„Kirche in Not“ unterstützt Christen im Heiligen Land - Hilfen für Gemeinden in den Palästinensischen Gebieten und Israel

Der Lateinische Patriarch Pierbattista Kardinal Pizzaballa. © Lateinisches Patriarchat von Jerusalem.
Der Lateinische Patriarch Pierbattista Kardinal Pizzaballa. © Lateinisches Patriarchat von Jerusalem.

24.11.2023

 

(München/kin) - Angesichts des Krieges im Heiligen Land unterstützt das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) in Zusammenarbeit mit dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem die Nothilfe der christlichen Kirchen. Ein erstes Hilfspaket kommt Christen im Gazastreifen, im Westjordanland, Ostjerusalem sowie christlichen Wanderarbeitern und Flüchtlingen in Israel zugute.

 

Gazastreifen

 

Vor Kriegsausbruch lebten rund 1000 Christen im Gazastreifen. Die meisten von ihnen haben in der katholischen Pfarrei „Heilige Familie“ und in der griechisch-orthodoxen Kirche St. Porphyrius Zuflucht gefunden. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Kinder, ältere Personen oder Menschen mit Behinderungen, weshalb für die meisten Menschen eine Flucht unmöglich ist.

 

Nach lokalen Berichten sind hunderte Familien auf den beiden Kirchengeländen zusammengepfercht, es fehlt an Lebensmitteln und Medikamenten. Vor allem der Wassermangel wird immer bedrückender. „Kirche in Not“ unterstützt eine Initiative des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, um die isolierten Menschen in den beiden Gemeinden im Gazastreifen mit grundlegenden Gütern zu versorgen.

 

 

Westjordanland und Ostjerusalem

 

Die Folgen der jüngsten Eskalation haben auch die rund 47 000 Christen im Westjordanland und in Ostjerusalem schwer getroffen. Da viele von ihnen im Tourismussektor arbeiten, haben sie ihre Einnahmequelle verloren. Wegen der Grenzschließungen können viele Menschen nicht mehr zu ihren Arbeitsplätzen auf israelischem Staatsgebiet gelangen.

 

Die Nothilfe für die Christen im Westjordanland und in Ostjerusalem besteht überwiegend aus Lebensmittelgutscheinen, Mietbeihilfen sowie Zuschüssen für Strom- und Wasserkosten. Menschen mit chronischen Erkrankungen und ältere Personen erhalten auch medizinische Unterstützung.

 

Israel

 

Auf israelischem Staatsgebiet halten sich lokalen Angaben zufolge um die 100 000 christliche Migranten und Asylsuchende auf. Das Lateinische Patriarchat hat für sie im Jahr 2021 ein eigenes Vikarat für Migranten und Asylsuchende eingerichtet, das bis zu seiner Abtswahl von Pater Nikodemus Schnabel aus der deutschsprachigen Benediktinerabtei Dormitio auf dem Jerusalemer Zionsberg geleitet wurde.

 

Hunderte von christlichen Migranten aus der Umgebung das Gazastreifens mussten vor den jüngsten Kämpfen fliehen und sind jetzt in provisorischen Unterkünften in Klöstern, christlichen Gästehäusern und anderen kirchlichen Einrichtungen untergebracht. Andere halten sich in verschiedenen Teilen Israels, wie zum Beispiel in Tel Aviv, auf. Viele von ihnen haben keinerlei Unterstützung und sind schutzlos.

 

„Kirche in Not“ unterstützt das Vikariat für Migranten und Asylsuchende dabei, Unterkünfte bereitzustellen, die Menschen medizinisch zu versorgen und arbeitslose Personen mit den Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen sowie sie seelsorgerisch zu betreuen.

 

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Kardinal Pizzaballa, bedankte sich bei „Kirche in Not“ für die Unterstützung der Christen im Heiligen Land in dieser Krisenzeit: „Vielen Dank für Ihre Spenden und Ihre Solidarität. Bitte beten Sie weiterhin für unsere kleine christliche Gemeinschaft, die unerschütterlich Zeugnis für den Glauben und die Hoffnung ablegt.“

 

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe der Kirche im Heiligen Land mit Ihrer Spende – online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT

LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02

BIC: GENODEF1M05

 

 

Verwendungszweck: Heiliges Land