Gebetsheft „Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung“ zum Heiligen Jahr 2025

Interview mit dem Autor Domvikar Paul Weismantel

Domvikar Paul Weismantel hat die Texte für das Gebetsheft „Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung“ zum Heiligen Jahr 2025 verfasst.© Kerstin Schmeiser-Weiß (POW) |
Domvikar Paul Weismantel hat die Texte für das Gebetsheft „Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung“ zum Heiligen Jahr 2025 verfasst.© Kerstin Schmeiser-Weiß (POW) |

13.07.2024

 

(Würzburg/POW) - Unter das Leitwort „Pilger der Hoffnung“ hat Papst Franziskus das Heilige Jahr 2025 in Rom gestellt. Das Bistum Würzburg hat dazu ein Gebetsheft mit dem Titel „Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung“ herausgegeben. Domvikar Paul Weismantel, Ordensreferent, Spiritual des Priesterseminars und Ausbildungszentrums der Diözese Würzburg sowie Geistlicher Leiter des Exerzitienhauses Himmelspforten in Würzburg, hat die darin enthaltenen Wechselgebete, Marienrufe und Litaneien geschrieben sowie passende Lieder und Litaneien aus dem Gotteslob ausgewählt. Im Gespräch erklärt er, wie es zu dem Heft kam und wen er beim Schreiben der Texte im Blick hatte. ...

 

AKTUELL BEI WIR IM NETZ - SPIRITUALITÄT - 13.07.2024


„Voller Vorfreude und Neugier auf die kommenden Aufgaben“

Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ entsendet 15 junge Menschen für ein Freiwilliges Internationales Jahr in alle Welt

 

13.07.2024

 

(Aachen/kmw) - „Die jungen Menschen sind top vorbereitet, sehr motiviert und voller Vorfreude und Neugier auf ihre kommenden Aufgaben“, sagt Regina Eckert de Villanueva und blickt mit einem Lächeln zu den 15 jungen Frauen und Männern, die sich in der Kapelle des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger’ in Aachen versammelt haben. Mehrere Monate der Vorbereitung liegen hinter den jungen Frauen und Männern aus ganz Deutschland, die jetzt ihr Freiwilliges Internationales Jahr (FIJ) im Ausland antreten. „Es ist nicht nur für die Freiwilligen, sondern auch für uns jedes Mal wieder sehr aufregend, wenn es endlich losgeht. Die Begeisterung der Freiwilligen für ihre neue Aufgabe weit weg von zu Hause wirkt ansteckend“, sagt Eckert de Villanueva, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Christine Mossoux den Freiwilligendienst im Kindermissionswerk koordiniert. 

 

Mit einer Aussendungsfeier sind die 15 Freiwilligen heute in ihre Gastländer verabschiedet worden. Im Rahmen des Freiwilligenprogramms werden sie ein Jahr lang Partnerorganisationen des Kindermissionswerks in der Dominikanischen Republik, Ecuador, Kambodscha, Kolumbien, Mexiko, Peru, Südafrika, auf den Philippinen und in Uganda unterstützen. In den Projekten übernehmen sie, je nach Bedarf und Interessen, pädagogische, pflegerische, hauswirtschaftliche und handwerkliche Aufgaben und bringen sich in die Begleitung der Kinder und Jugendlichen ein. 

 

Ziel des Freiwilligendienstes sei es, durch die Mitarbeit und das Miterleben vor Ort voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen, erklärt Christine Mossoux. „Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass viele Freiwillige, die nach einem Jahr zurückkehren, sich in ihrer Persönlichkeit stark weiterentwickelt haben und einige sogar überlegen, beruflich weiter in dieser Richtung etwas zu machen“, berichtet Mossoux. 

 

Die jetzt ausreisenden Freiwilligen kommen aus den (Erz-) Bistümern Aachen, Bamberg, Eichstätt, Freiburg, Fulda, Hamburg, Hildesheim, Köln, Mainz und Münster. Zur Vorbereitung auf ihr Freiwilliges Internationales Jahr haben sie sich mit ihrem Gastland beschäftigt und die entsprechende Sprache gelernt. In mehreren Vorbereitungsseminaren setzten sich die Freiwilligen mit unterschiedlichen Themen auseinander, die für ihren Dienst wichtig sind.

 

Bewerbung für 2025 bis Ende Oktober möglich

Die Bewerbungsphase für das nächste FIJ läuft, Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2024. Interessierte im Alter von 18 bis 28 Jahren können sich unter www.mein-eine-welt-jahr.de für einen Freiwilligendienst in Afrika, Asien oder Lateinamerika bewerben. Informationen zum Freiwilligenprogramm des Kindermissionswerks, den jeweiligen Partnerorganisationen sowie Kontaktdaten der Ansprechpartnerinnen sind dort ebenfalls abrufbar. Termine zu zwei digitalen Informationsabenden via Zoom, bei denen ehemalige Freiwillige über ihre Erfahrungen und Erlebnisse berichten, finden sich dort ebenfalls. Gefördert wird der Freiwilligendienst vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 

 

Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ – das Hilfswerk der Sternsinger

Rund 1.200 Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 64 Millionen Euro standen dem Hilfswerk der Sternsinger 2022 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 91 Ländern. Neben der Förderung der Kinder-Hilfsprojekte zählen der Einsatz für die Rechte von Kindern weltweit sowie die Bildungsarbeit zu den Aufgaben. Das Kindermissionswerk nimmt Spenden für Kinder entgegen. Spendenkonto: Pax-Bank eG, IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31, BIC: GENODED1PAX.

 

 


Pilgern erfährt wachsenden Zuspruch: Ruhe und Gelassenheit

ohann und Sigrid Willkomm sowie Hans-Jürgen Berg (von links) beantworten die Fragen der Zuhörer zum Thema „Feierabend-Pilgern“. © Rolf Lorig
ohann und Sigrid Willkomm sowie Hans-Jürgen Berg (von links) beantworten die Fragen der Zuhörer zum Thema „Feierabend-Pilgern“. © Rolf Lorig

In einer immer hektischer werdenden Zeit erfährt das Pilgern wachsenden Zuspruch. Im Bistum Trier nutzt die Jakobusbruderschaft diese Entwicklung und bietet offene Angebote an, um neue Zielgruppen zu erschließen.

 

11.07.2024

 

Von Rolf Lorig/Paulinus Wochenzeitung im Bistum Trier

 

(Trier/rl/pw) - Im Juni ging es in der Reihe Theo-Talk um das Thema Feierabend-Pilgern. Jede Weltreligion hat ihre eigenen Pilgerstätten. Für die Christen ist es der Jakobsweg.  Ein Weg, den 2023 rund eine halbe Million Menschen, darunter über 24 000 Deutsche, gegangen sind. Zu Gast waren drei Referenten der Trierer Jakobus-Bruderschaft, Hans-Jürgen Berg sowie Sigrid und Johann Willkomm.

 

 


Demokratie ist nicht machtlos gegenüber Hetze und Hass im Netz

Gemeinsames Medienfest von Nordkirche, Evangelischem Presseverband und Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein

 

Die Landesbischöfin der Nordkirche Kristina Kühnbaum-Schmidt sieht in Vertrauensnetzen und gegenseitiger Unterstützung wichtige Instrumente im Kampf gegen Hass und Hetze im Netz. Das erklärte sie auf dem gemeinsamen Medienfest des Kommunikationswerkes der Nordkirche, des Evangelischen Presseverbandes Norddeutschlands und der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein in Hamburg.

 

12.07.2024

 

(Hamburg/Schwerin/dds) -Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) Kristina Kühnbaum-Schmidt hat in ihrem Resümee auf dem gemeinsamen Medienfest des Kommunikationswerkes der Nordkirche, des Evangelischen Presseverbandes Norddeutschland GmbH und der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) die Notwendigkeit von Vertrauensnetzwerken im Kampf gegen Hass und Hetze im Netz betont. Der Abend am Dienstag (9. Juli 2024), zu dem 130 hochrangige Gäste aus norddeutschen Medienhäusern, von überregionalen und regionalen Fernseh- und Rundfunksendern sowie von Fachmedien und Universitäten geladen waren, stand unter dem Thema „Gemobbt – verfolgt – bedroht: Sind wir wirklich machtlos gegen Hass im Netz?“.

 

Vertrauensnetzwerke bieten sicheren Raum

Seien Sie Vorbilder! Zeigen Sie in Ihrer Berichterstattung und Kommunikation, wie ein respektvoller, veränderter Umgang miteinander aussehen kann“, forderte die Vorsitzende der Kirchenleitung und betonte: „Wir brauchen ein eng geknüpftes Vertrauensnetzwerk mit anderen Institutionen, Organisationen und Medienunternehmen, um Hass und Hetze im Netz zu bekämpfen. Es braucht dieses dichte Netz, das durch Vertrauen und Gemeinschaft geknüpft wird. Dieses Netz bietet einen sicheren Raum für Austausch, gegenseitiges Verständnis und respektvolles Miteinander. Durch Bildungsarbeit, Dialogplattformen, Vorbildfunktion, auch Seelsorge können wir zusammen dazu beitragen, ein menschliches und respektvolles Miteinander im Digitalen zu fördern.“ 

 

Was im Digitalen stattfindet, ist Teil des realen Lebens

Die Leitende Geistliche der Nordkirche wies darauf hin, dass Gewalt, Mobbing und Bedrohung im Netz ihre Entsprechung im Analogen haben. „Es sind keine zwei Welten. Die Digitalität und unsere analoge Realität sind eine gemeinsame Welt. Das bedeutet aber auch, dass das, was im Digitalen stattfindet, Teil unseres analogen Lebens ist“, so Kristina Kühnbaum-Schmidt.  Die Landesbischöfin adressierte ihre Forderungen, im Netz angegriffene Menschen zu schützen und solidarisch zu unterstützen auch an die eigene Kirche. Es sei dringend Zeit zu handeln.  Dabei betonte sie: „Um es auf das biblische Wort zu bringen, das mir wichtig ist: „Lass dich nicht von Bösem überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ Als weitere wichtige Aspekte, um ein respektvolles Miteinander in der Gesellschaft zu fördern, nannte die Landesbischöfin, diverse Teams zu bilden und demokratische Kräfte insbesondere in den kleinen Orten zu unterstützen. 

 

Medienanstalt überprüfte knapp 3.500 Inhalte auf Hassrede

Die Direktorin der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) Eva-Maria Sommer erklärte in ihrem Resümee: „Als Medienaufsicht sind wir bei unserer Arbeit täglich mit hetzenden und vielen weiteren unzulässigen Inhalten konfrontiert. Das gilt ebenso – und in letzter Zeit sogar besonders - für Inhalte mit religiösem Bezug.“ Auf Grundlage des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags habe die MA HSH im vergangenen Jahr knapp 3.500 Inhalte auf Hassrede hin überprüft und bei über 80 Prozent eine Löschung oder Nachbesserung erreicht. „Zudem können wir strafrechtlich relevante Inhalte an Polizei und Staatsanwaltschaften weiterleiten, mit denen wir ebenso eng kooperieren wie mit mittlerweile über 130 Beratungsstellen in Hamburg und Schleswig-Holstein“, erklärte die Direktorin.

 

Medienrecht aktualisieren

Eva-Maria Sommer regte an, den neu in Strafgesetzbuch aufgenommenen Tatbestand der Beschimpfung von Religion schnell ins Medienrecht zu überführen. Dann könne man auch hier Löschanregungen aussprechen und die Verbreitung notfalls auch mit Zwangs- oder Bußgeldern untersagen. Dies sei ein Vorteil gegenüber privaten Meldungen an die Plattformen und wohl auch ein Grund für die erfolgreichen Löschquoten, die die Medienanstalt erreicht habe, so die Direktorin. Abschließend äußerte sie den Wunsch: „Bringen Sie sich als gesellschaftliche Akteure in die Debatte, wo die Rechte des Einzelnen beginnen und enden, wieder stärker ein. Wir brauchen diesen Dialog aus der Mitte unserer Gesellschaft heraus in das Parlament hinein.“

 

Hochkarätige Impulse aus Wissenschaft und Praxis

Zuvor hatten Prof. Roland Rosenstock vom Lehrstuhl Religions- und Medienpädagogik der Universität Greifswald, Sarah Vecera (Senior Koordinatorin Globales Lernen, Vereinte Evangelische Mission, Wuppertal) und Fluky, Bildungsreferent:in für politische Bildung der Amadeu Antonio Stiftung, Impulse zum Thema des Medienfestes gegeben. Weitere Informationen dazu: https://www.nordkirche.de/medienfest

 

Weiter Informationen und Angebote zum Thema

Das Kommunikationswerk der Nordkirche bietet über die Evangelische Medienakademie verschiedene Materialen und Weiterbildungen zum Thema an:

 

  1. Onlineseminar 

Diskriminisierungssensible Kommunikation am 9. und 10. Oktober 2024 - Information/Anmeldung unter 

https://www.evangelische-medienakademie.de/kursprogramm/kurskalender/detailseite/diskrminierungssensible-kommunikation/

 

  1. Wissensblog

Sarah Vecera über das Anliegen ihre Instagram Accounts sowie die vier Seiten von Rassismus und wie sich diese auf ihre Arbeit auswirken.

https://www.evangelische-medienakademie.de/wissensblog/artikel/das-komplette-interview-hinter-den-kulissen-mit-sarah-vecera/

Dr. Sun-Ju Choi über die Anfänge der Neuen deutsche Medienmacher*innen und warum diverse Redaktionen und Kommunikations-Teams mehr Menschen erreichen können.

https://www.evangelische-medienakademie.de/wissensblog/artikel/diversitaet-und-journalismus/

 

  1. Reader

„Ich bin dabei!" - Die Auseinandersetzung mit Rassismus ist in einer Migrationsgesellschaft wie in Deutschland dringend nötig. Das Buch öffnet neue Perspektiven und bündelt Fachwissen und Positionen von Expert:innen innerhalb und außerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche). 
https://www.glaubenssachen.de/Ich-bin-dabei/329-8

 

Hintergrund: das Medienfest 

Das Medienfest wurde in diesem Jahr erstmals von den drei Partnern Kommunikationswerk der Nordkirche, Evangelischer Presseverband Norddeutschland GmbH und Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) im Empire Riverside Hotel ausgerichtet. Die Gastgeber waren Michael Birgden (Kommunikationsdirektor der Nordkirche), Dr. Matthias Gülzow (Geschäftsführer Evangelischer Presseverband Norddeutschland GmbH) und Eva-Maria Sommer (Direktorin der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein). Der Abend klang mit einem geselligen Austausch im „Strand Pauli“ Hamburg aus.  

 

 


Vernetzung im ländlichen Raum

Sitzung des Pommerschen Kirchenkreisrats: Unterstützung für Jugendfreizeit und für Förderverein „Dorfkirchen in Not“

12.07.2024

 

 

(Weitenhagen/sek). Der Kirchenkreisrat (KKR) des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) gewährt der Kirchengemeinde Dersekow eine Förderung in Höhe von 500 Euro für die Durchführung der „Sommerfreizeit 2024“ aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“. Diesen Beschluss fasste der KKR in seiner jüngsten Sitzung, die im „Haus der Stille“ in Weitenhagen stattfand. Die Kirchengemeinde Dersekow plant gemeinsam mit der Evangelischen Jugend Pommern (EJP), den Kirchengemeinden des Tollensetals und der Kirchengemeinde Damgarten eine Freizeit in Dänemark. Die Sommerfreizeit sei außergewöhnlich, da sie im Rahmen der EJP junge Menschen aus vielen Teilen des ländlichen Bereichs Pommerns vernetze, hieß es zu dem Beschluss seitens des KKR. Der Zuschuss solle dazu beitragen, dass alle Jugendlichen, die daran teilnehmen möchten, mitfahren können. Der Vorsitzende des Kirchenkreisrats, Propst Gerd Panknin, hob hervor, dass es mit dieser Sommerfreizeit gelinge, junge Menschen in einem riesigen Gebiet anzusprechen und zu sammeln. „Ich freue mich über diese weit übergreifende Zusammenarbeit“, so Gerd Panknin.

 

Dank an Förderverein „Dorfkirchen in Not“

 

Ebenfalls aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ bewilligte der KKR dem Förderverein Dorfkirchen in Not in Mecklenburg und in Vorpommern e. V. einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro. Durch die hochengagierte ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder des Fördervereins sei es aufgrund von Zuwendungen des Vereins als wichtiger Finanzierungsbaustein möglich geworden, viele Kirchen auch in Pommern zu sanieren, so die Beschlussbegründung. Für diese große Unterstützung sprach der Kirchenkreisrat im Namen des PEK dem Verein seinen Dank aus. Der bewilligte Zuschuss soll dazu beitragen, eine Broschüre herauszugeben, um anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Vereins dessen wertvolle Arbeit zu präsentieren und zu würdigen.

 

Klimaausschuss der Kirchenleitung

 

Der KKR beschloss, aus seinen Reihen Sylvia Giesecke in den Klimaausschuss der Kirchenleitung zu entsenden. Die Landessynode der Nordkirche hat im Rahmen des Zweiten Klimaschutzplans Zwischenziele auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität beschlossen, die bis zum Jahr 2027 umzusetzen sind. Die Aufgabe des Kirchenleitungsausschusses Klimaschutz sei es, dazu beizutragen, dass der Klimaschutz zu einem gemeinsamen Projekt aller Akteure und Ebenen in der Nordkirche wird, so die Beschlussbegründung. In dem Ausschuss sind jeweils ein Kirchenkreisratsmitglied aus jedem Kirchenkreis, der Umweltbeauftragte, das Landeskirchenamt, die Hauptbereiche und die Kirchenleitung vertreten.

 

Pröpstin Kathrin Kühl in Vorstände entsandt

 

Der Kirchenkreisrat beschloss, Pröpstin Kathrin Kühl in zahlreiche Vorstände und Ausschüsse zu entsenden. So entsandte das Gremium die Pröpstin als Vorsitzende in den Arbeitsschutzausschuss des PEK, in den Vorstand des Kreisdiakonischen Werks Greifswald & kreisdiakonische KiTa gGmbH, in das Kuratorium des „Hauses der Stille“ Weitenhagen, in den Vorstand der Hospitalstiftung Herzogin Sophia Hedwig Loitz, in das Kuratorium der Greifswalder Bachwoche sowie in den Finanzbeirat der Landeskirche.

 

OKR Sebastian Kriedel: Transparente Zusammenarbeit mit Pommern

 

Als Gast nahm Oberkirchenrat Sebastian Kriedel an der Sitzung teil. Seit der Kirchenfusion im Jahr 2012 ist Sebastian Kriedel die Kontaktperson des pommerschen Kirchenkreises zum Landeskirchenamt. Er beglückwünschte in seinem Grußwort den Kirchenkreisrat und die pommersche Kirche dazu, den Weg der Fusion von der eigenständigen Landeskirche hin zu einem Kirchenkreis innerhalb der Nordkirche gegangen zu sein. „Pfingsten 2012 war ein Einschnitt, der in Pommern, aber auch in Mecklenburg, nicht ohne Verletzungen und Rückschläge blieb. Ich denke aber, wir haben heute einen Stand erreicht, an dem wir gemeinsam sehr glücklich sind. Wir sind in der Nordkirche angekommen und dankbar dafür“, so der Oberkirchenrat. Mit Pommern habe sich eine besonders enge und gute Kommunikation entwickelt, die auf gegenseitiger Verständigung und transparenter Zusammenarbeit basiere. Stets sei das offene Gespräch möglich, betonte Sebastian Kriedel. Dafür sei er dankbar. Gern wolle er diese gute Basis und diese vertrauensvolle Ebene weiterhin in dieser Weise pflegen.

 

Weitere Themen, gemeinsamer Grillabend und nächster Sitzungstermin

 

Das Gremium befasste sich in seiner Sitzung außerdem unter anderem mit verschiedenen Personalfragen, mit der technischen Ausstattung der KKR-Mitglieder sowie mit der Bestellung der Mitglieder der Koordinierungskommission Mecklenburg und Pommern, die jedoch noch nicht vollständig beschlossen wurde. Zudem berichtete der Leiter des Kirchenkreisamts, Marc Engelhardt, dem Gremium von der aktuellen Situation in der Finanzabteilung.

 

Im Anschluss an die Sitzung versammelten sich die Mitglieder des KKR zu einem Grillabend im Garten des „Hauses der Stille“. Zu dem Essen hatte der Vorsitzende des Kirchenkreisrats, Propst Gerd Panknin, die Mitglieder und Gäste des Gremiums eingeladen. „Mit diesem gemeinsamen Essen möchte ich Danke sagen für ihre und eure Zeit und den großen Einsatz. Ich wünsche dem Kirchenkreisrat weiterhin ein so gutes Miteinander“, sagte Gerd Panknin, der letztmalig an einer regulären Kirchenkreisratssitzung teilnahm, da er am 1. August in den Ruhestand geht. Zubereitet wurde das Essen von den Mitarbeitenden des „Hauses der Stille“, denen Gerd Panknin einen ganz besonderen Dank aussprach.

 

Die nächste reguläre Zusammenkunft des pommerschen Kirchenkreisrats findet nach der Sommerpause am 10. September 2024 statt.

 

Stichwort Kirchenkreisrat

 

Der Kirchenkreisrat vertritt den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis in allen Angelegenheiten. Er führt die Aufsicht über die 137 Kirchengemeinden und ihre Verbände sowie über die Dienste und Werke und erteilt die erforderlichen Genehmigungen. Das Gremium besteht aus 13 Mitgliedern. Ihm gehören die drei Pröpste des Kirchenkreises, Propst Dr. Tobias Sarx (Propstei Stralsund, Dienstsitz Stralsund), Propst Gerd Panknin (Propstei Demmin, Dienstsitz Greifswald) und Propst Philipp Staak (Propstei Pasewalk, Dienstsitz Pasewalk) als geborene Mitglieder an. Die weiteren zehn Mitglieder wurden von der Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises gewählt: Dr. Gerd Albrecht, Pastor Christian Bauer, Dr. Angelika Beyer, Lars Fischer, Sylvia Giesecke, Iris Heidschmidt, Bernd Klänhammer, Reinhard Kurowski, Dorothea ter Veen und Paul Witt. Vorsitzender des Kirchenkreisrats ist Propst Gerd Panknin, stellvertretende Vorsitzende ist Sylvia Giesecke. Der Kirchenkreisrat bereitet die Entscheidungen der Kirchenkreissynode vor, bringt Vorlagen ein und führt die Beschlüsse aus. Er bringt den Haushalt ein und ist für die Durchführung verantwortlich. Er berät die Pröpste, beruft die Pastorinnen und Pastoren in die Pfarrstellen des Kirchenkreises und führt die Aufsicht über die Kirchenkreisverwaltung. Der Kirchenkreisrat im Internet: http://www.kirche-mv.de/Kirchenkreisrat.565.0.html    

 

 


ERF Bibleserver startet KI für die Bibel

Foto: Jung Gruppe
Foto: Jung Gruppe

9.07.2024

 

(Wetzlar/erf) - Der Chatbot Nikodemus.AI, der heute als Beta-Version gestartet ist, liefert Hintergrundinformationen zu Bibeltexten, gibt praktische Tipps zur Anwendung biblischer Prinzipien im Alltag oder stellt Rückfragen zum Weiterdenken und Entdecken der Bibel. Durch die Integration auf ERF Bibleserver (bibleserver.com) kann er bei der Beantwortung auf verschiedene theologische Quellen zurückgreifen. Egal, ob man den Chatbot als Einsteiger/-in oder als erfahrene/r Theologin bzw. Theologe nutzt, Nikodemus.AI ist ein idealer Begleiter auf der geistlichen Reise.

 

Nikodemus.AI basiert auf dem LLM (Large Language Model) von OpenAI, weist jedoch einige Besonderheiten zu dessen eigenem Chatbot ChatGPT auf. Bei der ersten Nachricht prüft das LLM, ob die Nutzernachricht etwas mit der Bibel oder dem christlichen Glauben zu tun hat. Wenn nicht, wird die Beantwortung abgelehnt. Zudem wird am Anfang dem KI-Modell detailliert beschrieben, welche Rolle die KI einnimmt und wie sie sich zu verhalten hat. Dadurch unterscheiden sich Antworten erheblich von denen anderer Chatbots. Aus Gründen des Datenschutzes betreibt ERF Bibleserver den Chatbot vollständig in europäischen Rechenzentren und stellt sicher, dass keine Nutzerdaten für Trainingszwecke verwendet werden.



Mosambik: Christen versammeln sich vor zerstörter Kirche zum Gebet

Die Ruinen der Kirche „Unbefleckte Empfängnis Mariens” in Mocímboa da Praia. © Kirche in Not
Die Ruinen der Kirche „Unbefleckte Empfängnis Mariens” in Mocímboa da Praia. © Kirche in Not

10.07.2024

 

Auf den ersten Blick ist es so wie in Kirchengemeinden rund um den Globus: Sonntag für Sonntag versammeln sich Katholiken in der Hafenstadt Mocímboa da Praia im äußersten Norden Mosambiks zum Gottesdienst. Doch hier ist alles anders: Kein Priester steht der Feier vor. Sie findet unter freiem Himmel statt, unter Mangobäumen, obwohl wenige Meter entfernt eine Kirche steht. Doch sie liegt in Trümmern. Wenn sich die Katholiken in Mocímboa da Praia sonntags versammeln, ist das mehr als eine Andacht. Es ist ein Akt des Widerstands und ein Symbol der Hoffnung.

 

 

2017 begann in der Küstenstadt in der Provinz Cabo Delgado ein dschihadistischer Aufstand. Die Terroristen bezeichnen sich als dem „Islamischen Staat“ zugehörig. Ihr mutmaßliches Motiv: Macht und wirtschaftliche Kontrolle über eine Region, die reich an Bodenschätzen ist und vor deren Küste große Anlagen zur Erdgasförderung entstanden sind. Hier im Norden von Mosambik sind über die Hälfte der Einwohner Muslime, landesweit gibt es mehr Christen.


„Instrumentum laboris“ für Weltsynode

„Synodalität muss und wird zu konkreten Entscheidungen führen“

Erste Einschätzung des heute veröffentlichten „Instrumentum laboris“ für die Weltsynode 2024

  • Forderungen nach Transparenz und Rechenschaftspflicht
  • Dynamik der sogenannten „Frauenfrage“

 

10.07.2024

 

(Rom, München/wsk) - Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche sieht das heute veröffentlichte Arbeitspapier „Instrumentum laboris“ für die zweite Synodalversammlung im Oktober 2024 als realistisches und spannungsreiches „work-in-progress“-Papier. Der von Papst Franziskus im Jahr 2021 gestartete weltweite Synodale Prozess ist und bleibt ein spannungsreicher Lernprozess. In allen Teilen der Welt ist dieser zirkulative Prozess auf viel Zustimmung gestoßen und hat große Erwartungen geweckt. Sehr deutlich werden jetzt aber auch die systembedingten Schwierigkeiten, die die seit dem Ersten Vatikanischen Konzil monarchisch, absolutistisch und zentralistisch verfasste römisch-katholische Weltkirche hat: nämlich zu einer Gemeinschaft des Volkes Gottes aller Getauften zu werden, die ihren Aufgaben in der heutigen Welt entsprechend den jeweils „verschiedenen Kontexten“ (siehe Einleitung und weitere 42 Mal im Text) gerecht werden kann.

 

Forderungen nach Transparenz und Rechenschaftspflicht

Wir sind Kirche begrüßt die ausführlichen Aussagen bezüglich Transparenz und Rechenschaftspflicht (17 Mal im Text), die für die Kultur und Praxis einer synodalen Kirche als wichtig betrachtet werden. Auch der Klerikalismus wird deutlich kritisiert. Begründet wird dies als notwendige Antwort auf den Glaubwürdigkeitsverlust, der aufgrund von Finanzskandalen und insbesondere sexuellem und anderem Missbrauch von Minderjährigen und schutzbedürftigen Menschen entstanden ist. Dies erfolgt allerdings erst unter Punkt 75. Nicht zu vergessen: Für den Synodalen Weg in Deutschland hat der sexuelle und geistliche Missbrauch den entscheidenden Anstoß gegeben.

Wenn es im „Instrumentum laboris“heißt, den Ortskirchen und ihren Zusammenschlüssen, also den Bischofskonferenzen, solle es obliegen, „wirksame Formen und Verfahren der Transparenz und der Rechenschaftspflicht zu entwickeln, die der Vielfalt der Kontexte angemessen sind, ausgehend von dem zivilen Regelungsrahmen“, so sollte der Vatikan endlich seinen Widerstand gegen den Synodalen Weg in Deutschland aufgeben. 

Aber auch auf Weltebene wird entscheidend sein, wie weit die jetzige Kirchenhierarchie bereit sein wird, nicht nur in der Entscheidungsvorbereitung (decision making), sondern auch in der finalen Entscheidung (decision taking) das Volk Gottes repräsentativ zu beteiligen.

Zu begrüßen sind Vorschläge im „Instrumentum laboris“ wie z.B.: 

  • dass sich nicht alle Kirchen in jeder Frage notwendigerweise im gleichen Tempo bewegen müssen. Im Gegenteil, unterschiedliche Rhythmen können als Ausdruck legitimer Vielfalt und als Gelegenheit zum Austausch von Gaben und zur gegenseitigen Bereicherung gewertet werden. (95)
  • dass die Bischofskonferenzen als kirchliche Subjekte anzuerkennen seien, die mit lehrmäßiger Autorität ausgestattet sind, die soziokulturelle Vielfalt im Rahmen einer vielgestaltigen Kirche annehmen und die Aufwertung liturgischer, disziplinärer, theologischer und spiritueller Ausdrucksformen fördern, die den verschiedenen soziokulturellen Kontexten entsprechen. (97 b)
  • dass die Ausarbeitung von kanonischen Normen auch ein Ort für die Ausübung eines synodalen Stils sein sollte. (104)

Dynamik der sogenannten „Frauenfrage“

Besonders enttäuschend ist aber das „Instrumentum laboris“ in der sogenannten „Frauenfrage“. Frauen werden zwar häufig genannt, auch der dezidierte Wunsch nach einer Stärkung ausgeübter Ämter durch alle Laien (18). Doch die Zulassung von Frauen zum diakonischen Dienst soll nicht Gegenstand der Versammlung im Oktober 2024 in Rom sein. Während einige Ortskirchen für die Zulassung von Frauen zum diakonischen Dienst plädieren, bekräftigen andere ihre Ablehnung. Die theologische Reflexion soll zu einem geeigneten Zeitpunkt und in angemessener Weise fortgesetzt werden.

Die Auslagerung von einzelnen Fragestellungen, die sich aus der ersten Versammlung der Weltsynode im Oktober 2023 in Rom ergaben, in zehn Studiengruppen darf keine Entmachtung der Synodalversammlung und keine Verzögerung dringend notwendiger Reformschritte bedeuten. Vielmehr ist zu hoffen, dass vor allem die sogenannte „Frauenfrage“ wie schon bei der Synode im Oktober 2023 in Rom auch im Oktober 2024 eine Dynamik entfalten wird, die mit Verfahrensregeln nicht mehr zu stoppen sein wird. Die Gleichberechtigung der Frauen und ebenso die nichtbinärer Personen ist eine Zukunftsfrage für die Kirche.

Zu Recht hat Kardinal Hollerich bei der heutigen Pressekonferenz in Rom darauf verwiesen, dass die Präsentation des „Instrumentum laboris“ nur durch männliche Kleriker der bedauerliche Istzustand ist, der aber nicht den Ansprüchen entspricht, die in dem Arbeitspapier genannt werden. Am Ende wird entscheidend sein, ob die Menschen an der Kirchenbasis baldigst die positiven Veränderungen spüren, die für die Zukunft der Kirche entscheidend sein werden.

 

Wir sind Kirche Deutschland und Wir sind Kirche International sowie Vertretende aus zahlreichen anderen Reformgruppen werden das Geschehen der Weltsynode im Oktober 2024 wieder direkt in Rom begleiten.


„Brücken bauen – zwischen Himmel und Erde“

Jahresgedenken nach der Flutkatastrophe

Die Sonnenblumen sind als Hoffnungszeichen in Ahrbrück beim ersten Jahresgedenken verteilt worden. Foto: bt
Die Sonnenblumen sind als Hoffnungszeichen in Ahrbrück beim ersten Jahresgedenken verteilt worden. Foto: bt

Vor drei Jahren kam es zur schweren Flutkatastrophe in Teilen der Eifel und im Ahrtal. Auch 2024 wird den Betroffenen auf vielfältige Weise gedacht.

 

9.06.2024

 

Von Julia Fröder

 

(Ahrtal/Eifel/Trier/bt)– Zum dritten Mal jährt sich die Flutkatastrophe, die im Sommer 2021 im Ahrtal, in Teilen der Eifel und in Trier große Schäden anrichtete und mehr als 100 Menschen das Leben kostete. Rund um den Jahrestag, Sonntag, 14. und Montag, 15. Juli gibt es verschiedene Möglichkeiten und kirchliche Angebote, den Opfern und Betroffenen zu gedenken.

 


App um weitere Funktionen erweitert

Hilfe zur Selbsthilfe mit dem KrisenKompass der Telefonseelsorge

© Pfarrbriefservice.de
© Pfarrbriefservice.de

Die Selbsthilfe-App der Telefonseelsorge wurde um einige Funktionen erweitert und bietet ein grundlegendes Instrument zur Krisenbewältigung.

 

8.07.2024

 

Von Inge Hülpes

 

(Trier/Berlin/bt) – Der KrisenKompass ist die Selbsthilfe-App der Telefonseelsorge. Zum Schwerpunkt Suizidprävention kommt nun auch eine Begleitung für Krisen anderer Art dazu. Die App bietet so für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein grundlegendes Instrument zur Krisenbewältigung.

 


Gemeinsam stark in der Katastrophe

 

Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe setzt Fokus auf Prävention und Zusammenhalt in ehemaligen Hochwasserregionen

 

8.07.2024

 

Hochwasserhilfe * Prävention * soziale Gemeinschaften stärken

 

(Berlin/Düsseldorf/dw) - Im Juli vor drei Jahren hat die Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mehr als 180 Menschenleben gefordert. Noch heute sind Zerstörungen sichtbar, Gemeinschaften zerrissen und Betroffene traumatisiert. Teams der Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) sind seit 2021 mit umfassenden Unterstützungsangeboten im Hilfseinsatz – und sie bleiben es weiterhin.

 

„Der Verlust von Wohnraum und Eigentum hat die Menschen nicht nur in existenzielle Not gebracht. Sie müssen langfristig auch emotional mit der Katastrophe umgehen“, betont Kirsten Schwenke, Vorständin der Diakonie RWL. „Wir haben deshalb unser Hilfskonzept bewusst mehrstufig angelegt, um nachhaltig zu wirken. Mitarbeitende unserer großen Diakonie-Familie vermitteln den Betroffenen weiterhin finanzielle Hilfen, etwa zum Wiederaufbau der Häuser. Sie begleiten die Menschen auch mit psychosozialen Angeboten und Maßnahmen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den betroffenen Regionen verbessern.“

 

„Soziale Gemeinschaften stärken“ heißt entsprechend das neue Quartiersprojekt der Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe. „Die Quartiersarbeit in den Hochwasserregionen vereint zwei zentrale Elemente, die so sonst nicht zusammenkommen: die klassische Sozialarbeit in Quartieren und Maßnahmen zur Katastrophenprävention und Klimafolgenanpassung“, erklärt Markus Koth, Koordinator für die Hochwasserhilfe bei der Diakonie Katastrophenhilfe. Durch diesen kombinierenden Ansatz werden Menschen besser auf zukünftige Katastrophen wie Überschwemmungen oder lange Hitzeperioden vorbereitet. Digitale Anzeigesysteme etwa warnen konkret vor Gefahren, und in Bildungsprojekten befassen sich Kinder mit den Themen Wasser, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. „Zusätzlich werden ganz konkrete Dinge wie das Pflanzen von Bäumen vor Erosion und Hitze schützen, während Evakuierungspläne und Erste-Hilfe-Kurse die Menschen befähigen werden, in Ausnahmesituationen besser zu reagieren. Dabei kooperieren wir mit den Kommunen, mit Fachleuten, Ehrenamtlichen und Katastrophenschutzorganisationen“, sagt Markus Koth.

 

„Die Menschen sollen gegen zukünftige Katastrophen widerstandsfähig werden, denn diese drohen immer häufiger“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. Die schweren Unwetter wie zuletzt im Juni in Bayern und Baden-Württemberg hätten gezeigt, dass sich die Menschen in Deutschland vermehrt auf solche Ereignisse einstellen müssen. „Verhindern lassen sich solche Katastrophen kaum, aber gemeinsam können wir mehr tun, um sie abzumildern. Für diese besondere Quartiersarbeit sind die diakonischen Verbände und ihre Träger ein verlässlicher Partner vor Ort, weil sie in den Regionen gut verwurzelt sind und die Menschen kennen“, ist Martin Keßler überzeugt. Die Erfahrungen der Diakonie Katastrophenhilfe RWL aus der Hochwasserkatastrophe 2021 würden heute auch in die Nothilfe in Süddeutschland einfließen.

 

Drei Jahre nach der Hochwasserkatastrophe sind nahezu alle eingegangenen Spendengelder in Höhe von 47,87 Millionen Euro ausgegeben oder für laufende Projekte in Höhe von 12,2 Millionen Euro fest verplant. Das Projekt „Soziale Gemeinschaften stärken“ wird an insgesamt zehn Projektstandorten im gesamten Hochwassergebiet bis März 2026 umgesetzt.

 

 

 


„Weil ich dich so liebe“: Adoption

himmelwärts und erdverbunden: Der Podcast

Porträtfoto Claudia Iland © Anette Lauf
Porträtfoto Claudia Iland © Anette Lauf

 

Claudia Iland vom SkF Koblenz berät Frauen, die ihr Kind zur Adoption freigeben wollen, und Familien, die Kinder aufnehmen. Sie erzählt davon in der aktuellen Folge des Podcasts „himmelwärts und erdverbunden“.

Von Julia Förder

Warum geben Frauen ihr Kind zur Adoption frei? Kleiner Spoiler: Es sind keine „Rabenmütter“. Doch von der Gesellschaft werden sie oft schräg angesehen. Claudia Iland vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Koblenz berät und begleitet Frauen, die ihr Kind abgeben wollen, und die aufnehmenden Familien. Sie erzählt davon in der aktuellen Folge von „himmelwärts und erdverbunden – der Podcast aus dem Bistum Trier“ mit Julia Fröder.

 

zum Nachlesen


„Unsichtbare“ Behinderungen sichtbar machen

Aktion "Zeichen setzen" während des Saarbrücker Altstadtfests

Die Initiatorinnen des Projektes „Zeichen setzen“, Katrin Bühring und Maike Freiberg (von links). © Marko Völke/Zeichen setzen
Die Initiatorinnen des Projektes „Zeichen setzen“, Katrin Bühring und Maike Freiberg (von links). © Marko Völke/Zeichen setzen

Das Projekt "Zeichen setzen" macht während des Saarbrücker Altstadtfests auf sogenannte "unsichtbare" Behinderungen aufmerksam. Der welt:raum unterstützt die Initiative.

 

6.07.2024

 

Von Ute Kirch/red

(Saarbrücken/uk/bt) – Nur sieben Prozent aller Behinderungen sind sichtbar – doch werden in der Debatte um Teilhabe und Inklusion die anderen sogenannten „unsichtbaren“ Behinderungen – dazu zählen etwa länger anhaltende psychische und seelische Beeinträchtigen – oft übersehen. Auf sie möchte das Projekt „Zeichen setzen“ während des Saarbrücker Altstadtfests vom 12. bis 14. Juli unter dem Motto „The Power of Music“ aufmerksam machen. Unterstützt wird die Aktion der Landeshauptstadt und der Initiatorinnen Katrin Bühring und Maike Freiberg von „KaMa mittendrin“ vom kirchlichen Begegnungsort welt:raum.

 

 


Jugendverbände wollen trotz Krise Dialog mit den Bischöfen aufrechterhalten

6.07.2024

 

„Zwischenruf“ des BDKJ-Hauptausschusses beschreibt „Glaubwürdigkeits- und Vertrauensverlust“ der Jugendverbände gegenüber der Deutschen Bischofskonferenz.

(Düsseldorf/ bdkj) - Aus Sicht der Jugendverbände, die im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zusammengeschlossen sind, wurde durch die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) eine „konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit massiv in Frage gestellt.“ Trotz dieser Krise will der BDKJ-Hauptausschuss den Dialog mit den Bischöfen aufrechterhalten und fordert eine Überarbeitung der Verfahrensordnung für Geistliche Verbandsleitungen.

Hintergrund des „Glaubwürdigkeits- und Vertrauensverlustes“ ist eine Entscheidung des „Ständigen Rates“ der Deutschen Bischofskonferenz von April 2024 eine Kandidatin für die Wahl zur Bundeskuratin der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) - ohne Angabe von Gründen - nicht zuzulassen. Ein „Zwischenruf“, den der BDKJ-Hauptausschuss im Juni 2024 beschlossen hat, verdeutlicht, dass dieser Vorgang „gravierende Auswirkungen auf die Zusammenarbeit von DBK und Jugendverbänden sowie weiteren Lai*innenstrukturen in der Kirche hat.“

Im „Zwischenruf“ des BDKJ-Hauptausschusses heißt es dazu wörtlich: „Der Ständige Rat hat durch seine Entscheidung eine konstruktive, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden massiv in Frage gestellt und ohne Grund in eine Krise geführt. Es wurde Vertrauen gebrochen, und zwar auf allen jugendverbandlichen Ebenen und darüber hinaus auch in anderen kirchlichen Strukturen. (…) Der Ständige Rat hat das Finden geeignete*r Kandidat*innen für die Geistliche Verbandsleitung weiter erschwert und die Attraktivität von kirchlichen Berufen minimiert.“

Gesprächsangebot an die Bischöfe

Trotz dieser Krise, die bei der letzten Sitzung des „Synodalen Ausschusses“ aus Sicht des BDKJ-Bundesverbandes nicht hinreichend behandelt wurde, unterbreiten die im BDKJ zusammengeschlossenen Jugend- und Diözesanverbände ein Gesprächsangebot „an alle Bischöfe, die an einem offenen Gespräch mit uns interessiert sind“ und unterstützt den aktuell stattfindenden Aufarbeitungsprozess im Verband Deutscher Diözesen (VDD) und die angekündigte Aufarbeitung im „Ständigen Rat“ der DBK.  

Überarbeitung der Verfahrensordnung für Geistliche Verbandsleitungen

BDKJ-Bundespräses Dr. Stefan Ottersbach betonte heute in Düsseldorf: „Wir benötigen dringend eine Überarbeitung der Verfahrensordnung für die Wahl und Beauftragung Geistlicher Verbandsleitungen. Hierzu werden wir Vorschläge entwickeln.” Und weiter: “Als Jugendverbände gestalten wir unser Verbandsleben trotz dieser Krise aus dem Leben und der Botschaft Jesu heraus und geben dem Glauben jungen Menschen weiterhin ein Zuhause. Das zeigt sich beispielsweise auch in den Ferienfreizeiten, die in den Sommerwochen von katholischen Jugendgruppen durchgeführt werden.”

 

 

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft.


Feierliches Jubiläum anlässlich 60 Jahre Bahá’í-Haus der Andacht

: Bahá’í-Gemeinde Deutschland K.d.ö.R.
: Bahá’í-Gemeinde Deutschland K.d.ö.R.

6.07.2024

(Hofheim/ bahá’í)- In einer würdigen Veranstaltung wurde am Donnerstag, 4. Juli 2024 das 60-jährige Bestehen des Bahá’í-Hauses der Andacht in Hofheim feierlich begangen. Die Eröffnungsfeier, die Gäste aus Politik, Gesellschaft und der Bahá’i-Gemeinde zusammenbrachte, wurde durch die Anwesenheit des hessischen Justizministers, Herrn Christian Heinz und des Bürgermeisters von Hofheim, Herrn Christian Vogt, besonders gewürdigt.

Das Bahá’í-Haus der Andacht, welches am 4. Juli 1964 feierlich eingeweiht wurde, ist seither ein symbolträchtiger Ort des Gebets und der Meditation für Menschen aller Glaubensrichtungen. 

Das Wetter meinte es gut bei der Begrüßung der Gäste und nach einem kurzem Willkommen seitens der Direktorin des Hauses der Andacht, Frau Karin Dimitriou, ging man gemeinsam zu einer Andacht ins Haus der Andacht, die mit gesungenen und gesprochenen Gebeten liebevoll vorbereitet wurde.

Ein historischer Rückblick und eine Vision für die Zukunft

Nach der Andacht nahmen die Gäste draußen auf dem Gelände vor der Programmbühne Platz und nach einem musikalischen Auftakt eröffnete der Hessische Justizminister, Herr Christian Heinz, die Feierlichkeiten mit einer herzlichen Begrüßungsrede. In seiner Rede hob er die Bedeutung des Bahá’í-Hauses der Andacht für die Förderung von Toleranz und gegenseitigem Verständnis hervor.

Anschließend übernahm der Bürgermeister der Stadt Hofheim, Herr Christian Vogt, das Wort und erinnerte an die historischen Meilensteine des Tempels und lobte die kontinuierlichen Bemühungen der Bahá‘í-Gemeinde, die Prinzipien der Einheit und Harmonie in der Gesellschaft zu fördern. „Der bemerkenswerte Bau ist aus unserer Stadt nicht mehr wegzudenken. Doch es sind vor allem Ihre gelebte Offenheit und Toleranz gegenüber Menschen aller Religionen und Weltanschauungen, die unsere Gemeinschaft bereichern,“ so der Hofheimer Bürgermeister Christian  Vogt in seiner Rede.

Im Anschluss daran sprach der Generalsekretär des Nationalen Geistigen Rates der Bahá’í in Deutschland, Herr Dr. Hans-Martin Noltenius, und betonte nochmal die Bedeutung des Hauses der Andacht als Symbol für die Einheit der Menschheit und die Fortentwicklung der Gesellschaft und lobte die vielfältige Zusammenarbeit mit der Stadt Hofheim und den umliegenden Gemeinden.

Nach einem weiteren musikalischen Hörgenuss konnte man eine Ausstellung über die Geschichte des 60jährigen „Bahá’í-Tempel“ bewundern und sich anschließend bei einem reichhaltigen Buffet nebst Getränken gemeinsam austauschen. 

Es war ein gelungener Festauftakt und die Gäste verließen das Bahá’í-Haus der Andacht, gestärkt durch die Botschaft des Friedens und der Einheit, die dieser besondere Tag vermittelt hatte.

Vom 5.-7. Juli lädt die Bahá’í-Gemeinde auf dem Gelände des Hauses der Andacht 


Erstes Meet and Greet für Schüler mit Bischof und Generalvikar

180 junge Leute schauen hinter die Kulissen kirchlicher Einrichtungen

Bischof Ackermann im Gespräch mit den jungen Leuten © Simone Bastreri/Bistum Trier
Bischof Ackermann im Gespräch mit den jungen Leuten © Simone Bastreri/Bistum Trier

In zahlreichen Workshops und Erkundungstouren erhalten 180 junge Leute einen Einblick hinter die Kulissen kirchlicher Einrichtungen im Bistum Trier.

 

5.07.2024

 

Von Simone Bastreri

 

(Trier/sb) – Wer katholische Berufe nur mit dem Pfarrer im Sonntagsgottesdienst gleichsetzt, hat noch nie hinter die Kulissen eines der größten Arbeitgeber in Deutschland geschaut, der in vielen gesellschaftlichen Bereichen weit vernetzt ist. Genau diesen Einblick haben rund 180 Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse bei den ersten „Meet and Greet-Tagen“ des Bistums Trier vom 2. bis 4. Juli erhalten. Im Bischöfliche Generalvikariat (der Bistumsverwaltung), im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder oder in der Theologischen Fakultät erwarteten die jungen Leute neben Frage- und Austauschrunden mit Bischof Stephan Ackermann, Generalvikar Ulrich von Plettenberg oder Weihbischof Jörg Michael Peters zahlreiche Workshops und Erkundungstouren.  

 

 


Voller Klang in besonderer Akustik

Die Wiedereinweihung der Buchholz-Orgel aus dem Jahr 1841 wird am 14. Juli in der Johanneskirche in Wusterhusen gefeiert. Foto: Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen
Die Wiedereinweihung der Buchholz-Orgel aus dem Jahr 1841 wird am 14. Juli in der Johanneskirche in Wusterhusen gefeiert. Foto: Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen

5.07.2024

 

Nach erfolgreicher Sanierung der Buchholz-Orgel lädt die Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen am Sonntag, 14. Juli, zu Gottesdienst, Fest und Konzert in die Johanneskirche Wusterhusen ein. - Wusterhusen ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie gehört dem Amt Lubmin an.

 

 


Renardo Schlegelmilch folgt auf Ingo Brüggenjürgen als Chefredakteur von DOMRADIO.DE

Ingo Brüggenjürgen. Foto: Domradio
Ingo Brüggenjürgen. Foto: Domradio
Renardo Schlegelmilch. Foto: Domradio
Renardo Schlegelmilch. Foto: Domradio

 

 

Nach vielen erfolgreichen Jahren verabschiedet sich Ingo Brüggenjürgen, der langjährige Chefredakteur des Multimediasenders DOMRADIO.DE, am 1. September 2024 in den Ruhestand. Er übergibt sein Amt in die Hände von Renardo Schlegelmilch.

 

5.07.2024

 

(Köln/dr) - „Für Ingo Brüggenjürgen war die Frohe Botschaft Programm“, erklärt Generalvikar Guido Assmann. „Seine Begeisterung für den ‚Guten Draht nach oben‘ und seine Beharrlichkeit haben das Domradio aus der Taufe gehoben. Dafür gilt ihm der große Dank unseres Erzbistums und aller Menschen, in deren Alltag das Domradio fest verwurzelt ist.“1998, zum 750. Jubiläum der Grundsteinlegung des Kölner Doms, ging Brüggenjürgen mit einem vierzehntägigen Veranstaltungsradio auf Sendung. Zwei Jahre später startete der offizielle Sendebetrieb des Domradios. Heute umfasst das multimediale Angebot des Senders neben dem Radiobetrieb tägliche Fernsehübertragungen aus dem Kölner Dom, Podcasts und eine Website, die Nachrichten und Unterhaltung bündelt. Brüggenjürgen startete 1989 nach seinem Studium der Theologie und Medienwissenschaft als Zivildienstleistender im Kölner Erzbistum, war danach fünf Jahre Beauftragter der Bischofskonferenz für RTL und über 30 Jahre Beauftragter für den Privaten Rundfunk.

„Wir bedauern sehr, dass wir mit Ingo Brüggenjürgen einen verdienten und allseits geachteten Journalisten verabschieden müssen“, betont Simon Schmidbaur, Vorsitzender des Bildungswerks der Erzdiözese, das den Sender trägt. „Er hat professionelle journalistische Standards gesetzt, denen wir uns auch zukünftig verpflichtet wissen. Umso mehr freuen wir uns, dass er die Redaktion an einen Kollegen übergibt, mit dem er seit vielen Jahren zusammenarbeitet.“

 

Neuer Chefredakteur aus dem eigenen Haus

Bereits am 1. August 2024 tritt Renardo Schlegelmilch die Nachfolge an. Bis zum September werden die Aufgaben Schritt für Schritt übergeben.

„Ich bin dankbar für fast 25 gute Jahre, in denen ich zusammen mit einem engagierten Team den Sender von Null an aufbauen durfte. Jetzt mache ich den Weg frei für einen Generationenwechsel“, erklärt Ingo Brüggenjürgen. „Meine ganze Leidenschaft galt dem Qualitätsjournalismus und der Redaktion von DOMRADIO.DE. Umso mehr freue ich mich, dass Renardo Schlegelmilch die Redaktion von DOMRADIO.DE mit einer guten Hand führen wird und wünsche ihm Gottes reichen Segen für die neue Aufgabe.“

Schlegelmilch ist seit 15 Jahren in unterschiedlichen Funktionen für den Sender tätig. Zuletzt hat er neben seinen redaktionellen Aufgaben als Sprecher der Redakteursversammlung die Interessen seiner Kolleginnen und Kollegen vertreten. Der zukünftige Chefredakteur hat Medienkommunikation und Journalismus studiert und sein Volontariat an der Katholischen Journalistenschule ifp in München absolviert. 

 

Als Host des Podcasts „Himmelklar“ mit über 250 Episoden sprach Schlegelmilch unter anderem mit Politikern wie Gregor Gysi oder Annette Schavan und prominenten Kirchenvertretern von James Martin SJ bis zu Paul Richard Gallagher, dem Außenminister des Papstes. In der Vergangenheit war Schlegelmilch für verschiedene nationale und internationale Medien tätig, darunter die Deutsche Presse-Agentur, Deutschlandfunk, Vatican News in Rom und den National Catholic Reporter in den USA.


Bischof Jeremias: “Die Begeisterung der Kinder ist ansteckend“

Kindermusical „David und Goliath“ am 7. Juli in Schwerin

 

Rund 100 Kinder führen am kommenden Sonntag (7. Juli) um 15 Uhr in der Schwerin Paulskircher das Kindermusical „Wer singt, hat keine Angst - David und Goliath“ auf. Das Stück aus Nordkirchen-Feder studieren sie zuvor beim Kinderchortag ein. Zur Aufführung in einem Gottesdienst mit Bischof Tilman Jeremias lädt das Kirchenchorwerk der Nordkirche ein.

 

4.06.2024

 

(Schwerin/akl) -Der unscheinbare Hirtenjunge kämpft gegen den muskelbepackten Superschurken und besiegt ihn mit Köpfchen: Das ist die biblische Geschichte von David und Goliath, die seit Generationen Kinder begeistert.

Die Hamburger Pastorin Antoinette Lühmann und der Schweriner Kirchenmusiker Christian Domke haben daraus ein Musical gemacht. Am kommenden Sonntag, 7. Juli, um 15 Uhr führen es rund 80 Kinder aus kirchlichen Kinderchören der Region in der Schweriner Paulskirche auf.

Bischof Jeremias: Mit Gottes Hilfe stark in beängstigenden Situationen

Bischof Tilman Jeremias ist dabei und wird auch einen Segen zum Abschluss sprechen. Der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland sagt: „Ich finde es wunderbar, wenn Kinder singen. Ihre Begeisterung dabei zu erleben, ist ansteckend. Gemeinsames Singen und Musizieren macht Spaß und gibt Mut. Die Bibel ist voll von Geschichten, in denen vermeintlich Schwächere zu Heldinnen und Helden werden. David ist ein tolles Beispiel dafür, dass man mit Gottes Hilfe stark in beängstigenden Situationen sein kann.“

Alle Rollen mit Kindern besetzt

Alle Rollen werden mit Kindern besetzt: Sie proben bis zum Nachmittag, es bleibt aber auch Zeit für Spiele und zum Kennenlernen. Christiane Hrasky, Landeskantorin der Nordkirche, hatte die Idee und koordiniert die Veranstaltungen. Sie sagt: „Nach Stationen in Hamburg und Rendsburg freue ich mich, dass wir jetzt gleich zwei Aufführungen in Mecklenburg-Vorpommern haben, in Wolgast und einen Tag später in Schwerin. Gerade in dieser Region schätzen die Menschen gemeinschaftliche kreative Aktionen im Raum der Kirche. Da die Aktiven sonst doch häufig erleben, wenige und weit verstreut zu sein, ist so ein Kinderchortag auch ein ermutigendes Aha-Erlebnis – wow, wir sind so viele!“

Weitere Informationen: Kinderchortag in Schwerin

 

 


„Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Lebensberatungsstelle Betzdorf legt Jahresbericht 2023 vor

© Lebensberatungsstelle Betzdorf
© Lebensberatungsstelle Betzdorf

Auch in der Lebensberatungsstelle Betzdorf setzt man sich in einer "demokratischen Beratung" dafür ein, dass ein würdevolles Leben für alle möglich ist. Betzdorf ist eine Stadt im Landkreis Altenkirchen im nördlichen Teil von Rheinland-Pfalz.

 

 

3.07.2024

 

Von Elisabeth Lauderbach

(Betzdorf/el) – „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – zu diesem Grundsatz des Deutschen Grundgesetzes haben sich die Leiterinnen und -leiter der Lebensberatungsstellen im Bistum Trier in ihrer Jahreskonferenz ausdrücklich bekannt. Täglich setzten sich die Mitarbeitenden in den 20 Beratungsstellen in einer „demokratischen Beratung“ dafür ein, dass ein würdevolles Leben für alle möglich ist – so auch in Betzdorf. 

 

 


Abt Nikodemus ab sofort monatlich auf DOMRADIO.DE

Nikodemus Schnabel sendet regelmäßige Impulse für DOMRADIO.DE aus dem Heiligen Land

Nikodemus Schnabel, Abt der Abtei Dormitio auf dem Jerusalemer Zionsberg / © Beatrice Tomasetti (DOMRADIO.DE)
Nikodemus Schnabel, Abt der Abtei Dormitio auf dem Jerusalemer Zionsberg / © Beatrice Tomasetti (DOMRADIO.DE)

3.07.2024

 

(Köln/dr) - Seit dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober blickt die ganze Welt gebannt auf das Heilige Land. Die Lage der Menschen in der Region bewegt auch die Katholiken in Deutschland. In diese Konfliktzeit hinein sendet DOMRADIO.DE ab heute gemeinsam mit dem Jerusalemer Benediktinerabt Nikodemus Schnabel ein Zeichen für Frieden und Verständigung:

Einmal im Monat sendet der Abt der Benediktinerabtei Dormitio auf dem Zionsberg für DOMRADIO.DE Gedanken zur Situation im Heiligen Land, zu Kirche und Weltpolitik aus Jerusalem. Die Impulse von Abt Nikodemus Schnabel OSB sind auf DOMRADIO.DE, in der DOMRADIO.DE App und auf DOMRADIO.DE YouTube als Video und in Textform verfügbar. Zusätzlich laufen die Impulse auch im DOMRADIO-Radioprogramm.

In seinem ersten Video spricht Abt Nikodemus über ein interreligiöses Kunstprojekt, das in seiner Abtei ein Zeichen für den Frieden setzen soll:

https://www.domradio.de/node/400654

Eine erste Pilotfolge wurde bereits zum Katholikentag in Erfurt veröffentlicht, in der der Benediktiner über die Minderheitensituation der Christen in Ostdeutschland und im Heiligen Land sprach:

https://www.domradio.de/video/erfurt-wie-im-heiligen-land-abt-nikodemus-wirbt-fuer-dialog

Der 1978 in Stuttgart geborene Benediktiner Nikodemus Schnabel lebt seit 2003 in Jerusalem. Im vergangenen Jahr wurde er zum Abt der Gemeinschaft gewählt, die das Kloster Tabgha am See Gennesaret und die Abtei Dormitio auf dem Jerusalemer Zionsberg betreut. Die Abtei befindet sich am Rande der Jerusalemer Altstadt. Die Ordensleute setzen sich für die Versöhnung im Heiligen Land ein. 

 

 


Erinnerungen werden zu Kunst

Autobahnkirche präsentiert Klang-Kunst eines jungen Künstler-Trios

Luis Weiß, Nathalie Brum und Lukas Schäfer leben in Köln und widmen sich musikalischer und visueller Kunst. © sb
Luis Weiß, Nathalie Brum und Lukas Schäfer leben in Köln und widmen sich musikalischer und visueller Kunst. © sb

Erinnerungen eingefangen in sphärische Klänge und visuelle Kunst: Ein Stopp in der Autobahnkirche Sankt Paul bei Wittlich lohnt in diesen Tagen besonders.

 

1.06.2024

 

Von Simone Bastreri

 

(Wittlich/sb) – Ein sphärischer Klang schwebt durch den hohen Raum der Autobahnkirche Sankt Paul, auf der Wand zeichnen sich schwarze und weiße Projektionen ab – Worte, ein Autobahnschild, ein Lastwagen und angedeutete menschliche Wesen, die emporschweben, sich drehen, um sich dann aufzulösen – flüchtig – wie die Erinnerungen, die sie illustrieren. Um eben solche Erinnerungen geht es bei dem Medienkunstprojekt MEMO, bei dem drei junge Künstler*innen aus Köln die Autobahnkirche in einen kreativen Ort des Erinnerns verwandelt haben. Die Installation vereint akustische Klänge, komponiert von Lukas Schäfer und Luis Weiß, sowie visuelle Effekte von Nathalie Brum, die an die Wand projiziert werden. Vom 28. Juni bis 8. Juli lohnt sich ein Stopp an der Autobahnkirche für alle, die im hektischen Alltag ein Erlebnis suchen, das zugleich meditativ und zum Nachdenken anregend, auf jeden Fall aber einmalig und berührend ist.

 

 


Vorstellung der App der Trierischen Tonpost

Trierische Tonpost bei Hilfsmittelausstellung in Saarbrücken

Tonpost-App_KathrinSchmitt. Foto: © Kathrin Schmitt / Bistum Trier
Tonpost-App_KathrinSchmitt. Foto: © Kathrin Schmitt / Bistum Trier

 

Der Blinden- und Sehbehindertenverein für das Saarland e. V. lädt am Samstag, 6. Juli zu einer Hilfsmittelausstellung in Saarbrücken ein.

 

2.07.2024

 

Von Tonpost / Julia Fröder

 

(Saarbrücken/bt)– Der Blinden- und Sehbehindertenverein für das Saarland e. V. lädt am Samstag, 6. Juli, von 11 bis 16 Uhr zu einer Hilfsmittelausstellung in das Zentrum für Blinde und Sehbehinderte in der Küstriner Straße 6 in Saarbrücken ein.

Auch die Trierische Tonpost ist mit einem Stand vertreten. An diesem stellt die Arbeitsstelle „Medien für Blinde und Sehbehinderte“ im Bischöflichen Generalvikariat Trier ihre App vor, mit deren Hilfe blinde und sehbehinderte Menschen die Publikationen wie Hörzeitschriften auf dem Smartphone anhören können.

 

 

Weitere Informationen zur Tonpost gibt es auf www.tonpost.de. Näheres zum Blinden- und Sehbehindertenverein für das Saarland e. V. sind zu finden auf www.bsvsaar.org


Steyler Missionare: Interesse an China fördern und im Dialog bleiben

Sommerausgabe von ‚Leben jetzt‘ über das Paradies, Glück und Gesellschaft

28.06.2024

(Sankt Augustin / Nettetal/stm) – Das Paradies – was ist das eigentlich? Und was empfinden Menschen als paradiesisch? – Dieser Frage geht die Sommerausgabe der Zeitschrift ‚Leben jetzt‘ nach, die ab sofort im Abonnement sowie online unter https://steyler-klosterladen.eu/fuer-mich erhältlich ist.

Das Paradies als das absolute Glück, frei von Sorgen, und immer voller Sonnenschein… Die Autorinnen und Autoren machen deutlich, dass diese Idealvorstellung vom Paradiesischen auch Nachteile haben kann. „Die Vorstellung, permanentes Glück müsse doch irgendwie machbar sein“, könne belasten und auch langweilig werden, schreiben zum Beispiel Nadine Vogelsberg und Xenia Frenkel. Es falle kaum noch auf, wenn „wir in einem Zustand immerwährender Glückseligkeit leben“. Die Freude über einen neuen Job, eine Beförderung oder ein neues Kleid werde dann zur Normalität. 

 


Neuer Beauftragter für den Christlich-Jüdischen Dialog der Nordkirche berufen

 

Pastor Tobias Pfeifer aus dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg wird neuer Beauftragter für den Christlich-Jüdischen Dialog der Nordkirche. Ab 1. September übernimmt er auch die Leitung des Referats Mittlerer Osten im Ökumenewerk.

 

28.06.2024

 

(Hamburg/ce) – Neuer Beauftragter für den Christlich-Jüdischen Dialog der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) wird Pastor Tobias Pfeifer aus dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. Die Kirchenleitung der Nordkirche hat ihn am 14. Juni 2024 berufen. Er tritt seine neue Tätigkeit am 1. September an. Damit ist er zugleich Referent für den Christlich-Jüdischen Dialog im Ökumenewerk der Nordkirche und dort auch der Leiter des Referats Mittlerer Osten. 

Zu den Aufgaben des Referenten für den Christlich-Jüdischen Dialog und des Beauftragten gehört die Pflege der Kontakte zu jüdischen Gemeinden und Einrichtungen. Außerdem wird er Kenntnisse zum Judentum und Begegnungen mit Jüdinnen und Juden vermitteln. Auch die Weiterentwicklung von Bildungsangeboten und Formaten gegen Antisemitismus gehören zu den Schwerpunkten des Referats.

Tobias Pfeifer (47) ist seit 2016 Beauftragter für den Christlich-Jüdischen Dialog in seinem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. Während seines Studiums in Bethel, Leipzig und Hamburg, hat er auch ein Jahr in Jerusalem verbracht. An der Universität Münster war er wissenschaftliche Hilfskraft am Institutum Judaicum Delitzschianum, dass sich mit Forschung und Lehre des antiken Judentums sowie dem christlich-jüdischen Dialog beschäftigt. Ordiniert wurde er 2009 im Braunschweiger Dom. Derzeit ist er Pastor der Kirchengemeinde Nusse-Behlendorf.

Tobias Pfeifer ist der zweite hauptamtliche Beauftragte für den Christlich-Jüdischen Dialog auf landeskirchlicher Ebene. Die Stelle ist 2002 in der damaligen Nordelbischen Kirche erstmals besetzt worden. Sie wurde von Pastorin Hanna Lehming bis zu ihrem Ruhestand im März 2024 ausgeübt.

 

Hintergrund: Die Beauftragung für den Christlich-Jüdischen Dialog

In der Verfassung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) heißt es in der Präambel: „Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland bezeugt die bleibende Treue Gottes zu seinem Volk Israel. Sie bleibt im Hören auf Gottes Weisung und in der Hoffnung auf die Vollendung der Gottesherrschaft mit ihm verbunden.“ 

 

Diese Passage geht zurück auf die theologische Erklärung „Christen und Juden“ der Synode der Nordelbischen Kirche von 2001. In diesem Zusammenhang hatte die Synode auch eine Erweiterung der Präambel der Verfassung der Nordelbischen Kirche beschlossen, die die oben genannten Passage enthält. Mit der Erklärung hatte die Synode ihr Verhältnis zum Judentum neu ausgerichtet und sich damit zur engen Verbundenheit von Christen und Juden bekannt. Sie beschreibt in sieben Absätzen den Weg einer Erneuerung der Beziehungen zwischen Christen und Juden, angefangen von den Irrtümern und Verbrechen der Vergangenheit bis zu Konsequenzen für die heutige Begegnung. Unter anderem spricht sie sich gegen gezielte Mission an Juden aus und für eine Begegnung „im Respekt vor dem Anderssein des Anderen“. Eingerichtet wurde damals außerdem eine hauptamtliche Beauftragung für den christlich-jüdischen Dialog in der Nordelbischen Kirche.


Echtes Leben: "Geliebter Autist - Wer bin ich ohne dich"

Doku-Porträt aus der Reihe "Echtes Leben" / ab dem 30. Juni in der ARD Mediathek verfügbar und am 7. Juli 2024 um 13:15 Uhr im Ersten

20 Jahre hat die alleinerziehende Katja ihren schwerbehinderten Sohn Aron umsorgt. Jetzt zieht er in eine WG für Autisten. Die Tochter verlässt für ihre Ausbildung ebenfalls das Haus. Was wird Katja mit der neuen Freiheit anfangen? © SWR/AV Medien

 

 

29.06.2024

 

(Stuttgart/swr) - Die Dokumentation "Geliebter Autist - Wer bin ich ohne dich" von Donna Doerbeck beleuchtet das Leben von Katja und ihrem schwerstbehinderten Sohn Aron, der vom frühkindlichen Autismus betroffen ist. Katja hat sich zwanzig Jahre lang fast ausschließlich um Aron gekümmert. Nun steht ein großer Wandel bevor: Aron wird in eine Wohngemeinschaft für autistische Menschen ziehen - ein Platz, der für Katja einem "Sechser im Lotto" gleicht, da es nur wenige solcher Einrichtungen in Deutschland gibt. Katja bekommt ein Stück Freiheit zurück. Die 30-minütige Sendung der Reihe "Echtes Leben" ist ab dem 30. Juni 2024 in der ARD Mediathek verfügbar und wird am 7. Juli 2024 um 13:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

 

Ein Neustart zum 50. Geburtstag

An ihrem 50. Geburtstag sieht sich Katja aus dem Rems-Murr-Kreis mit einer völlig neuen Lebenssituation konfrontiert. Nicht nur ihr schwerstbehinderter Sohn Aron zieht aus, auch ihre Tochter Helena, die gerade das Abitur gemacht hat. Katja muss sich fragen: "Wer bin ich ohne die dauernde Sorge um meinen Sohn?" Die Sendung begleitet Katja auf ihrer emotionalen Reise, sich selbst neu zu entdecken und ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen.

 

Einblick in das Leben einer besonderen Familie Das Porträt zeigt, wie Katja und Helena Arons Zimmer ausräumen und ihn auf seinen Umzug vorbereiten. Gleichzeitig geht Helena für eine längere Zeit nach Ägypten, sie kann dort als Tauchlehrerin arbeiten. Katja bleibt zurück und muss lernen, ihre neue Freiheit zu nutzen und ihr Leben neu zu gestalten.

 

 

Ein tief bewegendes Porträt

"Geliebter Autist - Wer bin ich ohne dich" ist ein tief bewegendes Porträt einer Mutter, die nach Jahren der Selbstaufgabe einen neuen Weg finden muss. Der Film stellt die Frage, wie man sich selbst neu definieren kann, wenn das Leben bisher fast ausschließlich durch die Pflege eines behinderten Kindes bestimmt war.

 

"Geliebter Autist - Wer bin ich ohne dich"

Der Film ist ab dem 30. Juni 2024 in der ARD Mediathek verfügbar und wird am 7. Juli 2024 um 13:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Er gehört zur Sendereihe "Echtes Leben" und hat eine Länge von 30 Minuten.

 

Weitere Informationen unter: http://swr.li/geliebter-autist-wer-bin-ich-ohne-dich

 

 


Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt: Den weltweiten musikalischen Schatz nutzen, um in schwierigen Zeiten Mut und Verbundenheit zu finden

Bei Vorstellung des Global Songbook 2024

Lutheran Hymns and Rites 2024 – project expose 2022 - hymnsandrites2024.org
Lutheran Hymns and Rites 2024 – project expose 2022 - hymnsandrites2024.org

Das in Wittenberg vorgestellte Global Songbook 2024 des Lutherischen Weltbundes stärkt nach Worten von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt Gemeinschaft und Glauben. Es enthält über 200 Lieder aus der lutherischen Weltgemeinschaft.

 

29.06.2024

 

(Schwerin / Lutherstadt Wittenberg/dds) - Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Norddeutschland (Nordkirche) Kristina Kühnbaum-Schmidt hat in ihrer Predigt zur Einführung des neuen Global Songbook 2024 am Sonnabend (29. Juni 2024) dazu aufgerufen, diesen musikalischen Schatz aktiv zu nutzen, zu teilen und weiterzugeben, um in schwierigen Zeiten Mut und Verbundenheit zu finden. Als Vizepräsidentin des Lutherischen Weltbundes (LWB) für die Region Mittel- und Westeuropa äußerte Kristina Kühnbaum-Schmidt die Hoffnung, dass das Global Songbook weltweit Brücken zwischen Menschen und Kulturen bauen und dabei die Gemeinschaft und den Glauben stärken möge.  Das geht aus vorab veröffentlichten Auszügen ihrer Predigt hervor.

 

Lieder schlagen Brücken zu Gott

„Das Global Songbook soll und wird Brücken bauen - unter uns in der lutherischen Weltgemeinschaft und hin zu anderen Menschen. Es wird und soll Brücken schlagen zu Gott, es wird uns helfen, unserem Glauben singend in vielfältiger Weise Ausdruck zu geben“, so die Leitende Geistliche der Nordkirche. „500 Jahre nach der Reformation, für die diese Stadt Wittenberg so ein wichtiges Zentrum war, gehen heute von Wittenberg aus Lieder aus der ganzen Welt in die ganze Welt, schaffen Verbindung und Gemeinschaft in einer Welt, die immer mehr auseinderzudriften scheint. Lasst uns deshalb nicht in das Lied der Trennung einstimmen, sondern lasst uns wagen, neue Lieder der Verbundenheit, der Liebe und der Barmherzigkeit zu singen, Lieder der Hoffnung auf Gottes neue Welt des Friedens und der Gerechtigkeit“, sagte Kristina Kühnbaum-Schmidt.  

 

Aus acht Liedern werden  über 200 Stück aus der ganzen Welt 

Im Jahr 1524 wurde das erste lutherische Gesangbuch, das so genannte „Achtliederbuch“, veröffentlicht. 500 Jahre später wird am Sonnabend (29. Juni 2024) im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Marienkirche in Wittenberg ein neues Global Songbook 2024 vorgestellt, initiiert vom Lutherischen Weltbund. Das Global Songbook 2024 enthält über 200 Stücke aus den sieben LWB-Regionen und fügt einen Abschnitt hinzu, der das gemeinsame lutherische Erbe repräsentiert.

 

Hinweis:

Das Global Songbook 2024 und weiteres Begleitmaterial werden nach der Einführung online verfügbar sein. 

 

Weitere Informationen: https://www.globalsongbook2024.net


KDFB Bayern im Einsatz für die Frauengesundheit

KDFB Lv. Bayern, v.l.n.r.: Sabine Slawik (stellv. Landesvorsitzende), Monsignore Rainer Boeck (Geistlicher Beirat), Birgit Kainz (Landesvorsitzende),

Anne-Marie Ederer (stellv. Landesvorsitzende), Carolina Trautner (stellv. Landesvorsitzende), Tanja Pichlmeier (stellv. Landesvorsitzende).

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) Landesverband Bayern begrüßt die Anhebung der Altersgrenze für das Mammographie-Screening. Er fordert jedoch auch die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit kurativen Mammographie-Untersuchungen.  

 

29.06.2024

 

(München/kdfb) - „Die Erweiterung der Altersgrenze im Programm zur Früherkennung von Brustkrebs ist ein dringend notwendiger Schritt in der Gesundheitsvorsorge von Frauen“, begrüßt Birgit Kainz, Landesvorsitzende des KDFB Bayern die Gesetzesänderung zur Altersgrenze für Mammographie-Screenings zum 1. Juli 2024. „Das Screening allein ist jedoch im Rahmen der ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge von Frauen nicht vollständig ausreichend“, so Kainz weiter. „Kurative Mammographie-Untersuchungen bei auffälligen Tastbefunden unabhängig der Screenings sowie in der Tumornachsorge sind ebenso wichtig. Dennoch kommt es hier vor allem in ländlichen Regionen Bayerns zu sehr langen Termin-Wartezeiten. Diese stellen einen Wettlauf gegen die Zeit dar, der im Falle einer Krebserkrankung entscheidend sein kann“, führt Kainz aus. Der KDFB legte bereits in seiner letztjährigen Delegiertenversammlung 2023 Gründe für die abnehmende Anzahl an Mammographie-Standorten sowie mammographierenden Gynäkolog*innen in Bayern dar. Es zeigte sich, dass diese unter anderem in der schlechten finanziellen Vergütung lägen. Der Antrag zur „ausreichenden und zeitnahen Versorgung mit kurativen Mammographie-Untersuchungen“ wurde 2023 in der Versammlung beschlossen. Mittels diesem setzt sich der KDFB bereits seit einem Jahr gegenüber der bayerischen Politik dafür ein, kurative Mammographie-Untersuchungen und MRT-Untersuchungen finanziell besser zu vergüten und eine ausreichende und zeitnahe Versorgung sicherzustellen.

 

Die diesjährige Landesdelegiertenversammlung des KDFB beschäftigte sich mit einem weiteren Thema aus der Frauengesundheit, der Gendermedizin. „Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Diagnostik, dem Verlauf und der Therapie von Krankheiten nach wie vor nicht ausreichend Beachtung geschenkt wird“, erläutert die Landesvorsitzende zum Thema geschlechtersensible Medizin. „Gendersensible Unterschiede zu erforschen und die medizinische Behandlung dementsprechend anzupassen, ist das Ziel der Gendermedizin. Hochschulen, die entsprechende Institute anbieten, gibt es bislang jedoch nur beschränkt“, so Kainz weiter. Das weibliche Geschlecht ist bis heute in medizinischen Studien unterrepräsentiert, obwohl der weibliche Körper beispielsweise andere Krankheitssymptome aufweist oder unterschiedliche Reaktionen auf Medikamentengaben zeigt. Deshalb wird sich der Frauenbund bei dem zuständigen Ministerium dafür einsetzen, Lehrstühle zur geschlechtersensiblen Forschung und Therapie von Erkrankungen zeitnah zu finanzieren.

 

 


Keine Trendumkehr

Bistum Trier veröffentlicht Statistik des kirchlichen Lebens für das Jahr 2023

Foto: © DBK
Foto: © DBK

Das Bistum Trier hat seine Jahresstatistik 2023 veröffentlicht.

 

28.06.2024

 

Von Simone Bastreri

 

(Trier/Koblenz/Saarbrücken/sb) – „Wir sehen der Realität einer kleiner werdenden Kirche ins Auge und versuchen, unsere pastorale Arbeit anzupassen, aber auch neue Wege zu gehen.“ So hat Dr. Ulrich von Plettenberg, Generalvikar des Bistums Trier, die am 27. Juni deutschlandweit veröffentlichte Statistik des kirchlichen Lebens kommentiert. Angesichts weiterhin hoher Austrittszahlen gelte es für die Kirche im Bistum Trier umso mehr, dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, eine diakonische und missionarische Kirche sein zu wollen. „Das heißt, den Menschen Angebote zu machen, die auf ihre Lebenssituationen zugeschnitten sind und die sie unterstützen, seien es Familien, Senioren, Menschen mit Beeinträchtigung, Geflüchtete, kirchenferne, aber auch eng an die Kirche gebundene Menschen. Wenn wir ihre Bedürfnisse und Erwartungen ernst nehmen und unsere Arbeit immer wieder selbst reflektieren, hoffen wir, vielen Menschen weiterhin ein spirituelles Zuhause und eine Gemeinschaft sein zu können“, zeigte sich von Plettenberg vorsichtig optimistisch.   

 


Auf Seefahrtsdank-Gottesdienst in Hamburg

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt betont Bedeutung von Vertrauensnetzen   - an Bord und in der Gesellschaft

 

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt würdigt beim Seefahrtsdank-Gottesdienst am Freitag (28. Juni 2024) in Hamburg die wichtige Rolle der Seeleute im Handelsverkehr. Sie hob dabei die Bedeutung von Vertrauen und Vielfalt in der Zusammenarbeit hervor - an Bord und in der Gesellschaft.

 

28.06.2027

 

(Schwerin / Hamburg/dds) - Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Kristina Kühnbaum-Schmidt, hat Seeleute als oft nicht gesehene, aber unentbehrliche Berufsgruppe gewürdigt, die unter harten Bedingungen und für lange Zeit von der Familie getrennt den lebenswichtigen Handelsverkehr aufrechterhalten. Dabei hob sie in ihrer Predigt beim 2. Seefahrtsdank-Gottesdienst am Freitag (28. Juni 2024) die Bedeutung von Vertrauen und Vielfalt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und das Bewältigen von Herausforderungen an Bord von Schiffen hervor. Dies sei beispielhaft für unsere Gesellschaft, erklärte die Leitende Geistliche der Nordkirche. 

 

Das Netz für den Erfolg ist aus Vertrauen geknüpft

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt bezog sich in ihrer Predigt in der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen auf die biblische Erzählung von Jesus und den Fischern, die im Vertrauen auf Worte Jesu trotz bisheriger Misserfolge erneut auf Meer hinausfuhren und mit vollen Netzen belohnt wurden. „Das Netz, mit dem die Fischer zur Zeit Jesu schließlich erfolgreich werden, ist sicher aus festem Garn geknüpft. Aber dass sie damit auch wirklich einen großen Fang machen, das hat vor allem mit Vertrauen zu tun“, betonte Kristina Kühnbaum-Schmidt. „Mit Vertrauen auf die Worte Jesu und darauf, dass er für sie da ist. Dass er sie sieht und das, was sie brauchen. Mit dem Vertrauen, dass er Gutes für sie will. Man kann es auch so sagen: Das Netz für den Erfolg ist aus Vertrauen geknüpft.“

 

Hohe Wertschätzung für Arbeit der Seemannsmission 

Die Landesbischöfin zollte der Arbeit in den Stationen der Seemannsmission hohe Wertschätzung. „Sie bieten die Möglichkeit, in Ruhe mit Familie und Freunden in der Ferne Kontakt aufzunehmen – per Telefon oder per Videokonferenz. Es gibt medizinische Betreuung - und nicht zuletzt auch geistliche Begleitung“, sagte Kristina Kühnbaum-Schmidt.  „Auf vielfältige Weise knüpfen Seemannsmissionen Vertrauensnetze.“

 

Vertrauensnetze werden gebraucht - an Bord wie in unserer Gesellschaft

Die Landesbischöfin erklärte weiterhin: „Vertrauensnetze in weltweiter Verbundenheit, aus Vielfalt geknüpft - wir brauchen sie. An Bord eines Schiffes ebenso wie in unserer Gesellschaft. Denn unsere gegenwärtigen Herausforderungen - von Klimakrise bis gesellschaftlichen Polarisierungen - können wir nur gemeinsam bearbeiten und bewältigen. Jede und jeder ist dabei mit den je eigenen Erfahrungen und Kompetenzen wichtig, alle werden gebraucht.“ Und sie betonte: „Und gebraucht wird einer, der in allem fest und sicher an der Seite steht, der Vertrauen schenkt und in den man unbedingt Vertrauen setzen kann. Für den christlichen Glauben ist das Jesus Christus. Allein Jesus Christus, wie Martin Luther gesagt hätte. Der Glaube an Jesus Christus, an seine unbeirrbare Liebe und Barmherzigkeit, an seine Begleitung und Nähe auch in schweren Zeiten, an seinen versöhnenden Frieden knüpft ein festes Vertrauensnetz, auf das Verlass ist. Im Leben wie im Sterben. Auf hoher See wie am festen Ufer.“

 

Hintergrund: Die Deutsche Seemannsmission

Die Deutsche Seemannsmission unterstützt Seeleute weltweit und bietet ihnen praktische Hilfe, Seelsorge und Beratung. Sie ist in 33 Häfen präsent, 16 davon in Deutschland und 17 weitere in 15 verschiedenen Ländern. Sie ist Kontaktstelle sowie Vermittlerin zwischen Reedern und Seeleuten, zwischen Besatzungsmitgliedern untereinander sowie zwischen den im Hafen Arbeitenden und Schiffsbesatzungen.

Weltweit sind rund 1,8 Millionen Seeleute auf ca. 74.000 Handelsschiffen unterwegs. Ungefähr 90 Prozent des Handels werden über den Seeweg transportiert. Seeleute aus aller Welt versorgen die Menschen in Deutschland mit allem, was diese täglich brauchen und was das Leben schön macht. Die Männer und Frauen leben und arbeiten monatelang an Bord der Schiffe. Durch das Leben und Arbeiten auf See ist ihnen vieles nicht möglich, was für Menschen an Land normal ist (ein Familienleben, soziale Kontakte pflegen, Landgang, auf die eigene Gesundheit achten, Sportmöglichkeiten, regelmäßige ärztliche Versorgung etc.). 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seemannsmission helfen praktisch, kümmern sich, machen Krankenbesuche, hören zu, bieten Möglichkeit zum Gespräch und setzen sich für die Rechte der Menschen an Bord ein, egal ob Matrose, Koch, Ingenieurin oder Kapitän.

Einsatz heißt konkret: ein offenes Ohr für die Sorgen und Bedürfnisse der Seeleute zu haben und darauf zu achten, dass die Arbeits- und Lebenssituationen an Bord stimmen. Die Teams der Deutschen Seemannsmission im In- und Ausland kennen die Welt der Seeleute und kennen deren Situation. Zur See zu fahren, ist auch heute ein wichtiger Beruf. Dabei bringt das Leben auf See Entbehrungen und Einschränkungen mit sich, weit weg von Familie und Freunden in der Heimat. Auf See zu arbeiten, ist einer der gefährlichsten Berufe weltweit.

 

 


Lebensqualität erhalten

Malteser Hannover bieten vierteiligen Kurs zur Pflege von Demenzkranken an

Die Pflege demenzkranker Menschen will gelernt sein; Bildquelle: Symbolfoto Malteser
Die Pflege demenzkranker Menschen will gelernt sein; Bildquelle: Symbolfoto Malteser

 

28.06.2024

 

(Hannover/mhd) -  Unter dem Titel „Leben mit Demenz“ bieten die Malteser in Hannover ab 22. Juli einen vierteiligen Kurs für pflegende Angehörige und Interessierte im Don-Bosco-Haus, Göttinger Chaussee 147 in Hannover an.

 

Der Kurs umfasst elf Unterrichtseinheiten, die sich auf vier Termine verteilen: Am 22., 25. und 29. Juli kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 15 bis 18.30 Uhr zusammen, am 31. Juli von 15 bis 17.30 Uhr. Themen sind unter anderem das Krankheitsbild Demenz und die damit zusammenhängenden rechtlichen Fragen sowie Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag. Dabei sollen Angehörige und Interessierte lernen, die Herausforderungen des Krankheitsbildes zu meistern und möglichst viel Lebensqualität für die Betroffenen und sich selbst zu erhalten.

 

Die Teilnehmergebühr beträgt 60 Euro. Der Kurs wird in Kooperation mit der DAK Gesundheit angeboten. Diese übernimmt daher gegebenenfalls die Kurskosten, wenn ein Teilnehmer oder ein zu Pflegender Mitglied in der DAK Gesundheit ist.

 

Information und Anmeldung:

Claudia Löhrmann, Tel.: (0151) 14783376

Bettina Mohr, Tel.: (0170) 9280544

E-Mail: Besuchs-u.Demenzdienst.Hannover@malteser.org

 

 


Ein Dorf, eine Geschichte, eine Leidenschaft

Fränkische Passionsspiele in Sömmersdorf ziehen mit Neuinszenierung Zuschauer in den Bann – Schirmherr Bischof Jung: „Das ist wahnsinnig spannend“

 Viele emotionale Momente hat die aktuelle Inszenierung der Sömmersdorfer Passionsspiele zu bieten. Foto: © Markus Hauck (POW) |
Viele emotionale Momente hat die aktuelle Inszenierung der Sömmersdorfer Passionsspiele zu bieten. Foto: © Markus Hauck (POW) |

 

27.06.2024

(Sömmersdorf/mh/POW) - Stehende Ovationen, Begeisterung bei den Zuschauern – und Stolz bei Beteiligten und Förderern: Die Fränkischen Passionsspiele im 680-Einwohner-Dorf Sömmersdorf haben bei ihrer Premiere zur Spielzeit 2024 am Sonntagnachmittag, 23. Juni, das Publikum in den Bann gezogen. Eine grundlegend erneuerte Inszenierung mit rund 400 Personen auf der Bühne, eigens komponierte Livemusik zur Passionserzählung, zahlreiche neue Kostüme, eine neue Einbeziehung der zentralen Videoleinwand in das Geschehen, Solo-Gesangsstücke, deutlich verstärkte Nutzung der unterschiedlichen Spielebenen und vieles mehr – die Fränkischen Passionsspiele, seit 2020 im Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO, haben sich einmal mehr neu erfunden und gesteigert. Oder um es mit den gesungenen Schlussworten der beteiligten Akteure zu sagen: „Eine Geschichte, ein Dorf, eine Leidenschaft.“

 


„Keine Trendwende, sondern schleichender Relevanzverlust“

28.06.2024

 

(Bonn, München/wsk) - Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche sieht die heute veröffentlichte Kirchenstatistik 2023 als höchst bedauerliches Zeichen des kontinuierlichen Schrumpfungsprozesses der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Dass die Zahl der erklärten Kirchenaustritte gegenüber dem Rekordjahr 2022 etwas zurückgegangen ist, ist keine Trendwende; es ist der zweithöchste Wert der vergangenen Jahre. Vielmehr zeigen die verschiedenen Kennwerte einen sich verstetigenden Prozess des Abschieds von immer mehr Menschen von der verfassten Kirche in Deutschland.

Dies ist ein schmerzlicher Prozess, der zu einer weiteren Entfremdung von immer mehr Menschen von der Kirche und umgekehrt der kirchlichen Organisation von den Menschen  führt. Es entspricht nicht dem Auftrag des Evangeliums, sich durch immer mehr Schließungen und Zusammenlegungen von Pfarreien und Aufgeben schulischer, sozialer und kultureller Einrichtungen aus der Fläche zurückzuziehen. Statt der finanziell immer noch gut ausgestatteten „Hauptamtlichen-Kirche“ bräuchte es eine von engagierten Frauen und Männern getragene „Teilhabe-Kirche“ an der gesellschaftlichen Basis, der dann auch die entsprechenden Ressourcen (Gebäude, Personal, Finanzen) zur Verfügung zu stellen ist. Dies erfordert auch eine Dezentralisierung der Entscheidungsprozesse.  

Die Hintergründe der aktuellen kirchlichen Situation hat auch die im November 2023 veröffentlichte Kirchenmitgliedschaftsstudie (KMU) aufgezeigt, an der sich erstmals auch die Deutsche Bischofskonferenz beteiligt hatte. In der KMU hatten nur 9 Prozent aller Befragten erklärt, dass sie noch Vertrauen in die katholische Kirche hätten. Aber 96 Prozent der katholischen Mitglieder sagten, ihre Kirche müsse sich grundlegend verändern, wenn sie eine Zukunft haben wolle. Das würde dann auch ihre Neigung zum Austritt verringern.

 

Sicher, die Ursachen für die aktuelle Entwicklung sind höchst vielfältig. Dass es nach dem Missbrauchs-Skandal um den Wiener Kardinal Hans Hermann Groër, der zur Gründung von Wir sind Kirche führte, Jahrzehnte dauerte, bis die systemischen Missbrauchsursachen durch den Synodalen Weg in Deutschland in den Blick genommen wurden, hat sicher dazu beigetragen, dass bei allem guten Willen viele Menschen die Geduld mit der Kirchenleitung verloren haben. Wenn nicht baldmöglichst die Ergebnisse des Synodalen Weges in Deutschland und die der Weltsynode in Rom auch an der Kirchenbasis spürbar werden, wird der Entfremdungsprozess ungebremst weiterlaufen und der Relevanzverlust der Kirche innerhalb der Gesellschaft weiter rapide zunehmen. Dem dürfen wir nicht tatenlos zusehen!


Gemeinsam kauft sich’s leichter!

„Mobiler Einkaufswagen“ der Malteser richtet sich an ältere und mobilitätseingeschränkte Personen

Der „Mobile Einkaufswagen“ der Malteser unterstützt ältere Menschen, wie hier in Celle; Bildquelle: Schulze/Malteser
Der „Mobile Einkaufswagen“ der Malteser unterstützt ältere Menschen, wie hier in Celle; Bildquelle: Schulze/Malteser

26.06.2024

 

 

(Seelze-Letter/mhd) -. In Gemeinschaft einkaufen - ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen in Seelze-Letter und Umgebung profitieren bald vom „Mobilen Einkaufswagen“ der Malteser, der sie beim Einkauf im Supermarkt unterstützt. Für dieses kostenlose Angebot suchen die Malteser noch Ehrenamtliche. Ein Informationsabend für Interessierte findet am 2. Juli um 18 Uhr in der Kontakt- und Beratungsstelle des Malteser Hilfsdienst e. V., Ebertstraße 2, 30926 Seelze-Letter statt.

 

 


Strafbefehl gegen Mitarbeitenden: Kirchengemeinde Krummin-Karlshagen-Zinnowitz reagiert umgehend auf Sondersitzung des Kirchengemeinderates

 

 

26.06.2024

 

(Zinnowitz/dds) - Gegen einen Mitarbeitenden der Kirchengemeinde Krummin-Karlshagen-Zinnowitz hat das Amtsgericht Greifswald einen Strafbefehl erlassen. Darin ordnet das Gericht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten an, diese wird für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Grund ist offenkundig der Vorwurf eines sexuellen Missbrauchs. Der Beschuldigte kann dagegen noch Einspruch einlegen, der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.

Dazu nimmt der Kirchengemeinderat der Kirchengemeinde Krummin-Karlshagen-Zinnowitz wie folgt Stellung:  

„Wir sind über diesen Vorgang bisher noch nicht offiziell informiert worden, sondern haben erstmals durch eine Presseanfrage davon erfahren und die Nachrichten am Montag (24. Juni 2024) in Rundfunk und Fernsehen wahrgenommen. Wir sind über diese neuen Vorwürfe betroffen. 

Der Kirchengemeinderat hatte sich bereits Ende des letzten Jahres auf der Grundlage der damaligen Vorwürfe und des damaligen Kenntnisstandes mit dem Thema ausführlich befasst und am Ende beschlossen, den Mitarbeiter von allen Tätigkeiten in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu suspendieren. 

Da das neue Verfahren noch nicht rechtskräftig abgeschlossen ist, hat der Kirchengemeinderat in einer unverzüglich anberaumten Sondersitzung beschlossen, den Mitarbeiter, so wie es das Arbeitsrecht vorsieht, unverzüglich auch von allen anderen Tätigkeiten in der Gemeinde zu beurlauben.“ 

 

Hintergrund

Nach Vorwürfen gegen zwei Mitarbeitende der Nordkirche mit Bezug auf eine Foto-CD, deren Cover, Art und Intention einer Vielzahl der Fotos sowie die nachträgliche Bearbeitung einiger der Fotos in eklatanter Weise den Werten der Nordkirche widersprechen und von dieser in keinerlei Weise toleriert werden, hat die Nordkirche 2020 und 2023 Beratungsstäbe berufen. Nach Abschluss des ersten Beratungsstabs wurde der Urheber der Fotodatensätze dauerhaft von der kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen suspendiert. Der zweite Beratungsstab bestätigte diesen Entscheid und empfahl auch den Mitarbeitenden der Kirchengemeinde Krummin-Karlshagen-Zinnowitz, der die Freizeit leitete, auf der die in Rede stehenden Fotos entstanden, dauerhaft von der kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu suspendieren. 

 

Im Zuge der Aufarbeitungsarbeit hatte der zweite Beratungsstab weitere Meldungen von Betroffenen erhalten. Diese betreffen einen Zeitraum von zwanzig Jahren. Der Beratungsstab hat diese Meldungen in einer Timeline zusammengefasst und den Strafverfolgungsbehörden zur Prüfung übermittelt. 

Kenntnis von dem Ereignis, das zum Strafbefehl gegen den von den Vorwürfen betroffenen Mitarbeitenden der Kirchengemeinde Krummin-Karlshagen-Zinnowitz geführt hat, erhielt der zweite Beratungsstab Ende August 2023. Die Erkenntnisse aus dem Gespräch mit den beiden sich beim Beratungsstab gemeldeten jungen Männern wurden dokumentiert und der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt. Insofern haben der Beratungsstab und auch die Nordkirche durch ihr unmittelbares und konsequentes Handeln maßgeblich dazu beigetragen, dass der Vorfall strafrechtlich verfolgt werden kann. 

 

 


„Gott existiert – und wir dürfen ihm begegnen”

Bischof Ackermann hat Christoph Berger, Dr. Stefan Kranz und Michael Schuh zu Diakonen geweiht

Dr. Stefan Kranz, Michael Schuh und Christoph Berger (vlnr.) zusammen mit Bischof Stephan Ackermann © Andreas Sommer
Dr. Stefan Kranz, Michael Schuh und Christoph Berger (vlnr.) zusammen mit Bischof Stephan Ackermann © Andreas Sommer

Zu den zukünftigen Aufgaben der neuen Diakone zählen die Verkündigung des Evangeliums, diakonische und seelsorgerische Dienste sowie die Feier von Gottesdiensten

 

25.06.2024

 

Von Inge Hülpes

 

(Trier/Koblenz/Merzig/bt) – „Wenn verheiratete Männer, die fest im Beruf stehen, den Diakonendienst übernehmen, wird ihre Verbundenheit mit Jesus Christus nach außen sichtbar. Sie werden für die Menschen ansprechbar, verkünden die Frohe Botschaft und werden so zu Hoffnungsträgern, die uns alle bestärken.” Mit diesen Worten hat Bischof Dr. Stephan Ackermann die Gottesdienstgemeinde begrüßt, die am 22. Juni im Trierer Dom zusammengekommen ist, um die Weihe der neuen Ständigen Diakone im Bistum Trier – Christoph Berger, Dr. Stefan Kranz und Michael Schuh – zu feiern.

 

 


ZDF-Live-Gottesdienst von der Insel Mainau

Landesbischöfin Heike Springhart predigt zum Thema „Schöne Aussichten“

Foto: Michael Hornung
Foto: Michael Hornung

26.06.2024

(Karlsruhe/Mainau/ekiba) -. Am Sonntag, 30. Juni, 9.30 Uhr bis 10.15 Uhr, feiert Landesbischöfin Heike Springhart einen ZDF-Fernsehgottesdienst, der live von der Brunnenarena der Insel Mainau übertragen wird.

Schon wenige Schritte auf der Blumeninsel Mainau genügen, damit der Kopf frei wird. In den kunstvoll angelegten Gärten, in den Ecken mit Wildwuchs und alten Bäumen, beim Blick über den See – überall auf der Insel zeigen sich schöne Aussichten. Beim Fernsehgottesdienst im sommerlichen Ambiente der Mainau unter dem Motto „Schöne Aussichten!“ wird die Bischöfin sich mit Sehnsuchtsorten auseinandersetzen, aber auch mit dem Ringen um schöne Aussichten, gerade auch in düsteren Zeiten. Das „ist so alt wie unser Glaube", so Springhart.

Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst von dem Südbadischen Blechbläserensemble unter der Leitung von Landesposaunenwart Heiko Petersen und dem Bach-Chor Konstanz unter der Leitung von Bezirkskantor Michael Stadtherr. Zudem werden Björn Graf Bernadotte, Gartendirektor Markus Zeiler und als Sprecherin Lena Drieschner am Fernsehgottesdienst mitwirken.

Mitfeiern können den Gottesdienst alle Gäste, die sich auf der Insel Mainau befinden. Sie sollten sich bis spätestens 9 Uhr in der Brunnenarena einfinden. Wegen des ZDF-Live-Gottesdienstes wird die Insel Mainau am 30. Juni übrigens für alle Gäste schon ab 8 Uhr geöffnet sein.

Ein weiterer ZDF-Gottesdienst wird bereits am Freitag, 28. Juni, ab 16 Uhr in der Brunnenarena auf der Insel Mainau gefeiert und aufgezeichnet. In ihm wirken neben Pfarrer Karsten Beekmann und Pfarrerin Octavia von Roeder auch Lydia Steinbach und der Schulchor der Evangelischen Schule Schloss Gaienhofen mit. Dieser Gottesdienst wird im Sommer 2025 ausgestrahlt. Gottesdienstbesucher werden hier gebeten, spätestens um 15.15 Uhr vor Ort zu sein.