“, so Weihbischof Karrer. Dem Gespräch, der Gotteskommunikation müsse mehr Raum geben werden und „wir müssen uns offen machen für die Haltungen anderer und gleichzeitig für Gott eintreten und das klar und deutlich“, betonte Dr. Johannes Warmbrunn, Sprecher des Katholiken- und Kirchensteuerrates. In der Liturgie bewege besonders das Atmosphärische und die Musik und werde relevanter und in der Ehrenamtsentwicklung müsse der Blick noch mehr in die Gesellschaft gehen.

Die Erkenntnisse aus den Kleingruppen fließen in die Arbeit der diözesanen und überdiözesanen Gremien und in den von der Beratungsgruppe Pastoral und der Hauptabteilung Pastorale Konzeption angestoßenen Zielbildprozess ein.

 

Plausibilität der Kirchensteuer – Bezahlte Nächstenliebe

 

Um die Kirche und ihre Finanzen ging es am Samstagvormittag – ein viel und kontrovers diskutiertes Thema. Denn Zahlungen an die Kirchen finden geringere Akzeptanz und werden immer wieder in Frage gestellt. Kritiker monieren, dass der Staat die Kirchen privilegiert, indem er soziale Dienstleistungen refinanziert, die Caritas und Diakonie erbringen. In ihrem Impulsvortrag ging Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, Professorin für Christliche Gesellschaftslehre in Freiburg, auf diese Kritik ein. Ausgehend von dem Zitat „Kirche für die Armen“ von Papst Franziskus stellte Nothelle-Wildfeuer einer kirchlichen Option für die Armen vor, die Kirchensteuer nicht ausschließt, sondern deren Verwendung qualifiziert. Wenn der Staat beispielsweise Leistungen der Caritas mitfinanziert, dient er nicht der Kirchenfinanzierung, sondern finanziert soziale und karitative Leistungen mit, zu denen der Staat verpflichtet sei. Dies entspricht dem Subsidiaritätsprinzip: –Freie Träger – auch die Kirchen - erbringen Leistungen im Bereich von Bildung, Erziehung und Betreuung oder der soziale Unterstützungen und Hilfen. Das bedeutet, so Nothelle-Wildfeuer, nicht der Staat unterstütze die Kirchen, vielmehr unterstützen die Kirchen den Staat bei der Erfüllung seiner Pflichten.

Sie betonte „eine Kirche, die ihre Gemeinwohlverpflichtungen auch und gerade in einer individualisierten und pluralistischen Gesellschaft ernst nimmt, die Hilfe und Unterstützung für alle Menschen anbietet und die damit dem Sozialstaatsgebot zur Realisierung verhilft, erzählt keine Caritaslegende, wenn sie transparent darstellt, wie sie ihre Projekte, Einrichtungen und Dienstleistungen finanziert“. Sie präsentiere damit vielmehr das menschenfreundliche Gesicht der Kirche in unserer Gesellschaft – einer Kirche, die zwar an vielen Stellen mit der modernen, komplexen und hochdifferenzierten Gesellschaft fremdle, gerade in dieser Gesellschaft aber wirkungsvoll tätig ist, die auf verlässliche Partner in der Realisierung des Gemeinwohls angewiesen sei. „Genau das ist es, was gegenwärtig der Kirche insgesamt zumindest zu mehr Glaubwürdigkeit verhilft.“

Es folgte ein intensiver Austausch im Gremium. Diözesanadministrator Dr. Clemens Stroppel dankte Professorin Nothelle-Wildfeuer in seinem abschließenden Fazit ganz besonders für die Erläuterungen des Subsidiaritätsprinzips. Dieses sei vielen Mitbürger:innen oft gar nicht mehr bewusst. „Die Kommunen sind froh, dass die Kirchen ihnen helfen, die ihnen aufgeladenen Grundversorgungsaufgaben wahrzunehmen, wenn sie auf kirchlich-professionelles und kirchlich-ehrenamtlichen Tun zurückgreifen“, erklärte Stroppel und betonte, „wir müssen besser kommunizieren, wo Kirchensteuermittel zum Nutzen vieler über die Kirche hinaus beteiligt sind“.

Mit der neuen Kampagne zur Nutzung und Verwendung der Kirchensteuer möchte die Diözese Rottenburg-Stuttgart genau dies tun. Dazu stellte Mediendirektor Tobias Döpker die neue Kampagne vor, die anhand mehrerer Beispiele zeigen möchte, wo und wie die Kirchensteuermittel konkret in der Diözese Rottenburg-Stuttgart verwendet werden. Die Kampagne steht unter dem Motto „Sie helfen uns helfen.“

 

Weitere Themen

 

 

Am Samstagnachmittag standen außerdem die Stiftung Katholische Freie Schulen der Diözese, die Arbeit des Katholischen Büros und Informationen zum Stand der bevorstehenden Kirchengemeinde- und Pastoralratswahlen 2025 auf der Tagesordnung der Sitzung des Gremiums.


Von Podcasts bis zu „kulinarischen Friedensbrücken“

Am 21. Juni wird der Ulli-Thiel-Friedenspreis verliehen

17.06.2024

 

(Karlsruhe/Stuttgart/ekiba) -  Mit viel Engagement für ein friedliches Miteinander haben sich Kinder und Jugendliche an einem Wettbewerb für Schulen in Baden-Württemberg beteiligt. Die diesjährigen Gewinner des Ulli-Thiel-Friedenspreises werden am Freitag, 21. Juni, im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe ausgezeichnet. Die Laudatio hält die badische Landesbischöfin Heike Springhart.

Der Wettbewerb wurde im Schuljahr 2023/24 zum fünften Mal ausgeschrieben. Er richtet sich an Einzelpersonen, Klassen, Arbeitsgruppen und Schulen in allen Alters- und Klassenstufen. Die Wettbewerbsbeiträge kamen aus 27 verschiedenen Schulen. Vertreten waren dabei alle Schulformen, von Grundschule über Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren und Realschule bis zum Gymnasium.

Mit einer Ausstellung zum Nahostkonflikt hat sich beispielsweise ein Leistungskurs Gemeinschaftskunde des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums in Stuttgart beworben. Auf 23 Stelen haben die Schülerinnen und Schüler Informationen über historische Wurzeln des Nahostkonflikts gesammelt und jeweils die israelische und palästinensische Perspektive dazu dargestellt. Ziel der Ausstellung sei es gewesen, „Solidarität mit den Menschen auf beiden Seiten, aber nicht mit der Hamas“ darzustellen, heißt es in den Bewerbungsunterlagen zum Friedenspreis.

Dass auch deutlich jüngere Kinder sich schon mit dem Thema Frieden auseinandersetzen möchten, hat die Spitalhof-Gemeinschaftsschule in Ulm gezeigt. Schülerinnen und Schüler der Lerngruppe 3a haben dort einen Book-Creator-Podcast gestaltet. In selbst gemalten Plakaten und kurzen Audio-Statements verdeutlichen sie, was sie unter Frieden verstehen und wie dieser erreicht werden kann. Die Idee zur Teilnahme am Friedenspreis-Wettbewerb hat sich aus dem Wunsch der Kinder heraus entwickelt, etwas gegen Rechtsextremismus und Intoleranz zu tun.

„Gemeinsam Frieden genießen: Rezepte aus aller Welt als ‚kulinarische Friedensbrücken‘“ heißt ein Kochbuch, das die Gewerbliche Schule Schwäbisch Hall zusammengestellt hat. Gemeinsames Essen als ein Weg, friedlich miteinander zusammen zu leben, ist der Grundgedanke, der hinter dem Projekt steht. An dem Projekt, das im Religionsunterricht entstanden ist, beteiligten sich Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ländern, wie beispielsweise Afghanistan, Kamerun, Ukraine, Rumänien und der Türkei. Neben den einfachen Rezepten gibt es jeweils immer noch das „Friedensrezept“ in Form von Gedanken zum Thema Frieden, die alle Teilnehmenden ausgefüllt haben.

Auch ein musikalischer Beitrag wird mit einem Preis ausgezeichnet. Eine 14-jährige Schülerin des Hohenstaufen-Gymnasiums in Göppingen beschäftigt sich in ihrem Titel „1955“ mit dem Ukraine-Krieg. Das Lied sei eine Referenz an das Antikriegslied „Where Have All The Flowers Gone“, das Pete Seeger im genannten Jahr veröffentlicht habe, heißt es im Bewerbungsschreiben. Die Künstlerin selbst (Künstlername Lilli A.) wird ihren Titel auch während der Preisverleihung präsentieren.

Von allen Einsendungen wurden zehn Beiträge ausgewählt, die am Freitag bis zu 500 Euro Preisgeld erhalten werden. Die Preisträger kommen in diesem Jahr vom Bildungszentrum St. Konrad in Ravensburg, vom Eberhard-Ludwig-Gymnasium in Stuttgart, von der Gewerblichen Schule Schwäbisch Hall, vom Gymnasium Friedrich II in Lorch, vom Hohenstaufen-Gymnasium Göppingen, von der Jörg-Rathgeb-Schule in Stuttgart-Neugereut, vom Lise-Meitner-Gymnasium Crailsheim, von der Lindenrainschule Ebhausen, von der Spitalhof-Gemeinschaftsschule Ulm und von der Schule am Jakobsweg in Winnenden.

Getragen wird der Friedenspreis von der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (Landesverband Baden-Württemberg), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), pax christi in Baden-Württemberg und pax an! e.V. - Werkstatt für Pazifismus, Friedenspädagogik und Völkerverständigung.

 

Der Namensgeber Ulli Thiel (1943 – 2014) war Sonderschullehrer in Karlsruhe und bis zu seinem Tod 2014 Mitglied der GEW Baden-Württemberg. Er engagierte sich auch in der landeskirchlichen Friedensarbeit, war in der Friedensbewegung aktiv und schuf das bekannte Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“. Thiel war auch Ideengeber der Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm 1983, der größten Aktion der Friedensbewegung in Deutschland mit 400.000 Menschen.

 

 


1:0 für Vielfalt – Interreligiöser Gottesdienst zur Euro 2024 in Frankfurt

17.06.2024

 

(Darmstadt/ekhn) - Die Fußball-Europameisterschaft 2024 der Männer in Deutschland ist bereits in vollem Gang. Am Sonntag, den 23. Juni, findet in Frankfurt am Main ein interreligiöser Gottesdienst statt, bevor in der Stadt am Abend das Spiel Deutschland gegen die Schweiz  ausgetragen wird. Unter dem Motto "1:0 für Vielfalt" lädt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gemeinsam mit Repräsentantinnen und Repräsentanten  anderer Konfessionen und Religionsgemeinschaften zu einem ökumenischen Gottesdienst am Mainufer ein.

 

Der ökumenische Gottesdienst zur Europameisterschaft 2024 ist eine öffentliche Veranstaltung, die um 15 Uhr beginnt. Dazu sind Teilnehmende jeglicher Glaubensrichtung herzlich eingeladen.

 

Bereits ab 13:30 Uhr startet ein Festival der Religionen an der Skyline-Bühne am Eisernen Steg in der FanZone Mainufer. Das Programm bietet Live-Musik der Band Shook, Interviews mit prominenten Persönlichkeiten und Gelegenheiten zum Mittanzen zur Choreografie des YouTubers und Tanzlehrers Tanju. Die Moderation teilen sich Christine Kumpert vom Hessischen Fußball-Verband und Stadionpfarrer Eugen Eckert.

 

Klage und Hoffnung – Ein interaktiver Gottesdienst

 

Ein Höhepunkt des Gottesdienstes um 15 Uhr wird das interreligiöse Friedensgebet sein, bei dem ein Ball symbolisch weitergereicht werden wird. Mitglieder der jüdischen, christlichen und muslimischen Gemeinschaften werden gemeinsam für den Frieden beten, vereint in der Hoffnung auf eine Welt voller Respekt und gegenseitiger Liebe. Im Rahmen der Feier werden Klagegebete vorgetragen, begleitet von symbolischen Darstellungen wie der roten Karte und zerrissenen Trikots, die auf unfaire Spiele und Fanatismus hinweisen.

 

Kirchenpräsident der EKHN, Volker Jung, erklärt: „Sport und insbesondere Fußball verbinden Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, sozialen oder religiösen Zugehörigkeit. Die Fußball-Europameisterschaft ist eine großartige Gelegenheit, sich gemeinsam zu Gemeinschaft, Toleranz und Fairplay zu bekennen.“

 

Eugen Eckert, Stadionpfarrer der EKHN, ergänzt: „Ohne Teamgeist geht es nicht, weder im Fußball noch im Zusammenleben. Die Diversität, die Vielfalt in Teams zeigt, wie kreativ, wie lebendig und segensreich unser Miteinander sein kann.“

 

 

An der Feier wirken neben Volker Jung auch der Generalvikar des Bistums Limburg, Wolfgang Pax, mit, sowie Max Baum vom jüdischen Verein MAKKABI, Adem Hasanovic, Referent der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland, Christine Kumpert vom Hessischen Fußball-Verband, Stefanie Schulte, Abteilungsleiterin beim DFB, und Patrik Meyer, Geschäftsführer im Deutsche Bank Park. Der Gottesdienst wird von der Frankfurter Band HABAKUK musikalisch begleitet. 


himmelwärts und erdverbunden: Der Podcast:Fußball kann begeistern!

 

Für die aktuelle Folge des Podcast „himmelwärts und erdverbunden“, passend zum Start der Fußball-EM, hat Stefan Schneider begeisterte Fußballspieler*innen beim Training beobachtet – in der Behinderteneinrichtung Maria Grünewald in Wittlich

 

16.06.2024

 

Von Stefan Schneider

Die Fußball-Europameisterschaft hat begonnen! Bekommen wir wieder ein Sommermärchen geboten? Fußball kann begeistern. Für den Podcast „himmelwärts und erdverbunden“ hat Stefan Schneider begeisterte Spieler*innen beim Training beobachtet: in Maria Grünewald in Wittlich. Kein Trainingscamp, sondern eine Einrichtung der Caritas für geistig beeinträchtigte Kinder, Jugendliche und Erwachsene. 

 

zum Nachlesen


Sie helfen Frauen und Kindern

Josefsschwestern engagieren sich in Bolivien

Ihre Erfahrungen tauschen aus: Pfarrer i. R. Michael Jaster, Michaela Steil-Kram, langjährige Stiftungsvorsitzende, und Moderator Peter Nilles (von links). Foto: © Julia Hansjosten
Ihre Erfahrungen tauschen aus: Pfarrer i. R. Michael Jaster, Michaela Steil-Kram, langjährige Stiftungsvorsitzende, und Moderator Peter Nilles (von links). Foto: © Julia Hansjosten

 

Seit 60 Jahren engagieren sich die Trierer Josefsschwestern in Bolivien. 2009 gründeten sie die Bolivienstiftung. Zum Jubiläum haben sie einen „Tag des Dankes“ gefeiert.

 

16.06.2024

 

Von Julia Hansjosten/Paulinus Wochenzeitung im Bistum Trier

 

(Trier/jh/bt) -  Vor 60 Jahren folgten die Josefsschwestern aus Trier dem Ruf von Erzbischof Maurer und brachen nach Bolivien auf. Seither ist ihr Engagement besonders für Frauen und Kinder ungebrochen. Zur Absicherung der Arbeit gründeten die Schwestern 2009 eine eigene Stiftung. Schwestern und Mitglieder der Stiftungsgremien feierten mit Gästen das Jubiläum.

 


Ein Leben zwischen Heavy Metall und Halleluja

Am 22. Juni wird der Orscholzer Michael Schuh von Bischof Ackermann zum Diakon geweiht

Diakonenweihe 2024. Foto  © Ute Kirch
Diakonenweihe 2024. Foto © Ute Kirch

Am Sonntag, 22. Juni, wird Michael Schuh gemeinsam mit Christoph Berger (Trier, St. Maternus) und Stefan Kranz (Pfaffendorf, St. Peter und Paul) von Bischof Stephan Ackermann zum Ständigen Diakon geweiht.

 

14.06.2024

 

Von Ute Kirch

(Orscholz/uk) – Archäologie des Mittelalters studieren oder doch den Jugendtraum verwirklichen und Polizist werden? „Doch das war beides nicht mein Weg“, sagt der Orscholzer Michael Schuh. Diesen hat er als Realschullehrer für Deutsch und Religion gefunden. Einen Beruf in der Kirche zu ergreifen, habe er trotz festen Glaubens nie in Betracht gezogen, sagt der heute 48-Jährige rückblickend. Bis plötzlich im Dezember 2019 in ihm während eines Abendgebets in St. Lutwinus in Mettlach der Gedanke aufkam: „Was genau macht eigentlich ein Diakon? Wäre das etwas für mich?“

 

 


Nordkirche verabschiedet den Leiter der Stabsstelle Prävention – Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt

Präventions- und Interventionsfachmann Rainer Kluck wURDE mit einem Festgottesdienst in der Apostelkirche Hamburg-Eimsbüttel vom Amt entpflichtet

Foto: Friedrun Reinhold / Stabsstelle Prävention
Foto: Friedrun Reinhold / Stabsstelle Prävention

15.06.2024

 

(Hamburg/ck) - Mehr als ein Jahrzehnt hat Rainer Kluck die Präventions- und Interventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt geprägt - zuletzt zwei Jahre an der Spitze der unabhängigen Stabsstelle Prävention der Nordkirche. Am Freitag (14. Juni) wurde seine Arbeit ab 11 Uhr in der Apostelkirche Hamburg mit in einem feierlichen Gottesdienst gewürdigt, den Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck und Vorsitzende des Beirats der Stabsstelle Prävention leitete. 

 

Erfahren in Intervention und Prävention

„Wir haben eine steile Lernkurve gemacht und machen müssen“, erklärte Kluck zuvor, der am Tag der Entpflichtung seinen 66. Geburtstag feierte. Das Thema sexualisierte Gewalt sei ihm früh begegnet, als der studierte Religionspädagoge als Verantwortlicher auf einer Jugendreise nach einer Gewalttat reagieren musste. „Mir wurde klar, dass Institutionen über die Prävention hinaus vorab wirksame Mechanismen für den betroffenenorientierten und fachgerechtem Umgang mit sexualisierter Gewalt etablieren müssen.“ Prägend für seine Arbeit als Präventionsbeauftragter ab 2011 in Hamburg war auch der Fallkomplex Ahrensburg, dessen Aufarbeitung er begleitete. Die Nordkirche zog zahlreiche Schlüsse aus dem Unabhängigen Untersuchungsbericht dazu.

Sein Fazit: „Heute scheide ich als Leiter der Stabsstelle Prävention und blicke auf ein Netz von über 30 Personen, die hauptamtlich in Prävention, Meldung, Schutzprozessen und Fortbildung gegen sexualisierte Gewalt arbeiten.“ Die Wirkung eines Präventionsgesetzes von 2018, das vor allem seine Vorgängerin Dr. Alke Arns erarbeitete, die ab 2013 die Koordinierungsstelle Prävention aufbaute, aus der die Stabsstelle Prävention erwuchs. 

 

Ein Fachmann, der Mensch und Menschlichkeit in den Mittelpunkt stellt

Auch deutschlandweit ist Kluck anerkannt, mit Fachbeiträgen und als Redner, etwa auf der Tagung „Werkstatt Aufarbeitung“ der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im April 2024 in Loccum im Nachgang des Erscheinens der ForuM-Studie, oder auf der letztjährigen Fachtagung des Instituts für Prävention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt (IPA) e. V. in Bonn. Gemeinsam mit betroffenen Menschen und kirchlichen Fachkräften war er maßgeblich beteiligt am Podium „Missbrauch beim Namen nennen“ auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2023 in Nürnberg.

„Mit ist es wichtig, den Menschen in den Mittelpunkt meines Denkens und Tuns zu stellen, wenn es um sexualisierte Gewalt geht. Es braucht das immer neue Mit- und Einfühlen in das widerfahrene Leid“, formuliert Kluck seine Überzeugung. 

Dass ihm dies gelingt, wird vielfach attestiert. Detlev Zander, Betroffener von sexuellem Missbrauch und heute Sprecher im Beteiligungsforum sexualisierter Gewalt in der EKD dankt Herrn Kluck persönlich für seine professionelle wie prägende Arbeit und fügt hinzu „Sein Handeln hat ganz persönlichen Eindruck bei mir hinterlassen, er hat mich auch in schwierigen Zeiten begleitet.“

 

Würdigung mit Gottesdienst und Feier

„Wir können Rainer Kluck gar nicht genug danken, wenn wir ihn nun als Leiter der Stabsstelle Prävention verabschieden. Mit seiner klaren Haltung und fachlichen Kompetenz hat er die Präventions- und Interventionsarbeit der Nordkirche seit mehr als einem Jahrzehnt maßgeblich geprägt und gilt heute nicht umsonst als einer der erfahrensten Interventionsspezialisten innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland“, so Bischöfin Kirsten Fehrs. Er habe es immer geschafft, Institutionsvertreter zu sein und sich dabei ohne Wenn und Aber an die Seite der betroffenen Menschen zu stellen – zugewandt, verständnisvoll und mit aufrichtigem Respekt. Dabei habe er die Menschen mit gutem Rat und zugleich mit wohltuender Sachlichkeit begleitet. Mit einem untrüglichen Gespür, wo Mitgefühl und wo Distanz angebracht war. 

„Mit seiner integren Art und großen Fachlichkeit hat sich Rainer Kluck tagtäglich mit sexualisierter und damit struktureller Gewalt in der evangelischen Kirche auseinandergesetzt. Und ist inmitten so vieler Unsäglichkeiten trotz allem ein unkaputtbar Hoffender geblieben.“ Sein Hoffnungsmut sei seine Stärke. Das hätte sich nicht zuletzt gezeigt, als er seinen naherückenden Ruhestand zurückgestellt und vor zwei Jahren entschieden hätte, noch einmal durchzustarten und die Leitung der Stabsstelle Prävention zu übernehmen, sagt die Bischöfin. „Und so danke ich für alle Pionierarbeit, die Rainer Kluck gemeinsam auch mit Dr. Alke Arns geleistet hat. Danke sage ich für kluge Handlungsleitfäden, Interventionsstandards, ein flächendeckendes Präventionsnetzwerk, für Schutzkonzeptentwicklung aller Art, für Fachtage und was nicht alles. Mit diesem ganzen Füllhorn voller Dankbarkeit, aber auch mit ein wenig Traurigkeit, dass er jetzt geht, wünsche ich Rainer Kluck von Herzen Segen für all das, was nun vor ihm liegt!“

Der Gottesdienst wurde gestaltet mit Beiträgen von Landeskirchenmusikdirektor Hans-Jürgen Wulf, Landesposaunenwart Daniel Rau, und den Kolleginnen der Stabsstelle Prävention – Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt. Zu Gast waren Begleiter*innen, Leitende der Nordkirche, Fachkolleg*innen und ebenso betroffene Menschen, die in gutem Kontakt stehen.

 

Ausblick

Die Stabsstelle wird seit 1. Juni 2024 von einer Doppelspitze geführt. Eine Hälfte übernimmt die bisherige Stellvertreterin Katharina Seiler, die seit mehr als einem Jahr auch die Geschäftsführung der Anerkennungskommission inne hat. Die zweite Stelle ist derzeit ausgeschrieben. Themen der Stabsstelle sind neben Prävention und Intervention derzeit der Aufbau der Unabhängigen Regionalen Aufarbeitungskommission im Verbund Nord-Ost mit den Diakonischen Werken und Betroffenenbeteiligung. 

 

Zur Person Rainer Kluck

Rainer Kluck (Jahrgang 1958) wurde in Mönchengladbach geboren. Er studierte Religionspädagogik und Theologie im Rheinland und schloss 1983 als Diplom- Religionspädagoge ab. Seit 2004 ist Rainer Kluck in Hamburg in verschiedenen Funktionen für die evangelische Kirche tätig. 2011 wurde er Präventionsbeauftragter im Kirchenkreis Hamburg-Ost, später im Sprengel Hamburg und Lübeck. Seit 2018 ist er für die Nordkirche für den Schwerpunkt Intervention zuständig, seit 2020 zentraler Meldebeauftragter der Nordkirche. Rainer Kluck ist seit 1984 verheiratet mit einer Diakonin. Er hat zwei erwachsene Söhne und drei Enkelkinder.

Zur Stabsstelle Prävention der Nordkirche www.kirche-gegen-sexualisierte-gewalt.de

 

 


„Lebenswirklichkeiten“ gibt Einblicke in soziale Unterstützungsangebote

Neuer Podcast stellt Menschen aus Betzdorf vor

Michelle Duchardt. Foto: © Carsten Tesch
Michelle Duchardt. Foto: © Carsten Tesch

13.06.2024

 

Von Julia Fröder

 

(Betzdorf/ – „Ein Mann, ein Haus, vielleicht Kinder und eine Arbeit, die mich erfüllt – das ist mein Traum“, sagt Michelle Duchardt. Die 24-Jährige nimmt an der Maßnahme „Förder-Aktivcenter“ des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg teil. Sie spricht, wie zwei weitere Menschen, in einem Podcast über ihren bisherigen Lebensweg und wie die Caritas sie in ihren Zielen unterstützt. Der Podcast ist Teil des Programms „Lebenswirklichkeiten“ des Diözesan-Caritasverbands Trier und des Bistums Trier. In drei Episoden erzählen Menschen aus dem Raum Betzdorf dem Journalisten Carsten Tesch von ihrem Arbeitsalltag, ihren Herausforderungen, Träumen und Leidenschaften.

 

 


Stärkung der offenen Jugendarbeit

Sitzung des Pommerschen Kirchenkreisrats: Unterstützung für Greifswalder Sommerfreizeit / Konzertprojekt in Siedenbollentin wird gefördert / Berufungszeitraum für Konfi-Pastor verlängert / Intensivierung der Präventionsarbeit

13.06.2024

 

 

(Weitenhagen/sk) -. Der Kirchenkreisrat (KKR) des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) unterstützt die diesjährige Sommerfreizeit der offenen Jugendarbeit der evangelischen Altstadtgemeinden Greifswald mit einem Zuschuss in Höhe von 500 Euro aus dem PEK-Fonds „Initiativen und Projekte“. Diesen Beschluss fasste der KKR in seiner jüngsten Sitzung, die im „Haus der Stille“ in Weitenhagen stattfand. Die Reise führt in das niederländische Haarlem. „Durch die Nähe zu Amsterdam ist es uns möglich, dort das Anne-Frank-Haus und die Synagoge zu besuchen, aber auch in der kleineren Stadt Haarlem zu wandern, Rad zu fahren und zu paddeln“, heißt es im Antrag an den Kirchenkreisrat. Die offene Jugendarbeit bietet jährlich ein bis zwei Fahrten an. „Wir wollen damit nicht nur die Gruppendynamik unter den Teilnehmenden stärken, sondern auch neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Projekt einladen“, erläutert Jugendmitarbeiterin Kassandra Engel. Die Gestaltung und die Erlebnisse der gemeinsamen Reisewoche schaffe enge Bindungen zur offenen Jugendarbeit, deren Angeboten und zwischen den Jugendlichen selbst.

 

Bildungsarbeit zu vielfältigen Themen

 

„Wir gestalten das Programm der Fahrt gemeinsam mit den Jugendlichen und berücksichtigen so ihre Wünsche und Interessen. Außerdem erhalten sie einen Einblick, wie solche Angebote organisiert werden und lernen, gemeinsam Kompromisse auszuhandeln“, so Kassandra Engel weiter. Neben gruppendynamischen Aktivitäten zählt unter anderem auch Bildungsarbeit zu Themen wie Nationalsozialismus, Antisemitismus oder Religionen zu den Inhalten der Sommerfreizeit. Der Kirchenkreisrat nahm den Beschluss zum Anlass, um der offenen Jugendarbeit seine große Wertschätzung auszusprechen. „Die offene Jugendarbeit der Greifswalder Altstadtgemeinden ist in der Region fest verwurzelt und vernetzt“, sagte der Vorsitzende des Kirchenkreisrats, Propst Gerd Panknin. Sie schaffe attraktive Angebote für junge Menschen, weit über den Kreis der kirchlich engverbundenen hinaus.

 

Großer Projektchor singt Bach

 

Ebenfalls 500 Euro aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ gewährt der KKR der Kirchengemeinde Siedenbollentin für ihr Vorhaben „Bach in Siedenbollentin - all inclusive“ im November dieses Jahres. Im Rahmen dieses Konzepts soll ab September ein Projektchor aus vielen Kirchengemeinden gebildet werden. Die Kirchengemeinde möchte damit an ihr erfolgreiches Konzertprojekt „Jauchzet frohlocket – Bach in Siedenbollentin“ aus dem Jahr 2022 anknüpfen. „Die gesamte Region wird über dieses Projekt in sehr lebendiger Weise verbunden, Nachbarkirchengemeinden und diakonische Einrichtungen sind in die Vorbereitung eingebunden“, so die Beschlussvorlage. Das Projekt wird auch von der Bugenhagenstiftung gefördert.

 

Kultur im ländlichen Raum

 

Die Resonanz auf das Konzert im Jahr 2022 sei in der gesamten Region gewaltig gewesen, so der Antrag der Kirchengemeinde Siedenbollentin, insbesondere aufgrund der ungewöhnlichen Konstellation, dass ein so großes Werk in einer Dorfkirche weitgehend ehrenamtlich vorbereitet und aufgeführt wurde. Am Sonnabend, 30. November, möchte die Kirchengemeinde mit der Aufführung der Kantaten 1, 5 und 6 des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in der Dorfkirche in Siedenbollentin diesen Erfolg weiterführen. Zusätzlich zur Hauptaufführung am Abend wird es ein „Kinderkonzert“ geben. „Ziele des Projekts sind, neben der Freude an der wunderbaren Musik, die Stärkung der Gemeinschaft möglichst vieler Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen untereinander und die Stärkung der Kultur und Bildung im ländlichen Raum“, heißt es im Antrag der Kirchengemeinde.

 

Berufungszeitraum für Konfi-Pastor verlängert

 

Der Kirchenkreisrat verlängerte den Berufungszeitraum von Pastor Mathias Thieme um weitere acht Jahre. Mathias Thieme war bereits in den zurückliegenden zwölf Jahren Konfirmandenpastor des PEK mit Sitz im Evangelischen Schullandheim in Sassen. Der Berufungszeitraum läuft in diesem Jahr aus, Mathias Thieme hatte sich auf die Stelle erneut beworben. Der Kirchenkreisrat dankte Pastor Mathias Thieme für seinen vorbildlichen Einsatz im Bereich der Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden und drückte seine Freude über dessen Bereitschaft aus, weiterhin in diesem Bereich tätig zu sein. Dem Kirchenkreisrat lag ein schriftliches Votum der Pommerschen Jugendvertretung vor, in dem sich diese für die Verlängerung des Berufungszeitraums aussprach. Mathias Thieme zeichne sich durch einen vertrauensvollen Umgang mit den Jugendlichen aus, heißt es in dem Schreiben. „Wir dürfen wachsen und unseren Glauben in gesicherter Umgebung stärken. Er gibt uns das Gefühl, gebraucht zu werden und von Gott gesehen zu sein. Durch Mathias Thieme finden Leute in Sassen ein Zuhause, hier dürfen sie sein, hier dürfen sie ihren Glauben und die Gemeinschaft leben“, so die Pommersche Jugendvertretung.

 

Prävention durch e-learning verbessern

 

Mit der Befürwortung der Anschaffung eines e-learning-Programms für die Präventionsschulungen von Ehrenamtlichen im Kirchenkreis stärkt der Kirchenkreisrat die Präventionsarbeit. Einen entsprechenden Antrag hatte die Präventionsbeauftragte des PEK, Pastorin Beatrix Kempe, an das Gremium gestellt. Während die Präventionsschulung von hauptamtlich tätigen Personen im Verkündigungsdienst bereits gut etabliert sei, gebe es noch Nachholbedarf bei der Schulung Ehrenamtlicher, begründete Beatrix Kempe ihren Antrag. Um diesen Bereich noch weiter zu stärken, werden künftig neben den bereits stattfindenden Präsenzschulungen vor Ort und per Videokonferenz auch zeit- und ortsunabhängige Schulungen über das beantragte e-learning-Programm möglich sein. Der Kirchenkreisrat bewertete das e-learning als eine sinnvolle Ergänzung der bereits stattfindenden und weiterhin zu intensivierenden Präventionsarbeit.

 

Weitere Themen und nächster Sitzungstermin

 

Die Kirchengemeinde Gingst plant, das unter Denkmalschutz stehende Kantorhaus in Gingst zu sanieren. Der Kirchenkreisrat sprach der Kirchengemeinde seinen Dank für die Bemühungen aus, das Ensemble aus Kirche, Pfarrhaus und Kantorhaus für die Nachwelt zu erhalten und befürwortete eine Fortsetzung der Planungen.

 

Der Kirchenkreisrat erteilte der Kirchengemeinde Damgarten-Saal die Genehmigung für eine Kreditaufnahme in Höhe von 50.000 Euro, um die erste Etage des Saaler Pfarrhauses sanieren zu können. Die nach der Sanierung zu erwartenden Einnahmen aus der Vermietung der Wohnung in dem nicht mehr als Dienstwohnung genutzten Pfarrhaus werde die Kirchengemeinde nutzen können, um Personalkosten zu tragen, informierte Propst Tobias Sarx die KKR-Mitglieder.

 

Für eine Kreditaufnahme durch die Kirchengemeinden Putbus, Kasnevitz und Vilmnitz in Höhe von 620.000 Euro erteilte der Kirchenkreisrat ebenfalls die Genehmigung. Die Kirchengemeinden benötigen die Mittel, um die dringend notwendige Sanierung des Vilmnitzer Pfarrhauses durchzuführen.

 

Das Gremium befasste sich in seiner Sitzung außerdem unter anderem mit dem Rückblick auf den erfolgreichen Gesundheitstag am 29. Mai in Greifswald, mit weiteren Personalfragen, mit dem Tätigkeitsbericht der Pressestelle des Kirchenkreises, mit den Berufungen in den Friedhofsausschuss, mit der Bildung von Personalgruppen für anstehende Besetzungsverfahren, mit Überlegungen für einen zukunftsfähigen Gebäudenutzungsplan und dessen Einbringung in die Synode, mit dem Kollektenplan für das Jahr 2025 sowie mit der KKR-Geschäftsordnung. Zudem berichtete der Leiter des Kirchenkreisamts, Marc Engelhardt, dem Gremium von der aktuellen Situation in der Finanzabteilung. Die nächste Zusammenkunft des pommerschen Kirchenkreisrats findet am 9. Juli 2024 statt.

 

Stichwort Kirchenkreisrat

 

Der Kirchenkreisrat vertritt den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis in allen Angelegenheiten. Er führt die Aufsicht über die 137 Kirchengemeinden und ihre Verbände sowie über die Dienste und Werke und erteilt die erforderlichen Genehmigungen. Das Gremium besteht aus 13 Mitgliedern. Ihm gehören die drei Pröpste des Kirchenkreises, Propst Dr. Tobias Sarx (Propstei Stralsund, Dienstsitz Stralsund), Propst Gerd Panknin (Propstei Demmin, Dienstsitz Greifswald) und Propst Philipp Staak (Propstei Pasewalk, Dienstsitz Pasewalk) als geborene Mitglieder an. Die weiteren zehn Mitglieder wurden von der Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises gewählt: Dr. Gerd Albrecht, Pastor Christian Bauer, Dr. Angelika Beyer, Lars Fischer, Sylvia Giesecke, Iris Heidschmidt, Bernd Klänhammer, Reinhard Kurowski, Dorothea ter Veen und Paul Witt. Vorsitzender des Kirchenkreisrats ist Propst Gerd Panknin, stellvertretende Vorsitzende ist Sylvia Giesecke. Der Kirchenkreisrat bereitet die Entscheidungen der Kirchenkreissynode vor, bringt Vorlagen ein und führt die Beschlüsse aus. Er bringt den Haushalt ein und ist für die Durchführung verantwortlich. Er berät die Pröpste, beruft die Pastorinnen und Pastoren in die Pfarrstellen des Kirchenkreises und führt die Aufsicht über die Kirchenkreisverwaltung. Der Kirchenkreisrat im Internet: http://www.kirche-mv.de/Kirchenkreisrat.565.0.html    

 

 

 


Kirche für alle!

THEOLOGE STELLT UNTERSCHIEDLICHE MÖGLICHKEITEN FÜR KIRCHEN VOR

Prof. em. Dr. Albert Gerhards. © Julia Fröder
Prof. em. Dr. Albert Gerhards. © Julia Fröder

Wie können Gemeinden ihre Kirchengebäude zukunftssicher und innovativ aufstellen? Antworten gibt es in Koblenz von Prof. Dr. Albert Gerhards.

 

12.06.2024

 

Von Julia Fröder

 

(Koblenz/jf/bt) – Wie können Kirchengebäude zukünftig auf vielfältige Weise genutzt werden? Diese Frage hat im Mittelpunkt des Vortrags „Kirche für alle“ von Prof. em. Dr. Albert Gerhards im Rahmen des katholischen Forums am 10. Juni im Bischöflichen Cusanus-Gymnasium in Koblenz gestanden.

„Viele Pfarreien stehen vor schwierigen Entscheidungen“, begrüßte Carl Josef Reitz, Schulleiter des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums und Teil der Arbeitsgruppe „Katholisches Forum“, die Interessierten im „Klangraum“ der Schule. Finanzielle Mittel gingen zurück, wie auch die Gottesdienstteilnehmenden. „Die Gebäude sind zu groß und zu teuer, sodass Gemeinden sie nicht mehr tragen können.“ Daher stelle sich für Kirchengemeinden die Frage, wie sie ihre Gebäude zukünftig erhalten können.

 

 


Bischof Timmerevers: „Hilfswerk leistet wichtigen Beitrag auch für das Gemeinwesen“

1.123 Projekte mit 9,6 Millionen Euro gefördert - Bonifatiuswerk stellt Bilanz für 2023 vor

Haben Projekte und den Finanzbericht 2023 in Dresden vorgestellt (von links): Stephan Schubert, Leiter der Abteilung Kinder-Familie-Jugend im Bistum Dresden-Meißen, Dana Hubert, Ressortleitung Kinder, Jugend und Familie Don Bosco Sachsen, Bonifatiuswerk-Präsident Manfred Müller, Bischof Heinrich Timmerevers, Ordinariatsrätin Dr. Daniela Pscheider-Überreiter, Leiterin des Katholischen Büros Sachsen, sowie Bonifatiuswerk-Generalsekretär Msgr. Georg Austen und Bonifatiuswerk-Geschäftsführer Ingo Imenkämper. Foto: Matthias Band

 

11.06.2024

 

(Paderborn/bfw) - Mit 9,6 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk im Geschäftsjahr 2023 Christinnen und Christen in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora unterstützt. Mit dem Geld wurden 1.123 Projekte gefördert – das sind 229 mehr als 2022. „Trotz der herausfordernden Umbrüche und Krisen

dieser Zeit, die ein langfristiges Planen für uns als katholisches Hilfswerk schwierig machen, sind wir dankbar und zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. In den zahlreichen pastoralen Projekten sowie in den sozialen und karitativen Initiativen, die das Bonifatiuswerk vor Ort unterstützt hat und unterstützt, wird gelebter Glaube spür- und erlebbar“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, bei der Vorstellung des Jahresberichtes in Dresden.


Loslassen und Anfangen

Der alte und der neue Dienststellenleiter der Malteser in Braunschweig wurden gesegnet

Diakon Detlef Schötz (rechts) bei der Segensfeier mit den Maltesern (von links): Stadtbeauftragter Frank Stautmeister, Dirk Dießelhorst und Nicolai Hollander als neuer und ehemaliger Dienststellenleiter sowie Jens Engel, Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Hildesheim; Bildquelle: Lukas/Malteser

 

10.06.2024

 

(Braunschweig/mhd) - Sie sitzen beide längst auf ihren Stellen, nun hat sie auch Gottes Segen eingeholt: Dirk Dießelhorst als neuer Dienststellenleiter der Malteser in Braunschweig und sein Vorgänger Nicolai Hollander wurden in der Braunschweiger Kirche St. Aegidien am Sonntag, 9. Juni 2024, für ihren Dienst eingesegnet beziehungsweise verabschiedet. ... 

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„Den Synodalen Prozess in Deutschland beherzt weiterführen!“

Appell katholischer Reformkräfte vor der Sitzung des Synodalen Ausschusses in Mainz

11.06.2024

 

(München/wsk) - „Der Synodale Prozess in Deutschland muss beherzt weiter geführt werden!“ fordern mehr als zwölf katholische Verbände, Reforminitiativen und Betroffenengruppen vor der kommenden Sitzung des Synodalen Ausschusses am 14./15. Juni 2024 in Mainz. Sie erinnern erneut daran, dass die deutschen Bischöfe das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) nach der Veröffentlichung der MHG-Studie – der Missbrauchsstudie im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) – zur Mitwirkung am Synodalen Weg in gleichberechtigter Verantwortung eingeladen haben. Dies darf nicht durch immer neue Anweisungen aus Rom oder geforderte Kompromisse der Bischöfe verzögert oder verwässert werden.

 

Relevanz des Katholikentags

Der 103. Deutsche Katholikentag in Erfurt hat gezeigt, dass Kirche auch heute relevant sein kann. Dazu ist es jedoch unabdingbar, dass die Bischöfe gemeinsam mit dem ZdK die selbstverursachten Hemmnisse beseitigen, die der jahrzehntelange Reformstau und die immer noch nicht in allen Diözesen aufgearbeitete Missbrauchskrise verursacht haben.

Erfurt war ein wichtiger Ort, um Verbundenheit zu spüren und auch zu erkennen, was den Menschen in Deutschland fehlen würde, wenn die römisch-katholische Kirche weiter an Glaubwürdigkeit verliert. Deshalb braucht es jetzt alle Aufmerksamkeit und Anstrengung, um die von Papst Franziskus propagierte Synodalität wirklich zu verankern. Die problematischen kirchlichen Strukturen, die zu Missbrauch und Vertrauensverlust geführt haben, müssen dauerhaft korrigiert werden.

Im Ringen um die Zukunft der Kirche sollten pastorale und strukturelle Fragen nicht weiter gegeneinander ausgespielt werden. So wichtig die von Papst Franziskus vorgegebene Grundlinie der Evangelisierung ist: eine wirkliche Aufarbeitung sexualisierter und spiritueller Gewalt ist ein wesentliches Element einer Evangelisierung! Das Evangelium nimmt Partei für die Entrechteten, Geschundenen und Verwundeten. Ohne diese Perspektive läuft jeder Versuch einer Evangelisierung ins Leere.

Synodaler Weg in Deutschland kein Sonderweg

Die von Papst Franziskus 2020 einberufene Weltsynode und die Generalversammlung im Oktober 2023 in Rom, die in diesem Oktober fortgeführt wird, haben gezeigt, dass der Synodale Weg in Deutschland kein Sonderweg war, sondern wichtige Vorarbeit für die Weltsynode geleistet hat. Dies wurde von Teilnehmenden aus aller Welt anerkannt und dies erfahren wir auch innerhalb unserer internationalen Vernetzung. Denn die Verbrechen und Skandale, die zu diesem Synodalen Weg geführt haben, werden in immer mehr Ortskirchen in aller Welt offenbar.

Notwendig ist die Bekämpfung der systemischen Ursachen von Missbrauch und Vertuschung, die die Kirche weltweit in eine Glaubwürdigkeitskrise geführt haben. Zudem geht es darum, die katholische Kirche in den jeweiligen Kulturen zukunftsfähig zu machen. Synodales Agieren ist kein Selbstzweck, sondern zielt auf eine neue, veränderte kirchliche Zukunft. Ein wichtiges Kriterium für Synodalität ist, den Prozess ergebnisoffen zu gestalten.

 

Stärkung der nationalen Bischofskonferenzen

Eine Schlüsselfrage für die Zukunft wird sein, welche Rolle künftig die Bischöfe und welche die Vertretungen des Kirchenvolkes in der katholischen Kirche spielen werden. Echte Teilhabe bedeutet: nicht nur beraten, sondern auch mitentscheiden! Die Ermutigung von Papst Franziskus, prophetisch Kirche zu sein, sollten insbesondere hier aufgegriffen werden.

Der 40-seitige Synthese-Bericht der Synodenversammlung im Oktober 2023 in Rom, der in allen Punkten mit großer Mehrheit beschlossen wurde, befasst sich intensiv mit Mitverantwortungsgremien, die auf rechtlicher Ebene funktionsfähig zu gestalten sind. Auch über Fragen der Lehre sollen Bischofskonferenzen in Gremien zusammen mit nicht geweihten Männern und Frauen entscheiden können (vgl. 12, 18 und 19g Synthese-Bericht). Nicht binäre Personen, die im Denken und in der Sprache des Vatikans leider noch nicht vorkommen, sollten in diesen Prozess ebenfalls einbezogen werden.

Die deutschen Bischöfe sollten von dieser Regelung der Weltsynode mutig Gebrauch machen und schon jetzt die ihnen kirchenrechtlich offenstehenden Möglichkeiten ausschöpfen. Dazu gehören beispielsweise die Übertragung der Gemeindeleitung an Lai*innen, die Tauferlaubnis, die Übertragung des Predigtamts auf Lai*innen, insbesondere auf Frauen und andere nicht männliche Personen sowie der Einsatz dispensierter, zumeist wegen des Zölibats aus dem Dienst geschiedener Priester in der Pastoral (Beschluss des Synodalen Weges: Der Zölibat der Priester, Votum 7).

Außerdem muss schon heute darauf hingearbeitet werden, dass diese Punkte in der Generalversammlung 2024 vertieft, konkretisiert und förmlich beschlossen werden. Dies erfordert die Fortführung des Synodalen Prozesses in Deutschland, aber auch die internationale Vernetzung vor allem im europäischen Raum.

 

Vatikan muss Dialogbereitschaft zeigen

Nach dem irritierenden Brief von drei Kardinälen aus Rom unmittelbar vor der Frühjahrsvollversammlung der DBK im Februar 2024 in Augsburg, in dem die Bischöfe aufgefordert wurden, über Satzung und Geschäftsordnung des Synodalen Ausschusses nicht abzustimmen, fand am 22. März 2024 ein vertrauensvolles Gespräch von sechs deutschen Bischöfen im Vatikan statt, dem weitere Treffen zu einzelnen Themen folgen sollen. Diese Gespräche sollten aber aus Sicht der katholischen Verbände, Reforminitiativen und Betroffenengruppen nicht nur mit Bischöfen, sondern endlich auch mit dem gesamten Präsidium des Synodalen Ausschusses und weiteren Expert*innen erfolgen.

Der Vatikan sollte zudem endlich die deutsche wissenschaftliche Theologie an deutschen Universitäten wertschätzen, denn der stetige Austausch mit anderen Wissenschaften ist nötig, um auch unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts das Evangelium verkünden zu können.

Hintergrund zum Synodalen Ausschuss

Dem Synodalen Ausschuss gehören nominell die 27 Ortsbischöfe, 27 Vertreter*innen des ZdK aus der Synodalversammlung und weitere 20 von der Vollversammlung des Synodalen Wegs gewählte Mitglieder an. Eine Minderheit von Bischöfen hat entschieden, sich an dem synodalen Prozess in Deutschland nicht weiter zu beteiligen. Damit fügen Sie den Bistümern, für die sie Verantwortung tragen, sowie der gesamten katholischen Kirche in Deutschland einen großen Schaden zu.

 

Während die fünf Plenarversammlungen des Synodalen Weges bis zum März 2023 einer Verständigung über inhaltliche Fragen dienten, stehen im Synodalen Ausschuss derzeit prozedurale Fragen im Fokus. Seine Hauptaufgabe ist die Vorbereitung eines Synodalen Rats bis spätestens März 2026. Erklärtes Ziel ist es, die Gespräche über die Schlüsselthemen Macht und Gewaltenteilung, Dienste und Ämter für Frauen, Sexualmoral und priesterliche Lebensform fortzusetzen. Dazu hat die Gemeinsame Konferenz von DBK und ZdK Arbeitsgruppen eingerichtet.


ZDF-Fernsehgottesdienst am 9. Juni live aus Mayen : „Aus dem Rahmen fallen“

Die Herz Jesu Kirche in Mayen. Foto: © Sabine Schäfer
Die Herz Jesu Kirche in Mayen. Foto: © Sabine Schäfer

 

Das ZDF überträgt am Sonntag, 9. Juni um 9.30 Uhr einen Gottesdienst live aus der katholischen Kirche Herz-Jesu in Mayen

 

7.06.2024

 

Von Julia Fröder

(Mayen/jf) – Das ZDF überträgt am Sonntag, 9. Juni um 9.30 Uhr einen Gottesdienst live aus der katholischen Kirche Herz-Jesu in Mayen. Dekan Jörg Schuh wird die Messe zelebrieren. Neben den Gläubigen, die in der Kirche Platz finden, werden mehr als eine halbe Million Menschen den Sonntagsgottesdienst zu Hause vor ihren Fernsehern, an ihren PCs, Tablets oder mit dem Smartphone mitfeiern. Der Einlass in die Kirche ist an diesem Tag nur bis neun Uhr morgens.

Im Evangelium des zehnten Sonntags im Jahreskreis heißt es, dass Jesus mit dem, was er tut und sagt, aus dem Rahmen fällt und dabei selbst sein engstes Umfeld durcheinanderbringt. Dekan Schuh wird in der Predigt darlegen, dass ein Leben im Geist Jesu auch bedeutet, immer mal wieder aus dem Rahmen zu fallen. Dabei gibt er Beispiele, wie das heute konkret aussehen kann.  

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgt der Kammerchor Mayen unter der Leitung von Dekanatskantor Volker Kaufung. Die Orgel spielt Dekanatskantor Thomas Schnorr. 

Im Anschluss an den Gottesdienst stehen Ehrenamtliche an Telefonen bereit, um Anrufe der Zuschauer entgegenzunehmen. Die Ehrenamtlichen aus der Gemeinde wurden im Vorfeld vom ZDF im Umgang mit der Hotline geschult. Bis abends können sich Menschen an die Ehrenamtlichen wenden, um Rückmeldungen oder Feedback zum Gottesdienst zu geben, aber auch um sich einfach nur zu unterhalten. 

 

 


Medienapostolat: Abonnenten finanzieren soziale und pastorale Projekte

Geschäftsleiterin Michaela Schneider-Mestrom im Interview mit Radio Horeb

Foto: Steyler Missionare
Foto: Steyler Missionare

8.06.2024

(Sankt Augustin / Nettetal/stm) – Schneller, höher, weiter – ist das wirklich etwas, das wir immer vorantreiben müssen? Diese Frage stellt Michaela Schneider-Mestrom, Geschäftsleiterin des Medienapostolats der Steyler Missionare, in einem Interview mit Radio Horeb. Hintergrund des Gesprächs war eine Ausgabe der vom Medienapostolat herausgegebenen Zeitschrift ‚Leben jetzt‘ zum Thema „Hoch hinaus“. 

Das Magazin berichtete unter anderem in Reportagen und Portraits über Dachdecker, Bergsteiger, Piloten und andere Berufe, die es nach oben zieht. Dabei sei das Göttliche und die Beziehung zu Gott nicht nur in höchsten Höhen zu finden. Schneider-Mestrom: „Gott sucht uns Menschen nicht im Himmel, sondern hier unten, überall wo ein soziales Miteinander und Gerechtigkeit sind.“ 

 


Praktische Theologie in Teilzeit studieren

KATHOLISCHE HOCHSCHULE MAINZ HAT STUDIENANGEBOT ERWEITERT

Prof. Dr. theol. Oliver Wintzek (Prodekan Fachbereich Praktische Theologie, links im Bild) mit dem ersten Jahrgang Praktische Theologie in Teilzeit. Foto: © KH Mainz
Prof. Dr. theol. Oliver Wintzek (Prodekan Fachbereich Praktische Theologie, links im Bild) mit dem ersten Jahrgang Praktische Theologie in Teilzeit. Foto: © KH Mainz

Seit über 50 Jahren gibt es an der Katholischen Hochschule (KH) Mainz den Studiengang „Praktische Theologie“, mittlerweile ergänzt durch das Doppelstudium mit „Sozialer Arbeit“.

 

7.06.2024

 

(Mainz/bt) – Seit über 50 Jahren gibt es an der Katholischen Hochschule (KH) Mainz den Studiengang „Praktische Theologie“, mittlerweile ergänzt durch das Doppelstudium mit „Sozialer Arbeit“. Dort können Bachelor-Studierende fundierte und umfassende theologische Kompetenzen mit ausgeprägtem Praxisbezug erwerben. Nun gibt es die Möglichkeit, Praktische Theologie in Teilzeit zu studieren.  

Das Angebot richtet sich an Interessierte, die wegen beruflicher oder familiärer Verpflichtungen das reine Präsenzstudium in Mainz nicht absolvieren können. Mit dieser Studienmöglichkeit spricht die KH Mainz Menschen an, die sich beispielsweise für den Beruf Gemeindereferent*in interessieren, ihr Ehrenamt weiter fundieren möchten oder grundsätzlich an theologischen Fragen interessiert sind. 

Zu Beginn und zu Ende des Semesters findet jeweils eine Woche mit zum Teil geblockten Lehrveranstaltungen gemeinsam mit den Präsenzstudierenden an der KH Mainz statt. In der übrigen Zeit stellt eine breite Palette von digitalen Formaten den Lernfortschritt sicher; hinzu kommen kontinuierliche abendliche Online-Kolloquien, die der Vertiefung und dem Ausstauch dienen. 

Die KH Mainz verfügt über 50 Jahre Erfahrung im Studiengang „Praktische Theologie“ und steht für eine intensive und persönliche Begleitung der Studierenden durch ein breit gefächertes Team von Professor*innen und Lehrbeauftragten. Getragen wird die KH Mainz von einer Trägergesellschaft, der die Bistümer Mainz, Trier, Limburg, Speyer und das Erzbistum Köln angehören.  

Weitere Informationen gibt es auf https://www.kh-mz.de/studium/studiengaenge/teilzeitstudium-praktische-theologie


BONI-Busse bewegen und verbinden Menschen

Zum Patronatsfest des Heiligen Bonifatius feiert das Bonifatiuswerk sein 175-jähriges Bestehen und 75 Jahre Verkehrshilfe

6.06.2024

 

(Paderborn/bfw) - Eine große Menge kleiner gelber Autos hat den Blick an diesem Mittwoch zum Paderborner Dom gelenkt. Keine Autoshow im XXS-Format, sondern Bobby-Cars, die als kleine BONI-Busse gestaltet sind. Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken feiert passend zum Patronatsfest des Heiligen Bonifatius am 5. Juni Geburtstag, den 75. seiner Verkehrshilfe und gleichzeitig in Paderborn sein 175-jähriges Bestehen.

 

 

„Alpha & Omega“ – seit 25 Jahren ein Erfolgsmodell

Die kirchliche Talkshow "Alpha & Omega" feierte am Dienstag, 4. Juni, im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart, Jubiläum

Foto: Christoph Stoppel
Foto: Christoph Stoppel

5.06.2024

 

(Stuttgart/drs) - Als konstanter medialer Anlaufpunkt schafft diese Sendung Orientierung, ordnet ein, bewertet und setzt somit ein Zeichen gegen Polarisierung und für eine sachliche Debatte.

Stuttgart/Freiburg/Rottenburg. Die kirchliche Talkshow "Alpha & Omega" feierte am Dienstag, 4. Juni, im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart, Jubiläum: Seit  25 Jahren gibt es das wöchentliche Talk-Format, seit die erste Ausgabe am 18. April 1999 ausgestrahlt wurde. Sie wird im wöchentlichen Wechsel von der katholischen Redaktion KiP-TV in Stuttgart und der
Videoredaktion der Evangelisches Medienhaus GmbH Stuttgart verantwortet.


Wir sind Kirche zum Tod des evangelischen Theologen Jürgen Moltmann

5.06.2024

(München, Tübingen/wsk) - Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche trauert um den evangelischen Theologen Jürgen Moltmann. Geprägt von Kriegserfahrung und der Nachkriegszeit fand Moltmann zum christlichen Glauben und wurde durch sein 1964 erschienenes Buch »Theologie der Hoffnung« weltweit bekannt. Moltmann begriff seine Theologie immer auch als politisch verantwortlich.  

Moltmann war ökumenischer Weggefährte von Hans Küng, die beide über Jahrzehnte in Tübingen lebten und lehrten. „Ökumenische Spiritualität – heute schon gelebt“ war der Titel der Dialogveranstaltung mit Küng und Moltmann am 14. Mai 2010 auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München, die von Wir sind Kirche organisiert und moderiert wurde (https://www.wir-sind-kirche.de/files/wsk/2018/GR%20Kueng%20Moltmann%20OEKT%202010%20def.pdf).  

Seit 1952 war Moltmann mit der 2016 verstorbenen feministischen Theologin Elisabeth Moltmann-Wendel verheiratet, die die Laudatio bei der Herbert Haag-Preisverleihung im Januar 1996 an die Kirchenvolksbegehren Österreich und Deutschland gehalten hat.

 

 

Jürgen Moltmann meldet sich bis ins sehr hohe Alter immer wieder zu Wort. Vor der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im Jahr 2022 in Karlsruhe war er mit dabei, als auf Initiative des Altenberger Ökumenischen Gesprächskreises ein Bündnis aus kirchlichen Gruppen (darunter auch Wir sind Kirche) und über 100 Einzelpersonen (darunter der frühere Bundestagspräsident und Katholik Wolfgang Thierse und der Historiker Heinz Schilling) auf konkrete Schritte zur Einheit der christlichen Kirchen drangen. Nach unzähligen interkonfessionellen Gesprächen müssten die Kirchenleitungen nun endlich handeln und auch die gegenseitigen Verurteilungen zwischen katholischer und evangelischer Kirche außer Kraft setzen (https://www.katholisch.de/artikel/32766-buendnis-fordert-konkrete-schritte-zur-einheit-der-christlichen-kirchen).


Von Katastrophen, die Menschen zur Flucht treiben

Screenshot Ausstellung Weltraum. Foto: welt:raum
Screenshot Ausstellung Weltraum. Foto: welt:raum

Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni präsentiert der welt:raum in Saarbrücken vom 8. bis 29. Juni die Ausstellung „de ramp“ von Albert Herbig.

 

5.06.2024

 

Von Ute Kirch

 

(Saarbrücken/uk)– Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni präsentiert der welt:raum in Saarbrücken (Katholisch-Kirch-Str. 5, 66111 Saarbrücken) vom 8. bis 29. Juni die Ausstellung „de ramp“ von Albert Herbig. Herbig, langjähriger Professor für Kommunikation an der Hochschule Kaiserslautern, stellt bearbeitete Fotografien der Flutkatastrophe von 1953 in der niederländischen Provinz Zeeland aus. Durch die Verwendung einiger weniger Farbnuancen, insbesondere von Grün-Blau und dem ikonischen Orange entstanden universell wirkende Bilder von Menschen auf der Flucht.

Am Donnerstag, 20.Juni, um 18.30 Uhr erzählt Herbig im welt:raum mehr zu den Bildern, ihrer Entstehung und ihrem Hintergrund. Außerdem wird Tobias Schunk vom Saarländischen Flüchtlingsrat (SFR) von Menschen auf der Flucht berichten. Dem SFR gehören neben Einzelpersonen auch Organisationen wie Pax Christi, der BDKJ, die Aktion 3. Welt Saar und das Kurdische Gesellschaftszentrum an. Gerahmt wird die Vernissage von autobiografischen Geschichten über Auswandern und Einwandern durch Ferdinand Martinelli und seiner Musik als DadRockZ Solo mit Lil DezZ.

 

 


„Ich bin dann mal da“

Wandertour der Landesbischöfin zu Orten der Hoffnung

 

5.06.2024

 

(Karlsruhe/ekiba) - Zwischen Mitte Juni und Ende Juli schnürt die Landesbischöfin an vier Wochenenden die Wanderstiefel und macht sich auf den Weg an badische Hoffnungsorte. Die Tour beginnt am 15. Juni im Kraichgau und endet am 26. Juli in Hinterzarten.

 

„Ich freue mich auf die Begegnung mit Ihnen und darauf, gemeinsam hoffnungsvolle Orte und Initiativen zu entdecken“, so Heike Springhart. „Lassen Sie uns ein Stück zusammen gehen! Ich möchte gerne hören, was Sie sich erhoffen und mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen, was wir zusammen bewegen können. Ich bin dann mal da – Sie hoffentlich auch.“

 

Landesbischöfin Heike Springhart möchte auf den kleinen Wandertouren mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen darüber, was in den Gemeinden gut läuft und wo der Schuh drückt. Gemeinsam soll unterwegs Hoffnungsvolles und Mutmachendes ergründet werden. Alle sind herzlich eingeladen, ein Stück des Weges der Landesbischöfin durch Baden mitzulaufen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Eine vorherige Anmeldung erleichtert die Planung.

 

Die erste, ungefähr zehn Kilometer lange Kraichgau-Tour startet am 15. Juni um 14 Uhr am Bahnhof in Eppingen. Von dort geht es weiter zum „Garten der Hoffnung“. Der Garten ist ein Projekt der Flüchtlingshilfe und wurde zusammen mit Geflüchteten während der Eppinger Gartenschau 2022 als Hoffnungsinsel gestaltet. Ein Teil dieser Gartenschau-Installation wurde in den letzten Monaten auf einer Parzelle der „Schrebergartenanlage“ auf dem ehemaligen Gartenschaugelände wieder aufgebaut und steht Geflüchteten nun als Begegnungsort und zum Gärtnern zur Verfügung.

 

Nach einer kleinen Führung durch den Garten bricht die Wandergruppe auf Richtung Ottilienberg. Dort feiern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach einem Kaffee auf dem Gelände des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland (CJD) um etwa 16.30 Uhr eine kleine Andacht. Der Tag wird nach der Rückwanderung mit einem Snack am Weiher-Bistro abgeschlossen.

 

Am Samstag, 22.6. führt die Wanderung durch den Kirchenbezirk Wertheim. Beginn ist bereits um 11 Uhr am Gemeinschaftszentrum Wartberg, ein mutmachendes Beispiel für Kooperationen. Das Gemeinschaftszentrum wurde von der Evangelischen Kirche und der Stadt Wertheim gebaut und vereint jetzt einen Mehrzweckraum für die Ganztagsgruppe der Otfried-Preußler-Schule, eine Gruppe der Kindertagesstätte Wartberg sowie Beratungsräume des Familienzentrums, eine Bibliothek und einen Saal für evangelische, katholische und ökumenische Gottesdienste unter einem Dach. Nach Besichtigung des Gemeinschaftszentrums geht es über den sogenannten „Liebespfad“ nach Sachsenhausen unter anderem zur Besichtigung des Auferstehungsfensters der dortigen Leonhardskirche. Abschluss bildet – nach einem gemeinsamen Vesper mit Wein und Käse – gegen 17 Uhr eine Andacht in der Petruskirche Waldenhausen.

 

Die Wanderreihe wird fortgesetzt am Sonntag, 30. Juni im Kirchenbezirk Überlingen-Stockach. Los geht es um 14 Uhr am Landungsplatz in Überlingen mit einer Bootsfahrt auf der MS Föhn. Vom Anleger Uhldingen wandert die Gruppe am See entlang über die Wallfahrtskirche Birnau. Nach der Andacht in den Weinreben am Birnauer Oberhof geht es weiter bis nach Nußdorf (insgesamt 6-7 km). Von dort fahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Bus zurück nach Überlingen. Zum Abschluss gibt es einen kleinen Imbiss im Garten hinter dem Pfarrhaus am See.  

 

Der letzte Termin der diesjährigen Sommertour findet am Freitag, 26. Juli, rund um Hinterzarten statt. Beginnend um 14.30 Uhr am Kurhaus mit der Trachtenkapelle in Hinterzarten, führt die Tour um den Mathisleweiher herum und beschäftigt sich in mehreren Impulsen an verschiedenen Stationen mit der Frage, was Menschen sich im Urlaub erhoffen. Die Andacht wird um ca. 17 Uhr beim Altenvogtshof mit der Schäferwagenkirche gefeiert. Die kleine Kirche auf Rädern ist zugleich hoffnungsvoll und zukunftsweisend, denn als mobile Kirche kommt sie direkt zu den Menschen. Ein gemeinsames Vesper am Gemeindehaus Hinterzarten bildet den Abschluss der Veranstaltung.

 

Weitere Infos und Anmeldung unter: www.ekiba.de/wandertour2024

 

 


Family FIPS präsentiert Ausmalheft für Kinder

Foto: SCM Bundes-Verlag
Foto: SCM Bundes-Verlag

Der Bundes-Verlag präsentiert das erste Ausmalheft des beliebten Mitmach-Magazins Family FIPS für Kinder zwischen 3 und 7 Jahren. 

 

4.06.2024

 

(Witten/scm) Das Family FIPS Magazin vom SCM Bundes-Verlag begeistert Kinder im Alter von 3 bis 7 Jahren. Es ist bekannt für die kreativen Bastelideen, Fragen, Rätsel und Bibelgeschichten. Begleitet werden die Kinder dabei von Fips, dem Erdmännchen.

 

Mit dem ersten Ausmalheft für Kinder von Family FIPS gibt es jetzt eine neue Möglichkeit, die Bibel spielerisch zu entdecken. Das Ausmalheft ist gekennzeichnet durch eine bunte Vielfalt von Fips-Ausmalbildern und Illustrationen zu verschiedenen Bibelgeschichten. Schon kleinere Kinder kommen so beim Ausmalen der Bilder mit der Bibel selbstständig in Kontakt und können zudem auch im Nachhinein die passende Bibelgeschichte von den Eltern vorgelesen bekommen. 


Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden für Hochwasserhilfe in Süddeutschland auf

Erste Bautrockner werden für Aufräumarbeiten bereitgestellt

 

 4.06.2024

 

(Berlin/dwd) - Nach dem Dauerregen und verheerenden Überschwemmungen in zahlreichen Landkreisen von Bayern und Baden-Württemberg hat die Diakonie Katastrophenhilfe erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet. „Dutzende Orte und Landstriche sind vom Hochwasser betroffen. Das ganze Ausmaß wird erst langsam ersichtlich. In enger Abstimmung mit den diakonischen Landesverbänden bereiten wir Nothilfemaßnahmen vor. Dafür rufen wir zu Spenden auf“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe.

 

In einem ersten Schritt stellt die Diakonie Katastrophenhilfe 100 Bautrockner zur Verfügung, damit betroffene Haushalte nach dem Rückgang des Hochwassers ihre Häuser reinigen und anschließend trocknen können. Die Geräte im Einzelwert von rund 600 Euro entziehen der Luft und dem Mauerwerk überfluteter Häuser die Feuchtigkeit und sind in Hochwassergebieten schnell im Handel vergriffen. „Die Aufräumarbeiten dauern oft Wochen und müssen früh begonnen werden, um schwerwiegende Schäden an Gebäuden durch Nässe und Schimmel zu vermeiden. Entsprechend schnell wollen wir die nötigen Mittel dort bereitstellen, wo sie gebraucht werden“, sagt Markus Koth, Koordinator für Hochwasserhilfe der Diakonie Katastrophenhilfe.

 

Zahlreiche Landkreise hatten in den vergangenen Tagen den Katastrophenfall ausgerufen. Dämme brachen aufgrund der Wassermassen und Bäche sowie Flüsse traten über die Ufer. „Der Verlust von Wohnraum und Eigentum bringt viele Menschen nicht nur in existenzielle Not. Sie müssen langfristig auch emotional damit umgehen. Die Ahrtal-Katastrophe 2021 hat gezeigt, wie wichtig psychosoziale Hilfe und eine verlässliche Begleitung vor Ort ist, um traumatische Erlebnisse zu verarbeiten“, sagt Markus Koth.

 

Zusammen mit den diakonischen Landesverbänden Bayern und Württemberg werden die Hilfsmaßnahmen der kommenden Wochen und Monate eng abgestimmt. „Die diakonischen Verbände und ihre Träger sind für eine längerfristige Unterstützung bestens geeignet. Sie waren vor der Katastrophe da, sind es heute während des Hochwassers und bleiben es auch in Zukunft“, sagt Martin Keßler. Die Verwurzelung in betroffenen Gemeinden spiele eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Not. „Um diese gemeinsame Hilfe für die Betroffenen des Hochwassers leisten zu können, bitten wir um Spenden“, sagt Martin Keßler.

 

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden:

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

Evangelische Bank

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: Hochwasser-Hilfe Deutschland

Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

 

 


45 Jahre Kinderbibel von „Kirche in Not“

Die Titelseite der deutschsprachigen Ausgabe der Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“. © Kirche in Not
Die Titelseite der deutschsprachigen Ausgabe der Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“. © Kirche in Not

3.06.2024

 

(München/acn) - Die Kinderbibel des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ (ACN) feiert Jubiläum: 1979, also vor 45 Jahren, wurde sie unter dem Titel „Gott spricht zu seinen Kindern“ auf der Vollversammlung der lateinamerikanischen Bischofskonferenz in Puebla erstmals vorgestellt. Anlass war das damals begangene „Internationale Jahr des Kindes“. Seither wurde die Kinderbibel in 194 Sprachen übersetzt und mehr als 51 Millionen Mal verteilt. Damit ist sie eines der längsten und erfolgreichsten Projekte von „Kirche in Not“. Die Kinderbibel enthält eine Auswahl biblischer Texte in vereinfachter Sprache; sie ist zudem illustriert.

 

Der Text ist von Assyrisch bis Zulu erhältlich, weitere Übertragungen sind in Vorbereitung. In einigen Fällen ist die Kinderbibel das einzige Schriftstück in einer regionalen Sprache. So zum Beispiel beim Hirtenvolk der Turkana im Norden von Kenia. Lilian Omaria von der Missionsgesellschaft des Apostels Paulus berichtet: „Viele Kinder sprechen und verstehen nur Turkana. Viele können nicht lesen. Weil die Bibel bebildert ist, können die Kinder das Buch ansehen, den Texten zuhören und sie verstehen. Die Kinderbibel hat uns sehr dabei geholfen, in dieser Region den christlichen Glauben zu vermitteln.“

 

 


Kirche trifft Queer: „Unter Gottes Himmel haben alle Platz“

Café Exodus und Arbeitskreis Queer mit Stand bei Christopher Street Day vertreten

Gemeindereferent Andreas Diegler (AK Queer), Hannan Chalabi (Förderverein des Café Exodus) und Annika Wilk (Vorsitzende des Fördervereins Café Exodus) © Ute Kirch
Gemeindereferent Andreas Diegler (AK Queer), Hannan Chalabi (Förderverein des Café Exodus) und Annika Wilk (Vorsitzende des Fördervereins Café Exodus) © Ute Kirch

In Saarbrücken sind am Wochenende beim 25. Christopher Street Day (CSD) SaarLorLux tausende Menschen durch die Innenstadt gezogen, um für die Rechte der queeren Community zu demonstrieren. ...

 

 


Udo Lindenberg: „Echt mega, dass die Zehn Gebote in Erfurt so super ankommen“

Bonifatiuswerk-Ausstellung „Udos 10 Gebote“ noch bis Sonntag in der Kirche St. Severi

Monsignore Georg Austen und Udo Lindenberg mit dem Plakat zur Ausstellung „Udos 10 Gebote“, die noch bis Sonntag in Erfurt gezeigt wird. Foto: Norbert Dembski
Monsignore Georg Austen und Udo Lindenberg mit dem Plakat zur Ausstellung „Udos 10 Gebote“, die noch bis Sonntag in Erfurt gezeigt wird. Foto: Norbert Dembski

3.06.2024

 

 

(Erfurt/bfw) - Der 103. Katholikentag in Erfurt ist mit einem positiven Fazit beendet worden. Auch das Bonifatiuswerk blickt mit großer Dankbarkeit auf die vergangenen Tage sowie die Ausstellung „Udos 10 Gebote“ von Udo Lindenberg, die auf die Besuchermarke von 30.000 zugeht. Ebenso wird das täglich in der Ausstellung angebotene Friedensgebet in der St.-Severi-Kirche von vielen Menschen angenommen. Damit ist schon jetzt das Ziel des Bonifatiuswerkes erreicht, Menschen über den Katholikentag hinaus anzusprechen. Über die große Besucheranzahl freut sich auch Panikrocker Udo Lindenberg, der mit den Bildern seine Interpretation der biblischen Zehn Gebote umgesetzt hat. „Echt mega, dass die Zehn Gebote in Erfurt so super ankommen. Danke an das Bonifatiuswerk und alle, die die Ausstellung stemmen. Sie geht ja noch weiter“, sagt Udo Lindenberg.

 

Die Message müsse hinaus in die Welt, betont der Musiker und Künstler: „Wir bleiben unseren Utopien treu, über all die aktuellen Kriege und Katastrophen hinweg. Wir wollen die Welt besser machen, sie friedvoller und gerechter hinterlassen, ja, einfach besser, als wir sie bei unserer Geburt vorgefunden haben. Wir sind viele, wir sind laut, wir sind schlafende Riesen, wir haben gigantische Power. Die gesamte Menschenfamilie ist aufgerufen: Lass uns all den Irrsinn beenden, der grad auf unserem Planeten wütet!“ Die Ausstellung „Udos 10 Gebote“ mit 24 Gemälden des Panikrockers wird vom Bonifatiuswerk in der Erfurter Kirche St. Severi noch bis Sonntag, 9. Juni, täglich von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt präsentiert, jeweils um 12 Uhr findet ein Friedensgebet statt.